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Gezielte Auswertung: Firma hat Millionen öffentlicher Instagram-Daten abgegriffen
Getty Images

Ein Marketingpartner von Instagram hat "Stories" von Millionen Nutzern kopiert, deren Aufenthaltsorte verfolgt und aus diesen Daten eine Werbe-Datenbank mit Nutzerprofilen aufgebaut.

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m82arcel 08.08.2019, 09:52
1.

Man sollte sich als Nutzer schon darüber im klaren sein, dass alles, was öffentlich über einen Browser zugänglich ist, auch abgegriffen, ausgewertet und in Datenbanken gespeichert werden kann. Außer, den öffentlichen Zugriff komplett zu sperren, können Anbieter wie Instagram da auch wenig gegen tun. Sie können es zwar erschweren, aber nie vollständig verhindern. Und das gilt natürlich nicht nur für Instagram, Facebook und Co, sondern natürlich auch für Kommentare wie diesen hier.

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Duge Hick 08.08.2019, 10:32
2. Geistiger Nachfolger von...

Camebridge Analytica - auf diesen Zug werden noch viele aufspringen!
Da hilft es nur sein Nutzerverhalten zu überdenken oder abmelden!

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shardan 08.08.2019, 10:33
3. Kein Skandal sondern Dummheit.

Das wichtigste Wort geht im Skandalrauschen des Artikels etwas unter: Öffentlich! Die Bilder und "Stories" wurden öffentlich ins Internet gestellt, so dass hunderte Millionen Internetnutzer sie sehen konnten. Die Technik solche Inhalte abzugreifen ist grundsätzlich ein alter Hut: Sogenannte Spider Bots durchkämmen so ziemlich jede Internetseite und verschlagworten die Inhalte - so funktionieren Suchmaschinen wie Google, Bing usw. HYP3R hat diese Technik so abgewandelt, dass der Spider Bot die Inhalte von Instagram durchsucht, dazu wurde an die Bot-Software noch eine Bilderkennung angebaut. Nichts besonderes, alles in allem. Mit den Betroffenen habe ich nicht das geringste Mitleid, das ist Strafe für Dummheit. Erste Regel: Das Netz vergisst nichts! Wer meint, ein Bild, das nach 24h verschwindet, wäre auch n ur im Ansatz sicher, hat den Satz nicht verstanden, also nochmal: Das Internet vergisst nichts! Irgendwer hat es heruntergeladen, ein Google-Spider hat es indiziert - damit wandert das ins Archiv von Google.... und so weiter, es gibt noch etliche solche Ecken. Zweite Regel: Es ist völlig egal, ob die Auswertung von Instagram (Facebook-Tochter!) oder einem Dritten gemacht wird: Deine Privatsphäre kannst du abschreiben. Diese Dienste sind keineswegs umsonst. Die Nutzer glauben das nur, weil sie kein Geld bezahlen. Die meisten Nutzer sind schlicht so merkbefreit, dass sie gar nicht bemerken, dass sie nicht Kunden von Twitter, Facebook, Whatsapp usw sind. Sie sind das Nutzvieh dieser Konzerne, sie sind die Ware, die verkauft wird. Da fragt man sich, warum die noch die Vorhänge vom Schlafzimmerfenster zuziehen, bevor es zur Sache geht.... Alexa steht doch eh im Radiowecker oder Lautsprecher daneben und hört zu, die meisten sagen eh nur "Ich hab nichts zu verbergen". Also warum Vorhänge zuziehen?

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ctreber 08.08.2019, 10:58
4. Wenn die Geo-Daten im Bild stecken...

...dann brauche ich nur das Bild runterladen und werte dann "zu Hause" aus, was und wie es mir gefällt (die Geodaten eben, oder Gesichts-/ Motiv-Erkennung). Ich kann ja schon oft aus dem Motiv erkennen, wo das Foto aufgenommen wurde (https://en.wikipedia.org/wiki/Photosynth) und wo der Beobachter stand. Und wann.

Ich bin Informatiker, und liebe, was Software kann. Aber das ist schon "schöne neue Welt"; wenn alles geht, dann braucht es Regeln.

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James Blönd 08.08.2019, 11:04
5.

Zitat von Duge Hick
Camebridge Analytica - auf diesen Zug werden noch viele aufspringen! Da hilft es nur sein Nutzerverhalten zu überdenken oder abmelden!
Viel interessanter finde ich die Stellungnahme von HYP3R "in seinem Vorgehen keinen Verstoß gegen Instagrams Regeln zu sehen.".

Das Unberechtsbewusstsein scheint immer mehr zuzunehmen. Wenig verwunderlich, wenn Politik und Wirtschaft überdeutlich vorleben, dass man machen kann, was man will und dabei nur seltenst zur Verantwortung gezogen wird.

Ach, und Stories veröffentliche ich auf Instagram sowieso nie. Es ist trotzdem ein sehr kreatives Medium und man lernt dort auch wirklich interessante Menschen kennen. Nicht immer nur alles Schwarz-Weiß sehen, zumal Instagram bzw. Facebook ja auch reagiert haben.

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dr.joe.66 08.08.2019, 11:08
6. Wohl kaum...

Was regen wir uns eigentlich noch auf?

Unsere Daten, die vom Standort über Konsum und Kommunikation bis zum Beziehungsstatus und zu Körperfunktionen und sogar unseren Gedanken reichen, sind unendlich viel Geld wert. Und da wir je nach Land in einem ziemlich bis sehr liberalen Kapitalismus leben, werden diese Daten erfasst, ausgewertet und vermarktet. In den weniger freien Gesellschaften werden die Daten zur Überwachung eingesetzt. China zeigt mit der sozialen Bewertung aller Menschen gerade wie das geht.
Von den Möglichkeiten die Elon Musk vor Kurzem bei seiner NeuraLink Präsentation beschrieben oder auch verschwiegen hat, möchte ich gar nicht reden.

Können wir diese Entwicklung aufhalten? Wohl kaum... Vielleicht können wir individuell unsere Daten beschützen und verbergen, aber schon sehr bald wird genau das suspekt sein.
Wie heißt es in den U.S.A. so schön, wenn man einen Kredit für einen Hauskauf aufnehmen will: The only thing worse than a bad credit rating is NO credit rating...

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Bell412 08.08.2019, 11:17
7. Die Daten sind öffentlich zugänglich.

Und Daten sind wie so oft betont das "Gold des Informationszeitalters".
Man sollte sich also nicht wundern oder gar empören, wenn jemand das Gold aufliest, das auf der Strasse liegt.
Wer sich darüber empört hat entweder das ganze Modell nicht begriffen oder ärgert sich (zurecht) darüber, die Idee nicht vorher gehabt und vermarktet zu haben.

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Profdoc1 08.08.2019, 11:43
8. Ich würde....

Instagramm keinen Vorwurf machen, auch HYP3R war hier, sagen wir mal kreativ, aber wie #3 schrieb, im Wesentlichen ist es Dummheit. Wer seine Bilder öffentlich stellt, muss damit rechnen, dass Sie genutzt werden. Geodaten aus Bildern zu extrahieren gehört auch zu den eher leichten Übungen in Data Analytics. Und, bitte nicht vergessen: In Deutschland speziell gilt, alles was nicht erlsubt ist, ist verboten; in den USA gilt, was nicht verboten ist, ist erlaubt. Deshalb schaut die Welt auf die DSGVO in Europa und reibt sich die Augen und ist positiv verwundert.
Um es auch den Punkt zu bringen. Es handelt sich nicht um einen weiteren 'Datenskandal', weil es keiner ist. Wer Skandal schreit, melde sich bitte von FB, Twitter, Instagram, LinkedIn, etc. ab. Bin ich dort unterwegs, weiß ich, dass ich mit meinen Daten zahle. Punkt.

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clausde 08.08.2019, 12:00
9. Echt jetzt?

Wen wundert so etwas? Wenn ich meine Geodaten öffentlich stelle, dann mache ich das bewusst. Genau so bewusst, wie ich Werbung in sozialen Medien ignoriere.
Warum wird den Usern sozialer Medien immer unterstellt, mit den Auswirkungen dieser Datenkraken nicht intelligent umgehen zu können? Nicht jeder klickt auf jeden Mist, der ihm angeboten wird. Zumindest bei diesen Usern läuft diese „zielgruppengerichtete“ Werbung ins Leere. Und das sind wesentlich mehr Menschen, als mancher Börsenkurs der Internetriesen vorspiegelt.....

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