Forum: Netzwelt
Hackerkonferenz: Cyberattacke auf den Kühlschrank
Uli Ries

Vernetzte Kühlschränke, Autos und Ampeln halten Einzug in unser Leben - und eröffnen Hackern eine riesige Spielwiese. Sicherheitsexperten finden massenhaft Schwachstellen und attestieren den Herstellern schlampige Arbeit.

Seite 1 von 3
verhetzungsschutz 12.08.2014, 20:09
1. Internet is not a feature. It's a bug!

Zitat von sysop
Vernetzte Kühlschränke, Autos und Ampeln halten Einzug in unser Leben - und eröffnen Hackern eine riesige Spielwiese. Sicherheitsexperten finden massenhaft Schwachstellen und attestieren den Herstellern schlampige Arbeit.
Es ist eigentlich ganz einfach: jedes Gerät, das keinerlei Internet- bzw. Netzwerkanschluss hat, ist ziemlich sicher. Egal, wielange es in Betrieb ist. Jeder, der in seiner (Pseudo-)Argumentation einen Internet- oder Netzwerkanschluss voraussetzt, ist ein Scharlatan. Solcherlei Scharlartanerie, sei es aus Blödheit oder weil man dafür bezahlt wird, strafrechtlich zu verfolgen würde völlig ausreichen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
whocaresbutyou 12.08.2014, 21:41
2. ich bin ein Idiot, ich muss vor mir geschützt werden!

Zitat von sysop
... Er fordert von den Herstellern deshalb Mechanismen, über die sich die Geräte über das Internet selbst mit Updates versorgen können. ...
Das würde im Umkehrschluss die Arbeit der Hacker erheblich erleichtern.

Man müsste lediglich den Server hacken. Damit erspart man sich das aufwendige Lokalisieren und Infizieren der einzelnen Geräte hinter irgendwelchen Firewalls mit ständig wechselnden IP-Adressen. Die Geräte holen sich das virenverseuchte Update dann selbst ab und melden sich ab.

Somit erwischt man alle Geräte auf einen Schlag.

Zitat von sysop
... Außerdem wären gesetzliche Vorgaben seiner Meinung nach nötig: "Es gibt Vorschriften, wie Steckdosen in Badezimmern vom Elektriker abgesichert werden müssen. Warum nicht eine Vorgabe für Updates von moderner Hauselektronik?", fragt Moss.
Weil die unsachgemäße Verlegung elektrischer Leitungen (nicht nur im Badezimmer) eine erheblich höhere, reale Gefährdung für Leib und Leben darstellt, als die hypothetische Gefährdung durch eine gehackte Kühltruhe.

Idiotensicherheit können sie per nationaler Gesetzgebung nicht vorschreiben. Wenn sie sich eine Vier-Personen-Badewanne mit eigenem Facebook-Livestream zulegen, können sie nicht vom Gesetzgeber verlangen derartigen Schwachsinn gegen alle möglichen und unmöglichen Gefahren gesetzlich abzusichern.

Es gibt schließlich auch kein Gesetz gegen das Nichtabschalten von Bügeleisen, das Rauchen im Bett oder das Löschen von brennendem Fett unter fließendem Wasser.

Natürliche Auslese funktioniert...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
09er 12.08.2014, 21:56
3. Braucht kein Mensch

Erst wenn der letzte Kühlschrank gehackt wurde, werden wir feststellen, das das reale Leben ohne diesen ganzen unnützen Technoplunder einfach einfacher und genießenswerter ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axel1961 12.08.2014, 22:06
4. für irgendwas...

... muss der neue IPv6-Standard ja gut sein. Schließlich will ja jedes Teil wohl auch seine eigene Netzwerkadresse... :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000594607 12.08.2014, 22:53
5.

Zitat von web-physio
Es gibt einen Wunsch, den ich im stillen hege. Einen Wunsch, der sich nie erfüllen wird. Ich würde gerne einmal mit einem 'Hacker', mit einer Person, welche unerlaubt Zugriff auf meine Daten nimmt, meinen Rechner verseucht oder diesen zu seinem Nutzen aus der Ferne zweckentfremdet nur eine winzige Stunde in einem abgeschlossenen Raum verbringen. Nur ein kleines, unspektakuläres Stündchen und nur wir zwei. Aber ... es ist wie im richtigen Leben ... es ist und bleibt ein Wunschtraum. Schade!
homo

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zwibak 12.08.2014, 22:57
6.

An der schwach gesicherten Software sind nicht "unerfahrene Firmen" schuld sondern Entwickler für Software für die Steuer- und Leittechnik (Scada). Die stecken sicherheitstechnisch noch in der Steinzeit, so auf dem Niveau der späten siebziger Jahre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M.Michel 13.08.2014, 01:33
7.

Zitat von web-physio
Es gibt einen Wunsch, den ich im stillen hege. Einen Wunsch, der sich nie erfüllen wird. Ich würde gerne einmal mit einem 'Hacker', mit einer Person, welche unerlaubt Zugriff auf meine Daten nimmt, meinen Rechner verseucht oder diesen zu seinem Nutzen aus der Ferne zweckentfremdet nur eine winzige Stunde in einem abgeschlossenen Raum verbringen. Nur ein kleines, unspektakuläres Stündchen und nur wir zwei. Aber ... es ist wie im richtigen Leben ... es ist und bleibt ein Wunschtraum. Schade!
Sollte ich mal auf Hacker umschulen, so wären Sie dann für mich die ideale Zielperson. Sie haben offensichtlich nichts, aber auch gar nichts verstanden.

P.S. Und Ihre Gewaltphantasien leben Sie am besten weiterhin virtuell aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nick115 13.08.2014, 06:24
8. wer´s braucht?

Solange es möglich ist, werden nur "nicht-vernetzte" Geräte mein Haus betreten. Wenn die 4 Großen des Energiekartells meinen, Ökostrom ist Mist, weil man den nur schwer (also teuer) speichern kann, ist das nicht mein Problem. Wer Jahre bzw. Jahrzehntelang die Taschen so voll gemacht hat, dass nichts mehr rein passte (mit Kernkraft und Kohle), darf jetzt die Dividenden streichen und Akkuparks oder Pumpspeicherwerke bauen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 13.08.2014, 08:00
9. Ordnung kommt schon noch

Wir stehen halt am Anfang einer Technologie. Als das Auto neu war gab es auch noch keine Regeln dafür, jetzt schon.
Einziges Problem: Die Informationstechnologie entwickelt sich wesentlich schneller. Zu schnell für uns. Wir kommen einfach nicht nach mit der korrekten Regulierung. Darin sehe ich eine Gefahr.
Naja spätestens, wenn sich Böswillige sämtlicher Kühlgeräte eines Landes bemächtigen und durch Ausfallen-lassen einen Nahrungsengpass bewirken, wird man umdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3