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Hacker-Entführung: Anonymous droht mexikanischen Drogenbossen

Nach der Entführung eines Online-Aktivisten droht Anonymous, Daten von mexikanischen Kartellmitgliedern zu veröffentlichen - mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen.

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carranza 01.11.2011, 17:44
90. Die Macht des Unbekannten

Zitat von virtualtom
Dann wird der "Gast" des Drogenkartells eben so lange "befragt", bis er Namen und Adressen seiner mutmaßlichen Entpresser feil gibt.
Nun, da Anonymous nicht hierarchisch aufgebaut ist, wird es wohl nicht wie bei einem Drogenkartell oder wie bei einer Regierung und einem Konzern Vorgesetzte geben, die man kennen muss und somit theoretisch auch verpfeifen könnte.
Außerdem, wie der Name schon sagt ... sollte man davon ausgehen, dass man sich nicht namentlich kennt.
Eine Taktik, die vor Polizei- und Geheimdienstspitzeln schützt, sollte auch in der Lage sein, gegen mafiöse Strukturen vergleichbaren Schutz bieten.

Sollten nur täglich Beweise über Richter, Staatsanwälte, Polizisten und Regierungsbeamte, welche die Kartelle schützen, in der Öffentlichkeit auftauchen, wird sich schnell die Frage stellen, ob man sich das noch leisten kann.

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sukowsky 03.11.2011, 17:57
91. Besser wären staatliche Stellen

Das Internet als Verbrecherbekämpfung? Wären da nur nicht die Schattenseiten und der Bumerang kommt auf die Urheber zurück.
Besser wären staatliche Stellen, doch in Mexiko weiß man nicht mehr wo Freund und Feind sitzen.

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alwa 04.11.2011, 21:02
92. Quelle?

Ein angebliches und völlig unbestätigtes "Lebenszeichen" in einem anonymen Chat kann doch nicht ausreichen für den Titel "Aktivist freigelassen". Selbst wenn er tatsächlich geschrieben hat, könnten seine Entführer ihn dazu gezwungen haben.

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yumyum 05.11.2011, 14:56
93. Logik

Zitat von alwa
Selbst wenn er tatsächlich geschrieben hat, könnten seine Entführer ihn dazu gezwungen haben.
Sorry, aber welcher Art von Logik sollte diese Aktion folgen? Das Kartell zeigt der Öffentlichkeit, wir sind nicht ganz so böse und erpressbar?

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motztgern 05.11.2011, 19:33
94. Ganz einfach

...wenn die Hacker die Taten freigeben würden, hätten die Zetas keine Zeit mehr, sich zu rächen, weil sie selber akut bedroht wären. Rivalisierende Banden würden die Zetamitglieder sofort umbringen. Die Drohung, für jeden enttarntes und getötetes Zetamitglied, 10 unschuldige Menschen umzubringen, ist für mich nachvollziehbarer. Doch eben, die Zetas wären sich ihrer Haut nicht mehr sicher und zweifelsohne werden ihre Gegner mit ihnen das machen, was bis jetzt ihr Markenzeichen war: brutal töten. Kommt noch dazu, dass die Anonymen nicht einfach im Haus nebenan sitzen, die Zetas müssten ihre Killer in die ganze Welt schicken, was auffallen dürfte und auch ihre Stellung in Mexiko massiv schwächen würde. Zudem wären sie nie sicher, ob sie ein Mitglied enttarnt haben oder in eine raffinierte Falle latschen. Eine andere Frage ist, wieso zum Teufel, die hochbezahlten Spezialisten der NSA nichts herausbekommen ? Oder stecken etwa ganz andere als Anonymous hinter der Aktion ? Denkbar wärs.

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