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Gewaltdebatte: Gesprächstherapeuten fordern Spielverbote

Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie fordert ein Verbot gewalthaltiger Computerspiele. Die Therapeuten vergleichen solche Computerspiele mit Kinderpornografie und bezichtigen Medienwirkungsforscher, der Spielebranche zu nahe zu stehen.

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Dunedin 30.11.2007, 10:43
20. Lachhaft und dumm

Zitat von sysop
Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie fordert ein Verbot gewalthaltiger Computerspiele.
Wie weit die Therapeuten von Realität und Kompetenz entfernt sind, kann man auch an der Tatsache festhalten, das nicht einmal im Ansatz auf die illegale Beschaffung via Tauschbörsen eingegangen wird. Was es hierzulande noch zensiert gibt, gibt es im Netz unzensiert und freizugänglich. Da profitieren am Ende auch schon 10-Jährige von ihrem techn. Know How, was der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie offensichtlich fehlt.

Einfach mal die Schnauze halten wenn man keine Ahnung hat, das gilt für Politiker gleichermaßen.

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wilko0070 30.11.2007, 10:57
21. Liebe Psychotherapeuten,

wenn ihr etwas gegen Gewaltverherrlichung und für den Jugendschutz tun wollt, dann fordert doch einfach ein Verbot der Grimm'schen "Kinder- und Hausmärchen"! Was dort an Horror für kleine, schützenswertee Menschenkinder geboten wird, z. B.
eine lebendig verheizte Seniorin (Hänsel & Gretel) oder ein kleines Mädchen, das aus Angst vor der bösartigen Stiefmutter in den Brunnen springt (Frau Holle), dagegen sind ja Ego-Shooter harmlose Spielereien! Diese angebliche "Kinderliteratur" ist der wahre Beginn einer jeden Killerkarriere, denn nahezu 100% aller Mörder kennen diese Märchen. Wenn das kein schlagkräftiger Beweis ist...

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inci 30.11.2007, 10:58
22. o

Zitat von Iceflyer
Es dauert noch zehn Jahre, dann sind alle die ein Verbot bejahen im Ruhestand. Dann werden Leute an den politischen Hebeln sitzen, die selbst schon mal das ein oder andere Spielchen gespielt haben. Damit wird sich diese Debatte erledigen. Ich kann es nicht mehr hören, wenn Leute darüber reden, die aus einer anderen Generation stammen und überhaupt keine Ahnung haben.
ihre meinung teile ich leider nicht. denn obwohl es reichlich leute an politischen hebeln gibt, die rauchen und alkohol trinken, werden entsprechende verbote auf den weg gebracht.

und solche verbände wie GwG (und alle anderen vereine und lobbyverbände) leben davon, sich ihren nachwuchs selbst heranzuziehen, der die ideologie weiter am leben erhält.

ich habe mir auch das vergnügen gemacht, mal zu der dame zu googeln, die im spiegel artikel erwähnt wird:

http://www.f01.fh-koeln.de/fakultaet...her/index.html

rückschlüsse zur motivation der dame sind jedem selbst überlassen.

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Adson222 30.11.2007, 10:58
23. Brutale Vorbilder machen brutal!

Um zu verstehen, dass die Gesellschaft mit ihren Aussagen und Forderungen völlig richtig liegt, braucht man weder eine wissenschaftliche Ausbildung, noch irgendwelche Studien.

Kinder und Jugendliche lernen durch Vorbilder und Nachahmung, das dürfte wohl selbst unter Laien unumstritten sein. Wenn dann noch ein Belohnungsaspekt für das Töten von mehr oder weniger realistisch dargestellten Menschen dazukommt, bedarf es wohl lediglich etwas gesunden Menschenverstandes, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Das dümmliche Herumreiten auf angeblich nicht nachgewiesenen Zusammenhängen wird vor allem von der Spieleindustrie selbst und von den Spielern solcher Spiele selbst betrieben. Klar, wer möchte schon gerne zugeben, dass er seine Freizeit mit einer Beschäftigung verbringt, die - zumindest wenn sie wie von nicht wenigen Spielern exzessiv betrieben wird - schon fast eine pathologische Komponente beinhaltet?

Wie kann ein gesunder Mensch mit funktionierenden Sozialkontakten Spaß daran haben, stundenlang (virtuelle) Mitspieler inklusive Frauen und Kinder per Kopfschuss zu töten, oder gar zu foltern und zu quälen?

Und last but not least, wenn es denn tatsächlich schwierig sein sollte, einen absolut sicheren Zusammenhang zwischen brutalen Games und brutalem Verhalten im Real Life herzustellen, was spricht denn dagegen, diese Spiele zu verbieten?

Denn eins ist doch absolut sicher und sonnenklar: Einen Nutzen haben solche Spiele für niemanden. Es gibt mit Sicherheit niemanden, der irgendeinen Nachteil erleiden würde, wenn diese Spiele verboten würden. Außer vielleicht diejenigen, die das - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt brauchen ...


PS. Ich bin Diplompädagoge, war lange Zeit in der Spielebranche tätig und bin selbst begeisterter Computerspieler.

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DJ Doena 30.11.2007, 11:21
24. Rot vs. Blau

Zitat von Adson222
Kinder und Jugendliche lernen durch Vorbilder und Nachahmung, das dürfte wohl selbst unter Laien unumstritten sein. Wenn dann noch ein Belohnungsaspekt für das Töten von mehr oder weniger realistisch dargestellten Menschen dazukommt, bedarf es wohl lediglich etwas gesunden Menschenverstandes, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Angenommen das wäre tatsächlich so, was sagen sie dann zu den nichtvorhandenen hunderttausenden Massenmördern, die jedes Jahr von der Bundeswehr ausgebildet werden?

Bei der Bundeswehr habe ich hunderte echte(!) Kugeln aus echten(!) Gewehren, Pistolen und Maschinengewehren abgefeuert. Ich habe eine echte(!) Panzerfaust abgeschossen.

Wir sind stundenlang durch den Wald gerannt und haben mit Manöverpatronen auf echte(!) Menschen geschossen, nämlich auf die aus "Rotland" (oder war's "Blauland"?).

Ich hatte anschließend nicht mal das entfernteste Bedürfnis, wieder eine echte Waffe anzufassen und ich kenne auch sonst niemanden.

Wenn es wirklich so wäre, das diese Spiele reale Auswirkungen hätten, wieso gibt es dann im Schnitt nicht mal einen Amoklauf pro Jahr, wo es doch Millionen von Egoshooter-Spielern gibt?

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mc.bench 30.11.2007, 11:36
25. Diplompädagoge?

Zitat von Adson222
Wie kann ein gesunder Mensch mit funktionierenden Sozialkontakten Spaß daran haben, stundenlang (virtuelle) Mitspieler inklusive Frauen und Kinder per Kopfschuss zu töten, oder gar zu foltern und zu quälen? PS. Ich bin Diplompädagoge, war lange Zeit in der Spielebranche tätig und bin selbst begeisterter Computerspieler.
Moin,
wenn Sie tatsächlich in der "Spielebranche" tätig waren, dann sollten Sie wissen dass solche Spiele in Deutschland verboten sind. Abgesehen davon, das es hier keine Spiele gibt in denen Kinder per Kopfschuss getötet werden.
Shooter kann man mögen oder auch nicht, aber Spielern die diese Spiele spielen, die soziale Kompetenz abzusprechen Disqualifiziert Sie absolut.
Ich persönlich spiele Egoshooter oder wie Sie es nennen "Killerspiele" seit anbeginn und pflege soziale Kontakte und habe keine Agressionen durch die Spiele aufgebaut. Eher werden diese abgebaut. Personen die Agressiv durch die Gegend ziehen oder meinetwegen auch Amok laufen, haben vorher schon Probleme mit sich und der Umwelt gehabt.

Viele Grüße

mc.bench

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frietz 30.11.2007, 11:40
26. titel

mal andwersrum gedacht:
ein kind/jugendlicher spielt ein spiel, dass nicht für ihn freigegeben ist, aber trotzdem noch im inhalt geschnitten wurde (kein oder grünes pixelblut, pixelleichen verschwinden, bei treffern setzen sich npcs einfach hin).
dieses kind will dies ausprobieren und schlägt seiner schwester mit einem hammer auf den kopf, um zu sehen ob sie entweder grün blutet, oder ob sie verschwindet.

wie würden sich die jugendschützer dann rausreden?
mir ist es lieber, die tatsächlichen konsequenzen zu sehen, als irgendwelche unmöglichen sachen in spiele einzubinden.
wenn ständig gesagt wird, die spiele werden immer realitätsnaher, warum sehe ich in deutschen versionen trotz 18er freigabe graues grünes oder lila blut?

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Mr Bounz 30.11.2007, 11:43
27. Unumstritten?

Kinder und Jugendliche lernen durch Vorbilder und Nachahmung, das dürfte wohl selbst unter Laien unumstritten sein.
Wie kann ein gesunder Mensch mit funktionierenden Sozialkontakten Spaß daran haben, stundenlang (virtuelle) Mitspieler inklusive Frauen und Kinder per Kopfschuss zu töten, oder gar zu foltern und zu quälen?

Denn eins ist doch absolut sicher und sonnenklar: Einen Nutzen haben solche Spiele für niemanden. Es gibt mit Sicherheit niemanden, der irgendeinen Nachteil erleiden würde, wenn diese Spiele verboten würden. Außer vielleicht diejenigen, die das - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt brauchen ...
Nachahmung
- Kinder von Prügelnden Eltern ahmen dieses Verhalten nicht zwingend nach. Es gibt welche die auch Ihre Kinder Schlagen aber auch welche die dies aus der Erfahrung heraus strikt ablehnen. Leider ist das mit dem "Lernen" nicht so einfach.
Sozialkontakte
- Die Menschen sind vielschichtig, viele können Arbeiten, mit Freunden was trinken gehen, sich in der Jugendarbeit engagieren oder einfach nur nette Nachbarn sein. Das Alles machen diese Menschen mit freude, trotzdem können Sie abends eine Runde Ballern und dabei am besten per Chat noch die Gegner verhöhnen.
Nutzen
- Welchen nutzen hat Mühle, Mensch-Ärgere dich Nicht, Reise nach Jerusalem ...... usw.

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Garrett 30.11.2007, 11:51
28. die sollen doch lieber ihre Namen tanzen

Und last but not least, wenn es denn tatsächlich schwierig sein sollte, einen absolut sicheren Zusammenhang zwischen brutalen Games und brutalem Verhalten im Real Life herzustellen, was spricht denn dagegen, diese Spiele zu verbieten?

Tja, es spricht nichts dagegen alle Ballerspiele zu verbieten. Aber wenn wir so vorgehen - verbieten, was eventuell gefährlich sein könnte - da gäbe es auch keinen ICE. Früher war man sich sicher, das Menschen sterben, wenn schneller als 30 KM/H gefahren wird.
Warum aber wird dann Alkohol und auch Tabak nicht verboten - was bewiesenermaßen tausende Verletzte und hunderte Tote jedes Jahr fordert.
Fakt bleibt aber: solange Eltern ihrer Verantwortung gegenüber Kindern nicht nachkomen, wird es immer zu Probleme n kommen. Man muss kontrollieren, was auf dem Handy oder dem PC läuft, was für Games oder Musik konsumiert wird oder wie deren Umgang an "Freunden" ist.
Ich spiele auch heute, mit knapp 40, noch alles mögliche: Shooter, Strategie oder Rennspiele. Und trotzdem kann ich unterscheiden, was real und was virtuell ist. Dank an meine Eltern!!

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Aldaris 30.11.2007, 12:00
29. ziemlich viel Unsinn

Zitat von Adson222
Um zu verstehen, dass die Gesellschaft mit ihren Aussagen und Forderungen völlig richtig liegt, braucht man weder eine wissenschaftliche Ausbildung, noch irgendwelche Studien. [...] ...bedarf es wohl lediglich etwas gesunden Menschenverstandes, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Ah. Fundierte Argumente sind nicht nötig. Die langanhaltende Debatte wäre also blitzschnell vorbei, wenn die Leute nur etwas gesunden Menschenverstand bemühen würden, sprich: wenn sie ihre Position einnähmen.
Zitat von Adson222
Wie kann ein gesunder Mensch mit funktionierenden Sozialkontakten Spaß daran haben, stundenlang (virtuelle) Mitspieler inklusive Frauen und Kinder per Kopfschuss zu töten, oder gar zu foltern und zu quälen?
In was für Spielen die in Deutschland erlaubt sind, ist denn das Töten von Kindern per Kopfschuss oder stundenlanges foltern und quälen erlaubt? Ich beantworte das mal eben für Sie: in keinem. Was sie hier von sich geben ist also pure Polemik oder auch: Unsinn.
Zitat von Adson222
Und last but not least, wenn es denn tatsächlich schwierig sein sollte, einen absolut sicheren Zusammenhang zwischen brutalen Games und brutalem Verhalten im Real Life herzustellen, was spricht denn dagegen, diese Spiele zu verbieten?
Einiges. Denn wenn man etwas verbieten will, dann sollte man doch nachweisen können, dass es schädlich ist. Und wenn das so offensichtlich ist, wie sie behaupten, sollte das doch eigentlich kein Problem sein, oder?
Zitat von Adson222
Denn eins ist doch absolut sicher und sonnenklar: Einen Nutzen haben solche Spiele für niemanden. Es gibt mit Sicherheit niemanden, der irgendeinen Nachteil erleiden würde, wenn diese Spiele verboten würden. Außer vielleicht diejenigen, die das - aus welchen Gründen auch immer - unbedingt brauchen ...
Wie fadenscheinig. Mit dieser Argumentation könnte man so ziemlich alles vom Privatfernsehen bis hin zur Rockmusik verbieten.
Zitat von Adson222
PS. Ich bin Diplompädagoge, war lange Zeit in der Spielebranche tätig und bin selbst begeisterter Computerspieler.
Na, als Pädagoge gehen sie aber ganz schön ran, was den Diskussionsstil betrifft. Und das Sie in der Spielebranche tätig waren, bezweifle ich bei ihrem Fachwissen irgendwie.

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