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Hautkrebs-Erkennung: Liebe Leserin, lieber Leser,
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aliof 15.04.2019, 17:03
1. 7 Hautärzte waren also besser

.. inwiefern ?
.. haben die etwa in Deutschland studiert ??

Auf jeden Fall mal ne gute Nachricht , daß ein neues brauchbares Hilfsmittel in die Hand der Ärzte gelangen wird.

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circul 15.04.2019, 18:06
2. Unidermatologen

Bekanntermaßen sind Universitätsärzte eher praxisfern und klinisch unerfahren. Interessanter wäre ein Vergleich mit niedergelassenen Dermatologen und Hausärzten gewesen.

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Nonvaio01 15.04.2019, 18:54
3. nein

Zitat von circul
Bekanntermaßen sind Universitätsärzte eher praxisfern und klinisch unerfahren. Interessanter wäre ein Vergleich mit niedergelassenen Dermatologen und Hausärzten gewesen.
dann wuerde die "KI" doch verlieren und das geht garnicht.

Ich lasse mir lieber von einem menschen sagen ob ich Krebs habe ich nicht, bzw die diagnose erstellen.

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der_anonyme_schreiber 15.04.2019, 20:47
4.

Zitat von Nonvaio01
dann wuerde die "KI" doch verlieren und das geht garnicht. Ich lasse mir lieber von einem menschen sagen ob ich Krebs habe ich nicht, bzw die diagnose erstellen.
Das ist kurzsichtig, denn eine Diagnose einer elektronischen Bildverarbeitung ergänzt ein menschliches Urteil. Und zwar offensichtlich in hoher Qualität.
Es handelt sich um ein Werkzeug, das dem Arzt helfen kann, wie MRT.

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gladwyne 15.04.2019, 21:16
5. das problem ist ja

nicht, etwas vorhandenes richtig zu diagnostizieren, da kann man den patienten oder eine biopsie zu experten schicken, faerbungen machen, genetische studien etc. Viel wichtiger, und daher wird AI in naher zukunft weder pathologen noch radiologen ersetzen koennen, ist, sicher zu erkennen, dass nichts pathologisches vorhanden ist. Der normalbefund ist unendlich viel schwieriger als der pathologische, sicher zu sein, dass keine nadel im heuhaufen ist...

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TS_Alien 15.04.2019, 23:05
6.

Hautärzte schauen sich die Haut mit einer Lupe an und keine Fotos. Ist das bei dem Vergleich berücksichtigt worden?

Mittlerweile wird die KI durch alle Gassen getrieben. Ein solcher Hype ist übertrieben und weckt falsche Hoffnungen. Selbst die Mustererkennung hat ihre Schwächen, denn es können nur bekannte Muster erkannt werden.

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roby1111 16.04.2019, 07:42
7. die Software hat immer nur ein Bild

Der Arzt hat den ganzen Patienten vor sich, sieht 3-dimensional und kann problematische Stellen in beliebiger Vergrößerung, aus beliebigen Winkeln etc. anschauen und tasten, riechen etc.

Insofern ist die KI nur ein Hilfsmittel unter Vielen.

Das Problem bei den Hautärzten ist natürlich, dass mit den Jahren der Erfahrung leider - wie bei allen Menschen- die Sehkraft abnimmt, wenn ich mir überlege, wie hart ich mich mit meinen 49 Jahren inzwischen mit dem Lesen kleiner Schriften, dem Erkennen von Details, gerade bei schlechter Beleuchtung tue, was in der Jugend völlig problemlos ging, dann erachte ich hochauflösende Fotos schon als gute Hilfe für einen Dermatologen, aber muss leider gleichzeitig berichten, dass ich in den letzten Jahren nur noch Dermatologen kennenlernen durfte, die aus der neuen Technik ein Geschäftsmodell der Art gemacht haben, dass billigste Kräfte Ihnen die Hauptarbeit des Fotografierens abnehmen, der Computer die Arbeit der Diagnose und dann kommt ein 2-Minuten Gespräch, in dem zum Einsatz von Laser-Technik zur Verödung von "Krebs-Vorstufen" geraten wird, auf eigene Kosten natürlich, die Kasse zahlt da nix. Man hofft, das Wort "Krebs" würde die Taschen der Patienten öffnen!

Da bleibt leider ein sehr flaues Gefühl zurück, insb. wenn der gleiche Arzt dann überfordert ist, einen Hautpilz als solchen zu identifizieren oder vor "echten" OPs wie dem Öffnen einer eingewachsenen Talgdrüse zurückschreckt!

Es gilt auch hier die Weisheit: was man nicht ständig macht, das VERLERNT man, traurig für die Menschheit!

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michael-dierkes 16.04.2019, 09:37
8. Wie verklage ich eine Software,

denn wenn die Diagnose der Software richtig ist, dann gibt es kein Problem. Ist die Diagnose aber falsch, wer ist dann haftbar? Ein Arzt kann verklagt werden, aber kann ein Softwarehersteller verklagt und haftbar gemacht werden, wenn die von ihm vertriebene Software eine Fehldiagnose erstellt? Oder ist der Arzt, der die Software nutzt, weiterhin haftbar? Oder ist der Patient haftbar, weil er eine Diagnose-App genutzt und keinen Arzt konsultiert hat? Solange diese Probleme nicht gelöst sind, ist Software dem diagnostizierenden Arzt unterlegen

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Theya 16.04.2019, 12:51
9.

Zitat von michael-dierkes
denn wenn die Diagnose der Software richtig ist, dann gibt es kein Problem. Ist die Diagnose aber falsch, wer ist dann haftbar? Ein Arzt kann verklagt werden, aber kann ein Softwarehersteller verklagt und haftbar gemacht werden, wenn die von ihm vertriebene Software eine Fehldiagnose erstellt? Oder ist der Arzt, der die Software nutzt, weiterhin haftbar? Oder ist der Patient haftbar, weil er eine Diagnose-App genutzt und keinen Arzt konsultiert hat? Solange diese Probleme nicht gelöst sind, ist Software dem diagnostizierenden Arzt unterlegen
Sie müssen sich die Erkennungssoftware einfach als ein weiteres Hilfsmittel vorstellen, das Ärzte in ihrer täglichen Praxis verwenden - nichts anderes als ein Stetoskop, Röntgenbild, MRT, etc. Dieses Hilfsmittel ist speziell für die Diagnose von Hautkrebs bestimmt und kann dem Arzt zuarbeiten. Letztendlich wird dieser jedoch auch die Entscheidung treffen - und die weitere Behandlung vornehmen. Bei einem Kunstfehler ist dieser also genauso haftwar wie bereits jetzt schon, daran ändert sich durch die Einführung eines neuen "Werkzeugs" nichts.

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