Forum: Netzwelt
Haben Sie auch ein "Zweites Leben"?

Auch schon Erfahrungen gesammelt in "Second Life"? Wie gefällt es Ihnen in der virtuellen Welt?

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Spiritogre 24.01.2007, 17:23
1.

Habe bisher nur davon gelesen und ein paar Screenshots gesehen. Die Grafik ist noch so gerade okay und als virtueller Chatraum macht die Sache sicher Spaß, weniger Spaß ist, dass man richtiges Geld loswird wenn man im Spiel Sachen kauft. Ich denke aber das Konzept ist Ausbaufähig, schon in richtigen Onlinespielen verbringen die Spieler viel Zeit mit gemeinsamer Kommunikation anstelle des Spielens und ein Second Life ist am Ende auch nichts anderes als eine virtuelle Puppenstube oder Playmobil, nur dass man mit ganz vielen Leuten zusammen spielen kann.

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DJ Doena 24.01.2007, 17:37
2.

Ich hab ein zweites Leben im Netz, ja.

http://www.google.de/search?hl=de&q=...le-Suche&meta=

Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 10.600 für "DJ Doena" OR "DJDoena". (0,40 Sekunden)


Dafür brauch ich aber kein komisches Spiele-Programm. Mir reichen die Webforen, die es im Netz zuhauf gibt.

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Artax 25.01.2007, 09:50
3.

So interessant das ganze Konzept auch klingt - ich sehe hier wie auch in vielen anderen Teilen des Internets (World of Warcraft, Chats etc...) eine große Suchtgefahr für den Menschen. Leider wird das noch viel zu wenig diskutiert. Von einer reinen Verlagerung der Interessen von der realen in die virtuelle Freizeitgestaltung will Ich in dieser Form nicht sprechen. Da kommt auf unsere Gesellschaft noch ein dickes Problem zu (wenn Sie es nicht sogar schon hat).

Interessanter Link : www.onlinesucht.de

Artax

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Alexander Wiggin 25.01.2007, 10:18
4. Artikel ist peinlich...

Zitat von sysop
Auch schon Erfahrungen gesammelt in "Second Life"? Wie gefällt es Ihnen in der virtuellen Welt?
Nach lesen des Artikels ""SECOND LIFE"-TAGEBUCH" über Sponto im Sexshop dachte ich mir: Typisch Medien.

Der Artikel ist in etwa so, wie ein Artikel wäre, der eine Spaziergang durch das Rotlichtviertel von Hamburg beschreibt und zum Ausdruck bringt, dass wohl ganz Hamburg so aussieht.

Aus Neugier hatte ich das 2nd Life auch mal ausprobiert - vor ein paar Tagen.

Meine Erfahrungen:
Der Besuch im "International Space Flight Museum" war sehr interessant. Ich habe mir einen Überblick über die Raumfahrt der letzten 50 Jahre gemacht. Die Mondlandekapsel und das Space Shuttel habe ich mir in Ruhe von innen angesehen.
Dann noch eine halbe Stunde NASA-TV angeschaut. Über die Mailingliste (freiwillig) habe ich eine Einladung für Samstag zu einem Interviewtermin zu einem neuen Radioteleskop bekommen.
Beim zweiten Besuch war ich im Planetarium und habe mir die Legende/Geschichte der Casiopaia angeschaut.

Dann war noch der Besuch in der Ausstellung über Wahrnehmung. Dort habe ich etwas über Farbenblindheit gelernt und konnte sogar sehen, wie sich Farbenblindheit auswirkt.

Weil ich auch einmal ein Auto probieren wollte war ich dann noch im grpßen Freebie Warenhaus und habe mir dort kostenlos ein Auto, ein Motorrad, ein Hubschrauber, eine Yacht, Flügel und neue Klamotten besorgt.

Also ehrlich... mein Bericht ist weniger reißerisch, kommt dafür der Wahrheit wohl näher. Oder?

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Axelino 25.01.2007, 10:44
5. Werbung für Second Life

Der x.-te Artikel in SPON zum Thema Second Life. Warum wird hier so massiv Werbung dafür betrieben? Die Grafik von SL scheint mir eher dürftig zu sein, und 3D-Communities gibts auch schon länger, wie z.B. von moove.

Ich denke, wer ein zweites Leben braucht kommt irgendwie mit dem ersten nicht so recht klar.

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FinCoach 25.01.2007, 10:50
6. Der Weg in die Schizophrenie

Im gleichen Maße, wie die Begeisterung und der Zeitaufwand im Umgang mit neuen Medien steigt, sinkt die soziale und praktische Kompetenz im "natürlichen Leben".

Wer also tatsächlich an ein "zweites Leben" im Medium glaubt ist auf dem besten Weg in eine moderne Schizophrenie.

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Hesekiel 25.01.2007, 11:02
7.

Mich wundert bei Spielen wie second life immer, dass ein Teil der Menschen bereit ist, sich das real life drastisch zu beschnippeln, um dann genau die Dinge, die ihnen dadurch entgehen im virtual life in schlechterer Grafik und weniger Spaß/Spannung nachzuspielen. Angst vorm rl?

Aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Ich zb spiele auch gern ab und an online, dann aber Sachen wie WoW oder zb science fiction browser games, aus dem einfachen Grund weil ich, wenn ich im rl meinen Nachbarn mit dem Zweihänder erschlage, Konsequenzen fürchten muss (außer der Richter kennt meinen Nachbarn ..), dasselbe gilt für zb eine planetenweite Vernichtung oder sporadischen Kernwaffeneinsatz aus Langeweile.

Trotzdem hätte ich keine Lust, auch nicht als Frau, oder mit Hörnern auf der Stirn, mein Leben so wie es ist oder sein könnte nachzuspielen.

Ich denke, man sollte einmal darüber nachdenken warum es offenbar Leute gibt, denen es nicht so geht, und die ganz offensichtlich aus diversen Gründen ihr rl lieber spielen statt zu leben. Es scheinen ja genügend für eine Konsumentengruppe zu sein, das will was heißen ..

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crowbaer 25.01.2007, 11:06
8.

Zitat von sysop
Wie gefällt es Ihnen in der virtuellen Welt?
Es wird zusehends beschissener.
Das Grid (die Spielewelt) ist chronisch instabil, seit ca. 6 Monaten kann man immer öfter nicht frei teleportieren. Sims (Instanzen) crashen ständig wegen erratischen Systemfehlern oder werden aktiv mit Hilfe von aggressiven Skripten abgeschossen. Hackergruppen wetteifern darum wer es zuerst schafft das SL Micropaymentsystem oder alternativ das integrierte DRM Konzept aus den Fugen zu hebeln und damit sämtliche professionellen (monetär wie qualitativ) Dienstleister aus der Spielewelt zu vertreiben.

Die ursprünglichen Aussagen des Plattformbetreibers Linden Lab bezüglich der "unendlichen Skalierbarkeit des Systems" haben sich als illusorisch erwiesen, das Grid ist nur dann stabil wenn augenscheinlich weniger als 12.000 Personen eingelogt sind. Das ungebremste Wachstum geht indes weiter von einem beispiellosen Medienhype geschürt.

Wenn's nicht so schade wäre könnten wir über die vielen Noobs lachen, aber leider fressen sie unserere Performance auf während sie planlos und ziellos herumirren und einen um Geld anpumpen.

*lacht*

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Ozymandias 25.01.2007, 11:11
9.

Geben wir demder genderübergreifenden BerichterstatterIn etwas Zeit, auch die anderen Aspekte von SL zu entdecken... es ist nicht unüblich von althergebrachten Medien, über neue Unterhaltungsformen zunächst einmal die Leserschaft bildende Sex&Crime-Schablone zu legen.

Und tatsächlich ist bei Second Life nicht unüblich, dass sich Pixel aneinander reiben. Man kann dies sicherlich zum Hauptziel seines Zweiten Lebens erküren, ist aber bei weitem nicht dazu gezwungen.

Ich selbst bin seit mehr als einem Jahr mit einem Account auf Second Life repräsentiert (wenn ich ihn auch kaum noch nutze) und habe mich dort der sehr stark vertretenen Gemeinde von Furries angeschlossen. Deren Kreativität und Hang zur Identifikation mit anthropomorphen Tieren hat in SL eine ideale Kommunikationsplattform gefunden - auch wenn man sich ab und an mit geltungssüchtigen Barbies als Nachbarn herumschlagen muss.

Ich nutze den gebührenfreien Account, was mich zwar daran hindert, virtuelle Grundstücke zu erwerben (und damit zu schachern, um reales Geld zu verdienen), aber dank wöchentlichem virtuellem Taschengeld bin ich immerhin in der Lage, fünf Texturen pro Woche hochzuladen. Man kommt auch ohne reales Geldausgeben prächtig in Second Life aus - ganz im Gegensatz zum World of Warcraft-Universum.

Es gibt noch viel zu entdecken, und obwohl die Grafik mittelalterlich wirkt, ermöglicht sie relativ einfach die Manipulation der Umwelt. In den "Sandkästen", in denen man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann, sieht man dabei zu, wie Gebäude, überdimensionale Gyroskopkarussells, Prototypen für neue Avatare und abenteuerliche Vehikel entstehen - und wieder ins Inventar des Schöpfers wandern. Man setzt sich auf einen Feuerwerkskörper und lässt sich von dem durch die Luft wirbeln, oder nimmt auf einem Obelisken Platz, um die sich immer wieder ändernde Aussicht zu genießen.

Hier wie dort - dort zugegeben wohl noch mehr - gibt es Störenfriede und Egomanen, die mit lästigen, juvenilen Soundfiles von Fürzen und japanischen Anime-Sängerinnen die Bandwidth auslasten. Aber wenn einem die Parties und die Treffs an öfentlichen Plätzen zu oberflächlich werden, findet man schnell Gleichgesinnte und kann sich in weniger stark frequentierte Gebiete zurück ziehen.

Second Life braucht sicher mehr Psychologen, Sozialpädagogen und Krisenberater vor Ort. Es ist nur ein Jammer, wenn sich solche durch ihr hauptberufliches Bedenkentragen und ihre fachgebietstypische Neophobie darauf beschränken, im Ersten Leben zu verweilen, weil sie schon den Gameboy für die Wurzel allen Übels hielten. Second Life ist eine kontrollierbare Umgebung, ein Sozialexperiment, ein Spiel mit Identitäten; wer seine Chancen begreift, kann vor Ort und gezielt dem befürchteten Realitätsverlust von verinselten Personen vorbeugen. Wer sie nicht begreift, kann lediglich etwas monieren, vor dem er selber Angst hat.

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