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Gesellschaft im Wandel: Die Krise der Arbeit
DPA

Technologie und Fortschritt verändern unsere Arbeitswelt dramatisch. Für eine Partei der Arbeit, wie die SPD, ist das ein Problem. Aber nur, solange sie diese Veränderungen nicht positiv angeht.

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beifahrer101 11.05.2016, 16:02
50. Als Lektüre

Zitat von curiosus_
... in unserer vernetzten Welt geht dahin. Mit der virtual-reality-Brille im Einzelzimmer (hätte beinahe "in der Einzelzelle" geschrieben) - und das nicht nur beim gamen, nein auch beim Lebensunterhalt sichern. Brave New World - Nein Danke, dann lieber ab ins Büro.
dazu empfehle ich den Futurologischen Kongress vom Lem. Passt wie Faust aufs Auge.

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dechi61 11.05.2016, 16:07
51. wenn

die arbeit ein existenzieller faktor ist, warum wird die arbeitsleistung überproportional belastet? die sozialversicherungen machen für den AG ca. 40% der lohnkosten aus. weg damit und die sozialsysteme mit steuern, gerne auch kapitalertragssteuern etc finanzieren. das wärs

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zeitmax 11.05.2016, 16:09
52. Falsch gedacht

Dass die unselige "Arbeiterpartei" SPD sich samt ihrer angeschlossenen Institute außer Stande sieht, Arbeit und deren Entwicklung zu erforschen, dürfte ja überall bekannt sein.
Dass sie aber, sobald "gewählt" auch so gut wie keine bzw. nur noch verbale Anstalten macht, hier offensichtliche Schieflagen anzugehen und zum Wohl der Arbeitnehmer zu verbessern, ist ebenso wahr.
Wenn erst Pöstchen und Dienstwagen da sind, nimmt das Interesse an der Einhaltung von Wahlversprechen rapide ab. Die SPD war hier schon immer Vorbild ;-))

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amuseemanc 11.05.2016, 16:14
53. Das ist die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Wie soll die Arbeitsgesellschaft, der nicht mehr allzu fernen Zukunft noch funktionieren? Kein Arbeitnehmer wird so billig sein können, wie die neueste Technologie die heraufzieht um ihn abzulösen.
Egal wie man diese neue Wirtschaft nun auch nennt, Fakt ist, in ihr werden nur noch hochqualifizierte Menschen eine Chance haben. Nur diese werden auch noch "Löhne" erreichen, die ein selbst bestimmtes Leben ermöglichen werden. Zwar wird es sicherlich immer noch einen Teil an manueller Tätigkeit geben, aber der wird eben nicht mehr allen Menschen einen Platz bieten können.

Der moderne Mensch ist aber auf ein Einkommen angewiesen, denn er ist kein Selbstversorger mehr. Und die Wirtschaft ist auch von Absatz abhängig.
Der Autor hat insofern vollkommen Recht. Die Politik ist darauf in keinster Weise vorbereitet. Immer noch versucht sie krampfhaft ein System aufrechtzuerhalten, das längst Morsch ist auch um den Preis, dass es immer ungerechter zugeht.

Langfristig wird man deshalb um ein, wie auch immer geartetes bedingungsloses Grundeinkommen nicht herumkommen. Und der Gesellschaft muss klar werden, Arbeit wird es nicht mehr für alle geben können, Beschäftigung sehr wohl!

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Micha_Zimmer 11.05.2016, 16:17
54. interessant

Ich finde Sascha Lobos Gedankengänge interessant und durchaus nachvollziehbar. Mit bedingungslosem Grundeinkommen tue ich mich schwer, als jemand der für sein Einkommen immer etwas leisten musste. Aber der Artikel hat mich immerhin dazu gebracht, darüber ernsthaft nachzudenken. Und Armut ist, wie ein Forist hier bereits anmerkte, durchaus relativ. Die vielgeschmähte Agenda 2010 führt heute dazu, dass es Deutschen im Vergleich zu anderen Deutschen vielleicht schlechter geht, es ihnen aber im Vergleich zu anderen Nationen durchaus gut geht. Wer möchte schon eine Jugendarbeitslosigkeit wie in Spanien, Frankreich oder Griechenland? Und das sind entwickelte Staaten! Ist prekäre Arbeit besser als gar keine Arbeit? Für die Gesellschaft: Ja! Das ist ist klassische BWL. Deckungsbeitragsmodell. Die Menschen, die nicht komplett für sich und ihre Familie sorgen können, dürfen sich dennoch nach ihren Möglichkeiten an der Erwirtschaftung der Grundsicherung beteiligen. Das finde ich nicht ungerecht. Was ich ungerecht finde, ist unser ausnahmengestütztes Steuerrecht und die Nichtbeteiligung von Menschen, die über ihre Steuern auch Renten finanzieren, und nichts/ zu wenig in die Rentenkasse zahlen, an der gesetzlichen Rente. Da bin ich komplett bei Herrn Lobo - das wäre eine Nische, die sich die SPD zu eigen machen könnte, um wieder eine Zielgruppe zu finden und ihr Kernthema, soziale Gerechtigkeit, zu bedienen.

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henry_xii 11.05.2016, 16:18
55. Rauchzeichen

Klar, an den Folgekosten kann "man" natürlich k!asse bis zum St. Nimmerleinstag vorbei leben, so lang die Habenseite stimmt. Den Umgang hat "man" ja längst verinnerlicht! Und ich zieh einfach weiter an meiner Schischa...

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Newspeak 11.05.2016, 16:18
56. ...

Zitat von dechi61
die arbeit ein existenzieller faktor ist, warum wird die arbeitsleistung überproportional belastet? die sozialversicherungen machen für den AG ca. 40% der lohnkosten aus. weg damit und die sozialsysteme mit steuern, gerne auch kapitalertragssteuern etc finanzieren. das wärs
Klingt logisch. Aber es ist klar, warum man sich die Steuern beim Arbeiter holt. Der jammert nur, aber wehrt sich nie. Es ist einfacher so. Die Reichen und die Konzerne, die haben Heerscharen von Anwälten und Lobbyisten, die sich sofort wehren. Und natürlich, die Politiker gehören ja selbst zu der Klasse der Reichen, ebenso wie Gewerkschaftsbosse. Die Sozialgesetzgebung in diesem Land wurde von Leuten geschrieben, die sich nie in ihrem ganzen Leben mit dem Existenzminimum zufriedengeben mussten. Was ein Arbeitsloser im Monat zum Überleben zugestanden bekommt, das geben diese Leute für ein schickes Abendessen aus. Und dann glauben sie auch noch, das beruhe nur auf eigener Leistung und stünde ihnen zu und im Gegenzug müsse jeder Arbeitslose seine Situation selbst verschuldet haben und daher auch zurecht bestrafbar sein.

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hollowman08 11.05.2016, 16:19
57. Im Prinzip

am Problem vorbei Herr Lobo.

Technik wird immer Arbeitsweisen beeinflussen, so war die Arbeit im 19 Jrdt auch anders als im 20Jhrdt der Gründuing der SPD.
Arbeit bleibt arbeit.
Lohnabhängige bleiben Lohnabhängige die arbeiten um zu Leben und Kapitalisten, die nicht durch Arbeit reich werden, bleiben auch Kapitalisten die nicht durch Arbeit reich werden.

Nur die SPD die hat sich gewandelt von der Partei die für Menschen war die durch lohnabhängige Arbeit Leben müssen hin zu Partei für Kapitalisten die durch nicht Arbeiten reich werden dürfen.

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unaufgeregter 11.05.2016, 16:22
58. Entwicklung verpasst

Die SPD ist schon lange keine Partei des sog. "Kleinen Mannes" mehr. Seit Hartz IV müsste jedem Genossen klar sein, dass die Partei sich verirrt hat. Eine Ersatzreligion war die Arbeit für mich als ehemaliger Sozi nie. Im Laufe der letzten Jahre habe ich meine Arbeitszeit stark reduziert und verdiene heute das, was ich zum Leben benötige. Irgendwann fragte ich mich nämlich, ob ich wirklich 2 große Oberklassewagen, eine Putzfrau und eine Gartenfirma für meinen ziemlich großen Garten brauche. Hallo!? Heute fahre ich einen netten Kleinwagen und pflege Haus und Garten gemeinsam mit meiner Frau, die ebenfalls Teilzeit arbeitet. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und sind größtenteils aus dem Konsumterror ausgestiegen. Dazu bedurfte es keiner Volkspartei. Wer über sein Leben nachdenkt kommt u. U. auf bessere Ideen.

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naklar? 11.05.2016, 16:23
59. Die Zukunft der Arbeit wird wohl aus einem Mix von BGE und einem Teil von ...

... einem Arbeitseinkommen sein. Die 40-Std Woche aber wird schon bald Geschichte sein. Ich gehe davon aus, daß die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in 30-Jahren (wenn nicht sogar in 20-Jahren) bei 20-Std/Woche liegen wird. Es wird Zeit, daß die Verantwortlichen im Lande endlich anfangen an der Realität zu arbeiten und nicht den Besitzstand von einigen wenigen Prozent im Lande zu wahren. Zumal die neuesten politischen Entwicklungen zeigen, daß die Bürger (in der westlichen Welt) langsam ungeduldig werden.

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