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Handy-Nutzungsdaten: Mobilfunkanbieter widersprechen Speichervorwüfen

Ihre Speicherpraxis sei völlig legitim, erklären Handynetzbetreiber. Ihnen war in Zeitungsberichten vorgeworfen worden, sie würden gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verstoßen, zu viele Daten zu lange speichern. Die Anbieter hingegen sehen sich im Recht.

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Hungersson 07.09.2011, 15:13
10. Rasterfahndung ?!

Zitat von M@ESW
Wie sollen Abrechnungsstreitigkeiten sonst geklärt werden wenn nicht mehr bekannt ist von wo aus welche Nummer angerufen wurde?
Für Rechnungstreitigkeiten ist es völlig irrelevant, von wo angerufen wurde. Ebenfalls sind eingehende Anrufe komplett irrelevant.
Wozu das führt hat man ja in Dresden gesehen, wo Bewegungsprofile von zigtausend Telefonierern
erstellt wurden.

Ich dachte dies sei nur auf richterliche Anordnung, bei begründetem Tatverdacht gegen eine einzelne Person möglich.
Was die Provider hier gemeinsam mit den Behörden abziehen erinnert mich ganz stark an die rasterfahndung der 70er.
nun glaubt O2 würde nichts speichern und herausgeben,
der irrt sich gewaltig. Auch O2 hat ein interesse das kundenverhalten zu erforschen. Und sind die daten erst einmal gespeichert, werden Sie auf Anfrage auch herausgegeben. Da macht O2 sicher keine Ausnahme.

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Midnightman 07.09.2011, 16:59
11. Flucht nach vorn

Zitat von sysop
Ihre Speicherpraxis sei völlig legitim, erklären Handynetzbetreiber.
Wenn man schon mit dem Gesetz in Konflikt kommt, gibt es immer noch die altbewährte Methode: Angriff ist die beste Verteidigung.
Was diese Herren der Schöpfung da proklamieren ist doch nichts anderes, als zu sagen: Ihr macht die Gesetze, aber wie sie auszulegen sind bestimmen immer noch WIR ! Den Segen von oben haben sie in dem Fall wohl auch.

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leipz1ger 08.09.2011, 05:38
12. Hungersson hat keine Ahnung

Ich habe kein Problem damit, wenn das 180 Tage gespeichert wird. Problematisch finden das wohl nur Verbrecher und Terroristen, denen im Einzelfall nachgewiesen werden könnte, daß sie sich in Tatortnähe aufgehalten haben.

Zitat von Hungersson
Ich dachte dies sei nur auf richterliche Anordnung, bei begründetem Tatverdacht gegen eine einzelne Person möglich. Was die Provider hier gemeinsam mit den Behörden abziehen erinnert mich ganz stark an die rasterfahndung der 70er.
Blödsinniger Quark, was hier abgesondert wird.

Erstens, die Speicherung von Verkehrsdaten und die Weitergabe sind zwei Paar Schuhe.

Zweitens, die Speicherung und die Auswertung von Daten sind zwei Paar Schuhe.

Drittens, die Herausgabe von Daten geht nur per richterlichem Beschluß (Begründung// begründeter Verdacht, Anhaltspunkte etc.).

Und viertens:
Behörden "ziehen hier nichts ab", denn Mobilfunkanbieter sind keine Behörden.

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M@ESW 08.09.2011, 23:54
13. _

Zitat von Hungersson
Für Rechnungstreitigkeiten ist es völlig irrelevant, von wo angerufen wurde. Ebenfalls sind eingehende Anrufe komplett irrelevant.
Solange bis um die Benutzung eines ausländisches Netzes gestritten wird. Dann ist es sehr wohl relevant möglichst genau zu wissen von wo der Anruf getätigt wurde

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