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Googeln nach Politikern und Parteien: Sehe ich andere Suchergebnisse als meine Nachba
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Produzieren Google-Suchergebnisse zur deutschen Politik eine Filterblase? Dieser Frage sind Forscher zur Bundestagswahl 2017 nachgegangen - mit der Hilfe von SPIEGEL-ONLINE-Lesern. Nun stehen die Ergebnisse fest.

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egoneiermann 25.07.2018, 14:37
1.

Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen nach politischen Schlagwörter zu suchen als nach Parteien und Politikern. Auf Facebook und YouTube ist es ja fast nicht möglich sich aus seiner Blase zu befreien, ich sehe beispielsweise AfD-Beiträge nur, wenn die bezahlt sind und deswegen bei allen ganz weit oben stehen..

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BoMbY 25.07.2018, 14:53
2. Falsche Fragestellung.

Viel interessanter wäre es z.B. zu schauen welche Ergebnisse nicht präsentiert werden, bei spezifischen Fragestellungen. Da wird extrem viel zensiert mittlerweile, und alles andere unliebsame ans Ende der Liste verfrachtet.

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Gerdd 25.07.2018, 14:54
3. Google's Achillesferse

Ein "Lieblingsproblem" von mir - Google, als amerikanische Firma, kommt überhaupt nicht mit dem Konzept zurecht, daß sich da draußen irgendwo ein paar Menschen befinden, die mehr als eine Lieblingssprache haben und prinzipiell bereit sind, sich auch Ergebnisse in, sagen wir, einem halben Dutzend anderer Sprachen anzeigen zu lassen, weil sie nämlich auch dann noch nützliche Informationen finden können.

Es paßt dann dazu, daß solche Menschen manchmal von verschiedenen Standorten aus ins Netz gelangen - gegebenenfalls auch noch unterstützt von VPNs, die den Standortwechsel - dann eben virtuell - auf wenige Sekunden zusammenstreichen können. Das raffen die Googlisten auch nicht wirklich. Dadurch sind wir einerseits der allumfassenden Werbesphäre immer noch einen halben Schritt voraus, aber auf der anderen Seite macht es mir zum Beispiel erheblichen extra-Aufwand, die erwarteten Ergebnisse reproduzierbar aufzuspüren.

Ein Beispiel: Ich kann das deutscheste aller Themen anfordern (und ich überlasse es dem Leser, zu bestimmen, welches das sein könnte) und wenn ich mich im fremdspracigen Ausland befinde (oder per VPN im Firmennetz aktiv bin) dann kommt ein deutschsprachiger Artikel dazu frühestens auf Seite zwei oder drei. Eien englischen Wikipedia-Beitrag (oder einen Stub oder eben auch garnichts) gibt es jedenfalls eher. Und wenn ich einen Kink auf Deutsch auswähle, bekomme ich sicher auch den Hinweis "Wir können dir das auch übersetzzen - klicke hier."

Nein Danke - ich kann das auch alleine verstehen.

Also - die Blase - noch nicht thematisch, aber regional und sprachlich ausgeprägt. Kein Wunder, daß Trump und Konsorten keinen Schimmer haben, wie der Rest der Welt tickt ...

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muellerthomas 25.07.2018, 14:54
4.

Zitat von egoneiermann
Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen nach politischen Schlagwörter zu suchen als nach Parteien und Politikern. Auf Facebook und YouTube ist es ja fast nicht möglich sich aus seiner Blase zu befreien, ich sehe beispielsweise AfD-Beiträge nur, wenn die bezahlt sind und deswegen bei allen ganz weit oben stehen..
Vielleicht arbeiten FB und YT auch schlicht anders als Google.

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ichliebeeuchdochalle 25.07.2018, 14:54
5. Amazon

Bei Amazon ist das echt gruselig. Da wird wirklich von Tag zu Tag gewürfelt. Ich gebe von Tag zu Tag die gleichen Suchbegriffe ein, lösche die Cookies per AddOn und das Ergebnis variiert enorm. Damit meine ich nicht, daß neue Angebote dazu kommen und die Liste durcheinander bringen. Faszinierend.

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muellerthomas 25.07.2018, 15:02
6.

Zitat von Gerdd
Ein "Lieblingsproblem" von mir - Google, als amerikanische Firma, kommt überhaupt nicht mit dem Konzept zurecht, daß sich da draußen irgendwo ein paar Menschen befinden, die mehr als eine Lieblingssprache haben und prinzipiell bereit sind, sich auch Ergebnisse in, sagen wir, einem halben Dutzend anderer Sprachen anzeigen zu lassen, weil sie nämlich auch dann noch nützliche Informationen finden können.
Ich tippe allerdings, dass sich 95% bis 99% der Nutzer bedanken würden, wenn Ergebnisse in einem halben Dutzend Sprachen angezeigt würden. Ihre Kritik mag stimmen, betrifft aber letztlich nur einen kleinen Bruchteil der Nutzer.

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shalom-71 25.07.2018, 15:05
7. Die Macher der Studie haben ...

... wahrscheinlich eine systematischen Fehler gemacht.
Wenn diese Pseudofragen wirklich ziemlich genau alle vier
Stunden gestellt werden, kann sich Google darauf einstellen
und diesen Nutzern "glatte" Treffer zeigen. Besser wäre es
gewesen, wenn das Programm einen Zufallsgenerator beinhaltet
hätte, der zwar im Durchschnitt alle vier Stunden fragt, aber
eben mit Streuung in den Zeitabständen.

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Hörbört 25.07.2018, 15:14
8. Mal blöd gefragt...

Ist es für "Google" nicht ein Leichtes, die Anfragen dieses Plugins "gesondert" zu behandeln, zumal dann, wenn es (u.a.) im hauseigenen Browser Chrome arbeitet? Soll ja nicht zwingend heißen, dass die sich darauf eingestellt haben. Mir geht es lediglich um die Frage, ob man es theoretisch (und technisch) diesem mit großem Tamtam inspizierten und geprüften Unternehmen nicht etwas zu leicht macht, die Ergebnisse ggf. im eigenen Interesse zu manipulieren. So wie bspw. ein Restaurant, dem der Besuch eines Michelintesters lautstark angekündigt wurde und sich dann dementsprechend präsentiert...

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fabsel123 25.07.2018, 15:16
9.

Erinnert mich an ein Bento Artikel, bei dem ganz fiese Dinge bei der Autovervollständigung standen wenn man Frauen eingibt. In den Kommentaren hat dann jemand es selbst ausprobiert, ich glaub so gar screenshot verlinkt und den Aufruf es selber zu probieren. Ich hatte da auch keine negativen Ergebnisse.

Ich vermute man muss die Autovervollständigung berücksichten, da wirkt sich das eigene Profil wohl stärker aus. Oder google hat da einiges verändert.

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