Forum: Netzwelt
Hass auf Frauen im Netz: Mit Liebe gegen den Mob
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Sie drohen mit Vergewaltigung und lassen sich durch Melde-Systeme nicht abschütteln: Im Netz kämpft ein oft gut organisierter Mob gegen Frauen. Die erproben neue Methoden der Gegenwehr.

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helisara 03.05.2016, 13:40
90. Welches Frauenwahlrecht soll es denn sein?

Zitat von chrima
Statt diffamierende Gegenfragen zu stellen sollten Sie sich einfach mal ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzen: Wem Textverständnis nicht nur ein Begriff unter vielen ist, der liest daraus, dass auch den allermeisten Männern hier zum ersten Male das freie und allgemeine Wahlrecht zugestanden wurde. Das Frauenwahlrechgt in Deutschland ist nicht wie die feministische Legende gern erklärt von Frauen gegen Männer erstritten worden, sondern Ergebnis der durch Matrosenaufstände ausgelösten Novemberrevolution 1918/19, wurde also mithin überwiegend von Männern unter Einsatz ihres Lebens zusammen mit dem allgemeinen Wahlrecht erkämpft.
DAS Frauenwahlrecht gibt es nicht. Es gibt verschiedene Länder (sollten Sie mitbekommen haben) und in vielen Ländern, z.B. auch den USA, wurde das Frauenwahlrecht tatsächlich von Frauen erkämpft. Die Schweiz bekam das Frauenwahlrecht sogar noch später und in Saudi-Arabien sind Frauen erst vor kurzem dabei. Der Matrosenaufstand war nur ein Faktor der zur Novemberrevolution führte, es waren noch einige andere nötig, um aus einem Matrosenaufstand eine Revolution zu machen, auch Frauen (der Unterschied zwischen Ursache und Auslöser sollte bekannt sein) und bei allen Revolutionen haben auch Frauen bei Barrikadenkämpfen mitgemischt.

Schon interessant, da meine Gegenfragen sind diffamierend, aber die diffamierenden Aussagen eines anderen Foristen, der es nicht einmal für nötig hält, die Grundlagen der Höflichkeit einzuhalten, es nicht sein sollen.

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bttfuture 03.05.2016, 13:59
91.

Das kann einfach nicht ernst gemeint sein. Eine Frau soll das Kind austragen müssen, weil ein Mann es will? Einfach unfassbar. Stellen Sie sich mal vor, ein Mensch wächst in Ihnen, den sie nicht möchten. Bei einer Schwangerschaft und vor allem der Geburt wird nicht einfach nur der Bauch größer. Die Frau kann sterben, inkontinent werden, sich die Seele aus dem Leib kotzen, hässliche Brüste bekommen und vieles mehr. Wo bitte kann man da von gleiches "Recht" für alle sprechen? Aber mit Leuten wie Ihnen kann man eh nicht diskutieren...

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Crom 03.05.2016, 14:02
92.

Zitat von hemithea
Die Frage ist einfach, wie man das Mitspracherecht sich vorstellt. Frau will abtreiben, Mann will das Kind. Was macht man dann? Die Frau zur Geburt zwingen, dann das Kind dem Mann geben und die Frau ist frei? Eine Schwangerschaft ist, zwar meist nichts Gefährliches, aber auch kein Zuckerschlecken, was man lockerleicht 9 Monate durchzieht. Frau will das Kind, Mann will, dass die Frau abtreibt. Was tut man in so einem Fall? Frau soll dann dem Mann zu liebe abtreiben oder wenn nicht, soll der Mann dazu gezwungen, das Kind zu akzeptieren? Wie will man diese Streitpunkte lösen?
Wenn die Frau das Kind will, kommt's auf die Welt oder fordern Sie Zwangsabtreibungen?

Warum soll's dann andersherum auch nicht funktionieren? Wenn der Mann will, sollte dann auch das Kind zur Welt kommen. Warum sollte das Wort einer Frau mehr wiegen als das des Mannes? Klingt irgendwie nicht nach Gleichberechtigung.

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chrima 03.05.2016, 14:03
93.

Zitat von kugelsicher
Dieses ganze Anti-Feminismus Gerede, oft mit dem Duktus als ob es um "Hexen" gehen würde, ist doch nur noch daneben. Wobitte bedrohen Frauenrechte denn auch nur irgendetwas in diesem Land?
Die BRD ist mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilt worden.
Im Bereich Familienrecht. Es ging jedesmal um die Bevorzugung von Frauen. Auf Kosten der Kinder und Väter.

Wenn durch Feministinnen so getan wird als wäre Gewalt ein ausschließlich männliches Problem, dann leiden die Opfer weiblicher Gewalt.
Deutlich wird dies im Bereich häusliche Gewalt: Obwohl in diesem Bereich Gewalt ziemlich gleichverteilt von Männern und Frauen begangen wird, wird das Problem ausschließlich als ein Problem verursacht durch männliche Täter dargestellt und wahrgenommen.
Auf der Strecke bleiben die Opfer weiblicher häuslicher Gewalt: Die Kinder und die betroffenen Männer.
Durch bewusste feministische Falschdarstellung (Frau als Täterin geht ja mal gar nicht!) gibt es für diese Opfer keine Hilfe:
Kleiner Einstieg zum Thema

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mintyapple 03.05.2016, 14:04
94.

Zitat von Crom
Würde es weniger Gewalt an Männern geben, die Gesellschaft also allgemein weniger gewalttätig werden, so würde auch die Gewalt an Frauen abnehmen.
Dann würden Sie im Umkehrschluss also auch sagen, wenn es weniger Gewalt gegen Frauen gäbe, würde auch die Gewalt gegen Männer abnehmen?

Und was das große Ganze betrifft, das halte ich für vergebliche Liebesmüh. Für eine effektive Gewaltprävention müssen Sie die Motivation der Tätergruppe kennen, sonst können Sie zwar irgendwelche Maßnahmen einleiten, die werden aber nichts fruchten, weil sie nicht da ansetzen, wo eben diese spezifische Form der Gewalt entsteht. Und die Motivation einen Typen zusammenzuschlagen, weil der einen angerempelt hat, ist nun mal eine andere, als die eine Frau sexuell zu belästigen.

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chrima 03.05.2016, 14:08
95.

Zitat von bttfuture
Das kann einfach nicht ernst gemeint sein. Eine Frau soll das Kind austragen müssen, weil ein Mann es will?
Nein, weil sie am Akt der Zeugung willentlich teilgenommen hat.
Wie schon gesagt: Jedem "unfreiwilligem" Vater schallt es entgegen:
"Wer pimpern kann muss auch mit den Folgen leben!"

Gilt das nur für Männer?
Sind Frauen nicht in der Lage für ihre Handlungen die Verantwortung zu übernehmen?

Beide Haltungen sind ziemlich sexitisch.

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Crom 03.05.2016, 14:10
96.

Zitat von bttfuture
Das kann einfach nicht ernst gemeint sein. Eine Frau soll das Kind austragen müssen, weil ein Mann es will? Einfach unfassbar. Stellen Sie sich mal vor, ein Mensch wächst in Ihnen, den sie nicht möchten. Bei einer Schwangerschaft und vor allem der Geburt wird nicht einfach nur der Bauch größer. Die Frau kann sterben, inkontinent werden, sich die Seele aus dem Leib kotzen, hässliche Brüste bekommen und vieles mehr. Wo bitte kann man da von gleiches "Recht" für alle sprechen? Aber mit Leuten wie Ihnen kann man eh nicht diskutieren...
Ein Mann soll Unterhalt zahlen, weil eine Frau das so will? Einfach unfassbar. Stellen Sie sich vor, da wächst ein Mensch, den sie nicht wollen und sie sollen dafür auch noch zahlen! Menschen mit geringeren Geldmitteln werden häufiger krank und sterben eher. Wissen Sie also, was Unterhaltszahlungen anrichten können? Wo bitte kann man da von gleiches "Recht" für alle sprechen? Aber mit Leuten wie Ihnen kann man sowieso nicht diskutieren!

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hemithea 03.05.2016, 14:18
97.

Zitat von chrima
Nein, weil sie am Akt der Zeugung willentlich teilgenommen hat. Wie schon gesagt: Jedem "unfreiwilligem" Vater schallt es entgegen: "Wer pimpern kann muss auch mit den Folgen leben!" Gilt das nur für Männer? Sind Frauen nicht in der Lage für ihre Handlungen die Verantwortung zu übernehmen? Beide Haltungen sind ziemlich sexitisch.
Mir erscheint der Eingriff in den Körper, ob nun Schwangerschaft oder Abtreibung, doch um Welten schwerwiegender, als der Eingriff in die Geldtasche....

Auch wenn ich Frauen, die mit ihrer Sexualität und Kindern manipulieren, nicht verstehe O.o

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mintyapple 03.05.2016, 14:19
98.

Zitat von chrima
Wo ist das Problem? Fall 1) Mann will Kind, Frau nicht: Kind wird ausgetragen, dem Mann werden alle Pflichten aufgetragen, die Frau erhält Rechte wie Umgangsrecht. Schwangerschaft ist kein Zuckerschlecken. Unterhaltspflichten auch nicht. Wird heutzutage auch kein Mann gefragt, ob es ihm passt, wenn das Kind geboren wird. "Wer pimpern kann, muss auch zu den Folgen stehen können" ist die Standardantwort an sich beklagende Männer. Warum nicht die gleiche Antwort völlig gleichberechtigt auch an betroffene Frauen? Fall 2) Mann will Kind nicht, Frau ja: Kind wird ausgetragen, der Frau werden alle Pflichten auferlegt, der Mann erhält Rechte wie Umgangsrecht. Ooops, zu viel "Gleich"berechtigung?
Ähm, ... nein.

Keine Frau wird hier gezwungen, ein Kind auszutragen, das sie nicht will, weil ein Mann das so bestimmt hat. Solche Zustände hatten wir jahrhundertelang und dahin müssen wir wirklich nicht zurück.

Und falls jetzt die Frage kommt, warum Männer nicht "abtreiben" dürfen, aber Frauen schon: weil erstere sich reihenweise aus der Verantwortung stehlen würden, ohne einen weiteren Gedanken an das Kind oder die Mutter zu verschwenden. Es gibt genug Negativbeispiele für dieses Verhalten, das u.a. dafür sorgt, dass dann die Allgemeinheit dafür aufkommen muss, dass er kein Kondom tragen wollte.

Vielleicht kommen manche Männer sich deswegen nun entsetzlich benachteiligt vor, aber was sie dabei oft vergessen: Frauen zahlen einen Preis dafür, dass sie die Entscheidung tragen. Die werden nicht gefragt, ob sie für die Reproduktion ihrer Gene Schwangerschaft und Geburt in Kauf nehmen wollen. Die müssen sich einfach damit auseinandersetzen, während es für den Partner mit einem einzigen Samenerguss getan ist.

Ich halte übrigens viel davon, unerwartet werdende Väter zur Schwangerenkonfliktberatung hinzuzubitten – wenn die werdende Mutter das möchte. Auf die Weise könnten Männer, die mit dem Gedanken spielen, die Sache auszusitzen und einfach nur Kindesunterhalt zu zahlen, zur Räson gebracht werden, damit sie sich ihrer wahren Verantwortung stellen. Die allermeisten Mütter tun es ja auch.

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chrima 03.05.2016, 14:20
99.

Zitat von bttfuture
Das kann einfach nicht ernst gemeint sein. Eine Frau soll das Kind austragen müssen, weil ein Mann es will?
Nein, weil sie willentlich am Akt der Zeugung teilnahm.

Wie schon geschrieben: Jedem "unfreiwilligem" Vater schallt es entgegen:

"Wer pimpern kann muss für die Folgen gerade stehen".

Gilt das nur für Männer?
Halten Sie Frauen für nicht befähigt die Folgen ihrer Handlungen zu tragen?

Beide Einstellungen wären äußerst sexistisch!

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