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Hass auf Frauen im Netz: Mit Liebe gegen den Mob
DPA

Sie drohen mit Vergewaltigung und lassen sich durch Melde-Systeme nicht abschütteln: Im Netz kämpft ein oft gut organisierter Mob gegen Frauen. Die erproben neue Methoden der Gegenwehr.

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Crom 03.05.2016, 10:30
70.

Zitat von leela1977
Und natürlich sind Frauen jetzt wieder selbst schuld, wenn sie solche Kommentare kriegen. Schließlich zwingt sie ja keiner, ihre Meinung öffentlich kund zu tun. Würden Sie brav lächelnd stumm bleiben, würde ihnen ja nichts passieren. Ironie aus.
Bei Männern ist das nicht anders. Jeder der öffentlich seine Meinung äußert, muss eben auch mit Gegenwind, manchmal auch unschönen, rechnen. Das ist bei Männern so wie bei Frauen, bei Weißen so wie bei Andersfarbigen.

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Crom 03.05.2016, 10:55
71.

Zitat von shakidoo
Zu erwähnen wäre jedoch, das es meist Männer sind, die ANDEREN Männern Gewalt antun und eben NICHT Frauen. Somit ist es mehr ein internes Problem des männlichen Geschlechts.
Klar, als Mann geht's einen gleich viel besser, wenn man von einem Mann Gewalt erfährt als von einer Frau.

Fazit ist aber, dass es im Leben eines Mannes im Schnitt mehr Gewalt gibt als bei einer Frau. Aber da sind natürlich die Männer selber schuld, gell.

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bttfuture 03.05.2016, 10:58
72.

Interessant zu beobachten war auch der Fall Emma Watson als sie sich für die He for She Kampagne eingesetzt hat. Da hat es auf Seiten wie 4Chan von Hass-Kommentaren nur so gewimmelt. Aber auf derselben Seite wurden trotzdem Fotos von ihr hochgeladen, um sie als W****vorlage zu benutzen (vermutlich von denselben Männern, die ihr Vergewaltigung, Mord oder was auch immer angedroht haben). Was sagt uns so ein Verhalten jetzt? Ich denke, solche Menschen kann man einfach nicht begreifen. Zum Glück kenne ich persönlich niemanden von diesem Kaliber. Zum Artikel: Ich stelle es mir schwer vor, dass so eine Strategie tatsächlich funktioniert. Muss man mal abwarten, ob es etwas hilft.

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alles.auf.horst 03.05.2016, 10:59
73. Schon wieder Trolle!

Mir haben schon die ersten Kommentare wieder gereicht. Ich frage mal als Mann: was ist eigentlich mit euch Kerlen los? Warum müsst ihr bei Gender-Themen immer erklären, dass ihr auch Opfer sein könnt? Warum versucht ihr immer zu relativen, wenn es um verbale oder körperliche Aggression gegen Frauen geht? Wenn ich las, dass Männer nen Rollenbildproblem mit sich selbst hätten, musste ich immer lachen - heute glaube ich langsam, dass da echt was dran ist. Rumweinen, Opferrolle annehmen ect. Und dass wir das körperlich stärkere Geschlecht sind scheint euch auch entgangen zu sein. Bei Männern schreiben Trolle "H...nsohn", "aufs Maul" ect. Wenn Frauen gedroht wir, dann steht da "ich weiß wo die wohnt", "die sollte mal lieber vorsichtig sein, wenn sie abends auf die Straße geht" ect. Unter der Betrachtung des Aspekts der körperlichern Unterlegenheit sollte jedem der qualitätive Unterschied solcher Drohungen auffallen. Zumindest jedem halbwegs klar denkendem Menschen. Ich kann auch diesen ganzen extrem Gender Murks nicht ab. Aber jemandem, im Speziellen den am ehesten Wehrlosen, wegen sowas zu drohen, ist unglaublich armselig. Übertroffen wird das nurnoch von denjenigen, die solche Verbalattacken auch noch herunterspielen und auf die armen Opfermänner verweisen. Ich schäme mich teilweise für meine Geschlechtsgenossen.

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mintyapple 03.05.2016, 11:06
74.

Zitat von thecali
Ganz klasse... Männer sind also "die privilegierte Gruppe". Woran machen sie das fest? An den durchschnittlich höheren Einkommen der Männer? Daran das sie eher in Vorstandsposten anzutreffen sind? Oder daran das Männer den überproportionalen Anteil an Obdachloßen stellen, früher sterben, eher Selbstmord begehen, etc... Kommt halt immer auf den Betrachtugnswinkel und den eigenen Willen zum Verallgemeinern an. Richtig gelungen finde ich wie sie die Situation von westlichen Frauen mit der von Kriegsflüchtlingen vergleichen. Das ist wirklich peinlich.
Sie verstehen nicht, was Aurora mit ihrem Beitrag bezweckt. Nicht Frauen und Kriegsflüchtlinge werden in dem Beitrag gleichgesetzt, sondern es werden Parallelen aufgezeigt zwischen den psychologischen Prozessen von Individuen, wenn sie mit der Benachteiligung anderer konfrontiert werden.

Jetzt kapiert? Das war ein Versuch, Ihnen zu signalisieren, dass Sie mit solchen Verhaltensweisen nicht allein sind.

Ich finde den Beitrag sehr gelungen, er sucht Verständigung anstatt nur zu kritisieren und zeigt Bereitschaft, sich in die Lage des anderen zu versetzen.

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mintyapple 03.05.2016, 11:19
75.

Zitat von Crom
Das vor Abtreibungen der Vater vielleicht auch mal mitreden sollte, fände ich allerdings nicht so schlecht, egal ober er weiß ist oder nicht.
Was heißt mitreden in diesem Fall? Soll es bei der Schwangerenkonfliktberatung verpflichtend eingeführt werden, den Vater des Kindes dazu zu holen?

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mintyapple 03.05.2016, 11:28
76.

Zitat von wanderer777
Man kann sagen, was man will, aber Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt - was man von den meisten Männern (noch) nicht unbedingt behaupten kann. Zu deutlich noch der (meist angeborene) Mangel an Empathie, zu deutlich ......
Gibt es einen nachweisbaren Unterschied in der Empathie zwischen den Geschlechtern? Und dann auch noch einen angeborenen? Davon habe ich noch nie gehört, wäre aber sehr interessiert, wenn Sie mir dazu eine Quelle nennen könnten.

Was das Verursachen von Problem betrifft, scheint mir da eine Verzerrung durch Wahrnehmung vorzuliegen: die negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen von Männern wirken sich global betrachtet stärker aus, weil Männer sich häufiger als Frauen in Entscheider- und Machtpositionen befinden.

Anders ausgedrückt: ein Psychopathin quält als dysfunktionale Mutter ihre Kinder, ein Psychopath u. U. als Diktator gleich ein ganzes Volk.

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littleworry 03.05.2016, 11:29
77. Wieder ein Beispiel für 'nix kapiert'!

Zitat von Crom
Klar, als Mann geht's einen gleich viel besser, wenn man von einem Mann Gewalt erfährt als von einer Frau. Fazit ist aber, dass es im Leben eines Mannes im Schnitt mehr Gewalt gibt als bei einer Frau. Aber da sind natürlich die Männer selber schuld, gell.
Also nochmal, für 'Dummies': Das Thema die Aktivistinnen ist Gewalt von Männern gegen Frauen, ist das so schwer zu verstehen?
Es gäbe das Thema nicht, wenn es (nur) um Drohungen von Frauen gegen Frauen ginge. Genau deshalb ist es ein Problem der Männer, wenn Männer sich gegenseitig bedrohen, weil Männer nun mal eben 'etwas gewalttätiger' sind als Frauen.
Was ist daran so schwierig??

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solitaryway 03.05.2016, 11:47
78.

Zitat von Aurora vor dem Schilf
Ich weiss, liebe Männer, es ist brutal schwer, als privilegierte Gruppe wieder und wieder zu hören, dass andere Menschen benachteiligt werden. ...... Was die Behandlung von Frauen betrifft ist jetzt aber fertig mit lustig. Wir nerven euch so lange und so intensiv, bis sich etwas grundlegend ändert!!!
Hmm, ich bin zwar vom biologischen Geschlecht her männlich, aber von Privilegierung merke ich nichts. Diese ausschnittsweise Betrachtung von Privilegierung relativiert sich für mich auch sehr schnell, wenn ich nüchtern Konzepte wie sozialer Status bzw. Schichtzugehörigkeit usw. mit einbeziehe. Nicht falsch verstehen, ich bin generell zufrieden.

Mir persönlich ist das Geschlecht im Netz wie auch im öffentlichen Leben eh egal bzw. ich nehme darauf keine gesonderte Rücksicht. Jegliche Interaktion vollzieht sich (zumindest meinerseits) in einem geschlechtslosen nüchternen Rahmen. Bei Kommentaren wie "typisch blabla" schalte ich auch auf Durchzug.

Insofern berührt es mich auch nicht, wenn manche Vertreter ihres Geschlechts meinen, sich gegenseitig "bekämpfen" zu müssen. Nur werde ich mich auch von niemanden in solche Konflikte reinziehen lassen. Erst recht nicht, wenn jemand meint, mich damit wirklich nerven zu müssen.

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Crom 03.05.2016, 11:49
79.

Zitat von littleworry
Also nochmal, für 'Dummies': Das Thema die Aktivistinnen ist Gewalt von Männern gegen Frauen, ist das so schwer zu verstehen? Es gäbe das Thema nicht, wenn es (nur) um Drohungen von Frauen gegen Frauen ginge. Genau deshalb ist es ein Problem der Männer, wenn Männer sich gegenseitig bedrohen, weil Männer nun mal eben 'etwas gewalttätiger' sind als Frauen. Was ist daran so schwierig??
Ist es denn so schwer zu verstehen, Gewalt allgemein zu bekämpfen und sich nicht nur eine Teilmenge herauszupicken, die noch nicht einmal die Mehrheit der Opfer betrifft.

Was bringt es einem Opfer vom gleichen Geschlecht bedroht zu werden statt vom anderen? Schmerzt es dann weniger oder was?

Männer sind also "etwas gewalttätiger", klingt sexistisch. Würde man schreiben Frauen sind , käme dieser Reflex jedenfalls gleich. Sexismus gegen Männer ist genau so abzulehnen, wie gegen Frauen. Gewalt gegen Männer ist genau so abzulehnen wie gegen Frauen. Beleidigungen im Netz gegen Männer sind genau so abzulehnen wie gegen Frauen.

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