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Hunderte Nutzerkonten gesperrt: Wikipedia wehrt sich gegen Erpresserbande
Wikimedia Foundation

Wikipedia hat Ärger mit bezahlten Schreibern: Dutzende Personen und Firmen weltweit sind von angeblichen Mitarbeitern des Online-Lexikons kontaktiert worden. Sie versprachen positive Artikel und forderten dafür Hunderte Euro.

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Reiner Weint 02.09.2015, 13:08
10. Besonders bei politischen Artikeln

Mir ist bisher vor allem bei politischen Artikeln die Färbung durch "Meinung" aufgefallen. Das Massaker von Katyn wird auf der deutschen Wikipedia sehr gut und vollständig beschrieben. Auch die aktuelle Version in Russisch scheint gut, und sehr nah an der Deutschen zu sein. Vor ca. 1 Jahr hingegen war die Russische Sprachversion völlig anders, ca. halb so lang wie heute, und mit mehrfacher Betonung, dass die Verantwortung für Katyn bisher völlig unklar ist. Der schriftliche Befehl zur Ermordung der Polen war auf der Russischen Seite nicht zu finden.
Ermutigend ist, dass Wikipedia hier jetzt nachgessert hat und die Russische Version auf den Stand der deutschen und englischen Seite gebracht hat.

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jhea 02.09.2015, 13:14
11.

Zitat von leutzscher
... fest in den Händen von bestimmten Interessengruppen. Während es im naturwissenschaftlichen Bereich noch einigermaßen gesittet und ansatzweise wissenschaftlich zugeht, ist es im politischen und geschichtlichem Bereich zum üblen Propagandainstrument mutiert. Wer dort gegen die Herrschaft dieser kleinen selbsternannten Elite aufbegehrt und es sich wagen sollte, wirkliche Neutralität in die Artikel zu bringen, ist aber ruck-zuck durch deren Admin-Freunde aus dem Verkehr gezogen. Dort bestimmt momentan eine vergleichsweise kleine Gruppe mit ihren persönlichen Auffassungen, wie wikipedia die Welt darzustellen hat.
Das ist doch der Grund, warum man sich auf Wikipedia nur die Naturwissenschaftlichen Dinge anguckt.
Alles wo Politik und so dran steht ist bestenfalls mal als Schlagwortverzeichnis zu gebrauchen, wenn es demnächst wieder auf eine Wahl zu geht.
Da sind dutzende Ghostwriter und sonstwer unterwegs.

Aber wenn da etwas über die Beschaffenheit der Mondoberfläche geht, ist Wikipedia nicht zu toppen.
Und dann guckt man natürlich nochmal kritisch in die Quellen rein, hurra alles töfte.

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wurzelbär 02.09.2015, 13:19
12. Da die meisten Menschen nur,

wirklich nur > gläubige < Menschen sind und auch nur das wiederholen, was die Medien, die Umgebung, Fernsehen, Politiker, oder sonst wer ihnen vorsagen, (für sich als eigene Meinung dann) spielt es doch keine Rolle. Irgend wer ist immer unzufrieden, ein anderer damit zufrieden. Die, die selbstständig Denken, selbst erkennen und sich eine eigene Meinung durch Denken erzeugen, betrifft das nicht. Es ist nur nicht die Mehrheit, die so lebt, aber sie gibt es.

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Don_Draper 02.09.2015, 13:21
13.

Zitat von sakudo
Fazit: Wikipedia mit großer Vorsicht genießen, eigene Recherche und vor allem eigenes Denken ist nicht zu ersetzen, insbesondere bei geisteswissenschaftlichen Themen (Geschichte, Politik), bei denen die Einordnung und der Kontext entscheidend sind.
Das war aber schon immer so bei einem Lexikon, oder? Herausgeber wie Bertelsmann, Meyer oder Brockhaus bewerten z.B. historische Ereignisse auch unterschiedlich und waren und sind dabei viel weniger transparent als Wikipedia.
Als Lexikon ist Wikipedie unschlagbar.

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SchneiderG 02.09.2015, 13:21
14.

Zitat von leutzscher
Wikipedia ist seit langer Zeit fest in den Händen von bestimmten Interessengruppen. Während es im naturwissenschaftlichen Bereich noch einigermaßen gesittet und ansatzweise wissenschaftlich zugeht, ist es im politischen und geschichtlichem Bereich zum üblen Propagandainstrument mutiert. Wer dort gegen die Herrschaft dieser kleinen selbsternannten Elite aufbegehrt und es sich wagen sollte, wirkliche Neutralität in die Artikel zu bringen, ist aber ruck-zuck durch deren Admin-Freunde aus dem Verkehr gezogen. Dort bestimmt momentan eine vergleichsweise kleine Gruppe mit ihren persönlichen Auffassungen, wie wikipedia die Welt darzustellen hat.
Ich stimme Ihnen voll zu. So gerne ich Wikipedia als Nachschlagwerk auch nutze, es wird kontrolliert und nicht immer zu ehrlichen Zwecken.

Eines der offensichtlichsten manipulativen Änderungen erfolgten zu der Verantwortung Churchill und den Lienzer Kosaken, wo früher eindeutig die Alleinverantwortung Churchills in Wikipedia stand (was korrekt war) und Heute ... schön verteilt auf die Führer der Siegermächte.

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C-X 02.09.2015, 13:22
15.

Das Problem ist wie man „Checks and Balances“ vernünftig implementieren will. Das Wort von Administratoren oder allgemein erfahrenen Nutzern hat vor allem deshalb so viel Gewicht, weil man sich bei ihnen relativ sicher sein kann, dass es sich um eine echte Person handelt. Sind in einer Diskussion dagegen 10 absolute Neulinge einer anderen Meinung, so kann man erstmal nicht wissen, ob dahinter nicht nur ein einzelner Mensch steckt.

Und wenn neue User den über Jahre erarbeiteten Konsens ohne jegliche Diskussion sofort komplett aufbrechen, weil sie meinen einen politisch gefärbten Artikel reparieren zu müssen, dann finde ich die Reaktion des Establishments doch durchaus verständlich. Dass gerade diese Autoren selber oft eine politische Färbung haben macht die Sache nicht leichter.

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Ge-spiegelt 02.09.2015, 13:27
16. Wikipedia bleibt glaubwürdig

Schließlich kann jeder Autor werden, es ist transparent und ehrlich. Manchmal sind Artikel als update würdig gekennzeichnet, man sieht Diskussionen, Gegendarstellungen selbst bei politischen Themen.
Missbrauch wird entdeckt und behoben, also Alles gut.
Wer was Besseres kennt nur zu.

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sf225 02.09.2015, 13:31
17.

Zitat von Lexington67
Warum muss man denn immer gleich "Mitmachen" oder "besser machen" wenn etwas den eigenen Ansprüchen nicht genügt? Ich muss doch auch kein Koch sein um zu erkennen das die Suppe versalzen ist, und vielleicht will ich ja auch gar nicht selber kochen, schliesslich bin ich ja nicht grundlos Essen gegangen.
Der Unterschied ist, dass Sie beim Essengehen bezahlen. Wer sich aber permanent kostenlos durchfüttern lässt und nicht mal beim Gemüseschnippeln hilft, sollte sich zumindest nicht beschweren, wenn es kein Viersternemenü gibt.

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Big_Jim 02.09.2015, 13:35
18. Wiki ist sehr nützlich bei allgemeinen Fragen zu technischen Dingen usw

Artikel zu Politik und Geschichte liegen leider oft in sehr parteiischer Form vor.

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detlef.drimmer 02.09.2015, 13:56
19.

Zitat von ihawk
Wikipedia ist m.E. eines der besten Websites im Internet.
Na, dann sollten Sie bei einigen die Finanzen betreffenden Artikel lieber die Finger von lassen. Fehlerhaft. Ein Versuch, diverse Artikel zu korrigieren mit entsprechenden Links wurde in der Weise geblockt, dass zwar der Inhalt der anderen Quelle herangezogen, aber der Link dorthin entfernt wurde, weil angeblich gewerblich. Meine mehrfachen Einwände, dass im Umkehrschluss auch die Links zu den Verbraucherzentralen entfernt werden müssten (keine Verbraucherzentrale arbeitet kostenlos; schon gar nicht, nachdem vor diversen Jahren die Zuwendungen zusammengestrichen wurden; die Verbraucherzentralen müssen daher unternehmerisch tätig sein), wurden ignoriert. Jahrelang. Nach sieben oder acht Jahren gab's dann endlich einen neuen Admin für diese Artikel und der hatte ein Einsehen. Links zu Verbraucherzentralen wurden entfernt. Damit kann ich leben, alles andere wäre UWG-Verstoß.

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