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Hacker-Kongress: Nerds im Schockzustand
DPA

Die schlimmsten Befürchtungen der Hacker sind wahr geworden. Die Snowden-Enthüllungen zeigen: Geheimdienste haben das Internet unterwandert. Auf dem Szenetreffen 30C3 in Hamburg geht es nun darum, Gegenstrategien zu entwickeln.

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berpoc 27.12.2013, 17:22
1. Vorschlag:

Zitat von sysop
Die schlimmsten Befürchtungen der Hacker sind wahr geworden. Die Snowden-Enthüllungen zeigen: Geheimdienste haben das Internet unterwandert. Auf dem Szenetreffen 30C3 in Hamburg geht es nun darum, Gegenstrategien zu entwickeln.
Hackt die Rechner und Handies der Landtags- und Bundestagsabgeordneten und verbreitet die Inhalte im Internet. Nur diese Leute können die Gesetze ändern. Ihr Nichthandeln bedarf dringend eines Weckrufs zwecks Sensibilisierung.

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thomas.b 27.12.2013, 17:24
2. optional

Solange Infrastruktur wie Kabel und Knoten privatwirtschaftlich und / oder staatlich bleibt, wird es immer Missbrauch geben. Eine unabhängige Infrastruktur ist zwar noch Utopie, aber für mich der einzige Weg.

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Jasmin Kraft 27.12.2013, 17:26
3. naja ...

... ich würde mir wünschen dass man sich nicht nur gegen ausufernde Überwachung wehrt, sondern überhaupt gegen Überwachung. Und da gehen ja die angeblich nichts Böses tuenden Konzerne wie Google immer vorne weg. Also erstmal mit Google und Facebook klar kommen und dann mit der NSA aufräumen. Wenn aber weiterhin der exhibitionistische Umgang mit persönlichen Informationen, und seien es auch nur Standortdaten, als einziger glorreicher Weg der Informationsgesellschaft gepriesen wird, dann gute Nacht ...

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schangrila 27.12.2013, 17:35
4. Software ?!

Zitat von sysop
Auf dem Szenetreffen 30C3 in Hamburg geht es nun darum, Gegenstrategien zu entwickeln.
Es braucht doch nur einer oder eine Gruppe dieser "Hacker" eine Software entwickeln, die nicht abgehört werden kann und die die Empfehlungen wie ein User sich verhalten soll automatisiert umsetzt.
Eine Art Whatsapp mit sicherer Verschlüsselung wäre schon mal ein Anfang für ein Millardengeschäft.

Ein anderer Ansatz:
Firewall und Virenscanner werden erweitert um automatisches Daten-Routing bei allem was die Netzwerkkarte passiert und schleust über diese ominösem Rechnerwolken (Rückverfolgbarkeit erschweren), verschleiert die IP und zusätzlich um Krytografie der Daten zwischen Sender und Empfänger.

Mit soetwas wären zumindest Mail- und Chatverkehre wieder sicher und bequem wäre es auch.

Aus Bequemlichkeit und weil sich vieles viel zu schnell ändert machen das die meisten privat nicht, ihr Verhalten anpassen. Zumal das meiste ja angeblich das auspioniert werden nur erschwert, nicht wirklich verhindert.

Also Jungs, schafft so eine Software, ggf. in Kombination mit Hardware und ihr seid das nächste FB/Google/blablabla Startup das Milliarden macht :-)

Nur Mut, der Markt ist reif und vor allem vorbereitet ;-)

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audumbla 27.12.2013, 17:35
5. Gegenangriff

Ich schlage vor, dass der CCC ein Hack jedem Internet-User zur Verfügung stellt, das jeder verbreiten kann und so dieses Hacktool überall einschleusen kann, auch beim BND oder der NSA, dann ist allen alles bekannt und es gebe keine Geheimnisse mehr!

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Newspeak 27.12.2013, 17:42
6. ...

Das Entscheidende ist nicht die Technik, sondern sind die Menschen. Menschen, die beim Geheimdienst arbeiten sollten wie Parias geächtet werden. Und zwar am Besten von ihrem gesamten Umfeld, von der Verkäuferin im Supermarkt, dem Arzt, von Freunden, von der eigenen Familie. Diese Leute arbeiten gegen die Allgemeinheit, alles Gerede von Sicherheit ist die pure Lüge. Es sind Mitläufer eines aus Prinzip menschenverachtenden Systems. Wenn es nicht mehr chic ist, beim Geheimdienst zu arbeiten oder mit dem Geheimdienst zu tun zu haben, wird eher ein Umdenken einsetzen, als wenn man technische Dinge ändert.

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missing_link 27.12.2013, 18:04
7. die nsa wird freuen

dass sich zwar alle über ihre überwachung aufregen, aber kaum jemand etwas zum schutz seiner daten tut. sie wird es daher als künstlich hochgepuschte hysterie abtun und weitermachen wie bisher.

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Oberleerer 27.12.2013, 18:16
8.

Geheimdienstler outen sich für gewöhnlich nicht in der Öffentlichkeit, Polizisten übrigens meist ebensowenig :)

Im Internet stehen sich knallharte finanzielle Interessen, Machtansprüche der Regierenden und Bequemlichkeit der Menschen gegenüber, bzw. stehen zusammen.

Das Internet ist dezentral entworfen, damit es weitgehend immun ist gg. Störungen. Aber schon wenn ein DNS-Server ausfällt, ein Router beim Provider oder gar Google, liegt alles darnieder, wie der kurze Ausfall von Google dieses Jahr aufzeigte.
Zentrale Strukturen, Server, Überseeleitungen sind gefundenes Fressen für die Schlapphüte. Wenn es diese Schwachpunkte nicht gäbe, kann man sicher sein, dass diese geschaffen werden und eine Umgehung mit Strafe belegt wird.

Die zahllosen Router könnten zumindest in Städten dezentrale Netze aufbauen, aber der Gesetzgeber hat die Störerhaftung erfunden. Beim PC kann man noch vieles selber richten (was aber niemand mehr macht) beim SmartPhone darf man nichtmal mehr den Facebook-Client deinstalieren. Wer sich nicht massenkonform verhält, kommt schnell in Verdacht ein Staatsfeind zu sein.
Verquere US-Gepflogenheiten nehmen durch Film und Nachrichten immer mehr Einzug in unser Leben. Wann will hier ein Chef den Facebook-Account seine Mitarbeiter überprüfen? Wann kopiert hier der Zoll anlaßlos die Notebooks der Reisenden? Wann fordern hier die Datenschützer die Vorratsdatenspeicherung, damit Unschuldige ihre Unschuld beweisen können? (ups, das haben wir ja gerade)

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Oberleerer 27.12.2013, 18:28
9. Gewaltenteilung

Ein großes Problem ist auch, dass Gewaltenteilung und demokratische Mitbestimmung nicht mehr funktionieren.
Executive, Legislative und Judikative arbeiten Hand in Hand. Journalisten können schreiben, was sie wollen, in dieser übersättigten Welt nimmt es niemand mehr wahr. Bei Wahlen kann man nur noch Pest oder Cholera wählen, bestimmte Sachthemen nicht beeinflussen.

Politiker kippen reihenweise um und ich wette, dass diese seit langem ausspioniert wurden und erpressbar sind.

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