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Gesellschaft im Wandel: Die Krise der Arbeit
DPA

Technologie und Fortschritt verändern unsere Arbeitswelt dramatisch. Für eine Partei der Arbeit, wie die SPD, ist das ein Problem. Aber nur, solange sie diese Veränderungen nicht positiv angeht.

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falco1001 11.05.2016, 23:36
120. Nicht schlüssig

Wenn sich Arbeit immer mehr aufspaltet in die der elitären Maschinendesigner und die der unqualifizierten Hilfsarbeiter, dann würden letztere zunehmen und dann müsste die SPD besser dastehen denn je.

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Cs1980 11.05.2016, 23:38
121. Bedingungsloses Grundeinkommen ist...

...der einzige langfristiger Ausweg aus dem globalen Dilemma mit der Arbeit.
In 20-30 Jahren wird ein gigantischer Teil der Menschheit keine Arbeit mehr haben da Software und Maschinen diese günstiger, schneller und oft auch besser machen können. Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld mehr soziale Probleme wie Flüchtlingsbewegungen, Kriege um Ressourcen...Ergo brauchen wir ein bedingsloses Einkommen für alle Menschen. Wir sind JETZT am Anfang einer neuen Epoche. Weg vom System Kapital & Arbeit und hoffentlich hin zum System Mensch.

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palla-manfred 12.05.2016, 00:51
122. Hoch lebe die Arbeit, so hoch, ...

dass keiner mehr drankommt ;-) - zu Beginn der menschlichen "Zivilisation" waren die "WERK"-Zeuge noch primitiv (aus heutiger Sicht) - sind heutige Zivilisationen vielleicht zu "einfach" gestrickt im Verhältnis zu heutigen "Techniken" und "Technologien" ??? - sind Krisen "alter" Parteien wohl nur Symptome quantitativer Ungleichgewichte (med. Krankheiten) ? ...

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randhesse 12.05.2016, 02:05
123. @ #106 Selbständige Beamte

Zitat von vaclav.havel
Zitat aus dem Artikel: „In den Ohren der Gesellschaft, der Parteien, der Angestelltenwelt aber hört sich "selbstständig" immer noch eher nach Arzt, Apotheker oder Anwalt an und damit nach Geld. „ Das sind aber auch nicht wirklich Selbständige, im klassischen Sinne, denn sie erhalten einen Großteil ihrer Einnahmen über staatlich organisierte Budgetzuweisungen bzw. durch staatliche Gebührenordnungen und sind außerdem auch zahlenmäßig durch den Staat reguliert, damit auch jeder genug verdient. Es sind also quasi selbständige Beamte, wenn man's genau nimmt. So viel Ehrlichkeit muss schon sein. ;-)
Sie haben die "Bezirksschornsteinfeger" vergessen! ;)

Aber Ja, Sie haben völlig Recht.

Weder der SPD, noch Brüssel-Europa, das ja mit der Abschaffung des "Meisterzwangs" wenigstens schon mal "Trippelschrittchen" schaffte, ist bisher die Überwindung des, aus dem Hochmittelalter überlieferten, "Ständewesens" gelungen.

Hier gibt es "gesetzlich geschützte Berufsnischen" ohne Ende, aber die "Exklusiv vererbbare Taxi-Konzession" wird als alleiniges Problem der "korrupten Griechen" dargestellt!

Der klassische "Splitter im Auge des Nachbarn"...

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lapetrovna 12.05.2016, 02:59
124. Verkloppen willkommen!!,!

Sozi und kommi Ideen sollten mal die Welt retten....
Gut durch gedacht, Gute Idee, eigentlich....Aber bewiesen, nicht machbar.... Freie Marktwirtschaft ist besser...

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lapetrovna 12.05.2016, 03:05
125. John Maynard Keynes

Mal Lesen . Wikipedia

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bmvjr 12.05.2016, 04:35
126. nicht nur SPD

sondern alle Parteien haben den Wandel der Arbeitswelt, und nicht nur dieser, politisch verpasst oder gar verdraengt. Nicht nur die SPD sondern alle etablierten Parteien sind seit Langem derartig von der Realitaet abgenabelt, dass ihre Parteiprogramme sowie ihre politischen Aktivitaeten daneben liegen, unproduktiv sind und sich an gestern erworbenen Lorbeeren orientieren.
Betriebsblindheit ist ein gaengiger Ausdruck dessen, woran die etablierten Parteien leiden und Konsequenzen zeigen sich in Waehlermuedigkeit, Pegidamaerschen, Entstehung und Ausbreitung der AfD und wachsender Verarmung, wachsender Schlucht zwischen arm und reich, fallender Emphatie, Flucht in digitale Welten, Angst vor der Zukunft und dergleichen mehr. Ein Vakuum tut sich auf und es fragt sich, wer oder was dieses besetzen wird.

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andrac1001 12.05.2016, 04:38
127. Die Krise der Sozialdemokratie

ist die Krise eines politischen Systems, dass sich nicht gegen den übermächtigen Kapitalismus zu wehren weiß. Die Wirtschaft investiert viele Milliarden, um sich unabhängig von der Ressource Mensch zu machen. Ein fataler Kreislauf, zuerst nur für die Unterschicht, solange es weniger Güter als Bedarfe gibt. Aber was kommt danach? Soziale Unruhen? Völkische, nationalistische Systeme als Antwort auf den global organisierten Kapitalismus, der sich schon längst der nationalen Kontrolle entzogen hat?

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Miere 12.05.2016, 05:28
128. teilweise richtig

Ja, das Steuer- und Rentensystem ist zu sehr darauf ausgelegt, dass die weitaus meisten Menschen fest angestellt wären.

Aber das hat wenig mit moderner Technik zu tun. Die Jobs der Kohlekumpels und Stahlarbeiter sind nicht wegen des Internets in China, und die der Textilarbeiter nicht wegen Drohnentechnik in Bangladesh, sondern wegen einer Kombination aus hohen Lebenshaltungskosten/Löhnen, Freihandel, und Umweltauflagen die hier gelten und dort nicht.

Die SPD kommt gerne rüber als Partei derer, die noch mit alten, festen Arbeitsverträgen ihre Schäfchen im Trockenen haben und mitunter gerne nach unten treten auf die Leiharbeiter und Freiberufler, die keine solche Sicherheit haben, aber als Konkurrenz empfunden werden. Die Gewerkschaften ebenso.

Das Kernproblem ist aber doch weniger, wieviel man verdient (oder wie hoch die Grundsicherung ist), sondern was man sich davon leisten kann. Von Hartz4 leben in Tansania? Fürstlich.
Das Problem ist, dass der Grundbedarf (Wohnung, Heizung, Essen ...) hierzulande sehr teuer ist und steigend. Und da macht die SPD wenig dran und nichts was hilft. Mietpreisbremse schafft auch keinen neuen Wohnraum.

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katzekaterkarlo 12.05.2016, 05:57
129. Perfekt Lobo.

Nur die hier rumnölenden SPD-Berufsmitglieder und Freizeitgewerkschafter von Verdi haben noch immer nicht begriffen dass sie Teil des Problems und nicht der Lösung sind.

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