Forum: Netzwelt
Haftung bei Links: Urteil aus Hamburg sorgt für Entsetzen im Netz
DPA

Der Betreiber einer Website verlinkt auf ein Bild mit falschem Lizenzhinweis - nun soll er für den Urheberrechtsverstoß haften. Internet-Aktivisten sind empört.

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tpk 09.12.2016, 16:25
2. Das ist ja völliger Irrsinn

Da müsste man ja jede Seite, auf die man verlinkt, ständig überprüfen, Bilder kann man schließlich tauschen. Und mal eben schnell erkennen, ob ein Bild die korrekte Lizenz hat, wie soll das bitte gehen? ... Bitte unbedingt weiterklagen, ich unterstütze das auch.

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Georg_Alexander 09.12.2016, 16:26
3. Abmahngebühren für solche 'Verbrechen'

gesetzlich auf 1 Euro fixieren - und Ruhe ist!
Das sollte auch für Tausende ähnlicher Bagatellen so geregelt werden:
Das Abmahnunwesen hat ein Ende!

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twistie-at 09.12.2016, 16:27
4. Absurde Idee

nun, nehmen wir also an, ich verlinke auf Spiegel Online weil ich diesen Webauftritt für wichtig halte und SpOn hat es aber versäumt, für ein verwandtes Bild die Rechte einzuholen, hat sie selbst falsch eingeschätzt weil z.B. ein Bild unter einer CC-Lizenz steht, aber in Wirklichkeit das Urheberrecht ganz woanders liegt usw, dann hafte ich, so mein Blog auch auf ein paar Kröten nebenher ausgerichtet ist, also auch dafür mit.

Das würde bedeuten, dass ich bei allen verlinkten Inhalten einer Seite 100%ig sicher bin, dass es nirgends zu einer Urheberrechtsverletzung kommen kann bzw. gekommen ist, wenn dies noch mehrschichtig geht, dann könnte es z.B. sein, dass SpOn auf ei YouTube-Video verlinkt, bei dem es zu einer Urheberrechtsverletzung kommt, somit dann also mithaftet, während ich auch mithafte - wie weit soll das gehen und wie soll die komplette Kette auch einwandfrei gewährleistet werden, z.B. wenn es um Videos oder auch Texte oder Bilder geht?

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Putin-Troll 09.12.2016, 16:34
5. Irrsinn³

Keine Ahnung auf welchem Planeten die Richter leben, die Erde kann es aber offensichtlich nicht sein...

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j1958 09.12.2016, 16:38
6. Eine Krähe....

Es ist schon ein Graus mit der Internet-Rechtssprechung in Deutschland. Ich kann nur vermuten, dass die Herren Richter sich um die Beschäftigung ihrer Anwaltskollegen sorgen und ihnen reichliche Pfründe servieren, in denen sie sich herumtreiben können.
Aus dem Grund werde ich auch niemals mein WiFi Netz offen schalten. Da mag der Gesetzgeber beschliessen dass man nicht dafür haftet, aber irgendwo findet ein Winkeladvokat genau solche Winkel, ein Gschpusi-
Richter liefert das passende Urteil dazu und man ist ein paar tausend Euro los. Wenn Deutschland in puncto
Internet hinter Bulgarien rangieren möchte dann ist das eben so. Für Kleinbetriebe entwickelt sich das Internet zu einer existentiellen Gefahr. Auch so wird Wettbewerb ausgeschaltet, den die großen Konzerne können sich
selbst Rechtsabteilungen leisten. Der kleine Blumenhändler aber, der einen Blumenstrauss auf seiner Webseite
abbildet begibt sich in ein Minenfeld.

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fisschfreund 09.12.2016, 16:38
7.

seit jahren gefordert, immer wieder von lobbyisten erfolgreich verhindert: die erste abmahnung muss kostenfrei sein und schon mahnt niemand von diesen drittklassigen möchtegern-juristen mehr ab.

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larry_lustig 09.12.2016, 16:40
8. LG Hamburg mal wieder

Das Gericht ist in der Vergangenheit ja schon mehrfach durch "kreative" Rechtsauslegung zu Gunsten der Content-Mafia aufgefallen.

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Mehrleser 09.12.2016, 16:41
9.

Jede Aufregung ist überflüssig. Ein Beschluss im Eilverfahren, der hoffentlich in der nächsten Runde gekippt wird. Nicht das erste Mal, besonders wenn es vor dem LG Hamburg um "Internet" geht.

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