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iBooks Author: Autoren kritisieren Apples extreme Lizenzbedingungen

Wer mit diesem Programm Bücher gestaltet, darf sie nur bei Apple verkaufen: Mittels einer Passage in den Linzenzbestimmungen sichert Apple sich ein exklusives Vertriebsrecht für mit iBooks Author entworfenen Digitalbücher. Entwickler und Autoren sind empört.

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Mustermann 21.01.2012, 22:31
20. Du bist OK, Apple ist OK

Zitat von spatenheimer
Es ist völlig okay, dass Apple festlegt, was man mit dem mithilfe eines Apple-Tools erstellten Inhalt machen darf und was nicht. ..
es ist auch völlig OK, das Monsanto festlegt was man mit dem Mais aus Monsanto Samen so macht.
OK ist auch das Amazon eine eBook Lesegerät verkauft und dann entscheidet welche Amazon eBooks ich kaufen darf und welche nicht.

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wadoe2 22.01.2012, 23:11
21. Ich dachte immer, Apple sind die Guten, oder war das Google?

Apple ist doch diese tolle Firma, die so tolle Sachen macht, dass irgendwelche Leute permanent mit so Ohrstöpseln als bunte Schatten lustig rumhampeln.

Mal ernsthaft, wenn ich mir hier einige Postings ansehe, lese ich Informationsneusprech von Apple. Das sind diese "Das hast Du noch nicht verstanden" Erklärungen, die die Kritiker debil aussehen lassen sollen. Aber leider erkennt man diese Jubelperser.

Fakt ist: Apple will Knebelverträge durchsetzen. Das gilt für deren Zulieferer und für die Kunden. Selbst Mitarbeiter werden offenbar hintergangen (Thema Abwerbungen). Keiner wird da ausgenommen. Wer mit Apple arbeitet oder deren Produkte nutzt, der merkt sehr schnell, dass er eigentlich nichts mehr "besitzt". Das ist immer so etwas wie ein "Mietvertrag". Wenn ich da aussteige, verliere ich eigentlich alles (das klingt gruselig).

Wenn ich etwas besitze, zum Beispiel ein echtes Buch, dann darf ich es mit Bemerkungen vollkritzeln, ich darf es verkaufen, ich darf es verschenken und der Beschenkte darf es auch verkaufen, ich darf es sogar verheizen, wenn ich im Winter kein Geld mehr für Ofenholz habe. Bei Apple besitze ich NICHTS! Das beste Beispiel ist Musik aus iTunes. Auf ein paar Geräten darf ich das nutzen. Wenn ein Gerät defekt ist, darf ich das sicherlich irgendwie "ausbuchen". Aber was passiert eigentlich, wenn ich mal sterbe. Wie vererbe ich denn diese Musik oder diese "e"-Bücher?

Ich glaube, Apple fleht die Bürokratie aus Brüssel förmlich an, sich endlich mal mit der Lizenzpolitik von Apple zu beschäftigen. Apple hat offenbar die Bestrebung ein Monopol aufzubauen. Bei Apple hat man eine sehr Apple-bezogene Sichtweise auf den Begriff "Eigentum". Das sehen wir hier in Europa etwas anders. Bei Microsoft hat man zu lange zugesehen. Danach war es sehr schwierig.

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menschmaschine 22.01.2012, 23:18
22. iBook Author kann man nicht kaufen

Zitat von weltsichtig
Nein, das ist keineswegs ok. Wo kämen wir hin, wenn sowas die Regel wäre, und Microsoft uns z.B. vorgeschrieben hätte, dass man mit MS Word keine Microsoft-kritischen Artikel schreiben darf... Wenn ich mir bei Ikea einen Stuhl kaufe,
Kaufen, das ist hier der springende Punkt. Man kann iBook Author eben nicht kaufen, denn es ist kostenlos. Und so lange man mit dem damit erstellen .ibook Dateien keinen Gewinn machen will, d.h. verkaufen, sondern das Ergebnis verschenkt, ist man auch nicht an den iBookStore gebunden.

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mitbestimmender wähler 22.01.2012, 23:24
23. Verlage lassen Autoren schlechter leben

Zitat von spatenheimer
Es ist völlig okay, dass Apple festlegt, was man mit dem mithilfe eines Apple-Tools erstellten Inhalt machen darf und was nicht. So gibt es z.B. viele Unternehmen, die für Studenten und Schüler vergünstigte Software anbieten, die dafür allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken verwendet werden darf. Es kann aber nicht sein, dass Apple diesen Passus zustimmungslos irgendwo in den Lizenzbedingungen versteckt. Wenn es schon solche Einschränkungen gibt, sollte der Kunde gefälligst darauf hingewiesen werden.
Nun an einen Verlag ist man auch gebunden und gibt zuviel aus der Hand.

Lässt sich das iBook verkaufen, sind die Apple Dienstleistungen/Marktabdeckung/Möglichkeiten unbezahlbar und von keinem Verlag zu schlagen.

Das Apple mit kassiert, darüber kann man getrost hinweg sehen. Dafür fehlen viele Mitprofiteure dazwischen die sonst zwischen Autoren und Leser abkassieren.

Ja Apple ist nun damit in Konkurrenz zu einigen Branchen im Bücherbusiness und ihren Stars "Autoren"......... Klar kann man da nur alles schlechtreden

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Medman 22.01.2012, 23:27
24. Eula...

Zitat von glaubblosnix
... ist schlichtweg falsch was Sie behaupten. Sie dürfen die Software für Schüler, Lehrer etc. nutzen wie Sie wollen. Sie dürfen die Software nur nicht kommerziell nutzen, also z.B. in einem Unternehmen.
Die Software darf nicht für kommerzielle Zwecke verwandt werden - genauso wie iBooks Author nicht für kommerzielle Zeecke verwandt werden darf - außer man vertreibt das Ergebnis über den iBooks Store.

Und sehr wohl dürfen die extrem günstigen Lizenzen von Microsoft Office (googlen Sie mal nach "das wahre Office") nach Studienende nicht mehr verwandt werden.

Und jetzt erklären sie mir mal den Unterschied der Nutzungseinschränkung von Microsoft Office Home Edition nd iBooks Author.... Günstige Lizenzen beinhalten bei JEDEM namhaften Hersteller Einschränkungen in der Nutzung. Glauben Sie nicht? Schauen Sie mal nach unterschieden zwischen Matlab in der Studenten und Normalversion.... Adobe mach mit seinen Creative Suite Editions auch Unterschiede - oder glauben sie das sie mit der günstigen inDesign Version ein Buch vorbereiten und egal auf welchem Weg kommerziell vertreiben dürfen?

Schöne Grüße

Medman

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Lassehoffe 22.01.2012, 23:55
25. Gezeter

Zitat von sysop
Wer mit diesem Programm Bücher gestaltet, darf sie nur bei Apple verkaufen: Mittels einer Passage in den Linzenzbestimmungen sichert Apple sich ein exklusives Vertriebsrecht für mit iBooks Author entworfenen Digitalbücher. Entwickler und Autoren sind empört.
Vstehe das ganze Gezeter nicht. Es wird doch niemand gezwungen, diese Software zu nutzen und das Produkt über iTunes zu verkaufen. Man kann sogar beides machen. Ein Buch schreiben, es einmal selber illustrieren und zusammenstellen und sich selber um einen verlag kümmern und es vertreiben und einmal die Software nutzen und es über iTunes vertreiben. Dann gehören die rechte allerdings dem Verlag, mit dem man sich eingelassen hat - je nachdem, was für einen Vertrag man abgeschlossen hat.

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topalino 22.01.2012, 00:47
26. Bildungsrabatt Apple

Zitat von glaubblosnix
unsere Schule hat bei Apple angefragt welche Rabatte es gibt wenn 50 Ipads für die Schule angeschafft werden. Aplle: Nothing!
da muss aber gründlich was schief gelaufen sein - Apples Rabatte für Bildungseinrichtungen sind eigentlich bekannt.

Apple Studentenrabatt - Apple Student - Apple Store (Deutschland)

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exil-schwabe 22.01.2012, 01:23
27.

Von MacRumors:
"Apple is not claiming exclusive sales rights to the content of published textbooks but to the specific output format (iBooks) generated by their iBooks Author tool."

Kann ich auch gut verstehen. Die bisherigen Vergleiche hier im FOrum haben doch eher Äpfel mit Birnen verglichen.

Ich seh die Sache so:
Ich schreibe als Schriftsteller ein Buch. Ein Verlag interessiert sich dafür, stellt einen Layouter / Schriftsetzer / Grafikdesigner ein um das Buch OPTISCH zu GESTALTEN (und genau das macht die Apple Software in elektronischer Form).
Dann kann ich mit der fertigen Layout-Datei ja auch nicht zu einem anderen Verlag gehen und es dort verlegen lassen.

Tja, und die Designs & Templates von Apple sind eben im Vergleich zu anderen Anbietern im Normalfall besser. Vergleichen Sie mal die iPhoto Buch-Templates mit denen von Photobox / etc...

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exil-schwabe 22.01.2012, 01:28
28.

Zitat von glaubblosnix
Ich lass mir doch nicht von Apple vorschreiben welche Bücher ich lesen darf! Noch kann ich und darf ich entscheiden welches Buch ich lesen möchte. Apple als Zensur, nein danke.
Wenn ich Ihre Logik richtig verstehe & etwas zuspitze, dann "zensiert" also ein Zeitschriftenhändler, sobald er nicht das komplette Zeitungsprogramm im Programm hat?

Und die Filmindustrie "zensiert", sobald sie manche Filme nur noch als BlueRay verkauft während ich zu Hause aber nur einen DVD-Spieler habe?

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jochen.rieth 22.01.2012, 01:29
29. Auch Vergleichen will gelernt sein...

Zitat von tubaner
In Ihrem Aldi-Nestlé-Schokolade-Beispiel: Nestlé kauft sich eine neue Verpackungsmaschine und deren Hersteller schreibt vor, dass die damit verpackte Schokolade nur noch bei Aldi verkauft werden darf, bei Lidl, Edeka oder beim Schokoladenfachhändler Ihres Vertrauens darf die Schokolade nicht im Regal stehen.
Dieser Vergleich müsste eigentlich so lauten:

Aldi stellt Nestlé eine kostenlose Verpackungsmaschine zur Verfügung und schreibt vor, dass die damit verpackte Schokolade nur bei Aldi verkauft werden darf.

Was ist daran verwerflich? Soll Nestlé sich doch eine Verpackungsmaschine kaufen.

Apple kann es genau so machen. Warum tun nur alle immer so, als würde man gezwungen, Apple-Produkte zu nutzen?!


jogi

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