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Google Glass: Bilder von verbesserter Version im Netz
FCC

Sieht so die nächste Generation Google Glass aus? Auf der Website einer US-Behörde sind jetzt Bilder einer neuen Variante der Datenbrille aufgetaucht.

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Metalhead 29.12.2015, 23:38
10. Anwendungsfälle?

*Straßenverlauf und Navigation ins Sichtfeld einblenden bei Auto- und Motorradfahrern

*Speech to Text für gehörlose Menschen

*FPV Display für Dronen

*Infodisplay für militärische Anwendungen

u.v.m.

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Safotin 30.12.2015, 09:28
11. Hässlich, nervig, unbrauchbar.

Auf Anhieb fallen mir keine Alltagssituationen ein, die durch einen Minibikdschirm und eine unbequeme Bedienung dieses Bildschirmes bereichert werden könnten. Benötigt man den Internetbrowser, kann man sich sein Smartphone aus der Tasche nehmen, oder im Extremfall eine Smartwatch, sofern man eine besitzt.
Zudem sieht die Gerätschaft nicht besonders attraktiv aus und mich persönlich würde es derbe nerven, wenn mein rechtes Brillenglas zur Hälfte mit einem schwarzen Balken verdeckt wird

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danido 30.12.2015, 11:14
12.

Zitat von Asturaetus
Ist das nicht egal? Was sie angezeigt bekommen und ob dies ständig oder situationsbedingt (der Grund warum die Brille überhaupt Sensorik/Kamera haben soll) geschieht - das einzige Limit ist da wirklich nur Ihre eigene Vorstellungskraft. Einfach jetzt mal nur ein paar willkürliche Beispiele: Virtuell auf der anderen Seite der Erde an einem geschehen Teilzuhaben und dabei wirklich auch virtuell für die anwesenden Personen mit in den Raum projeziert zuwerden. Jegliche Oberfläche z.B. als Tastaturen oder Displays verwenden zu können. Schon allein die Möglichkeiten der Navigationshilfe - ins Sichtfeld eingeblendete Richtungsmarkierung und Hervorhebung von z.B. Gefahrenobjekten oder in einer Menschenmenge gesuchter Personen. Oder wenn Sie einen konkreten Use-Case wollen. Wir haben bei uns auf Arbeit ein Tischtennisplatte. Was glauben Sie wie schwer sich selbst Hochintelligente Leute tun die Platte aufzubauen. Mit solchen Brillen ließen sich solche "Probleme" ad acta legen. Denn man könnte für jedes Gerät, jede Maschiene oder Konstruktion sich anzeigen lassen wie diese (allgemein oder vielleicht sogar in der konkreten Situation) zu bedienen wäre.
Der größte Teil der Menschheit besteht nicht aus Autisten die täglich daran scheitern eine Tischtennisplatte aufzustellen. Und ob man heutzutage ständig und überall am Geschehen auf unserer Erdscheibe teilhaben möchte bezweifle ich ebenfalls. Es sei denn man ist Masochist.
Und Navigationshilfen braucht der Alltagsmensch nicht unbedingt, weil die meisten Menschen ihren täglichen Weg zur Arbeit kennen.

Fakt ist: Jeder Schuljunge kann Ihnen erklären warum man auf dem Pausenhof verprügelt wird wenn man sich selbst auf solch plumpe Art als Nerd outet.
Ebenfalls ist Fakt, dass es noch niemals einen technischen Evolutionsschritt gegeben hat der vorher groß und breit angekündigt wurde.

Es ist schon erstaunlich, dass ein Unternehmen das so viel Informationen über uns hat, die Menschen trotzdem nicht versteht.

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Asturaetus 30.12.2015, 11:43
13.

Zitat von danido
Der größte Teil der Menschheit besteht nicht aus Autisten die täglich daran scheitern eine Tischtennisplatte aufzustellen. Und ob man heutzutage ständig und überall am Geschehen auf unserer Erdscheibe teilhaben möchte bezweifle ich ebenfalls. Es sei denn man ist Masochist. Und Navigationshilfen braucht der Alltagsmensch nicht unbedingt, weil die meisten Menschen ihren täglichen Weg zur Arbeit kennen. Fakt ist: Jeder Schuljunge kann Ihnen erklären warum man auf dem Pausenhof verprügelt wird wenn man sich selbst auf solch plumpe Art als Nerd outet. Ebenfalls ist Fakt, dass es noch niemals einen technischen Evolutionsschritt gegeben hat der vorher groß und breit angekündigt wurde. Es ist schon erstaunlich, dass ein Unternehmen das so viel Informationen über uns hat, die Menschen trotzdem nicht versteht.
Wie gesagt die Besipiele waren willkürlich gewählt. Letztlich sind den Möglichkeiten wirklich kaum Grenzen gesetzt. Man kann sich Augmented Reality wirklich so vorstellen als würde man der Realität eine zusätzliche Informationsebene hinzufügen.

Aber Ihre Theorie find ich durchaus interessant, das es vielmehr ein Problem/eine Herausforderung in der Kommunikation dieses Entwicklungsschrittes ist.

Ob es allerdings wirklich der bessere Weg gewesen wäre so etwas wie Sie sagen nicht "breit anzukündigen"? Das halte ich für fraglich?

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danido 30.12.2015, 11:47
14. Quantensprung ist ATOMROFL

Zitat von brucewillisdoesit
Das ist ein Quantensprung. Mit Ihrem Argument könnten man auch fragen: wozu brauche ich das Internet ? Welche Information gibt es, die ich nicht auch aus anderer Quelle bekommen könnte (Zeitung, TV, Bibliothek, Nachbar) ? Und wozu braucht man überhaupt Computer ? Natürlich gibt es vor allem im professionellen Umfeld Vorteile (z.B. Analyse der Körpersprache des Gegenübers bei Verhandlungen), aber auch im Privatleben. Automatische Einblendung aufs Display (z.B. Map Funktion) heißt ich habe die Hände frei, es heißt, das ich die Anzahl der aktiven Suchen (die ziemlich viel Zeit kostet und mich daran hindert andere Sachen zu machen) drastisch reduzieren kann (zur Erinnerung die meisten Menschen verbringen im Durchschnitt jeweils 30% Ihrer Zeit im Internet auf Social Media Sites und auf Suchmaschienen, d.h. nur 40% bleibt für eigentlichen Informationsgewinn. Sie haben also plötzlich die Zeit für Informationsnutzung um 150% gesteigert). Es führt ferner dazu, das bestimmte Informationen über Standard-APIs angeboten und somit plötzlic viel einfacher verfügbar werde. Und es erleichert auch andere Dinge, z.B. bei automatischer Gesichtserkennung Angabe des Namens und weiterer Informationen über den Gegenüber. Erschwert Kriminalität außerordentlich, wenn man weiß, wer es war. Die neuen Einsatzmöglichkeiten sind praktisch ebenso endlos und im Detail nicht vorhersehbr, wie bei der Einführung des Computers, auch wenn es sich letztendlich nur um ein High-tech device handelt.
Setzen Sie sich mal in eine wichtige Vertragsverhandlung mit einer Computerbrille um die Körpersprache Ihres gegenüber zu analysieren, Ihr Gegenüber wird sich freuen ;) Das Selbe können Sie auch bei einem privaten Date versuchen, die Erfolgsaussichten dürften die Selben sein.

Karteneinblendungen, zur Navigation, gibt es bei Autos auf der Windschutzscheibe, da gehören sie hin.

Ihre Statistik über das Internet-Nutzungsverhalten ist nur dann interessant wenn man es auch in den richtigen Kontext bringen kann. Sie werfen irgendwelche Prozentzahlenin den Raum aber: Was ist "Informationsgewinn"??

Und auf das Thema "automatische Gesichtserkennung" braucht man nun wirklich nicht ernsthaft eingehen.

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brucewillisdoesit 30.12.2015, 14:22
15.

Zitat von danido
Setzen Sie sich mal in eine wichtige Vertragsverhandlung mit einer Computerbrille um die Körpersprache Ihres gegenüber zu analysieren, Ihr Gegenüber wird sich freuen ;) Das Selbe können Sie auch bei einem privaten Date versuchen, die Erfolgsaussichten dürften die Selben sein. Karteneinblendungen, zur Navigation, gibt es bei Autos auf der Windschutzscheibe, da gehören sie hin. Ihre Statistik über das Internet-Nutzungsverhalten ist nur dann interessant wenn man es auch in den richtigen Kontext bringen kann. Sie werfen irgendwelche Prozentzahlenin den Raum aber: Was ist "Informationsgewinn"?? Und auf das Thema "automatische Gesichtserkennung" braucht man nun wirklich nicht ernsthaft eingehen.
Sie haben eine Vorstellung davon, wie die Machtverteilung bei Einkaufsprozessen im Konzernumfeld i.A. aussehen. Wenn der Einkäufer das Ding auf hat, heißt es für Sie als Verkäufer: take it or leave it (und leave it kann sich keine Firma leisten). Ich kenne das Spiel von beiden Seiten. Gilt im Zweifelsfall ebenso für Bewerbungsgespräche.
Karteneinblendungen gehören auf die Windschutzscheibe ? In absehbarer Zeit werden Autos selbstlenkend, da brauchen Sie sowas nicht mehr, sondern nur noch, wenn Sie zu Fuß oder Fahrrad unterwegs sind. Besonders hier finde ich aber die Einstellung interessant: ein universelles Display für jede Zweck ? Nein das macht keinen Sinn, aber ein spezifisches Display in alles einbauen, klar, das ist sinnvoll. Das ist nicht nur teuer, sondern irrational und impliziert eher, das Sie die Vorteile rational erkennen, aber so ein Device aus emotionalen Gründen ablehnen (weil "man" sowas halt nicht trägt punkt) und Gründe dafür suchen.
Dabei ist das einfach nur eine ganz natürliche evolutionäre Entwicklung des pervasive computings:
Computer (50er) -> stationäre Computer für Privatanwender (80er) -> vernetzte stationäre Computer (90er) -> mobile Computer im Netzwerk (Smartphone, 10er)-> mobile Computer im Netzwerk mit spezifischem Display (Smartphone + Smart Display, 20er).
Einen zusätzlichen Informationsgewinn haben Sie nur in solchen Fällen in denen neue Informationen aus neuartigen Anwendungsfällen resultieren (wer dachte bei der Entwicklung von Computern an DTP und CAD). Der Hauptvorteil liegt imho initial vor allem in der enormen Effizienzsteigerung und Beschleunigung der Informationsversorgung: passive kontinuirliche Versorgung mit relevanten Informationen anstatt zeitlich aufwändige aktive Informationssuche (grundsätzlich kein wirklich neues Prinzip). Ich kann aber verstehen, das insbesondere Menschen aus bildungsfernen Schichten derartige Vorteile einfach nicht erkennen können.

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danido 30.12.2015, 17:51
16.

Zitat von brucewillisdoesit
Sie haben eine Vorstellung davon, wie die Machtverteilung bei Einkaufsprozessen im Konzernumfeld i.A. aussehen. Wenn der Einkäufer das Ding auf hat, heißt es für Sie als Verkäufer: take it or leave it (und leave it kann sich keine Firma leisten). Ich kenne das Spiel von beiden Seiten. Gilt im Zweifelsfall ebenso für Bewerbungsgespräche. Karteneinblendungen gehören auf die Windschutzscheibe ? In absehbarer Zeit werden Autos selbstlenkend, da brauchen Sie sowas nicht mehr, sondern nur noch, wenn Sie zu Fuß oder Fahrrad unterwegs sind. Besonders hier finde ich aber die Einstellung interessant: ein universelles Display für jede Zweck ? Nein das macht keinen Sinn, aber ein spezifisches Display in alles einbauen, klar, das ist sinnvoll. Das ist nicht nur teuer, sondern irrational und impliziert eher, das Sie die Vorteile rational erkennen, aber so ein Device aus emotionalen Gründen ablehnen (weil "man" sowas halt nicht trägt punkt) und Gründe dafür suchen. Dabei ist das einfach nur eine ganz natürliche evolutionäre Entwicklung des pervasive computings: Computer (50er) -> stationäre Computer für Privatanwender (80er) -> vernetzte stationäre Computer (90er) -> mobile Computer im Netzwerk (Smartphone, 10er)-> mobile Computer im Netzwerk mit spezifischem Display (Smartphone + Smart Display, 20er). Einen zusätzlichen Informationsgewinn haben Sie nur in solchen Fällen in denen neue Informationen aus neuartigen Anwendungsfällen resultieren (wer dachte bei der Entwicklung von Computern an DTP und CAD). Der Hauptvorteil liegt imho initial vor allem in der enormen Effizienzsteigerung und Beschleunigung der Informationsversorgung: passive kontinuirliche Versorgung mit relevanten Informationen anstatt zeitlich aufwändige aktive Informationssuche (grundsätzlich kein wirklich neues Prinzip). Ich kann aber verstehen, das insbesondere Menschen aus bildungsfernen Schichten derartige Vorteile einfach nicht erkennen können.
Fur Sie klingt das natürlich alles total logisch, für mich ist das aber die selbe Logik mit der man glaubt, dass das fliegende Auto irgendwann alltagstauglich wird.

Nicht alles was man machen kann wird auch gemacht. Frage: Warum hat sich die Sprachsteuerung für Computer und Smartphones noch nich massenhaft durchgesetzt? Warum tippen die Leute immer noch auf ihren Telefonen rum? Ihrer Logik folgend ist die Sprachsteuerung ein enormer Effizienzgewinn, aber scheinbar haben die bildungsfernen Schichten das noch nicht begriffen.

Und selbstfahrende Autos brauchen erst recht ein großes Display, weil die Leute dann die zusätzliche freie Zeit zum arbeiten nutzen oder um sich Katzenvideos anzuschauen.

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vitalik 30.12.2015, 19:29
17.

Zitat von brucewillisdoesit
Sie haben das Informationszeitalter noch nicht verstanden. Mehr an Information ist immer positiv, solange Sie sie adequat filtern können. Sie haben enorme Effizienzvorteile, weil es nun plötzlich 2 Ebenen an Informationsversorgung gibt, eine kontinuirliche passive, die sie permanent mit relevanten Informationen versorgt und eine aktive, bei der Sie aktiv suchen müssen. Das ist ein Quantensprung. Mit Ihrem Argument könnten man auch fragen: wozu brauche ich das Internet ? Welche Information gibt es, die ich nicht auch aus anderer Quelle bekommen könnte (Zeitung, TV, Bibliothek, Nachbar) ? Und wozu braucht man überhaupt Computer ? Natürlich gibt es vor allem im professionellen Umfeld Vorteile (z.B. Analyse der Körpersprache des Gegenübers bei Verhandlungen), aber auch im Privatleben. Automatische Einblendung aufs Display (z.B. Map Funktion) heißt ich habe die Hände frei, es heißt, das ich die Anzahl der aktiven Suchen (die ziemlich viel Zeit kostet und mich daran hindert andere Sachen zu machen) drastisch reduzieren kann (zur Erinnerung die meisten Menschen verbringen im Durchschnitt jeweils 30% Ihrer Zeit im Internet auf Social Media Sites und auf Suchmaschienen, d.h. nur 40% bleibt für eigentlichen Informationsgewinn. Sie haben also plötzlich die Zeit für Informationsnutzung um 150% gesteigert). Es führt ferner dazu, das bestimmte Informationen über Standard-APIs angeboten und somit plötzlic viel einfacher verfügbar werde. Und es erleichert auch andere Dinge, z.B. bei automatischer Gesichtserkennung Angabe des Namens und weiterer Informationen über den Gegenüber. Erschwert Kriminalität außerordentlich, wenn man weiß, wer es war. Die neuen Einsatzmöglichkeiten sind praktisch ebenso endlos und im Detail nicht vorhersehbr, wie bei der Einführung des Computers, auch wenn es sich letztendlich nur um ein High-tech device handelt.
Eine ganz einfache Frage für Sie: Kann die Googleglas das alles was Sie hier beschriben haben?

Die Antwort ist eindeutig NEIN. Irgendwann man in 10 Jahren könnte es möglich sein, dass es so weit ist. Es ist und bleibt Zukunftsmusik.

Und jetzt noch mal zum Artikelinhalt: Google bringt die neue Version der GoogleGlas raus und für mich hat genau dieses Gerät kaum UseCases im privaten Bereich. Und damit ist eine Investition von 1000 Euro nicht gerechtfertigt.

Außerdem, ob GoogleGlas oder Microsoft Hololens THE NEXT BIG THING wird, weiß zum jetzigen Moment niemand. Es ist wie die Auswahl zwischen HD-DVD und BluRay. Was aus HD-DVD geworden ist, wissen wir mittlerweile alle.

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vitalik 30.12.2015, 19:52
18.

Zitat von brucewillisdoesit
Sie haben eine Vorstellung davon, wie die Machtverteilung bei Einkaufsprozessen im Konzernumfeld i.A. aussehen. Wenn der Einkäufer das Ding auf hat, heißt es für Sie als Verkäufer: take it or leave it (und leave it kann sich keine Firma leisten). Ich kenne das Spiel von beiden Seiten. Gilt im Zweifelsfall ebenso für Bewerbungsgespräche.
Wie sieht es denn bei den Einkaufprozessen im Konzernumfeld aus? Ich behaupte mal, dass da jeder mit einem Notebook oder Tablet rumsitzt und die aufgerufenen Zahlen sofort eingibt und durchrechnet. Es ist ja nicht so, dass vor den Datenbrillen alle nur da saßen und die komplexen Zahlen einfach geraten haben. Besonders bei großen Bestellungen geht es um Cents bei Einzelpositionen, die dann zu Millionen werden können.
Übrigens, in welchen Firmen haben Sie sich beworben, wo es heißt "take it or leave it"? Wenn mir eine Firma mit so einem Spruch kommt, dann gehe ich freiwillig.

Übrigens, welche Informationen liefert Ihnen die Datenbrille bei einem Vorstellungsgespräch, die Sie sich nicht auch so merken können? Ich behaupte mal, dass auch mit der Datenbrille Sie es nicht schaffen in einem fließenden Gespräch Informationen aus dem Internet zuholen, ohne 1-2 Minuten stumm da zu sitzen und die Decke anzustarren. Ich würde mir ziemlich blöd vorkommen, wenn mein Gegenüber bei einem Gespräch ständig zur Seite auf den Bildschirm guckt, statt sich mit mir zu unterhalten.

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brucewillisdoesit 30.12.2015, 21:15
19.

Zitat von danido
Fur Sie klingt das natürlich alles total logisch, für mich ist das aber die selbe Logik mit der man glaubt, dass das fliegende Auto irgendwann alltagstauglich wird. Nicht alles was man machen kann wird auch gemacht. Frage: Warum hat sich die Sprachsteuerung für Computer und Smartphones noch nich massenhaft durchgesetzt? Warum tippen die Leute immer noch auf ihren Telefonen rum? Ihrer Logik folgend ist die Sprachsteuerung ein enormer Effizienzgewinn, aber scheinbar haben die bildungsfernen Schichten das noch nicht begriffen. Und selbstfahrende Autos brauchen erst recht ein großes Display, weil die Leute dann die zusätzliche freie Zeit zum arbeiten nutzen oder um sich Katzenvideos anzuschauen.
Das Problem der Spracherkennung ist die, das Sie bei weitem noch nicht so gut ist, wie sie sein sollte, insbesondere wenn mehrere Leute in direkter räumlicher Nähe Ihre Software steuern oder es sich um das verstehen komplexerer Sätze handelt. Uneindeutige Befehle sind aber suboptimal für die Ausführung durch Rechner. Das hat sich (ähnlich wie andere pattern matching algorithmen) in den letzten Jahren zwar radikal verbessert, aber ob es sich als universelles Bedienparadigma durchsetzt wird sich zeigen. Ich persönlich habe zweifel, weil es i.a. (zumindest im stationären Bereich) deutlich länger dauert etwas auszusprechen, als es zu tippen oder symbolisch anzuklicken. Es dürfte in diesem Bereich also eher ein Effizienzkiller sein, der vor allem in Nischen zum Einsatz kommt, wenn die Händer anderweitig beschäftigt sind. Für Körper- oder Sehbehinderte dürfte das aber ein wahrer Segen sein. Aber im mobilen Bereich, wo es bestenfalls ungenaue touch controls und virtual keyboards gibt, könnte es tatsächlich sein, das sich Sprachsteuerung langfristig als Standard durchsetzt. Wir werden sehen.
Bei Augmented Reality kann man aber getrost davon ausgehen, daß die Zielgruppe um ein vielfaches größer (und die technischen Probleme um ein vielfaches kleiner) ist als für fliegende Autos. Somit ist das ganze auch kommerziell interessanter. Außerdem gibt es hier ein enorm gutes Kosten-Nutzenverhältnis (insbesondere bei Massenproduktion sollten die Displays vergleichsweise billig werden, da ein Großteil der Logik vermutlich im Sever (d.h. also im Handy) sitzen wird.

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