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Hunderte Nutzerkonten gesperrt: Wikipedia wehrt sich gegen Erpresserbande
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Wikipedia hat Ärger mit bezahlten Schreibern: Dutzende Personen und Firmen weltweit sind von angeblichen Mitarbeitern des Online-Lexikons kontaktiert worden. Sie versprachen positive Artikel und forderten dafür Hunderte Euro.

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SchneiderG 02.09.2015, 13:57
20. zu

Zitat von sf225
Der Unterschied ist, dass Sie beim Essengehen bezahlen. Wer sich aber permanent kostenlos durchfüttern lässt und nicht mal beim Gemüseschnippeln hilft, sollte sich zumindest nicht beschweren, wenn es kein Viersternemenü gibt.
Woher haben Sie das Wissen, daß "Lexington67" für Wikipedia keinen Beitrag bezahlt?

Da ich jedesmal wenn die Geldanfrage von Wikipedia erfolgt, ich einen Beitrag bezahle (ein Lexikon ist teurer und ist in dem Moment veraltet wo es gedruckt und herausgegeben wird) ärgert mich Ihre bloße Unterstellung auch als nicht Angesprochener.

Kritik hab ich aber trotzdem an Wikipedia, wenn ich das Wissen aus anderen Quellen habe, daß zugunsten einiger Persönlichkeiten oder Gruppen gemauschelt wird.

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h_harz 02.09.2015, 14:20
21. Muss man ja nicht

Zitat von Lexington67
Warum muss man denn immer gleich "Mitmachen" oder "besser machen" wenn etwas den eigenen Ansprüchen nicht genügt? Ich muss doch auch kein Koch sein um zu erkennen das die Suppe versalzen ist, und vielleicht will ich ja auch gar nicht selber kochen, schliesslich bin ich ja nicht grundlos Essen gegangen.
Man muss nicht "immer gleich mitmachen".
Man muss aber genauso wenig immer alles gleich in den Dreck ziehen, vor allem dann nicht, wenn man es anscheinend gar nicht richtig verstanden hat.
Ich verwahre mich lediglich gegen grundlose und ziemlich einseitige Kritik, die nicht nur schlecht vorgebracht, sondern auch noch substanzlos ist.
Ihr Vergleich hinkt gewaltig:
Wenn ich essen gehe und eine versalzene Suppe serviert bekomme, dann habe ich Grund zur Beschwerde, weil ich für die Leistung bezahlen soll.
Dazu muss man nicht Koch sein, allerdings ist eine versalzene Suppe etwas offensichtliches, ein Artikel in der Wikipedia zu einem komplexen Thema ist das nicht.
Ich glaube kaum, dass Sie oder der geschätzte Forumsuser Palmstroem in der Lage sind, die Qualität von Wikipedia Artikeln zu bewerten, es sei denn Sie wären ein Universalgenie, dass das Wissen dieser Welt auf sich vereint.
Können Sie beurteilen, ob der Artikel zum Beispiel zur Laplace-Transformation in der Wikipedia gut oder schlecht ist? oder richtig?
Nun, ich kann es nicht, ich bin kein Mathematiker.
Aber der Artikel erklärt mir zumindest WAS das ist.
Die Wikipedia ist kostenlos und steht jedem offen, wenn Sie mit der Qualität nicht zufrieden sind, dann benutzen Sie sie halt nicht.

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Hamberliner 02.09.2015, 16:52
22. die Zillertaler Sockenpuppenjäger...

Zitat von h_harz
Auch dass ein Community Projekt mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, ist wohl ausschließlich auf der Aufmerksamkeit begründet, die man der Wikipedia entgegenbringt. Die Wikipedia ist ein weiters Beispiel dafür, wie erfolgreich etwas sein kann, dass nur von der sogenannten "Community", den Nutzern des Internets, auf freiwilliger, kostenloser Basis, in ihrer Freizeit, erstellt wurde.
Wikipedia ist kein Community Projekt, sondern Privateigentum. Ein Community Projekt wäre es, wenn es redundant auf sehr vielen Servern beliebiger Teilnehmer gespiegelt würde, so dass kein einzelner Serverbesitzer Macht ausüben kann, und wenn es von einer funktionierenden Basisdemokratie gesteuert würde. Ein Community Projekt ist z.B. das Usenet.

Das "etwas" wird auch nicht von Nutzern des Internets, auf freiwilliger, kostenloser Basis, in ihrer Freizeit, erstellt, sondern Nutzer des Internets, die Wikipedia noch nicht durchschaut haben, sind so dumm auf kostenloser Basis in ihrer Freizeit sich von einem mafiösen Klüngel für grenzenlose Beschäftigungstherapie missbrauchen zu lassen. Zumindest in der deutschsprachigen Wikipedia ist das so.

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chrima 02.09.2015, 17:10
23.

Zitat von h_harz
Anstatt Unsinn zu schreiben, haben Sie in Erwägung gezogen, selbst Artikel für die Wikipedia zu schreiben? Diskutieren Sie Artikel, recherchieren Sie mit, bringen Sie sich ein. Keine Angst, Sie bekommen sicherlich Hilfe bei der Orthografie.
Wo hat @palmstroem "Unsinn" geschrieben den Sie durch mehr als nur pure Behauptung widerlegt hätten?

Er hat Recht, wenn er schreibt, dass die Administratoren zu viel unkontrollierte Macht ausüben bei wikiprawda.

Danke. Sich "einzubringen" versucht haben schon sehr viele. Und sich dann angesichts des den jeweiligen Fachbereich beherrschenden Admin- und Userklüngels angeekelt wieder abgewandt.
Wie hier schon angesprochen besonders ausgeprägt bei Gesellschaftswissenschaftlichen Themen.
In diesem Bereich ist die deutsche wikipedia absolut nicht mehr als Informationsquelle zu benutzen.
Eher dazu welch abstruse Ideen pseudoproggessive Gesinnungstäter und -innen gerade zu verbreiten gedenken.

Aber auch bei strikt naturwissenschaftlichen Themen sind die Informationen zumindest deutschen wikipedia immer zu hinterfragen.

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chrima 02.09.2015, 17:18
24.

Zitat von sf225
Der Unterschied ist, dass Sie beim Essengehen bezahlen. Wer sich aber permanent kostenlos durchfüttern lässt und nicht mal beim Gemüseschnippeln hilft, sollte sich zumindest nicht beschweren, wenn es kein Viersternemenü gibt.
Tschuldigung, aber die wikipedia ist einzig und allein an ihrem enzyklopädischen Selbstanspruch (dem sie keinesfalls auch nur ansatzweise genügt) zu messen.

Ob die nun Geld verlangen, jährlich schnorren gehen oder tatsächlich nichts verlangen ist bei der Bewertung nicht von Belang.

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albert schulz 03.09.2015, 21:52
25. Wo ist die Überraschung ?

Daß sich die Wikipedia (wie jede NGO) über Werbung und das Entfernen unliebsamer Fakten und Kommentare finanziert, dürfte jedem aufmerksamen Nutzer aufgefallen sein. Ebenso auffällig ist die Angewohnheit einstmals als halbwegs seriös geltenden Preßorgane, möglichst günstig verfaßte und erwerbbare Artikel zu veröffentlichen, nach Möglichkeit mit Inhalten, die den Auftraggebern der Einsender gewisse wirtschaftliche oder ideologische Vorteile verschaffen, und natürlich dem Blatt. In beiden Fällen sind selbständige Schreiberlinge, sog. freie Mitarbeiter oder Ghostwriter Lieferanten des Geschreibsels. Ihre Anzahl ist unermeßlich, und sie kosten en Appel und n Ei, schreiben sogar völlig umsonst. Daß diese armen Gestalten ihre Leistungen anbieten ist alles andere als verwerflich, sondern entspricht absolut den Marktgesetzen. Die Wahrheit ist eine Ware, die meistbietend verscheuert wird. Die Lüge bringt aber mehr, die geschickt formulierte abgefeimte Lüge ist nachgerade unbezahlbar. Das müßte ein Journalist aber kapiert haben. Sonst sollte er den Beruf wechseln.

Zur Ehrenrettung kann man sagen, daß die Wikipedia aktueller ist als die überkommenen Universallexika, zum Teil sehr viel besser, manchmal ein wenig infantil. Das ist keineswegs schlimm. Wer einmal versucht hat, einen Tatbestand halbwegs umfassend, zweifelsfrei, logisch und verständlich zu formulieren, wird wissen, welche ungeheure Mühe das bereitet. Es ist eine Viecherei.

SPON ist übrigens weit restriktiver als die Wikipedia, wenn ihm ein Beitrag nicht in den Kram paßt. Wo er die Menschen doch nur glücklich machen will. Und die wehren sich dagegen, zu ihrem Besten belehrt und geleitet zu werden. Grausam, wie guter Wille und Edelmut so abschätzig niederträchtig beschieden werden.

Big Pharma zahlt 40 Millionen Euro jährlich für Lobbyarbeit: das sind doch Peanuts verglichen mit den tatsächlichen Ausgaben für Public Relations. Wer kriegt denn die Kohle für die untergeschobenen Artikel ?

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h_harz 06.09.2015, 12:58
26. Klar...

@Hamberliner natürlich und finanziert wird alles von der CIA und von der NSA überwacht.
Nette Verschwörungstheorie.
Vielleicht googlen Sie das noch mal, ach nein, geht ja nicht, Google ist ja sicherlich Bestandteil der Verschwörung, wie sonst kommt es, dass die immer Ergebnisse aus der Wikipedia anzeigen....

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Jöel L. 07.09.2015, 17:26
27. leider...

vor allem ein psychologisches (psychopathologisches) Labor. Feldstudien zu Macht, Gruppenbildungen und Intrigen sind sehr lehrreich. Über 'Diskussionskultur' lernt man viel unter den Löschdiskussionen https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Löschkandidaten/7._September_2015
Bedauerlich, wieviel Potential von wenigen Sturköpfen verheizt wird, wieviele Autoren resignieren. Ein Artikel, der einem durchschnittlichen Exklusionisten nicht ohne jegliche geistige Bemühung evidentermassen relevant erscheint, muss weg. Mit freudigem Erstaunen stellt man allerdings fest, dass immer noch einige Artikel übrig geblieben sind.

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Georg Caltern 09.09.2015, 17:33
28.

Zitat von sf225
Der Unterschied ist, dass Sie beim Essengehen bezahlen. Wer sich aber permanent kostenlos durchfüttern lässt und nicht mal beim Gemüseschnippeln hilft, sollte sich zumindest nicht beschweren, wenn es kein Viersternemenü gibt.
Aber darüber, dass wikipedia alle seriösen Lexika plattgemacht hat, darf man sich schon noch beklagen?
Ich meine: Ohne gleich beim Zentralorgan jener, die zuviel Zeit haben, mitmachen zu müssen.

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