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Google-Löschungen: Datensouveränität statt verordneter Vergesslichkeit

Der Begriff "Recht auf Vergessen" vernebelt eine dringend notwendige Diskussion. Institutionen wie Googles Löschmechanismus sind eine eine schlechte Brückentechnologie für ein wichtiges Ziel: die Datensouveränität des Einzelnen.

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manontherocks 06.08.2014, 14:02
1. Intelektueller.

Zitat von sysop
Der Begriff "Recht auf Vergessen" vernebelt eine dringend notwendige Diskussion. Institutionen wie Googles Löschmechanismus sind eine eine schlechte Brückentechnologie für ein wichtiges Ziel: die Datensouveränität des Einzelnen.
Herr Lobo ist der einzige unter den Kolumnisten hier, die so etwas wie "Weitsicht&Einsicht", gemeinhin Intellekt.
Und er bleibt bei seinen Ausfuehrungen auch noch serioes.
Warum schreibt der eigentlich noch beim Spiegel?

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warp0 06.08.2014, 15:10
2. Zustimmung

Ich mag im Gegensatz zu meinem Vorredner die anderen Kolumnisten nicht bewerten, aber Herr Lobo stellt tatsächlich eine beachtliche Weitsicht unter Beweis.
Er stellt die langfristigen Zusammenhänge und Konsequenzen sowohl aus einzelnen kurzen Schlagworten der (Internet-)Gesellschaft als auch den generellen Argumentationssträngen anschaulich dar.
Bin sehr froh, dass er hier schreibt und ein breites Publikum erreicht.

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Malshandir 06.08.2014, 15:18
3. Loesung gegeben

Die Loesung ist einfacher als gedacht.
1) Jedes Unternehemn, dass Daten gewerblich nutzt, muss an die Person, ueber die die Daten sind eine gebuehr zahlen, diese ist zwischen den beiden vorher vertraglich zu regeln. Will die Person das nicht, sind die Daten zu loeschen und duerfen nicht genutzt werden.
Ender der Vertrag, endet das Speicherrecht auch bei Dritten und die Daten sind zu loeschen.
So einfach geht es. Es ist nocht naiv und am geldbeutel erwischt man immer noch alle Unternehmen.

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TiloS 06.08.2014, 15:21
4.

Zitat von manontherocks
Herr Lobo ist der einzige unter den Kolumnisten hier, die so etwas wie "Weitsicht&Einsicht", gemeinhin Intellekt. Und er bleibt bei seinen Ausfuehrungen auch noch serioes. Warum schreibt der eigentlich noch beim Spiegel?
Hab ich da was verpasst? Gerade der Anti-Amerikaner.

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sapereaude! 06.08.2014, 15:25
5. Das muss man erst mal verdauen ...

Zitat von warp0
Ich mag im Gegensatz zu meinem Vorredner die anderen Kolumnisten nicht bewerten, aber Herr Lobo stellt tatsächlich eine beachtliche Weitsicht unter Beweis. Er stellt die langfristigen Zusammenhänge und Konsequenzen sowohl aus einzelnen kurzen Schlagworten der (Internet-)Gesellschaft als auch den generellen Argumentationssträngen anschaulich dar. Bin sehr froh, dass er hier schreibt und ein breites Publikum erreicht.
Tja, das war schon nicht so einfach zu verstehen, was der gute Herr Lobo hier geschrieben hat. Da muss man erst mal ein Weilchen drüber nachdenken ...
Das größte Problem sehe ich darin, dass trotz Lobos Bemühungen die wenigsten Leute verstehen, um was es bei dem Thema "Datensouveränität" eigentlich geht. Deswegen können die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft (die Anderen haben eh nix zu melden) diesbezüglich auch machen, was sie wollen (oder was man ihnen sagt, dass sie es wollen). Und als Surrogat gibt es das vom EUGH verfasste "Recht auf vergessen werden".

Schade, dass auch Herr Lobo keine Lösung für das problem anbieten kann. Aber das wäre auch ein bisschen viel verlangt. Immerhin schafft er es, die Thematik ein paar leuten begreiflich zu machen. Und damit ist schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung getan.

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Leser161 06.08.2014, 16:12
6. Etwas kompliziert

Ich konnte der Argumentation jetzt manchmal nicht ganz folgen. Vielleicht hätte man das klarer Schreiben können (Wüsste aber nicht wie, bin ja kein Schreiberling).
Ansonsten: Ja genau, die Politik doktert mal wieder nur rum, statt das Kernproblem anzugehen.

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tadamtadam 06.08.2014, 17:54
7. schnarch...

... was für ein überflüssiger artikel.

lobo erkennt, dass was nicht ganz richtig läuft, macht sich aber keine gedanken darüber, wie es richtig laufen könnte, verlangt genau das aber vom gesetzgeber. sorry, aber einfach nur auflisten, was alles falsch läuft, ohne lösungsvorschläge zu präsentieren, das reicht nicht, um sich konstruktiv an einer debatte zu beteiligen.

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Horrowitz 06.08.2014, 18:26
8. Ein schon lange angebrachtes Lob

Herr Lobo, Ihre Beiträge gehören zum Nachdenklichsten und Differenziertesten, was ich zum Thema Digitalisierung lese! Vielen Dank.

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verhetzungsschutz 06.08.2014, 18:52
9. Ich kenne meine Alzheimer

Zitat von sysop
Der Begriff "Recht auf Vergessen" vernebelt eine dringend notwendige Diskussion. Institutionen wie Googles Löschmechanismus sind eine eine schlechte Brückentechnologie für ein wichtiges Ziel: die Datensouveränität des Einzelnen.
Lieber Herr Lobo,

besteht denn das Verkorkste denn nicht eher in dem One-Click-Bewusstsein, das eben gerade darin gipfelt, daß sich niemand mehr daran erinnern kann, was Bewusstsein eigentlich mal gewesen ist? Wir haben: EINE Suchmaschine, EIN Betriebssystem und bald auch nur noch EINE Freihandelszone, in der sich mit dem Recht auf Vergessen auch noch so unpassende Störungen wie etwa das Grundgesetz inkludieren lassen. Am Ende der marktwirtschaftlichen Erfolgsstory (Quadratisches Wachstum des Volksvermögens bei gleichzeitigem Wachstum der Schulden in der dritten Potenz) auf diesem Planeten wird es auch mit der lukrativen Hilfe der vielen SEO-Agenten dann eines Tages nur noch EINEN Datensouverän geben. Aber, ehe ich es vergesse, wollte ich es doch erwähnt haben: der Datensouverän bin ich.

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