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Hass auf Frauen im Netz: Mit Liebe gegen den Mob
DPA

Sie drohen mit Vergewaltigung und lassen sich durch Melde-Systeme nicht abschütteln: Im Netz kämpft ein oft gut organisierter Mob gegen Frauen. Die erproben neue Methoden der Gegenwehr.

Seite 9 von 11
chrima 03.05.2016, 11:57
80.

Zitat von wanderer777
Man kann sagen, was man will, aber Frauen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt - was man von den meisten Männern (noch) nicht unbedingt behaupten kann.
Nicht?
Na, dann nimm halt mich als Gegenbeispiel:

Anfang der 80er noch ein feministisch angehauchter Jüngling, der auch noch die letzte feministische Lüge (von Ihnen schön zusammengefasst mit "für alle globalen Probleme sind Männer verantwortlich) unhinterfragt übernommen hat, so habe ich mich inzwischen zu einem selbstbewussten Mann entwickelt, der nicht mehr jeden feministischen Quatsch (z.B. Lohndifferenzlüge, rape culture, #Aufkreisch, ...) unwidersprochen stehen lässt.

Aus meiner Perspektive wandern Sie noch sowas von in den eighies, dass ich mich frage ob Sie (noch) die Chance haben den Anschluss zu schaffen.

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chrima 03.05.2016, 12:23
81.

Zitat von helisara
Was ist die "Lüge vom Frauenwahlrecht?" Frauen sollen Ihrer Ansicht nach nicht wählen dürfen?
Statt diffamierende Gegenfragen zu stellen sollten Sie sich einfach mal ein wenig mit der Geschichte auseinandersetzen:

Zitat von
Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Weimarer Republik am 9. November 1918 ausgerufen. Am 19. Januar 1919 fand die Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung statt. Dabei gab es erstmals ein Frauenwahlrecht in Deutschland. Zugleich wurde auch das bis dahin in Preußen noch geltende „Dreiklassenwahlrecht“ abgeschafft, das die besitzenden (zum Beispiel Hausbesitzer) und einkommensstarken Bevölkerungsschichten bei der Zuteilung von Mandaten im Preußischen Landtag bis dahin bevorzugt hatte
Wem Textverständnis nicht nur ein Begriff unter vielen ist, der liest daraus, dass auch den allermeisten Männern hier zum ersten Male das freie und allgemeine Wahlrecht zugestanden wurde.

Das Frauenwahlrechgt in Deutschland ist nicht wie die feministische Legende gern erklärt von Frauen gegen Männer erstritten worden, sondern Ergebnis der durch Matrosenaufstände ausgelösten Novemberrevolution 1918/19, wurde also mithin überwiegend von Männern unter Einsatz ihres Lebens zusammen mit dem allgemeinen Wahlrecht erkämpft.

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mintyapple 03.05.2016, 12:24
82.

Zitat von Crom
Ist es denn so schwer zu verstehen, Gewalt allgemein zu bekämpfen und sich nicht nur eine Teilmenge herauszupicken, die noch nicht einmal die Mehrheit der Opfer betrifft.
Ja, vor dem Artikel, den wir gerade alle gelesen haben (?) ist das schwer zu verstehen.

Gewalt gegen Frauen durch Männer hat i. d. R. andere Ursachen und Gründe als Gewalt, die von Männern an anderen Männern verübt wird, besonders wenn es sich um sexualisierte Gewalt handelt. Um sie jeweils zu bekämpfen oder zu verhindern ist ein differenziertes Vorgehen nötig - gerade auch abhängig von der Opfer- und Tätergruppe.

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binismus 03.05.2016, 12:31
83. Hass auf Frauen im Netz: Mit Liebe gegen den Mob

Frauen wie Männer haben ein erhebliches zerebrales Problem. Dagegen hilf nur, mehr Bildung und die Erkenntnis, dass der Mensch nicht logisch denkt und handelt, sondern psychologisch.
http://www.binismus.de/html/denken.html

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hemithea 03.05.2016, 12:40
84.

Zitat von acitapple
oder hab ich das überlesen ? Warum werden die angefeindet ? Frau zu sein ist ja wohl kein ausreichender Grund. Da stand was von Sportreporterinnen. Haben sie die falschen Fragen gestellt oder sich über Publikumslieblinge lustig gemacht ?
Und die Falschen Fragen oder Publikumslieblinge sind jetzt ein Grund, diese Frauen zu beleidigen, zu bedrohen usw?

Kann man nicht auf VERNÜNFTIGE und KONSTRUKTIVE Art und Weise hinweisen, dass das Vehalten unangemessen war?

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Crom 03.05.2016, 12:51
85.

Zitat von mintyapple
Gewalt gegen Frauen durch Männer hat i. d. R. andere Ursachen und Gründe als Gewalt, die von Männern an anderen Männern verübt wird, besonders wenn es sich um sexualisierte Gewalt handelt. Um sie jeweils zu bekämpfen oder zu verhindern ist ein differenziertes Vorgehen nötig - gerade auch abhängig von der Opfer- und Tätergruppe.
Würde es weniger Gewalt an Männern geben, die Gesellschaft also allgemein weniger gewalttätig werden, so würde auch die Gewalt an Frauen abnehmen.

Wie gesagt, man sollte sich lieber aufs große Ganze beziehen. Das geht schon beim Strafrecht los. Gewaltverbrecher müssen härter bestraft werden, egal ob das Opfer eine Frau oder ein Mann ist.

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hemithea 03.05.2016, 13:05
86.

Zitat von Crom
Ich bin weiß und männlich und konnte darüber noch nie entscheiden. Die meisten anderen weißen Männer wahrscheinlich auch nicht. Wie verhütet wird, habe ich mit meiner Freundin abgesprochen. Das vor Abtreibungen der Vater vielleicht auch mal mitreden sollte, fände ich allerdings nicht so schlecht, egal ober er weiß ist oder nicht.
Die Frage ist einfach, wie man das Mitspracherecht sich vorstellt.

Frau will abtreiben, Mann will das Kind. Was macht man dann? Die Frau zur Geburt zwingen, dann das Kind dem Mann geben und die Frau ist frei? Eine Schwangerschaft ist, zwar meist nichts Gefährliches, aber auch kein Zuckerschlecken, was man lockerleicht 9 Monate durchzieht.

Frau will das Kind, Mann will, dass die Frau abtreibt.
Was tut man in so einem Fall? Frau soll dann dem Mann zu liebe abtreiben oder wenn nicht, soll der Mann dazu gezwungen, das Kind zu akzeptieren?

Wie will man diese Streitpunkte lösen?

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micman007 03.05.2016, 13:30
87. Demokratie im Web

Entlarvend ist die Tatsache, dass 80% des Netzes Männer dominieren. Und dann sprechen Leute wie Sascha Lobo von der angeblichen Demokratie im WWW.
Kriminalität an allen Ecken und Enden. Dieser TOTALITARISMUS (Jonathan Franzen) nervt an allen Ecken und Enden. Leute wie ich werden wohl eines Tages zum Abschuss freigegeben. Sektengebilde wie Google und Facebook dominieren die Welt. Bei all der Hirnlosigkeit des digitalen Faschismus mit seinen quasi religiösen Apologeten stellt sich die Frage: war früher wirklich alles schlechter? Diese Welt erinnert mich an absurdes Theater, an das Stück DIE NASHÖRNER von Ionesco. Der letzte Mensch in der Stadt wehrt sich dagegen ein Nashorn zu werden. Ich bin mir sicher: ich möchte kein Nashorn sein. Ich mag auch keine Monsterkapitalisten als Weltverbesserer. Der alternde Präsident der Stanford University schon.

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kugelsicher 03.05.2016, 13:36
88.

Zitat von imion
Ja, aber eben nur in diesen Themenfeldern. Und der Rest? 67% der Gewalttaten werden an Männern verübt. Und genau deshalb sind solche einseitigen Behauptungen und das permante Frauen zu Opfern machen so schlecht. Es ist nämlich nicht dazu gedacht, etwas zu verbessern, sondern der Feministischen lobbygruppe mehr geld zuzuschustern.
Dieses ganze Anti-Feminismus Gerede, oft mit dem Duktus als ob es um "Hexen" gehen würde, ist doch nur noch daneben.
Wobitte bedrohen Frauenrechte denn auch nur irgendetwas in diesem Land?

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chrima 03.05.2016, 13:39
89.

Zitat von hemithea
Frau will abtreiben, Mann will das Kind. Was macht man dann? Die Frau zur Geburt zwingen, dann das Kind dem Mann geben und die Frau ist frei? Eine Schwangerschaft ist, zwar meist nichts Gefährliches, aber auch kein Zuckerschlecken, was man lockerleicht 9 Monate durchzieht. Frau will das Kind, Mann will, dass die Frau abtreibt. Was tut man in so einem Fall? Frau soll dann dem Mann zu liebe abtreiben oder wenn nicht, soll der Mann dazu gezwungen, das Kind zu akzeptieren? Wie will man diese Streitpunkte lösen?
Wo ist das Problem?

Fall 1) Mann will Kind, Frau nicht:
Kind wird ausgetragen, dem Mann werden alle Pflichten aufgetragen, die Frau erhält Rechte wie Umgangsrecht.

Schwangerschaft ist kein Zuckerschlecken. Unterhaltspflichten auch nicht. Wird heutzutage auch kein Mann gefragt, ob es ihm passt, wenn das Kind geboren wird.
"Wer pimpern kann, muss auch zu den Folgen stehen können" ist die Standardantwort an sich beklagende Männer.
Warum nicht die gleiche Antwort völlig gleichberechtigt auch an betroffene Frauen?

Fall 2) Mann will Kind nicht, Frau ja:
Kind wird ausgetragen, der Frau werden alle Pflichten auferlegt, der Mann erhält Rechte wie Umgangsrecht.

Ooops, zu viel "Gleich"berechtigung?

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