Forum: Netzwelt
Hamburgs Datenschützer Caspar: Dieser Mann legt sich mit Google und Facebook an
Miguel Ferraz

Datenschützer Johannes Caspar versucht seit Jahren hartnäckig, die Daten der Deutschen vor Facebook und Google zu schützen. Jetzt verkompliziert die neue Datenschutz-Grundverordnung alles. Was treibt ihn an?

Seite 2 von 2
ulrics 28.10.2018, 06:08
10. Datenschutzversager Duisburg

Es gibt ja nicht nur die offiziellen Datenschützer, sondern auch jene die ehrenamtlich mit privaten Mitteln den Datenschutz unterstützen. In Duisburg etwa musste ich erst einen Anwalt nehmen, bevor die Stadt Duisburg personenbezogene Daten aus dem Internet nahm. Ist aber nicht die einzige Stelle an welcher der Datenschutz in Duisburg schlecht ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keinblattvormmund 28.10.2018, 07:43
11. Die Welt dreht sich aber nicht ausschließlich um SIE

Zitat von Hundefuerst
Diese Behörde ist überflüssig und gehört eingespart. Ich habe weder mit GOOGLE noch mit FACEBOOK irgendein Problem.
Was bewegt Sie eigentlich dazu, dass Sie meinen Gesetze würde nur für Sie gemacht? Wenn Sie kein Problem damit haben, Ihre persönlichen Daten weiter zu geben: Okay. Aber es gibt viele andere, die das eben nicht wollen. Und zum Schutz derer gibt es die DSGVO und die enstprechende Aufsichtsbehörde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SubjektiverRealist 28.10.2018, 08:04
12.

Zitat von Hundefuerst
Diese Behörde ist überflüssig und gehört eingespart. Ich habe weder mit GOOGLE noch mit FACEBOOK irgendein Problem. Nachdem deren Dienste monetär unentgeltlich sind müssen sie sich über Werbung finanzieren. Personalisierte Werbung ist auch dem User nützlich. Die Alternative dazu, ist, dass die Dienste kostenpflichtig werden, was all jene ausgrenzt, die es sich nicht leisten können. Wer an Paranoia leidet, der möge sich doch bitte aus dem Internet-Zeitalter verabschieden und Mobiltelefone meiden. Aber bitte nicht meinen, er müsse die Daten der Anderen schützen. Keiner hat die Wichtigtuer darum gebeten. Die DSGVO ist ein Unfug der Superlative. Meine pflegebedürftige Mutter musste eine Datenschutzeinwilligung unterkritzeln, damit wir Angehörige ihr weiterhin vom Arzt die Rezepte für Medikamente holen dürfen. Ostasien, Amerika, Russland haben Kreativität. Wir Europäer haben die DSGVO, die jede Kreativität lähmt.
Schön für Sie, dass die Weitergabe ihrer Daten sie nicht stört. Wenn es blöd kommt, dann werden sie evtl nicht mehr in den Genuss einer anständigen Pflege wie ihre Mutter kommen. Wenn ihre Daten frei handelbar sind, Runtastic ihre Puls und Herzfrequenz an Versicherungsunternehmen verkauft und diese dann daraus eine 70% Anfälligkeit für einen Schlaganfall berechnen, dann wird es schweirig oder teuer mit einer Pflegeversicherung. Aber was interessiert mich schon die Zukunft...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
5bbbbb 01.11.2018, 16:58
13. DANKE nach Hamburg

Hab beruflich 5 Jahre mit der Programmierung eines Datenmodells verbracht. Wer heute noch sage "Ich habe nichts zu verbergen" oder gar "andere tun es auch", dem ist nicht mehr zu helfen. Der Masse fehlt einfach die Weitsicht und Intelligenz um das Ausmaß des eigenen Handels einschätzen zu können.
Datenschutz ist ein hohes Gut und sollte - auch gesetzilch - viel stärker geschützt werden. Ich habe den gut bezahlten Job schließlich an den Nagel gehängt weil ich es nicht mehr mit dem Gewissen vereinbaren konnte. Kann nur jedem empfehlen, auf Whatsapp und Google zu verzichten. Es gibt bessere Alternativen und gute Gründe für selbige.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
richard.ervins 01.11.2018, 18:56
14. Datenschutz.

Meine Daten muss ich zuerst einmal selbst schützen. Der Beitrag, die Kommentare und die Beispiele zeigen, dass Behörden, Datenschützer und selbst Fachleute der Eu damit überfordert sind. Ergo brauche ich das nötige Hintergrundwissen. Das wiederum sollte mir über viele Kanäle zur Verfügung stehen - sonst habe ich ja keine Chance meine Daten zu schützen. Bei so einem wichtigen Thema sollte es also von staatlicher Seite online, im Schulunterricht und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Informationen geben. Letzteres hat ja sogar den expliziten Auftrag dafür. Und wie sieht es tatsächlich aus und warum kümmert sich kein von mir gewählter Politiker darum?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marelro 01.11.2018, 19:08
15. Nehmen wir doch nur einmal diese Seite...

Um hier einen Beitrag zu schreiben, habe ich mich registriert.
Dafür natürlich erst die zu bestätigende Datenschutzerklärung gelesen. Es gibt ein Opt-Out zum Tracking, das man (u. a.) auf folgender Seite vornehmen kann.: https://spiegel.media/technik/trackingrichtlinienneu
Manchmal reicht da ein Klick, manchmal ist es aber auch schwieriger. Mittlerweile habe ich bereits mehrere Firmen angeschrieben, weil irgendetwas nicht so einfach funktioniert hat, 1x auf Französisch, weil die Webseite, auf die ich gelangt bin, auf französisch war.
Ich bin erst bei Buchstabe M der Firmenliste angekommen (es sind so ca. 55 Firmen, sorry für ca.; das Zählen beim Scrollen ist etwas schwierig).
Hinzu kommt, dass diese Aktion das Tracking nur in dem gerade genutzten Browser verhindert und das auch nur auf bestimmte Zeit (6 Monate z. B. oder 5 Jahre).
Nicht, dass wir uns missverstehen: Ich bin selbst auf dem Gebiet der Werbung tätig und halte Werbung für unverzichtbar für eine gesunde Wirtschaft. Manche der Regulierungen empfinde ich heute schon als zu einengend.
Aber nach dieser konkreten Erfahrung würde ich schon sagen, dass eine EU-Privacy-Richtlinie Sinn machen wird...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2