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Gesichtserkennung: Amazon-Software macht US-Politiker zu Verdächtigen
AP

Um gegen Gesichtserkennung bei der Polizei zu protestieren, haben Bürgerrechtler die Amazon-Software Rekognition getestet. Das Ergebnis: 28 Kongressmitglieder wurden mit festgenommenen Verdächtigen verwechselt.

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onelastremarktoall 27.07.2018, 21:14
10. Das ist in allgemeiner Form heute nicht mehr...

Zitat von klaus meucht
Ein Algorithmus sollte nie Entscheidungen treffen, nur Informationen die Menschen die Entscheidung ermöglichen. Es ist ansonsten die vollkommene Trennung von Verantwortung und Entscheidung.
...möglich. Man sollte aber bezüglich des Anwendungsbereiches klare Zuständigkeiten definieren und gesetzliche Regulierungen, die aktuelle technische Möglichkeiten wirklich berücksichtigen.

Warum diese Aussage allgemein schon lange nicht mehr gilt? - Beispielsweise fällt die Entscheidung über Notbremsungen oder nicht bei Hochgeschwindigkeitszügen die Maschine, weil der Mensch überhaupt nicht mehr reagieren könnte. Im Flugverkehr gibt es ähnliche Situationen, Bei Kraftwerken auch. Es gibt viele Notfallszenarien, bei denen dem Menschen auch die Entscheidungsgewalt genommen werden muss.

Wenn ein Zug, U-Bahn oder Schnellzug, Feuer fängt und die Wagen teilweise schon in Flammen stehen, darf dem Fahrer trotzdem nicht erlaubt werden in einem Tunnel stehen zu bleiben. Die Weiterfahrt wird zwar einige Tote verursachen, aber das stecken bleiben im Tunnel würde wohl fast jeden töten.

Bezüglich Notausschaltungen jeder Art gibt es genügend Probleme, bei denen dem Menschen die Entscheidungsgewalt weggenommen gehört, weil er emotional falsch handeln würde.

Das ist die eine Seite der Sache, auf der anderen stehen solche Szenarien, wie im Artikel beschrieben.

Die Grenze dazwischen zu ziehen, ist Sache der Gesetzgeber, weil ansonsten jeder nur seinen persönlichen Standpunkt vertreten würde, der damit durchaus im Widerspruch stehen kann.

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Flying Rain 28.07.2018, 06:56
11. Ich

Ich denke dass gerade im Einsatz auf der Straße das ganze den Polizisten bei Kontrollen Aufschluss darüber geben kann ob sie es mit einer potentiell gefährlichen Person zu tuen haben was sie oft nur erst bei eingehender Untersuchung feststellen können und auch nur auf die Schnelle wenn die Person ne ID besitzt. Auch bei der Suche nach Verdächtigen über Videoaufnahmen könnte es hilfreich sein zumindest zu wissen dass es jemand gesuchtes sein könnte.
Bei uns wäre das ganze ein wenig übertrieben aber in den USA ist einfach auch das Gefahrenpotential viel höher durch die sehr frei erwerblichen Waffen bzw denen die im Umlauf sind.
Problematisch sehe ich aber bis heute die einfach massiv zu kurze Ausbildung der US Polizeibeamten welche doch einen recht Kurzen Geduldsfaden zu haben scheinen was aber wegen dem genannten Punkt auch ein klein wenig verständlich ist.

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at.engel 28.07.2018, 08:20
12.

Das Problem aller technischen Hilfsmittel bei der Ermittlung von Verbrechen ist ja, dass sie als unwiderrufliche Beweise verwendet werden - was sie eben nicht sind. DNA-Spuren erklären eben nicht, wie sie dahin gekommen sind. Dass ein Handy versucht, sich irgendwo im Netz anzumelden, ist eben ein Indiz und kein Beweis. Und selbst, wenn so ein Gesichtserkennungs-Tool fast perfekt wäre, wäre es eben noch lange kein Beweis. Und Polizisten oder politisch Verantwortliche scheinen immer noch davon zu träumen, dass irgendwann irgendeine Maschine eine gute Ermittlung ersetzt.
Ansonsten finde ich es jedenfalls problematischer, dass private Firmen biometrische Daten speichern. Die Polizei arbeitet seit 150 Jahren damit - mit mehr oder weniger Erfolg.

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loki78 28.07.2018, 16:01
13. Politiker...

vielleicht lag die Software ja richtig

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