Forum: Netzwelt
Ihre Erfahrungen mit eBay?

Jeder sechste Deutsche kauft inzwischen bei eBay, und es gibt Fans und Enttäuschte. Ärgert Sie etwas an eBay? Hohe Gebühren, hohe Auktionpreise, schlechter Service, Hehlerware, oder ist für Sie alles in Ordnung? Sollte eBay mehr für seine Kunden tun?

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Crossbow 13.05.2007, 08:08
120. ebay richtig nutzen

Bin seit Anfang an dabei und es ist richtig, eine reine Freude ist ebay nicht mehr. Aber es ist die einzige Möglichkeit an so viele Leute zu kommen oder auch ganz ausgefallene (Sammler-)Sachen zu finden.
Zum richtigen Nutzen gehört unbeding ein zweiter Account nur zum Kaufen, da steckt man auch leicht mal die eine oder andere Negative weg.
Digitalkameras und ähnliche Techniksachen sind fast immer in ebay zu teuer, immer in Froogle oder z.B. amazon prüfen was das sonst so kostet.
Und wenn man mal was verkaufen will und nicht so genau weiß wie formulieren, einfach mal die erweiterte Suche aufrufen und sich die bereits verkauften gleichen Artikel ansehen, dann klappt's auch mit den Formulierungen.
Paypal taugt eigentlich nur für Auslandszahlungen, für's Inland ist es (neuerdings) zu teuer.
Service gibt's kaum, das weiß ich und erwarte eben auch keinen.
Wer sich damit nicht arrangieren kann oder will, der soll es besser lassen.

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akrisios 13.05.2007, 08:29
121. Keine Alternative wie bei Microsoft

Die Autorin des Artikels erscheint mir schon ein wenig naiv im Umgang mit Kauf/Verkauf-Transaktionen. Und das Ware im ebay zuweilen teurer wird als beim (Internet-) Händler kann man doch nicht ebay vorwerfen sondern vielmehr der Einfalt vieler Bieter. Ebay und der Verkäufer sagt hier danke schön, Ihr Ahnungslosen. Wer sich die Vernetzung des www zunutze macht sollte eben auch andere Kanäle bedienen. Ansonsten eben - Pech gehabt. Die anderen Geschichten wären mir auch nicht so passiert. Es ist eben schon vielen anzuraten die Finger von Internet-Auktionen zu lassen. Man muss schon ein wenig gerissen, findig und abgezockt sein um sich dort zu behaupten. Insgesamt gibt es zu ebay keine Alternative. Da die das wissen machen sie es wie Microsoft und erhöhen die Preise auf unerhört teure Gebühren. Hierin liegt meine Kritik.

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Guenter2912 13.05.2007, 09:02
122.

Seit fünf Jahren kaufe und verkaufe ich bei eBay. Das waren inzwischen mehr als 800 Transaktionen, mehr gekauft als verkauft. Meine Bewertungen sind 100% positiv, keine neutralen, keine negativen.
Zusammengefasst überwiegen die positiven Erfahrungen. Einmal hat jemand ein Bild nicht geliefert (20 €), manchmal war die Ware auch besser, als ich sie mir vorgestellt hatte.
Ebay ist ja nur die Handelsplattform; wenn Käufer und Verkäufer sich nicht richtig verständigen können, dann kann Ebay ja nichts dafür.

Wenn ich etwas kaufen will, z.B. eine Digitalkamera, dann informiere ich mich zuerst, welche technischen Möglichkeiten es gibt, z.B. www.digitalkamera.de. Dann gucke ich bei Preispiraten oder guestiger.de. Nun weiss ich, wie der Preisrahmen ist. Dann sehe ich bei Ebay die Händlerangebote an. Die sind oft etwas höher als der Online-Händler.
Dann klicke ich bei Ebay "nur Auktionen" an, dann muss ich die ganzen Sofort-Kaufen Angebote nicht ansehen. Ich schaue mir dir Artikelbeschreibungen und die Bewertungen des Verkäufers an; über www.wortfilter.de kann ich mir nur die negativen Bewertungen heraussuchen. Da sieht man dann auch rasch, ob es eine Rachebewertung sein kann.
Für eine fast neue Kamera(Angebotstext: die ist mir technisch zu kompliziert) ohne Garantie, biete ich nicht mehr als 60% des Neupreises; das ist meine Obergrenze.

Ebay hat auch negative Seiten:
- Paypal - da habe ich in den Ebay-Foren schon zu viel Negatives gelesen,
- gibt es Probleme, dann ist bei Ebay keiner zuständig, die eventuellen Antworten sind sehr unbefriedigend.

Wenn jetzt alle von Ebay enttäuscht sind, wo kann man sich dann treffen? Bei www.auvito.de oder bei www.hood.de?
Na, dann kommt mal alle dorthin!!!

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JWJ 13.05.2007, 09:55
123.

Natürlich hat Ebay so seine Schwächen, was eben daran liegt, dass eine ganze Menge Geld dort umgeschlagen wird, und also viele Teilnehmer motiviert sind, die Regeln des Systems auszunutzen.

Als Käufer hat man jedoch eine ganze Reihe Möglichkeiten selbst zu bestimmen, wieviel Ärger einem EBay bereitet, und so gesehen verstehe ich viel von dem Gemeckere in dem SPON Artikel nicht so recht. Preise für ein Produkt zu hoch? Na dann eben nicht bieten---insbesondere wenn's den Artikel billiger woanders gibt. Die Verkäufer nicht genehm? Nun, dann eben nicht von denen kaufen, die einem nicht passen.

Klar, das Bewertungssystem hat Schwächen, aber mit ein bisschen Rumklicken kommt man doch meist dahinter, mit was für einem Verkäufer man es zu tun hat. Viele Leute, die sich über Ebay beschweren, haben oftmals nicht verstanden, wie das System funktioniert (z.B. der Kommentar von mabuse768 über das mehrfache konsekutive Vorkommen desselben Bieters). Mit Ebay ist es eben nicht anders als mit dem Rest des Web---es verlangt nach einem aufgeklärten und fachkundigen Nutzer, der weiss, was er da tut.

Einer meiner Verbesserungswünsche an Ebay wäre, dass es endlich das Sniping institutionalisiert (indem es "blind bets" einführt). Sniping (und "group sniping") sind meiner Ansicht nach die beste (für mich: die einzige) Art auf Ebay zu kaufen, und obschon es vermutlich nicht im Sinne von Ebay ist, es Benutzern leichter zu machen einem "bidding war" aus dem Wege zu gehen, wäre es doch eine enorme Erleicherung---ich müsste dann nicht JBidWatcher rund um die Uhr auf meinem Rechner laufen lassen... ;-)

Gruss,

-- j

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Gerd73 13.05.2007, 09:56
124.

Hallo Spiegel-Leser,

aufgrund von Enttäuschungen bei Ebay über Service, Sicherheit, überhöhte Gebühren und den Schutz persönlicher Daten (lest zu Paypal z.B. den Wikipedia-Artikel) kann ich sehr gut verstehen, dass sich ein zweites Auktionshaus in Deutschland etablieren sollte.

Ebay muss zu unser aller Vorteil Konkurrenz bekommen.

Und es gibt tatsächlich schon weit gediehene Bestrebungen von vielen ehemaligen Ebay-Kunden ein neues und mitgliederorientiertes Auktionshaus zu etablieren.

Es heißt amprice und hat immerhin eine halbe Million Artikel und sehr guten Service: Sofort-Hilfe, Forum, einwandfreien Datenschutz, Ebay-Artikelimport, Einstellservice

Schaut mal dazu ins Forum (ampriceforum.de) oder gleich auf die Info-Seite: www.amprice.info



MfG, Gerd

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Zyklotron 13.05.2007, 10:05
125.

Das Problem sind die kommerziellen Anbieter. So einfach lässt sich das für mich zusammenfassen. Sie überfluten eBay mit ihrem billigen Fernost-Ramsch, den man auch in gewöhnlichen Online-Shop verhökern könnte. Private Angebote zu finden gestaltet sich mit mehrseitigem Blättern und Suchen schwierig.
eBay taugt nur noch zum Ergattern seltener Sammlerstücke.

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bytebox99 13.05.2007, 10:35
126. eBay ist nur noch ein notwendiges Übel !!

hallo

bin sein 1999 eBay Kunde bzw Verkäufer bei eBay , seid einigen Jahren entwickelt sich eBay immer mehr zum notwendigen Übel! eBay dreht jedes Jahr an der Preisschraube = die Gebühren steigen ..und steigen so das das verkaufen als Händler da bald keinen Spass mehr macht ! Den eBay hält jetzt 3 mal die Hand auf 1. beim Einstellen 2. bei Verkaufen 3. beim Bezahlen via PayPal .Viele Profihändler haben daher eBay schon verlassen oder verkaufen nur noch ein paar Teile .

Ich habe schon mit einigen eBay Managern über das Verhältnis von Kosten und Gewinn gesprochen aber der Händlerkunde wird zumindest hier in Deutschland immer noch gemolken und das bei miesen Service !
Ein gutes Geschäft ist nur wenn beide Seiten daran Spass haben , aber seid
Jahren hat nur noch eBay Spass und kauft von den satten Gewinnen eine Firma nach der anderen auf oder schmeisst das Geld für sinlose Sachen wie
z,B EBay Express raus ( hat da schon jemals einer gekauft ?!) .

Bis heute gibt es keine ordentlichen bzw übesichtlichen Rechnugen und man muss sich die auch noch recht aufwendig selber ausdrucken. Bei jeder anderen Firma bekommt man auf Wunscheine gedruckte Rechung die mit 0 anfängt und mit den Betrag aufhör den man bezahlen muss . Bei eBay Rechnungen herscht da Chaos , es wird mit Zwischensummen gearbeitet und es wird nicht immer der Betrag abgebucht der auf der Rechung steht .

Leider gibt es zur Zeit keine Alternativen , hoffentlich macht Google eBay bald mal Feuer unterm Hintern ( weil das sind die einzigen dennen ich das nich zutauen würde )

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Geziefer 13.05.2007, 10:52
127. Meine Ebay-Strategie

Zitat von sysop
Jeder sechste Deutsche kauft inzwischen bei eBay, und es gibt Fans und Enttäuschte. Ärgert Sie etwas an eBay? Hohe Gebühren, hohe Auktionpreise, schlechter Service, Hehlerware, oder ist für Sie alles in Ordnung? Sollte eBay mehr für seine Kunden tun?
Ebay ist für mich zunächst und zuallererst Markt- und Preisbeobachtungsinstrument. Gleichgültig, ob in Kauf- oder Verkaufsabsicht.

Ware, die mich interessiert und die mehrfach angeboten wird, nehme ich in die Beobachtung und lasse die Bietezeiten ablaufen. Schon habe ich einen Anhaltspunkt für den Ebay-Durchschnittsmarktpreis. Davon 10 Prozent abziehen. Der Betrag wird dann mein beabsichtigtes unteres Maximal-Angebot. Danach die Bewertungen checken und zwar hinsichtlich mit dem eigenen Kaufwunsch ähnlicher Angebote oder Warengruppen. Gucken, ob Bieter nicht nur Verkäufer sondern auch Käufer ist. Dann Bewertungen checken. Testberichte prüfen und Ladenangebote prüfen. Und noch mal über seinen Wunsch ne Nacht schlafen. Und dann zuschlagen: Sich an ein, zwei Angebote ranschleichen, sie auch parallel laufen lassen. Unteres Maximalgebot setzen und konsequent beim eigenen Limit bleiben. Ggf. aussteigen und sich an die übrige Beobachtungsauswahl ranhängen. Sich für den Endspurt noch ein paar Euro nach oben Spielraum lassen. Und dann klappts oder es klappt nicht. Macht aber Spaß, wenn man sich die Zeit dafür nehmen kann.

Als Verkäufer halte ich mich an korrekte und realitätsnahe Warenbeschreibung und kalkuliere in meinen Mindestpreis von vornherein meine tatsächlichen Versandkosten mit ein und biete inklusive Versandkosen an. Den Käufer informiere ich schnell wie folgt: Glückwunsch an die erfolgreichen Bieter, sofort Kontonummer mitteilen, sofort nach Zahlungseingang diesen bestätigen und Versand avisieren und zeitgleich erledigen. Versandverlauf mitteilen zum Beispiel mit DHL-Versand-Datenbankauszügen, so dass der Kaufer das Erworbene geradezu auf sich zukommen sehen kann. Den Käufer, wenn seine Zahlung schnell einging und Ware bei Kaufer ist, sofort kurz positiv bewerten. Als Käufer sich Zeit lassen und bei Mängel präzise reklamieren und zugleich Bewertungsentwurf dem Verkäufer zwecks Vorabkenntnis zukommen lassen. Reaktion abwarten und erst nach Verkäuferreaktion, falls noch notwendig, hart-aber-fair negativ bewerten. Rachebewertungen wegstecken und noch mal hart-aber-fair kommentieren.

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the.pirate 13.05.2007, 10:53
128.

Mir kommen ja die Tränen. Was hier ebay angelastet werden soll spottet jeder Beschreibung und ist eine herrliche Melange aus Unwissenheit und Grenzdebilität.
Zunächst: NIEMAND ist gezwungen ebay zu nutzen. Verkäufer nicht und Käufer schon gar nicht. Warum machen es soviele doch? Es ist die reine Gier, das Verlangen den Hals nicht voll genug zu bekommen! Ich habe mehr als 1000 Transaktionen über die Plattform getätigt (als Verkäufer und als Käufer) und ich habe genau EINMAL ein Problem gehabt. Die Quote ist verglichen mit dem stationären Einzelhandel so schlecht nicht. Warum? Weil ich mich auf bestimmte Deals nicht einlasse und einfach bestimmte Ware auf dieser Plattform nicht kaufe. Oder weil ich als Verkäufer nur Ware anbiete, die ich auch selber in diesem Zustand sehen wollen würde, wenn ich sie gekauft hätte.
Die Höhe sind aber die jammernden Verkäufer, die etwas anbieten, es veräußern und sich DANACH über die Gebühren aufregen. Schon mal was von Kalkulation gehört? Schau ich mir Gebühren (und Steuerabgaben) im Vorfeld an? Wenn ich es mir aufgrund der Marge nicht leisten kann auf dem Marktplatz zu verkaufen, dann muss ich es sein lassen und meine bisherigen Kanäle nutzen. Aber trotzdem anbieten und über die Gebühren meckern passt nicht zusammen.
Thema Verlinkungen: Links sind verboten. Basta. Warum sich ein SPON-Redakteuer herausnimmt, dass sein Link ein "guter" sein soll grenzt schon ein wenig an nicht mehr ernst zu nehmende Naivität. Links sind verboten. Punkt. Dann setz ich auch keine rein. Und wenn ich es doch tue, muss ich damit rechnen, dass mein Artikel gelöscht wird. Aber sich anschliessend darüber beschweren ist lächerlich.
Bewertungen: Bei meinen 1000 Transaktionen gab es EINEN Fall, wo es eine merkwürdige Bewertung gab. Natürlich ist eine negative Bewertung ärgerlich, aber mit welcher Engstirnigkeit hier argumentiert wird, als wenn einem das Haus unter dem Arsch abgefackelt wurde, ist ja kaum auszuhalten. Kann man die Sache auch mal locker und sportlich sehen, mit Weitsicht über den Dingen stehen? Mal ehrich: Wie soll ebay OBJEKTIV einen Streitfall klären, bei dem ein Artikel vielleicht nicht 100%ig in dem Zustand ist, wie beschrieben. Wann ist der Schaden entstanden? Wie war der Artikel vor dem Versand beschaffen? usw. Obwohl nahezu alle Autoren in diesem Thread ebay gar nicht mehr nutzen wollen oder es schon nicht mehr tun, sind immer noch geschätzte 5-8 Mio. unterschiedliche Angebote auf der Plattform. Somit kommen pro Tag mindestens 500.000 neue Artikel auf die Plattform. Wenn man mal annimmt, dass nur 0,1 Promille der pro Tag eingestellten Artikel solch einen STreit auslöst, wären das PRO TAG 50 Artikel, die objektiv umfangreich untersucht werden müssten. Ich glaube das kann und sollte ebay nicht leisten müssen, ohne die Gebühren nicht noch weiter nach oben zu schrauben.
Paypal: Ist eine feine Sache, ein Traum für den Online-Handel. Etwas naiv zu verlangen, dass solch eine Dienstleistung kostenfrei sein sollte, oder?! paypal und auch ebay sind wirtschaftlich denkende unternehmen. profitmaximierung steht ebay auf der stirn geschrieben. und dafür, dass sie sich vor potenten aktionären rechtfertigen müssen, ist ebay noch sehr, sehr moderat - trotz der Quasi-Monopolstellung.

Fazit: Alle, denen ebay nicht mehr genügt, den wünsche ich viel Spass auf anderen Plattformen! Oder auf Trödel- und Flohmärkten (aber schön früh aufstehen, um die besten Plätze zu bekommen). Und wenn Sie dann an einem verregneten Sonntagabend verfroren nach Hause kommen, laufen vielleicht gerade meine Auktionen aus - und die werden kräftig beboten, denn ihr Konkurrenz-Angebot ist ja nicht mehr auf der Plattform. Aber mindestens 15 Mio. potentielle Käufer...

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bhayes 13.05.2007, 10:57
129.

Ich betreibe einen Versandhandel und habe gelegentlich bei ebay Auslaufartikel versteigert.
Über die zu niedrigen Auktionserlöse will ich mich gar nicht beschweren; in Kombination mit dem Aufwand und den Kosten lohnt sich vieles nicht.

Ein paar Anmerkungen:

Bewertungssystem

Unkorrekte Bewertungen muss man in max. 1 Min. löschen lassen können.
Aus Verkäufersicht ist es absolut notwendig, zuletzt zu bewerten, um zu verhindern, dass einem Käufer zu Unrecht eine schlechte Bewertung reindrücken.


Versandkosten

Bei der Kalkulation der Artikel wie auch der Versandpreise ist folgendes zu berücksichtigen:
1. Optisch niedrige Artikelpreise sind tendenziell günstiger, da sie mehr Kunden anziehen (jedenfalls wenn die Versandkosten nicht unverhältnismäßig hoch sind) UND da sie eine niedrigere Gesamtsumme für Besteller mehrerer Artikel bedeutet.
2. Bei Ebay werden zwar die Artikelpreise, nicht aber die Versandpreise in die Provisionskalkulation einbezogen, was einen natürlich verleitet, diese tendenziell etwas höher anzusetzen, jedenfalls bei Artikeln, von denen wahrscheinlich ohnehin nur einer gekauft wird. Letztlich profitiert hier aber der Kunde, da die Gesamtsumme niedriger wird, da weniger an Ebay bezahlt werden muss.
3. Die Versandkosten im engeren Sinne umfassen: Verpackungsmaterial, Porto, Aufwand des Verpackens, Versicherung der Sendung (als gewerblicher Verkäufer haftet man für den Hin- und ggf. auch für den Rückversand), Beschaffung des Verpackungsmaterials etc., Einlieferung, Aufwand bei verlorenen Sendungen (Nachforschen), Fragen von Kunden zum Sendungsstatus beantworten usw. UND auf all dies kommt noch MWST-Steuer obendrauf.
4. Bei jeder Bestellung gibt es noch die grundsätzliche Auftragsabwicklung, also Kunden erfassen, prüfen, ob Kunde nicht schon im System (evtl. mit leicht anderen Daten) ist, Konto prüfen, Rechnungswesen, Rechnung drucken etc.
In vielerlei Hinsicht macht es Sinn, diese Themen, die unabhängig von der Anzahl der bestellten Artikel sind, eher in der Versandkosten einzupricen als in die Artikel, da diese dadurch etwas niedriger angesetzt werden können, was wie gesagt auch Bestellern vieler Artikel entgegenkommt.
Letztlich ist das, was also vereinfacht als "Versandkosten" bezeichnet wird, ein separater Preisbestandteil des Gesamtvertrages. Und es bleibt jedem potentiellem Käufer überlassen, einen solchen Gesamtvertrag einzugehen oder es eben zu lassen. Als Verläufer will man natürlich möglichst viel verkaufen und gibt sich daher grosse Mühe, das Pricing so zu machen, das genau dies eintrifft.
In jedem Falle sind alle Unterstellungen, hier würde abgezockt etc. unangebracht, da alle Preisbestandteile vor Vertragsabschluß bekannt sind (wenn nicht, muss man per E-Mail vorher anfragen). Ebay hat allerdings einen schweren Mangel bei der automatischen Behandlung von Bestellungen mit mehreren Artikeln, hier ist es für den Verkäufer de facto nicht möglich, die Versandkosten so im System zu hinterlegen, dass automatisch eine sinnvolle Summe berechnet wird. U.a. ist es ein Problem, niedrige Versandkosten bei leichten, billigen Artikel zu hinterlegen, die Versandkosten aber nur etwas zu erhöhen, wenn mehrere solcher Artikel gekauft werden und GLEICHZEITIG die Versandkosten wieder zu begrenzen, wenn z.B. 10 solcher Artikel bestellt werden.
Dies ist aber auch ein Schwachpunkt vieler EDV-Systeme und Online-Shops. Direkt programmiert, braucht man ca. 1-2 Seiten Code, um alles korrekt zu berechnen sowie hinterlegte Volumen und Gewichtsdaten aller Artikel.


AGBs, Widerrufsrecht, gesetzliche Informationspflichten

In Deutschland ist dieses Themengebiet umfassend geregelt und zwar sehr zu Gunsten des Käufers. Dies zieht viel Text nach sich, bei eine sehr eng bedruckte DINA4 Seite. Dies braucht man, um alle relevanten Themen wie Versandkosten, wann kommt der Vertrag eigentlich zustande, Impressum, was ist die Lieferzeit, Widerrufsrecht, Datenschutzbestimmungen usw. usw. festzuhalten.

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