Forum: Netzwelt
Hackerangriffe auf Industrieanlagen: Zerstörerische Bläschen
Uli Ries

Greifen Hacker Industrieanlagen an, schalten sie oft den Strom ab. Bald könnten sie durch raffinierte Attacken auf Pumpen aber ganze Chemieanlagen explodieren lassen. Wie realistisch ist das Angriffsszenario?

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Bernd.Brincken 31.07.2017, 10:33
10. Abhilfe

"Laut Marina Krotofil helfen nur Sensoren"
Wenn die Sensoren erst einmal manipuliert sind. Wenn die Hacker das wissen haben. Will Frau Krotofil ihnen dazu verhelfen?

Ansonsten man ja auch einfach die Verbindung zum Internet kappen könnte, ggf. einen VPN-Zugang für notwendige Fernsteuerung einrichten. Vielleicht sollte das sogar gesetzlich erzwungen werden, sonst kommen andere Branchen auch noch auf die Idee, sich als potentielle Hacker-Opfer zu inszenieren, Ampeln, Schranken, Flughäfen usw.

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jim_beam 31.07.2017, 10:38
11.

Zitat von deranaluest
Sensible Anlagensteuerungen nicht ans Internet hängen. Dann wird halt ein 2. physisches Netz aufgebaut und Kontrolle und Steuerung erfolgen lokal und nicht remote. Ist aber nicht sexy und auch nicht 4.0 es kostet 0,000002% Umsatzrendite. Es ist halt nur deutlich sicherer. Das reicht nicht als Argument.
Ein separates Netz ist sicher ein sinnvolle Maßnahme. Allerdings hingen die Steuercomputer der iranischen Uranzentrifugen auch nicht am Netz und konnte trotzdem erfolgreich angegeriffen werden (Stuxnet).

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kalim.karemi 31.07.2017, 11:05
12. unbeabsichtigt

Zitat von fisschfreund
Ich habe ja keine Ahnung von sowas, aber warum muss die Steuerung einer Anlage überhaupt mit dem Internet verbunden sein?
Anlagensteuerungen hängen im Netzwerk des Unternehmens, täten sie das nicht, könnte man nur wie vor Jahrzehnten Figuren abstellen, die auf Manometer starren und Rädchen drehen. Sobald etwas im Netz hängt, gibt die Möglichkeit, aus dem Internet darauf zuzugreifen. Das ist keine böse Absicht, es ist einfach technisch nicht vermeidbar. Die Lösung wäre ein Netz, welches keine Verbindung nach draußen hat, ist machbar aber ein Riesenaufwand und in Zeiten der Industrie 4.0 völlig unpraktisch, es sei denn man hat vor in den kommenden Jahren vom Markt zu verschwinden.

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Forumleser 31.07.2017, 11:11
13. Schon gelesen?

Vor einigen Jahren kam der interessante Roman "BLACKOUT – Morgen ist es zu spät", ein Technik-Thriller von Marc Elsberg heraus. Hierin ist eigentlich ganz gut beschrieben, wo die Schwachstellen liegen. Eigentlich nichts Neues. Hier ist nur die Angriffstaktik verfeinert.

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frenchie3 31.07.2017, 11:11
14. @9 besser als Bomben

Vordergründig richtig. Allerdings hängt das vom manipulierten Objekt ab. Ein explodiertes Kernkraftwerk oder eine abgefackelte Raffinerie kann den einen oder anderen Bombeneinsatz durchaus ersetzen

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Plasmabruzzler 31.07.2017, 11:14
15.

In Krankenhäusern ist das Internet in der Regel vom klinik-internen Netz sogar physisch getrennt. Wer das nicht bei solchen Industrieanlagen auf die Reihe bekommt, hat seinen Beruf verfehlt. Vernetzung von Produktionsanlagen untereinander ist ja okay und auch ggf. notwendig, aber nach draußen dürfen solche Dinge nicht erreichbar sein.

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ichwarsnicht 31.07.2017, 11:17
16.

Stromausfall - harmlos? Wer das glaubt, führe sich mal das Szenario vor Augen, das Marc Elsberg in seinem Roman "Blackout" entwirft. Wäre vor 10 Jahren Science Fiction gewesen, rückt aber inzwischen immer mehr in den Bereich des Möglichen. Und was möglich ist, wird meistens gemacht.

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Sergeij 31.07.2017, 11:20
17. Warum eigentlich...

...sind viele Foristen hier der Meinung, dass ein solcher Angriff über das Internet stattfinden muss? Stuxnet wurde z.B. per USB-Stick verbreitet und nutzte eine Lücke im Betriebssystem aus...

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adurant 31.07.2017, 11:37
18. Warum am Netz?!

Bei solchen Artikeln erinnere ich mich immer wieder an eine Szene aus Battlestar Galactica. Es geht um die Datenübertragung auf der Galactica. Adama geht zu einem Telefon (mit Kabel) und nimmt den Hörer ab.
"So geht Datenübertragung auf diesem Schiff!
Kein Rechner ist mit einem anderen vernetzt! Unmöglich zu hacken und das ist überlebenswichtig, wenn man gegen Maschinen kämpft!"
Es ist Scifi, aber es ist seeeehr wahr...

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kalim.karemi 31.07.2017, 11:44
19. sorry, blödsinn

Zitat von Plasmabruzzler
In Krankenhäusern ist das Internet in der Regel vom klinik-internen Netz sogar physisch getrennt. Wer das nicht bei solchen Industrieanlagen auf die Reihe bekommt, hat seinen Beruf verfehlt. Vernetzung von Produktionsanlagen untereinander ist ja okay und auch ggf. notwendig, aber nach draußen dürfen solche Dinge nicht erreichbar sein.
physikalisch getrennt ist da gar nichts. Das Krankenhausnetz ist maximal ein anderes logisches subnetz, ein VLAN in einer eigenen Zone, getrennt durch eine oder zwei Firewalls. Die zu überwinden ist aber per diverser Methoden für einen Profi wenig Aufwand. Eine andere Lösung wäre einen USB stick liegen zu lassen, die eine Hälfte sagt oh fein, lösch ich und hab 64 gig für lau, die andere Hälfte möchte ihn dem Besitzer zurückgeben und schaut drauf, wem er gehören könnte.

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