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Hunderte Nutzerkonten gesperrt: Wikipedia wehrt sich gegen Erpresserbande
Wikimedia Foundation

Wikipedia hat Ärger mit bezahlten Schreibern: Dutzende Personen und Firmen weltweit sind von angeblichen Mitarbeitern des Online-Lexikons kontaktiert worden. Sie versprachen positive Artikel und forderten dafür Hunderte Euro.

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Palmstroem 02.09.2015, 12:13
1. Wer glaubt noch wikipedia

Neu ist nur, dass Geld gefordert wird. Dass bisher politische Aktivisten schon wikipedia als Plattform nutzen und Einträge in ihrem Sinne gestalten, ist nicht neu. Auch dass wikipedia als Werbeplattform genutzt wird, gibt es schon lange.
Administratoren haben schlicht zu viel Macht.

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Bueckstueck 02.09.2015, 12:31
2.

Zitat von Palmstroem
Neu ist nur, dass Geld gefordert wird. Dass bisher politische Aktivisten schon wikipedia als Plattform nutzen und Einträge in ihrem Sinne gestalten, ist nicht neu. Auch dass wikipedia als Werbeplattform genutzt wird, gibt es schon lange. Administratoren haben schlicht zu viel Macht.
Ich, weil ich mir die Mühe mache die Quellenangaben zu überprüfen. So einfach ist das.

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sakudo 02.09.2015, 12:38
3. Ja, Wikipedia mit Vorsicht zu genießen!

Aus meiner Erfahrung kann ich berichten: Es gibt bei gewissen Artikeln regelrechte Kämpfe und dann anschließend eine "Verhärtung": Tendenzielle, informelle "Redaktionsteams" (Gruppe von alteingesessenen Autoren) blockieren mit rüdem Umgangston jegliche Änderungen oder Diskussionen. Eine sachliche Auseinandersetzung wird unmöglich gemacht, da schnell "prozedurale Hinweise" im Zentrum einer "Diskussion" stehen.

Fazit: Wikipedia mit großer Vorsicht genießen, eigene Recherche und vor allem eigenes Denken ist nicht zu ersetzen, insbesondere bei geisteswissenschaftlichen Themen (Geschichte, Politik), bei denen die Einordnung und der Kontext entscheidend sind.

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Bernd.Brincken 02.09.2015, 12:39
4. Vereinfacht

Der Artikel stellt die Dinge etwas vereinfacht dar. Dass beim Verfassen von Artikeln in der WP manchmal geschäftliche Interessen eine Rolle spielen, war schon immer klar, aber auch unvermeidlich. Daher gibt es z.B. eine Reihe von Regeln, was wie aus externen Quellen belegt werden muss.

Das Problem sind eher die Netzwerke von Administratoren, die sich ggf. gegenseitig absichern, wenn es Einwände gibt. Lustig auch solche Schildbürgereien, dass ein Admin auch Lebenszeit gewählt wird, oder dass Adminbeschwerden stets von Admins entschieden werden, und stets folgenlos bleiben. Da war offenbar die deutsche "Dienstaufsichtsbeschwerde" das Vorbild.

Es fehlt schlicht ein System von Checks-and-Balances, wie es sonst in der Welt nicht ohne Grund immer dann installiert wird, wenn wenige Macht über viele haben.
Warum man in der Wikipedia, die sich gern ein modernes Image gibt, bis heute so selbstgefällig und letztlich mittelalterlich agiert, bleibt mysteriös.

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soron 02.09.2015, 12:39
5. Administrator != Author

@Palmstroem ein Wikipedia-Author ist nicht dasselbe wie ein Wikipedia-Administrator. Jeder kann Author sein, aber man muss eine gewisse Reputation durch das Erstellen oder die Bearbeitung von Artikeln erlangt haben bevor man Administrator werden kann.
Das Löschverhalten der deutschen Wikipedia-Authoren weil von Neulingen erstellte Artikel am "Brockhaus"-Anspruch einer vokalen Gruppe der deutschen Admins scheitern, ist eine andere Geschichte.

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h_harz 02.09.2015, 12:39
6. Nicht neu hingegen ist,

Das es Leute gibt die irgendetwas kritisieren, was sie nicht verstehen oder einfach um des Kritisierens Willen.
Im vorliegenden Fall siehe den Beitrag des geschätzten Forumsmitgliedes Palmstroem, handelt es sich anscheinend um eine Mischung von beidem.
"Wer glaubt noch..." "...neu ist nur, dass Geld gefordert wird" und so weiter.
Dann: "Administratoren haben schlicht zu viel Macht."
Wir kennen also augenscheinlich den Unterschied zwischen Autor und Administrator nicht.

Ich finde die Wikipedia gut und anscheinend genügend andere auch, sonst würde sich das Geschäft mit Betrügereien nicht lohnen.
Auch dass ein Community Projekt mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist wohl ausschließlich auf der Aufmerksamkeit begründet, die man der Wikipedia entgegenbringt.
Die Wikipedia ist ein weiters Beispiel dafür, wie erfolgreich etwas sein kann, dass nur von der sogenannten "Community", den Nutzern des Internets, auf freiwilliger, kostenloser Basis, in ihrer Freizeit, erstellt wurde.

Anstatt Unsinn zu schreiben, haben Sie in Erwägung gezogen, selbst Artikel für die Wikipedia zu schreiben?
Diskutieren Sie Artikel, recherchieren Sie mit, bringen Sie sich ein.
Keine Angst, Sie bekommen sicherlich Hilfe bei der Orthografie.

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ihawk 02.09.2015, 12:54
7. Der Misbrauch von Wikipedia

Wikipedia ist m.E. eines der besten Websites im Internet. Die Bemühungen Wikipedia zu Propagandazwecken zu misbrauchen ist nicht neu. Neu erscheint mir der kriminelle Aspekt der Erpressung. Wenn Administration dies unterbinden, ist das zu begrüßen und nicht ein Ausdruck von zuviel Macht.
Widerlich erscheinen mir die offensichtlichen Auftrabschreiber/innen von Regierungsstellen die ganz offensichtlich Manipulation betreiben, bis hin zu Propaganda und akribisch jeden Beitrag überschreiben der nicht ins Programm passt. Letzteres ist gezielte Disinformation und m.E. kriminell.

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Lexington67 02.09.2015, 12:55
8.

Zitat von h_harz
Anstatt Unsinn zu schreiben, haben Sie in Erwägung gezogen, selbst Artikel für die Wikipedia zu schreiben? Diskutieren Sie Artikel, recherchieren Sie mit, bringen Sie sich ein. Keine Angst, Sie bekommen sicherlich Hilfe bei der Orthografie.
Warum muss man denn immer gleich "Mitmachen" oder "besser machen" wenn etwas den eigenen Ansprüchen nicht genügt?
Ich muss doch auch kein Koch sein um zu erkennen das die Suppe versalzen ist, und vielleicht will ich ja auch gar nicht selber kochen, schliesslich bin ich ja nicht grundlos Essen gegangen.

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leutzscher 02.09.2015, 13:04
9. Wikipedia ist seit langer Zeit ...

... fest in den Händen von bestimmten Interessengruppen. Während es im naturwissenschaftlichen Bereich noch einigermaßen gesittet und ansatzweise wissenschaftlich zugeht, ist es im politischen und geschichtlichem Bereich zum üblen Propagandainstrument mutiert. Wer dort gegen die Herrschaft dieser kleinen selbsternannten Elite aufbegehrt und es sich wagen sollte, wirkliche Neutralität in die Artikel zu bringen, ist aber ruck-zuck durch deren Admin-Freunde aus dem Verkehr gezogen. Dort bestimmt momentan eine vergleichsweise kleine Gruppe mit ihren persönlichen Auffassungen, wie wikipedia die Welt darzustellen hat.

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