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Immobilie an der Mosel: "Cyberbunker" wurde trotz Warnung verkauft
PRESSESTELLE LANDESKRIMINALAMT RHEINLAND-PFALZ/HANDOUT/EPA-EFE/REX

Jahrelang betrieben mutmaßlich Kriminelle in einem alten Bundeswehr-Bunker ein Rechenzentrum, über das Drogen- und Waffenmarktplätze gehostet wurden. Dabei warnte das LKA Rheinland-Pfalz früh vor dem Käufer.

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spon-1178958794633 08.10.2019, 15:39
1. Offenbar ohne Sinn und Verstand

Unglaublich. Aber das hat Methode. Die BIMA verkauft offenbar immer an den Meistbietenden, ohne Rücksicht darauf, was mit den Objekten passiert. Viele Städte können ein Lied davon singen, wo dringend benötigte Grundstücke an irgendwelche windigen Investoren verscherbelt werden, statt den Gemeinden ein vernünftiges Angebot zu machen.

Ich bleibe so optimistisch, dass man den damaligen Fallmanager nachträglich wegen Vernachlässigung elementarster Sorgfaltspflichten zur Rechenschaft zieht, z.B. mit einem Disziplinarverfahren. Und es wäre einmal eine gute Gelegenheit, die Praix der BIMA -die irgendwie auch an die Treuhand erinnert - auf den Prüfstand zu stellen.

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winfield06 08.10.2019, 15:57
2. Unglaublich

wie in diesem Artikel, Behauptungen, Anschuldigungen und Vermutungen vermischt werden.
Ich war immer der Meinung, dass in diesem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung gilt. Aber eher wohl nicht.
1.
Zitat von
"dass der potenzielle Käufer der Immobilie den Standort für ein Rechenzentrum unter anderem auch zur Begehung und Unterstützung von Straftaten im Internet nutzen könne"
Diese Möglichkeit besteht theoretisch bei jedem Rechenzentrum und bei vielen Kaufimmobilien
2.
Zitat von
Seitdem steht die Frage im Raum, wie die mutmaßlich Kriminellen überhaupt an das auf militärischem Niveau gesicherte Gelände gelangen konnten - ausgerechnet verkauft vom deutschen Staat.
Wie später im Text beschrieben "das wirtschaftlichere Angebot wahrgenommen, zudem finde ich persönlich die Textpassage "mutmaßlich Kriminellen" schon eine Vorverurteilung. Hier hätte die Aussage auch Verdächtige lauten können
3.
Zitat von
Bei einer Präsentation sei X. bei Details seltsam vage geblieben, etwa was auf den Servern gespeichert werden solle.
Im Allgemeinen werden auf Servern Daten gespeichert, wer es als Webhoster anlegt weiß nicht zwangsläufig was die Kunden dort speichern.
4.
Zitat von
Käufer der Bunkeranlage war eine niederländische Stiftung unter der Führung des Niederländers Herman-Johan X., heute Hauptverdächtiger der Ermittler. X. war schon 2013 kein Unbekannter, er hatte Anfang der Nullerjahre in seinem Heimatland schon einmal ein Rechenzentrum in einem Bunker betrieben. Zahlreiche Informationen über seine Aktivitäten waren offen im Internet zugänglich.
Was ist - bis dato - an diesen Dingen so schlimm, dass die Bima das Gelände und die Anlage hätte nicht verkaufen sollen bzw. können?

Sorry, hier wird ein Artikel auf sehr reißerischem Nivau aufgebauscht.

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spontanistin 08.10.2019, 15:58
3. Ja was erwartet der Autor denn von einer Behörde?

Man sieht doch schon an der maroden und verrotteten Infrastruktur, ganz zu Schweigen vom Desaster bei der Wehr-Technik der Bundeswehr, zu welchen Höchstleistungen unsere Beamten fähig sind! Die Begabtesten gehen eh in die sog. Freie Wirtschaft und zocken so Otto Normalverbraucher ab. Was dem einen die Boni sind dem anderen die Pensionen!

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Denkerchen 08.10.2019, 16:05
4. etwas mehr Ehrlichkeit bitte

Es kann nicht sein, dass eine nicht wirklich bewiesene Vermutung des LKA dazu führt dass ein Käufer aus einem bereits geschlossenen Verkauf nur wenige Tage vor der Beurkundung ausgeschlossen wird. Es kann nicht sein, dass Straftaten, die 6 (SECHS) Jahre lang ungeahndet laufen konnten - OBWOHL das LKA bereits davor gewarnt hatte, jetzt zu einer Schuldzuweisung führen. In Deutschland wird ständig vor allem und jedem gewarnt: 99% der Warnungen sind gegenstandslos - das restliche 1% ist dann der "Zeigefinger". Besonders schön zu sehen an der Formulierung "seltsam vage geblieben" - ein Server-Dienstleister hat weder Informationen noch Einfluss darauf welche Daten bei ihm gespeichert werden - das kann gar nicht konkret beantwortet werden - auch nicht von seriösen Anbietern.

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static_noise 08.10.2019, 16:08
5.

Werter SPON, noch sind die Inhaber des Bunkers keine "Kriminelle". Formell sind sie ganz normale Betreiber eines Rechenzentrums wie es in Deutschland Hunderte gibt. Die T Systems wird auch nicht als kriminell bezeichnet wenn jemand dort eine illegale Webseite, respektivw Webseite mit illegalem Inhalt betreibt.
Sicherlich wird es hinreichende Beweise geben, dass die Betreiber nun aber genau wussten was auf ihren Servern lief, bzw sogar mit im Boot steckten, das muss aber erstmal gerichtlich geklärt werden.
Dass der SPON diese aber jetzt schon öffentlich als "die Kriminellen" bezeichnet finde ich befremdlich, aus dem linksunten.indymedia Debakel/ Skandal nix gelernt?

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friederike_j 08.10.2019, 16:13
6. Als wenn das irgendeinen Unterschied gemacht hätte

Ich verstehe überhaupt nicht was das Geschimpfe nun soll. Es ist ja nun jetzt nicht so, als wenn die dort stattgefundenen Aktivitäten nur deswegen passiert sind weil man sich in einem Bunker befand. Das mag vielleicht fürs Marketing bei potentiellen Kunden gut gewesen sein, aber das ist dann auch alles.

Wie man ja jetzt sieht hat die Wahl der Örtlichkeit ja nicht etwa verhindert dass die Polizei das ganze hochnehmen konnte. Und ohne Strom und Internet-Anbindung wäre das alles auch nicht möglich gewesen. Es besteht praktisch gesehen überhaupt kein Unterschied ob dieses Hosting nun in einem Bunker stattfindet oder in z.B. in einem der vielen Rechenzentren in Frankfurt. Der Aufwand das ausfindig zu machen und hochzunehmen unterscheidet sich zwischen beiden Fällen nicht.

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foxb3b3 08.10.2019, 16:32
7. Nun wird also schon gewarnt ohne Verdacht

Konkrete Anhaltspunkte für Ermittlungen gab es nicht, trotzdem warnt man schon. Ist das die neue Definition von Rechtsstaat? Sind wir in einer Bananenrepublik? Es hat damals noch nicht einmal gereicht, dass sich Leute mit dem Käufer Ermittlungstechnisch befassen konnten, aber es wurde bereits vor dem Käufer gewarnt? Was eine geile Story und dann wird die BIMA auch noch als Bösewicht hingestellt. Zum einen kann der BIMA fast egal sein was der Käufer mit dem Gebäude macht und zum anderen ist so eine Warnung doch wohl absolut null und nichtig. Und ob der Besitzer was mit den Servern zu tun hat und was da nun gelaufen ist, steht auch noch in keiner Form fest. Eigentlich wäre so ein Artikel perfekt für "realer Irrsinn" von extra 3.

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Patenting 08.10.2019, 16:38
8.

Zitat von Denkerchen
Es kann nicht sein, dass eine nicht wirklich bewiesene Vermutung des LKA dazu führt dass ein Käufer aus einem bereits geschlossenen Verkauf nur wenige Tage vor der Beurkundung ausgeschlossen wird. Es kann nicht sein, dass Straftaten, die 6 (SECHS) Jahre lang ungeahndet laufen konnten - OBWOHL das LKA bereits davor gewarnt hatte, jetzt zu einer Schuldzuweisung führen. In Deutschland wird ständig vor allem und jedem gewarnt: 99% der Warnungen sind gegenstandslos - das restliche 1% ist dann der "Zeigefinger". Besonders schön zu sehen an der Formulierung "seltsam vage geblieben" - ein Server-Dienstleister hat weder Informationen noch Einfluss darauf welche Daten bei ihm gespeichert werden - das kann gar nicht konkret beantwortet werden - auch nicht von seriösen Anbietern.
es geht um die - ungeprüfte oder ignorierte - Zuverlässigkeit des Käufers. Immerhin eine hochgesicherte Militäranlage und nicht etwa eine Kuhwiese!

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shloma 08.10.2019, 16:47
9. Da wird mir Angst und bange

Es kann irgendwie nicht sein, dass aufgrund von nicht bewiesenen Behauptungen der Polizei jemand ausgeschlossen wird. Was ist denn das für ein Polizeistaat?? seitdem ich vor 15 Jahren mal in meinen Schufa-"Akte" geschaut habe und aufgrund eines mir falsch zugeordneten Eintrages klargeworden ist, wie schlampig solche Datenbanken geführt werden (bei der Polizei bestimmt furchtbar), bin ich da total dagegen dass aus solchen Datenbanken Schlussfolgerungen über das Leben anderer gezogen werden.

Nur mal so zur Sache: Ein Rechenzentrum zu betreiben erfordert einen Internet-Anschluss. Wenn die Polizei hier den Verdacht gegen den Käufer hat, gut ja dann halt starten (richterlich sanktioniert) zu überwachen was da so für ein Traffic läuft. Dass das ganze in einem "militärisch gesicherten Gelände" geschieht spielt keine Rolle. Die Server müssen aus dem Netz erreichbar sein (IP-Adresse) und über diese ist dann auch der Betreiber ausfindig zu machen. Kriminelle Server in D zu betreiben würde ich selbst nicht gerne und dann noch unter echtem Namen... Da nutzt mir die dicke Stahltür dann auch nix...

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