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Griechenland, Flüchtlinge, AfD: Deutschlands Neo-Nationalismus

Das Netz hat die Stimmung vergiftet. Nun geht es mit Pickelhauben gegen die Griechen, mit Nazi-Slogans gegen Flüchtlinge. Die Politik biedert sich diesem Hass aufs Fremde an. Höchste Zeit für den Zorn der Zivilisierten!

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rucke 08.07.2015, 20:58
220. Danke Sascha

Es gibt immer wahnsinnig viel zu lesen zu den verschiedenen Themen und gerade wenn man im Bekanntenkreis über die wichtigen Themen reden möchte , interessierts keinen. Bei manchen deiner Texte kommt aber das schöne Gefühl in mir hoch mit meiner meinung nicht allein zu sein. Du hast es schon öfters geschafft in Worte zu fassen , was bei mir nur ein "Das ist doch so nicht richtig" Gefühl ist.

Mach weiter so und nochmal DANKE

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evamariar 08.07.2015, 21:00
221. Ja, alles richtig...

...aber gerade im Zusammenhang mit der Griechenlandfrage beobachte ich gerade auch eine fatale Blindheit auf dem rechten Auge bei den deutschen Linken und Intellektuellen.
Vor lauter Furor gegen Kapitalismus, Banken, Börsen, EU und Politikapparate überhaupt werden die Linken auf dem rechten Auge offenbar blind.
Daß ein linker Staatsmann eine Regierung mit Rechtspopulisten bildet und sich im Europaparlament von Nationalisten und Europagegnern abfeiern läßt,
erzeugt offenbar keine Gänsehaut bei der euphorosierten Linken,
denen Griechenland und Tsipras als neuer Messias der Volksdemokratie derzeit offenbar eh näher sind als die Flüchtlingsfrage.
Da zeichnen sich unter der Hand Allianzen ab, die ich nicht nur furchterregend, sondern unerträglich finde.

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wieeinberg 08.07.2015, 21:01
222. gute beobachtung

vielen dank für die treffliche analyse herr lobo...mir fällt auch unangenehm auf..mit welcher vehemenz und aggression in den foren rechtsextreme ansichten gepostet werden und sich nationalismus bahn bricht...oft von feiglingen ohne bild mit fakenamen...aber immer öfter auch offen..die gesellschaft muss sich dem entgegenstellen

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UnternehmerMitHerz 08.07.2015, 21:03
223. Guter Gedanke aber....

Darauf aufmerksam zu machen und wach zu rütteln ist wichtig und richtig. Leider schießen Sie nur ein Eigentor. Denn Sie schmeißen mir zuviel wahllos durcheinander. Sie setzten Nationalismus mit offenem Rassismus und Ausländerhass gleich. Ihre Aufgliederung impliziert somit Zusammenhänge, die objektiv betrachtet etwas komplexer sind. Zwischen Nationalismus und offenem Rassismus bzw. Ausländerhass liegt immer noch eine Wegstrecke. Das ist wie beim Linksradikalismus und Linksterrorismus. Zwischen diesen beiden liegt ebenso noch eine Wegstrecke, selbst wenn diese nicht sehr lang ist. Eine reine Polarisierung tut der Sache jedenfalls nicht gut und führt in die falsche Richtung. In politischen Diskussionen sollten dezidierte Betrachtungsweisen immer noch Vorrang haben, auch wenn diese nicht immer greifbar sind.

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wähler? 08.07.2015, 21:05
224. Verantwortung ?

Zitat von stagedoor
Sie wünschen sich, den gleichen Nationalismus verspüren zu dürfen wie unsere Nachbarländer? Das geht nicht, denn die Identitäten sind unterschiedlich gewachsen. Und da ist noch was: Das 3. Reich und der Holocaust. Viele tragen heute keinerlei Schuld mehr daran, jedoch Verantwortung und Bewusstsein.
Ich nicht. Da gab es mich noch gar nicht. Und dass heute, 70 Jahre später, mir diese "Erbschuld" immer wieder angehängt wird, finde ich nur noch zum K.....
Ich werde mein Lebtag keine Konzentrationslager bauen, Asylantenwohnheime anzünden oder Menschen, weil diese anders sind, als ich, verfolgen. Und ich bin es leid, dass ich alles Elend dieser Welt auffangen soll, nur weil es einen Adolf Hitler gab vor 70 Jahren. Irgendwann muss es doch mal gut sein. Aber nach Ihrer Meinung werden meine Enkelkinder in 50 Jahren auch noch zu hören bekommen, dass sie Deutsche sind, und sich gefälligst dafür zu schämen haben, weil Deutschland damals - dann vor 120 Jahren - schwerde Schuld auf sich geladen hat. Und wissen Sie, was ich hoffe ? Dass das in 120 Jahren keinen mehr kratzt. Denn in 50 Jahren wird es dieses Land in dieser Form sowieso nicht mehr geben.

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donpablo73 08.07.2015, 21:11
225.

Zitat von hausierer
Fakt ist, dass auch ich ein Patriot sein darf, genauso wie Amerikaner, Engländer und Franzosen, ohne daß ich dafür ans Kreuz genagelt werde...warum ist das in unserem Land immer noch ein " No Go " was in anderen Staaten als völlig normal und sogar wünschenswert betrachtet wird...es kann nicht nur mit unserer Vergangenheit zu tun haben, denn auch die eben erwähnten Länder hätten mit ihrer eigenen Vergangenheit auch einiges aufzuarbeiten.....
Und weil jetzt die von Ihnen angeführten Länder das exzessiv betreiben muss es richtig und gut sein? Auf was sind Sie denn genau stolz? Dass Ihre Mutter Sie, wie es der Zufall so will, in diesem Land hier auf die Welt gebracht hat? Echt? Bevor Sie jetzt all die guten und edlen Dinge aufführen: derer gibt es mindestens genauso viele gegenteiliger Art. Sie könnten "froh" sein hier geboren zu sein, da profitieren Sie von ganz vielen, tollen Dingen, kaufen einen Haufen hässlicher Dinge mit ein und gut ist's. Aber "stolz"? Das ist immer derselbe dumme Ausdruck von immer denselben dummen Menschen, die eine der größten Wurzeln der Ausgrenzung und größten Feinde eines freien Menschen für sich beanspruchen wollen. "Patriot", was für dummes Zeug...

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question2001 08.07.2015, 21:13
226. Was ist

S. Lobo lebt scheinbar in einer anderen Welt als ich. In meiner Welt erzählen Politiker und Medien, sogar Arbeitgebervertrer pausenlos dass es unfein sei zwischen Wirtschafts- und anderen Flüchtlingen zu unterscheiden. Auch dass alle die kommen letztlich ein Gewinn fürs Land sind, und wenn doch mal nicht dass es unsere verdammte moralische Pflicht ist darüber hinweg zusehen. Ausserdem dass der Islam bekanntlich eine interessante, folkoristische Tradition ist, die nicht nur völlig harmlos, sondern sogar eine Bereicherung für unsere Zivilisation darstellt und alles so schön bunt macht.
Obwohl es valide Umfragen gibt die eine klare Mehrheit ermitteln die empathisch ist, dauert diese positive Gehirnwäsche nun schon Monaten an. 30-40 derartige Beiträge habe ich sicher schon genossen.
Warum also nun auch er schon wieder? Vermutlich um auch noch das letzte verstockte Herz eines SPON-Lesers zu erweichen. Fakten und Recherchen braucht es da nicht, denn wer die Moral gepachtet hat steht über so etwas.
Vom Salonsozialisten Augstein, der schon beim ersten Auftauchen von Pegida wusste dass dort ausschließlich Idioten und Rassisten zugange sind, über Herrn Prantl bis zu Herrn Popp kübelt jeder der etwas auf sich hält, aus über die (tatsächlich gar nicht existente) herzlose Mehrheit der Deutschen.
Und JETZT kommt also S. Lobo zur Erkenntnis dass auch er, als Vertreter der moralischen Elite uns Lesern mal wieder die Leviten lesen muss. Liest er selbst den SPON nicht, sondern nur National-Zeitung, Junge Freiheit und andere abseitige Nischenblätter? Ich verstehe es einfach nicht.

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Avantime2000 08.07.2015, 21:19
227.

Zitat von agua
Gute Kolumne von Sascha Lobo und auf erschreckende Weise zusammengefasst.Mir reichen die Foren bei spon,wenn es um Griechenland geht.Aber bis hierhin zu kommen bedurfte es mindestens 3 Jahre.Mal sehen,wie es dieses Mal endet mit dieser unangehmen und selbstgerechten Art.
Was ist denn ganz konkret das Problem mit der Griechenlandkritik? Griechenland ist ein Lost State, die wahren Machthaber sind auch heute ein paar Familien und nein, es ist nicht die Aufgabe der anderen Länder dafür zu bezahlen.

AfD und brauner Mob vor Flüchtlingsheimen, das ist ein anderes Thema.

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Normaler Wutbürger 08.07.2015, 21:20
228. Ach ja ...

Bei aller Liebe, man kann den Spieß aber auch umdrehen.

Dann wird nämlich aus jedem Kritiker der aktuellen Flüchtlings oder Asylpolitik, direkt ein Rassist oder Neonazi gemacht.

Wenns darum geht, einen ganzen "Mob" als Nazis abzustempeln, reicht es wenn ein paar einzelne bekloppte "Sieg Heil" rufen.

Aber wehe dem der bei einer Antifa oder G7 Demonstration alle über einen Kamm schert, wenn Autos brennen, Läden zerstört, oder Feuerwehr und Rettungskräfte angegriffen werden.


Ich für meinen Teil lasse mir meine kritische Meinung zu politisch ungerne angesprochenen Themen nicht verbieten oder schlecht reden.

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agua 08.07.2015, 21:20
229. An#216 christian 10

Der realistische Bürger,wie Sie ihn bezeichnen,der ist kritisch und hinterfragt.Der braucht weder in anderen Bevölkerungsgruppen Sündenböcke.Noch stellt er sich auf den Sockel.Der realistische Bürger versucht Zusammenhänge zu erkennen und sieht sich nicht selber losgelöst von einer politischen Entwicklung.Letzteres geschieht zur Zeit in Deutschland,weil man dort denkt,dass man nicht betroffen sei.

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