Forum: Netzwelt
Hasskommentare: Bundesamt bereitet Klage gegen soziales Netzwerk vor
DPA

Zu wenig getan gegen den Hass im Netz: Wegen Verstößen gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) will das zuständige Bundesamt für Justiz ein großes soziales Netzwerk verklagen.

wahrheit29 05.04.2019, 18:01
1. Stasi 2.0

Ein Witz, wenn sich Leute über Kommentare beschweren, welche ihnen nicht genehm sind und was sie als Hass empfinden, muss gelöscht werden. DDR und Stasi 2.0. Netzwerkdurchsetzungsgesetz, diese Schweinerei sollte doch längst beim Bundesverfassungsgericht anhängig sein.

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Sendungsverfolger 05.04.2019, 19:05
2. Lustige Begründung

"Er wolle jedoch nicht sagen, um welches Unternehmen es sich handelt. Friehe erwarte, dass es ein Verfahren mit juristischen Mitteln verzögern will."

Ja mit welchen Mitteln denn sonst? Mit Schlagstock und Keule?
Und der Präsident des Bundesamtes für Justiz sollte eigentlich wissen, dass das, was juristisch möglich, auch legal ist. Denn dafür hat u.a. auch er zu sorgen. Aber wenn eben so ein politischer "Jurist", der noch nie hauptberuflich als solcher praktiziert hat, auf der politischen Ölspur zu so einem Posten kommt, dann wird halt mal seeeehr politisch rumgesülzt.

Uuuups, war das jetzt schon ein generalpräventivverdächtiger Post?

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strag 05.04.2019, 19:23
3.

kommt wohl immer darauf an aus welcher Ecke der Hass kommt.
#menaretrash und die unsäglichen "alte weiße Männer" Artikel sind natürlich keine Hasskommentare.
Wahrscheinlich ist mein Kommentar jetzt schon ein Hasskommentar, da er nicht Zeitkonform ist.

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m.klagge 05.04.2019, 20:23
4. Die alten Stasi Offiziere müssen

in ihren Gräbern rotieren. Was die DDR nie geschafft hat haben die Freunde der freiheitlichen und demokratischen Grundordnung nur ein paar Jahre später perfekt hinbekommen. Ein Denunziiations-System, in dem jeder ein Blockwart sein kann. Wie wunderbar.

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escherischiacoli 05.04.2019, 23:29
5. Thema verfehlt

es geht nicht um alte weisse Männer, es geht um Aufrufe zur und die Verherrlichung von Gewalt gegen Andersdenkende. In Indien zB hat eine über Whatsapp getriebene Kampagne zu Lynchmorden an Unschuldigen geführt. Solange Facebook und Konsorten Ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, kann man nur dort ansetzen, wo es wirksam ist, beim Geld.

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alohawave 06.04.2019, 09:41
6. Heinz-Josef...halt mal kurz das Überdruckventil zu!

Früher gab es Meinungszeitungen und in jedem Dorf Stammtische, an denen so etwas, nach dem xten-Bier hemmungsfrei, offen und kontrovers ausdiskutiert werden konnte. Das ganze wurde dann lokal geklärt, schlimmstenfalls in Form einer Kneipenschlägerei und hatte keine weiteren Konsequenzen ausserhalb des Dorfes.
Politik und Wirtschaft meinten nun vor etwa zwei Jahrzehnten, dass es aus wirtschaftlichen und ideologischen Gründen unablässlich wäre, die Welt zu einem globalen Dorf zu machen. Leider hatten Sie nicht berechnet, dass es in diesem globalen Dorf auch einen Platz geben muss, an dem man seine Meinung kund tun darf. Fohren und soziale Netzwerke haben diese Rolle übernommen. Es sind wichtige Orte an denen Leute Dampf ablassen können und sich ihren Frust von der Seele schreiben. Man sollte dieses "Überdruckventil", auch wenn oftmals völlig idiotische Dinge veröffentlicht werden, als Ort der absoluten Meinungsfreiheit erhalten und falls überhaupt, mit den traditionnellen Mitteln regulieren (privatrechtliche Klagen wegen Verleumdung, Beleidigung, übler Nachrede usw.). Das "Problem" des Internets ist, im Vergleich zur Meinungszeitung oder Dorfkneipe, seine Anonymität und seine schier unaufhaltbare Diffusionsgeschwindigkeit, Zensur und absolute Mainstreamkompatibilität sind keine adequaten Mittel, um dagegen vorzugehen. Die Gedanken sind bekanntlich frei und jede Form von diesbezüglicher Unterdrückung, führt zu Frust in der Gesellschaft und früher oder später zur Revolution oder zum Krieg. Was offen geschrieben und gesagt wird, kann debattiert und wiederlegt werden, was heimlich und unter Strafandrohung verbreitet wird nicht. Soviel Pluralität muss eine gesunde, demokratische Gesellschaft verkraften können.

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imlattig 06.04.2019, 15:19
7. das gesetz...

sollte ausgeweitet werden auf fernsehen und printmedien. dann hat der user endlich die moeglichkeit die hasstiraden dieser medien zu korrigieren.

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vernetzt weiblich denken 07.04.2019, 01:05
8. Der Gipfel des Zuckerbergs

Der Gipfel des Zuckerbergs
Von nun an geht's bergab.
Wo soll Facebook alleine
die analoge Manpower hernehmen,
um 2.3 Mrd Beiträge täglich zu scannen.
Algorithmen können leicht nackte Haut finden und aussortieren
das ist das "ein mal eins" der Maschinen.
Aber Wortinhalte nachhaltig auszusortieren
braucht analoges Denken analoge Helfer.
Die Sozialen Medien erdrosselt sich selbst.
Und je mehr es wächst
desto enger wird die Schlinge.
Zuckerberg schmeichelt sich in Europa ein
versucht seine Einnahmen zu retten
ruft um Hilfe.
Und wir werden womöglich mit hinein gezogen.
Keine Hilfe für Facebook umsonst bitte.

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