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Hacker-Abwehr: Russischer Geheimdienst FSO setzt auf Schreibmaschinen
DPA

Der beste Schutz vor Hackern ist: keinen Computer zu benutzen. So jedenfalls scheinen es russische Geheimdienstler zu sehen. Aus einer Ausschreibung geht hervor, dass der Föderale Schutzdienst Schreibmaschinen anschaffen will, um besonders brisante Dokumente zu sichern.

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gustavsche 12.07.2013, 23:15
50. Das ist ein modernes Märchen,

denn den Russen war bewusst, wie gefährlich so ein Bleistift in Schwerelosigkeit ist: Die Spitze kann abbrechen, herumfliegen, in Ritzen eindringen und Instrumente zerstören. Mit Graphitstaub das gleiche. Und wehe, man atmet eine abgebrochene Bleistiftspitze ein.

Zitat von coyote38
Schreibmaschinen ... GENIAL !!! Typisch Russland. Beim Wettlauf ins All brauchte man einen Stift, der in der Schwerelosigkeit schreibt. Die Amerikaner entwickelten für 1 Million Dollar den Kugelschreiber. Die Russen benutzten ... einen BLEISTIFT.

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nana22 12.07.2013, 23:15
51. Schreibmaschine ist sicherer

"Das ist doch Quatsch. Es geht doch nicht darum, Texte zu Papier zu bringen, sondern um elektronischen Datenaustausch per Internet, der dann angezapft wird. Im übrigen kann ich sehr wohl einen Computer benutzen, ohne ihn mit dem Internet zu verbinden, da kommt auch kein Hacker rein. Papiere kann man auch physikalisch entwenden." Zitat mein mein

Stimmt so nicht. Es ist möglich die Bildschirmsignale und Leiterplattengeräusche abzufangen, dagegen gibt es zwar TEMPEST Computer, aber eine Schreibmaschine ist sicherer.
Für den Normalbürger empfiehlt sich wahrscheinlich ein handschriftlicher Brief. Das auspähen wird kostenintensiver besonders bei eigentümlicher Handschrift.

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mistergrey 12.07.2013, 23:21
52. Für Kritiker: in bestimmten Bereichen macht es Sinn!

1. Argument: "Man kann Zettel abfotografieren." Ja, das stimmt, aber nicht 10.000 in 2 Sekunden.
2. Argument: "Rechner ohne Internetanschluß funktioniert doch auch" Ein Rechner der nicht mit einem Netzwerk verbunden ist, ist genauso praktisch wie eine Schreibmaschine. Er könnte zwar in einem lokalen, abgesichertem Netzwerk stehen, aber dann könnte man wieder mit USB-Stick, etc. etc. .

Für Infos die auf keinen Fall in falsche Hände geraten dürfen, ist Papier am Besten. Wird die Zentrale vom wütenden Volk überrannt, dann bisschen Benzin über die Akten und schon sind die Beweise für mögliche Verbrechen weg ;)

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karend 12.07.2013, 23:30
53. Frei verfügbar

Zitat von rreniar
(...) Bald werden wir also wieder in Höhlen leben. :-( Also Leute, die Höhle da vorn gehört mir, damit das schon mal klar ist! Sonst gibt's einen mit der Keule auf die Nuss! Verstanden?
Solange die Höhle keine Felsmalerei vorweisen kann, gehe ich davon aus, dass diese noch auf dem Markt ist. Also: Wer zuerst kommt, ma(h)lt zuerst. :-)
Beste Grüße

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ppaule67 12.07.2013, 23:37
54.

Zitat von tetrahydrofuran
Doch, das geht. Ein Beispiel ist die Sabotage der iranischen Zentrifugen durch den Stuxnet-Virus. Dieser verbreitete sich über USB-Sticks.
Kleine Anmerkung: Schreibmaschine funktioniert auch ohne USB Stick. ;-)

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DonCarlos 12.07.2013, 23:52
55. Kopfüber?

Zitat von jotemwe
>>Der Kugelschreiber basiert auf Patenten aus dem 19. Jahrhundert, also lange bevor die NASA existierte und lange vor der Durchführung bemannter Raumflüge.<< Typischer Text für jemanden, der Ahnung hat, jedoch kein Wissen. Schreibe mal mit einem Kuli über Kopf. Schreibe mal mit einem Space Pen von Parker über Kopf.
Geht problemlos mit jedem Kugelschreiber. Der dafür verantwortliche Effekt nennt sich Oberflächenspannung. Daher sollte jeder Kugelschreiber erst recht ohne Schwerkraft funktionieren.

Bleistifte an Bord eines Raumschiffs sind selten dämlich. Graphit ist leitend und der Dreck vom Spitzen ist auch ein Problem. Die sowjetischen Kosmonaten haben wahrscheinlich nie einen Bleistift im All benutzt.

Bleistifte haben einen irdischen Vorteil. Sie schreiben auch auf regennasses Papier.

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kappesstepp 12.07.2013, 23:53
56. Nur, dass

Zitat von Stelzi
... besinnt sich auf altertümliches Schreibgerät um dem modernen Hacker zu entfleuchen - und vergisst dabei, dass man heute, wie vor 30 Jahren nur viel einfacher und besser, auch das getippte Wort abfotografieren kann. Der Schutz davor ist eigentlich auch nicht komplexer als verlässlicher digitaler Datenschutz.
man dazu dort sein muss, wo auch das Papier ist, das man so gern ablichten möchte, sonst geht's irgendwie nicht, das schafft der dollste CIO nicht. Es nutzt einem der ganze IT-Tinnef nichts, wenn die Informationen, die man abgreifen möchte, hinter einer Stahltür sind und man einen auf die analoge Rübe kriegt, wenn man sich dort widerrechtlichen Zugang verschafft. Dass gelegentlich auch analoge Dokumente entwendet wurden, ja, das soll schon vorgekommen sein, aber was wirklich, wirklich wichtig ist, das gehört eben in keinen Computer, das gehört am besten in ein Gebäude, in dem nicht mal der Pförtner einen Computer hat. Zeit für eine Renaissance analoger Techniken, in zwanzig Jahren wird es zwar noch sowas wie ein Internet geben (nehme ich mal an, aber wer weiß das schon), vor allem aber wird man die Köpfe über uns schütteln, weil wir uns so vollkommen in die Hände der Mikroprozessoren gegeben haben.

Von Russland lernen, heißt eben doch siegen lernen, Grüße vom analogen Widerstand (in einem Online-Forum, wie paradox, aber man muss den Feind ja schließlich auch kennen...).

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max_schwalbe 12.07.2013, 00:04
57.

Ist denn eine Schreibmaschine sicherer als ein PC, der nicht mit dem Internet verbunden ist? Oder kann man etwa auch aus offline-Computern Daten heimlich auslesen?

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tomatosoup 12.07.2013, 00:10
58. Absolut wundervoll!

Vor Jahren erntete ich oft nur Kopfschütteln, dass ich noch keine E-Mail-Verbindung hätte. Dann wunderte sich mancher, dass ich kein Facebook-"Konto" hätte und kein Twitter-"Konto" oder sonst so ein Sch.-Konto. Rate mir doch bitte mal jemand, wie man ohne diesen Google(R)-Mist auskommt, wenn man im Internet "surfen" will/muss. Denn auch bei Fa. G. hat man natürlich ein "Konto" und wird laufend aufgefordert, sich mit "sozialen" Netzwerken zu verbinden. Kostenlose Live-Bildtelefonie bei "Skype" - nur ein Idiot kann annehmen, dass man dafür keinen Preis bezahlen muss. Da Lob ich mir die Russen. Schreiben, richtig urkundlich mit der Olympia oder der IBM via Farbband schreiben! Toll! Oder per Hand mit dem wunderbaren silbernen Füller! Wenn die Goldfeder übers Büttenpapier gleitet! Tolstoi und Dostojewski schrieben von Hand wie Goethe und Schiller - und jetzt auch der russische Geheimdienst! Absolut wunderbar. Bei dem gegenwärtigen Präsidenten und früheren Geheimdienstchef natürlich kein Wunder. Die Frage ist jetzt nur noch: nimmt man besser reitende Boten oder Staffettenläufer? Von München nach Venedig laufen die Postboten ca. vier Tage. Aber das nähme ich gerne in Kauf, wenn ich in München wohnte. Lang lebe der Zar!

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herr-g-aus-m 12.07.2013, 00:12
59. Diese Methode bietet nicht mehr Sicherheit

Daten größter Bedeutung kann man schon digital an einem PC bearbeiten, das wichtigste dabei ist nur, dass der Rechner niemals an ein Netz angeschlossen wird.

Ein Rechner mit höchst sensiblen Daten bleibt am besten offline.

Wichtige Daten digital zu übermitteln, das geht auch offline mit einem Datenträger wie einem USB Stick. Und den USB Stick kann man verschlüsseln. Man sollte es sogar, auch als Privatanwender.

Ich finde, der FSB schüttet das Kind mit dem Bade aus, wenn sie jetzt Schreibmaschinen kaufen. Mit Computern zu arbeiten ist effektiver, zeitsparender, ergonomischer und man kann es auch sicher handhaben.

Wenn man wirklich sensible Daten an einem nicht vernetzten Computer bearbeitet, ist das auch vertretbar.

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