Forum: Netzwelt
Google Home im Test: "Okay, Google" - was kann dein Lautsprecher?
Matthias Kremp

Der Google Home soll auf fast jede Frage eine Antwort finden, ein smartes Zuhause steuern und auch noch gut klingen. Wir haben getestet, ob der Lautsprecher mit Sprachassistent diese Versprechen einlöst.

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cor 08.08.2017, 15:35
90. Unsinn

Zitat von Vorzeichen
So etwas wird es deshalb nicht (so schnell) geben, weil Sie Spracherkennung und -verarbeitung eben nicht lokal im LAN nachbauen können.
Was ein Unsinn. Natürlich könnte man das.
Erklären Sie doch mal, warum man für den Befehl "Mach das Licht an" eine Internetverbindung braucht.

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g_bec 08.08.2017, 15:43
91. Schön.

Zitat von jever09
Das ist glaube ich das Stichwort, was hier auf die meisten Rezensenten zutrifft. Es ist neu - man könnte abgehört werden - und dann wird genau dieses einfach mal unterstellt. "Es wird in das Intimste eingegriffen" Alle meckern, keiner schreibt hier aber, was man wirklich von einem technologischen Fortschritt / einer technologischen ......
Prima. In einem irren Sie jedoch: Es ist nicht Angst, es ist Unverständnis ob des möglichen Nutzens und des Geschäftsmodells. Zu Recht.
Das Irre an dieser Entwicklung ist doch, dass hier die Voraussetzung geschaffen werden soll, etwas Unnötiges als zukünftig unverzichtbar zu etablieren. Und zwar als Voraussetzung für die Erschaffung neuer Bedürfniszwänge, die Sie ohne nicht gehabt hätten: I-Net-fähige Thermostaten sind so ein Beispiel: Noch nur "freiwillig", in Zukunft verkauft Ihnen Ihr Vermieter dies als "modern" und benutzt dies als Grund für höhere Mieten. Oder der Heizungsbauer dreht Ihnen das samt Wartungsvertrag für Ihr klein Häuschen an. Weil: Muss so.

Im Übrigen: Ein komplett "smartes home" ist die Pest: Zu warm? Gut, Fenster auf. Geht nicht wg. Bug im "smart home"? Pech gehabt. Dafür die "Lüftung" hochregeln? Ja, schade, Server ist leider nicht erreichbar.
Ach, das Licht im Flur geht auch nicht, weil die vorprogrammierte Zeit seit 1 Std. um ist? Pech gehabt. Jalousien öffnen? Ist grad schlecht. Etc. etc. etc.
Alles selbst erlebt. Zwar nicht im "smart HOME", aber in einem Gebäude mit "intelligenter Haustechnik" und "passiver" Heizung.
Und jetzt noch Google: "Ich verstehe "Weftowang" nicht!"

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msix 08.08.2017, 15:44
92.

Zitat von chk23
Und die Videothek hatte auch einen Überblick darüber, wo Sie sich in jeder Sekunde Ihres Lebens gerade aufhalten, was Sie gerne Essen, was für sexuelle Präferenzen Sie haben, mit wem Ihrer Freunde Sie sich über was unterhalten, was Sie Abends in Ihrer Wohnung mit Freunden/Familien besprechen, welche Dinge Sie wann und wo eingekauft haben, für welche ......
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Google nicht weiß, wo ich mich in jeder Sekunde meines Lebens gerade aufhalte, da ich das Handy auch mal zu Hause lasse bzw. in den offline Modus schalte. Auch wird Google nicht wissen was ich Esse noch was ich wo eingekauft habe, da ich solche Dinge weder in den Google Kalender eintrage noch im Internet poste. Das gleich gilt für besuche beim Arzt. Auch wüsste ich nicht, woher Google erfahren sollte, was bei mir zu Hause gesprochen wird. Bei politischen Standpunkten und sexuelle Präferenzen mag das anders aussehen, aber das stört mich absolut nicht. Wir leben ja schließlich nicht in einer Diktatur. Wo wir gerade bei sexuelle Präferenzen sind, da wusste das Personal in den besagten Videotheken unter Umständen ganz genau über ihre Kunden bescheid, wenn Sie verstehen was ich meine.

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syracusa 08.08.2017, 16:00
93.

Zitat von cor
Was ein Unsinn. Natürlich könnte man das. Erklären Sie doch mal, warum man für den Befehl "Mach das Licht an" eine Internetverbindung braucht.
Für den Befehl benötigen Sie das Netz natürlich nicht. Das benötigen Sie, damit aus Ihrem gesprochenen Befehl ein ausführbarer Befehl erkannt wird. Natürlich könnten Sie sich auch einen Großrechner mit entsprechender Software zu Hause aufstellen, aber der Stromverbrauch dieses ständig laufenden Geräts dürfte sicher Ihr Budget sprengen.

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g_bec 08.08.2017, 16:17
94. Echt?

Zitat von syracusa
Für den Befehl benötigen Sie das Netz natürlich nicht. Das benötigen Sie, damit aus Ihrem gesprochenen Befehl ein ausführbarer Befehl erkannt wird. Natürlich könnten Sie sich auch einen Großrechner mit entsprechender .....
Für simple Befehle wie "Licht an", "Dachfenster auf" oder "Radio an" braucht man noch Großrechner? Ich dachte, man wäre schon weiter;-)

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chk23 08.08.2017, 16:29
95.

Zitat von msix
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Google nicht weiß, wo ich mich in jeder Sekunde meines Lebens gerade aufhalte, da ich das Handy auch mal zu Hause lasse bzw. in den offline Modus schalte.
Naja, mal Hand auf's Herz: Wie oft tun sie das, und tun sie das auch bewusst, wenn sie nicht wollen, dass jemand erfährt wo sie sich gerade aufhalten? Der Durchschnitts-Smartphone-Nutzer hat doch heutzutage sein Smartphone immer dabei, zumindest sobald er das Haus verlässt. Und die Mühe, den offline Modus zwischendrin abzuschalten macht sich auch kaum jemand.

Zitat von
Auch wird Google nicht wissen was ich Esse noch was ich wo eingekauft habe, da ich solche Dinge weder in den Google Kalender eintrage noch im Internet poste.
Solche Informationen werden aber zunehmend an Google, facebook, twitter oder instagram weitergegeben, auch wenn Sie persönlich nun nicht das beste Beispiel für den "digitalen Bürger 2.0" sind, spätestens die nachfolgende Generation ist es.

Zitat von
Das gleich gilt für besuche beim Arzt.
Das lässt sich ganz einfach am Bewegungsprofil ablesen.
Zitat von
Auch wüsste ich nicht, woher Google erfahren sollte, was bei mir zu Hause gesprochen wird.
Wenn Sie ein Gerät wie das im Artikel vorgestellte zuhause nutzen (und darum geht es ja hier), wäre ich mir da nicht so sicher.
Zitat von
Bei politischen Standpunkten und sexuelle Präferenzen mag das anders aussehen, aber das stört mich absolut nicht. Wir leben ja schließlich nicht in einer Diktatur.
Derzeit nicht, aber Beispiele wie Russland, die Türkei, zunehmend die USA oder EU-Länder wie Polen oder Ungarn zeigen, dass der demokratische Rechtsstaat keine solch felsenfeste und und unzerstörliche Institution sind, wie man allgemein glauben mag...

Zitat von
Wo wir gerade bei sexuelle Präferenzen sind, da wusste das Personal in den besagten Videotheken unter Umständen ganz genau über ihre Kunden bescheid, wenn Sie verstehen was ich meine.
Haha, Punkt für Sie, der Gedanke kam mir dann auch. nachdem ich den Beitrag verfasst hatte
Allerdings verhält sich der Mensch in der vermeintlichen Anonymität des Netzes doch ein wenig ungenierter, als wenn er einem anderen Menschen aus Fleisch und Blut gegenüber steht... ;-)

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chk23 08.08.2017, 16:36
96.

Zitat von syracusa
Für den Befehl benötigen Sie das Netz natürlich nicht. Das benötigen Sie, damit aus Ihrem gesprochenen Befehl ein ausführbarer Befehl erkannt wird. Natürlich könnten Sie sich auch einen Großrechner mit entsprechender Software zu Hause aufstellen, aber der Stromverbrauch dieses ständig laufenden Geräts dürfte sicher Ihr Budget sprengen.
Unsinn, da sind ihre technischen Kenntnisse irgendwie in den 90ern oder 2000ern stehen geblieben. Heutzutage können Sie eine Spracherkennungssoftware mit einer kleinen Datenbank die auch ein paar Varianten für die Befehle zulässt locker auf einem Smartphone oder einem Mini-Computer wie dem Raspberry Pi (der aktuellen Smartphones technisch sogar um einige Jahre hinterherhinkt) laufen lassen, ohne dass dieser auch nur "ins Schwitzen" kommt.
Und die Kosten für den Stromverbrauch dürften sich dabei auf deutlich unter einen Euro pro Jahr beschränken, das sprengt nicht mal das Taschengeldbudgets eines Kindes ;-)

Googeln Sie mal nach "Jasper" - das ist genau eine solche Open-Source Lösung, die sich lokal und auch ohne Internetverbindung auf einem Raspberry PI installieren lässt.

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syracusa 08.08.2017, 16:51
97.

Zitat von chk23
Unsinn, da sind ihre technischen Kenntnisse irgendwie in den 90ern oder 2000ern stehen geblieben. Heutzutage können Sie eine Spracherkennungssoftware mit einer kleinen .....
1. Ich bin vom Fach.

2. Wie ich schon sagte: für die paar Befehle braucht man das nicht. Aber man braucht eine sehr aufwendige Spracherkennung auf einem sehr leistungsfähigen Rechner, um aus allen Sprachfetzen aller laufenden Gespräche diejenigen herausfischen zu können, die als Befehlseingabe an das Computersystem gedacht sind.

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Vorzeichen 08.08.2017, 17:04
98. jasper

Zitat von chk23
es gibt sogar schon eine Open-Source Sprachsteuerungs-Software genau für diesen Zweck - die heißt "Jasper", können Sie ja gerne mal nach googlen und ausprobieren.
Muss ich nicht, weil ich selbst Entwickler bin und an etlichen OS-Lösungen mitprogrammiere. Genau aus dem Grund kann ich es mir auch erlauben, über IVR und SST zu schreiben - und jasper habe ich schon zu Genüge getestet.

Sie benötigen neben jasper eine SST-Engine. Sie können natürlich die Google-API oder eine andere nehmen, aber dann sind Sie genau da, wo Sie ja nicht hinwollen. Oder Sie nehmen eine Engine, die lokal arbeitet, z.B. Sphinx. Und wenn Sie jetzt mal googlen, dann erfahren Sie auch, was die für Limitierungen hat.

Im Übrigen schrieb ich ja: "Noch nicht". Ich behaupte nicht, dass wir da in ein paar Jahren wesentlich weiter sind. Aber momentan ist das schlicht keine Option.

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Vorzeichen 08.08.2017, 17:10
99. Natürlich könnte man das ...

Zitat von cor
Was ein Unsinn. Natürlich könnte man das. Erklären Sie doch mal, warum man für den Befehl "Mach das Licht an" eine Internetverbindung braucht.
Beiträge, die mit dem Wort "Unsinn" beginnen, sind meist inhaltsleer, aber wenn Sie ernsthaft eine Antwort wollen, dann lesen Sie sich durch, was ich chk23 geschrieben habe.

Im Gegensatz zu Ihnen weiss chk23 wenigstens, wovon er spricht.

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