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Hacker-Aktion "The Snappening": Hunderttausende Snapchat-Fotos ins Netz gestellt
DPA

Nach den Nacktfotos zahlreicher Prominenter sind nun Hunderttausende Snapchat-Fotos im Internet veröffentlicht worden - darunter auch intime Fotos Minderjähriger. Snapchat beteuert, die eigenen Server seien sicher.

Phil2302 11.10.2014, 14:22
1.

Und es wird wieder das Übliche hier kommen, Leute werden einerseits sagen wie dumm sie das finden und dass die Mädchen alle selber Schuld sind und wie schlimm sie das finden wenn Leute Nacktbilder von sich machen, und gleichzeitig suchen sie nebenher nach den Bildern.
Es wird dringend Zeit, dass Nacktheit nicht mehr als Tabu gilt und solche Hacks keine Leben mehr zerstören. Wenn tatsächlich nach manchen Mädchen per Snapchat Acc gesucht werden kann, dann wird das Mobbing an der Schule erst richtig losgehen. Das ist das wirklich schlimme an der Geschichte.

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emailaccount 11.10.2014, 15:41
2. Tja nun...

Selbst schuld sind die Nutzer des Dienstes und ggf. der Dritt-Anbieter-Apps nicht, aber wer etwas tut muss sich im klaren über die Folgen seines Handels sein. Gerade weil es sich um sehr intime Aufnahmen handelt... Ist das gleiche mit der Cloud. Wenn man gehakt wird ist man Opfer, aber wer Daten von sich aus der Hand gibt muss wissen, ob er damit umgehen kann, wenn sie in falsche Hände geraten.

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a.meyer79 11.10.2014, 16:36
3. Doch

sie sind selber daran Schuld wenn sie die Fotos selber online speichern. Kein Onlinedienst der Welt garantiert Sicherheit. Von daher weiß man, worauf man sich einlässt.

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Blue0711. 11.10.2014, 16:45
4. lesen hilft

Zitat von Phil2302
Und es wird wieder das Übliche hier kommen
Der Angriff war nur über Drittanbieter-Apps möglich.
Also wussten die Anwender oder mussten wissen, welchem Risiko sie sich aussetzten.
Oder meinen sie, bei kino.to waren die Nutzer auch völlig arme Unschuldige?

SnapChat ist erstmal eine gute Sache, da Bilder nicht bestehen bleiben, sondern eben nur ein Snap bleiben.
Wenn man willentlich die Sicherheitsvorkehrungen umgeht, dann ist man sehr wohl selbst schuld, wenn man dadurch anderen den Zugang erleichtert.

Offenbar MUSS sowas passieren, bis die Allgemeinheit endlich begreift, das digitale Sicherheit eine relative Angelegenheit ist.

Peinlich daran, dass das auch Jugendliche trifft, ist höchstens die seit Jahren bestehende Ignoranz bzgl. der absoluten Notwendigkeit von Vermittlung von Medienkompetenz seitens Eltern und Schule.
Noch heute schreit einem da bodenlose Gleichgültigkeit entgegen.
Wer sich digital selbst darstellt, muss halt genau wissen, was er tut. Aus Fehlern lernt man dort uU. sehr schmerzhaft.

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schweinehaxxxen 11.10.2014, 16:46
5. .

Deswegen brauchen wir eine ordentliche Aufklärungsarbeit. Medienkompetenz ist heute offensichtlich bereits für die kleinsten notwendig.

Die Eltern sind in der Pflicht, zudem muss auch an Schulen mehr aufgeklärt werden.

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Thomas Mayer 11.10.2014, 17:52
6. ... die Cloud

wird ja von den Medien in den Himmel gehyped, dabei ist doch vollkommen klar, dass erst solche zentralen Daten-Sammelstellen die Gefahr für jeden einzelnen deutlich steigern. Klar, auch der eigene Computer ist nie ganz sicher, aber er ist als Angriffsziel, dank der großen Masse an Computern, viel uninteressanter.
Klar sind auch die Cloud-Unternehmen in der Pflicht, aber gegen schwache Passwörter, unsichere Drittanwendungen und unbedarfte Anwender sind sie auch machtlos. Hier muß mehr Aufklärung her, dass Dinge, die privat bleiben sollen eben auch im privaten aufbewahrt werden sollte. Klar ist die Cloud eine bequeme Sache, aber man muß sich schon im klaren sein, dass man damit auch die Kontrolle über die Daten abgegeben hat.

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litke 11.10.2014, 17:58
7. Stimme zu - teilweise

Zitat von schweinehaxxxen
Deswegen brauchen wir eine ordentliche Aufklärungsarbeit. Medienkompetenz ist heute offensichtlich bereits für die kleinsten notwendig. Die Eltern sind in der Pflicht, zudem muss auch an Schulen mehr aufgeklärt werden.
(gitl auch für die 2. Hälfte des 4. Kommentars) Sicher, Medienkompetenz ist heut und für die Zukunft wichtiger denn je - nur ist das, was die Schule unter Medienkompetenz schon vermittelt etwas latent anderes und ebenfalls wichtig.
Damit stellt sich auch die Frage, was denn die Schule noch alles vermitteln soll. Mit den Kürzungen der Schulzeiten mussten schon Lehrpläne abgespeckt werden - kommen ständig neue Inhalte hinzu, etwa halt eine ausgeweitete Medienkompetenzschulung und, was auch immer gerne gefordert wird, hiermit nun aber wenig zu tun hat, Benimmunterricht (oder wie man es nennen mag... siehe dazu den recht aktuellen Artikel mit der Schnürsenkelattacke). Irgendwann sind wir dann wieder bei G9. Oder noch mehr. Durch den allgemeinen Wissenszuwachs wird es ja auch immer mehr, dass irgendwie in kleine Dickschädel reinmuss.

Zu Artikel 2 und 3: da ist es wieder. Zu Artikel 1 und (teils) 4: Danke, dass Sie es ansprechen, dann spar ich mir das.

Und für den Rest, der den Kiddies die Schuld gibt, die sich diese Apps runterladn ohne die AGBs zu lesen: mal ehrlich, Hand aufs Herz - so wirklich lesen tut man die AGBs selten, außer man ist sehr misstrauisch. Und das Misstrauen hat man meist leider erst im höheren Alter. In jüngeren Jahren hätten sich die größten Motzer hier vermutlich auch keine AGBs durchgelesen.

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dubidui 12.10.2014, 22:44
8. Dumm gelaufen

Wer seine Nacktbilder über einen fremden Provider/Server über ein Handy / App verschickt, sollte mit einer hohen Wahrscheinlichkeit rechnen, dass die Bilder im Netz landen und dort auch nie wieder verschwinden.
So schützt man sich: 1. Bild mit Kamera ohne internet / iCloud schießen. 2. PC offline gehen - von Kamera direkt auf eine Festplatte, die mit TrueCrypt verschlüsselt ist. 3. von Kamera mit Gutmann (Löschmethode) löschen 4. Bilder mit Verpackungsprogramm (Zip/Rar) mit Passwort verpacken und auf mit TrueCrypt verschlüsselte externe Festplatte kopieren. 5. von interner Festplatte Bilder und gepackte Datei mit Gutmann löschen.
Zu aufwendig oder zu faul oder zu schwierig? Dann mach keine/stell sie gleich ins Netz! Anders sind sie digital nicht sicher!

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paulzimmer31 25.10.2016, 23:06
9. Kiberattacks

Leider, jetzt gibt es keine Notwendigkeit in komplizierte Kiberattacks. Es gibt eine Menge der Anlagen und der Programme, mit deren Hilfe man tatsächlich jede Handy-messengers hacken kann, nicht nur Snapchat oder WhatsApp. Hier http://whatsappmitlesen.de/online-bespitzeln-von-whatsapp-mit-dem-handyspion kann man die volle Liste der Apps anschauen, die die Hackers oft hacken. Auch dann bekommen die Hackers den Zugang auf die ganzen Daten des Benutzers: Fotos, Korrespondenz, Kontaktinformation, Video, usw. Ich denke, dass die Benutzers auch an die Sicherheit selbst denken sollen.

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