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Handy-Nutzungsdaten: Mobilfunkanbieter widersprechen Speichervorwüfen

Ihre Speicherpraxis sei völlig legitim, erklären Handynetzbetreiber. Ihnen war in Zeitungsberichten vorgeworfen worden, sie würden gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verstoßen, zu viele Daten zu lange speichern. Die Anbieter hingegen sehen sich im Recht.

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Querspass 07.09.2011, 13:28
1. Karten

Speichern die dann also nur Daten, die zur Rechnungslegung und die daraus evtl. für Reklamationen nötig sind, wie e-plus z.B. angibt? Das dürfte dann aber nicht für Karten-Handys nötig sein. Diese Verbindungsdaten werden nicht gespeichert?

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cabrioheinz 07.09.2011, 13:34
2. gegen Titelzwang

Hier kann jeder nachlesen, welcher Anbieter was wie lange speichert.


http://wiki.vorratsdatenspeicherung....ung&setlang=mo
Wenn der eigene Anbieter speichert, kann man ja kündigen und wechseln. Haben bisher aber wohl viel zu wenig Nutzer gemacht, sonst wären es sicher nicht nur sooo wenige Netzbetreiber, die nict speichern. Aber irgendwann werden sich die Uhls, Pifelwütz' und Bosbachs mit ihrer Speicherwut doch durchsetzen dann kommt die gesetzliche Speicherpflicht.

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kikolo 07.09.2011, 13:37
3. unkontrolliert

einfach bei O2 simkarte holen oder fonic lidl ...O2 haelt sich an die gesetze ....die anderen machen einfach was sie wollen ...kontrolliert ja keiner ...

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sülzer 07.09.2011, 13:53
4. .

Zitat von sysop
Ihre Speicherpraxis sei völlig legitim, erklären Handynetzbetreiber. Ihnen war in Zeitungsberichten vorgeworfen worden, sie würden gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verstoßen, zu viele Daten zu lange speichern. Die Anbieter hingegen sehen sich im Recht.
So so, man benötigt zu Abrechnungszwecken also auch Informationen über den Handy-Standort, wer mit wem telefoniert hat und die IMEI-Nummer des Gerätes? Das sollten die Anbieter mal genauer erläutern.

Zitat von netzpolitik.org
Tatsächlich aber protokollieren Telekommunikationsanbieter bis zu sechs Monate lang, von wem ihre Kunden angerufen wurden, obwohl die Anrufannahme in aller Regel nicht kostenpflichtig ist (BT: 180 Tage lang, Hansenet: 180 Tage, Vodafone/Arcor: 92 Tage, E-Plus: 90 Tage, T-Mobile: 30 Tage, Telefónica o2: 30 Tage, Vodafone D2: 7 Tage, Deutsche Telekom: keine Speicherung), so der als “Verschlusssache” eingestufte “Leitfaden” der Generalstaatsanwaltschaft. Zudem zeichnen die Mobilfunk-Netzbetreiber illegal die Position aller Handynutzer auf: Bis zu sechs Monate lang speichern sie, in welcher Funkzelle in Deutschland welcher Nutzer mit seinem Handy angerufen hat, angerufen wurde, SMS versandt oder empfangen hat (Telefónica o2: 7-182 Tage, E-Plus: 90 Tage, T-Mobile: 30 Tage, Vodafone D2: 7-30 Tage). Auch welches Handy oder Smartphone man nutzt (IMEI-Nummer), wird teilweise gespeichert. Nur bei Prepaidkarten werden dem Dokument zufolge “bis auf wenige Ausnahmen keine Verkehrsdaten gespeichert”.
http://netzpolitik.org/2011/vorratsd...g-fortgefuhrt/

Für mich klingt das eher nach vorauseilendem Gehorsam, in der Annahme, dass die VDS so oder so wiederkommen wird. Rückendeckung ist ihnen von einigen Politikern sicher gewiss.

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braintainment 07.09.2011, 14:00
5. Dr.

Ach ja, im Zweifel immer davon ausgehen, dass alles gespeichert wird, was nicht niet und nagelfest ist.
Mit welchen Sanktionen haben die Anbieter denn zu rechnen... gähn? Und klar, der Staat ist natürlich VEHEMENT daran interessiert, dass keine Daten, beispielsweise zur Terrorbekämpfung, verfügbar sind. Auch das spricht bereits dafür, dass Sanktionen - selbst wenn sie möglich wären - politisch überhaupt nicht gewollt sind.

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bartdude 07.09.2011, 14:06
6. O2 ist auch nicht besser

Zitat von kikolo
einfach bei O2 simkarte holen oder fonic lidl ...O2 haelt sich an die gesetze ....die anderen machen einfach was sie wollen ...kontrolliert ja keiner ...
Ja nee, is klar. Speicherfristen bei Telefonica/O2 je nach Art der Daten: zwischen 7 und 182 Tagen. Siehe http://www.vorratsdatenspeicherung.d...d,147/lang,de/

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sabaro4711 07.09.2011, 14:45
7.

Gleich mal vorweg: Ich bin auch gegen die Datensammelwut diverser Unternehmen, besonders bei standortbezogenen Daten.
Andererseits kenn ich auch aus eigener beruflicher Erfahrung genug Leute, die den Mitarbeiter an der Servicehotline als unfähig und Abzocker beschimpfen, wenn sie eine Rechnungskopie von 2010 für die Steuereklärung brauchen oder ein Telefonat von anno dunnemals reklamieren und der Mitarbeiter antwortet "sorry, die Verbindung kann ich nicht mehr nachvollziehen, die Daten wurden bereits gelöscht".

Ist halt nur die andere Seite der Medaille

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M@ESW 07.09.2011, 14:49
8. _

Zitat von sülzer
So so, man benötigt zu Abrechnungszwecken also auch Informationen über den Handy-Standort, wer mit wem telefoniert hat und die IMEI-Nummer des Gerätes? Das sollten die Anbieter mal genauer erläutern.
Wie sollen Abrechnungsstreitigkeiten sonst geklärt werden wenn nicht mehr bekannt ist von wo aus welche Nummer angerufen wurde?

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titeroy 07.09.2011, 14:56
9. tit for tat

Wenn sich die Anbieter nicht an die Gesetze halten, fuehle ich mich auch nicht verpflichtet, denen gegenueber meine wahre Identitaet presizugeben.

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