Forum: Netzwelt
Initiative gegen Google: Wissenschaftler fordern europäischen Web-Index
DPA

Die europäische Suchmaschine Quaero war ein teures Desaster. Informations- und Medienwissenschaftler aus Deutschland fordern nun ein Alternativmodell: einen öffentlich finanzierten Web-Index.

Seite 2 von 5
polarapfel 18.02.2015, 17:14
10. Angst und Bange wird mir wenn ich diesen Schwachsinn lese

Mit staatlich finanzierter Planwirtschaft in die Bedeutungslosigkeit. Statt endlich die Voraussetzungen auf politischer Ebene zu schaffen, dass Startups in Europa vergleichbare Voraussetzungen zur Gründerszene in den USA finden, soll jetzt versucht werden am Markt vorbei eine Lösung zu finden, die Steuergelder in den Sand setzt.

Ein Steuerloch für öffentliche Gelder, wie eine Suchmaschine die am Ende trotzdem keiner benutzt (weil Google und Bing am Ende immer noch besser sein werden) brauchen wir genauso wenig wie einen staatlich betriebenen Facebook Ersatz den ebenfalls niemand verwenden wird.

Europa ist keine Internetkolonie der Amerikaner, weil uns die Amerikaner kolonisiert haben, sondern weil Europa unfähig ist die Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PerciGang 18.02.2015, 17:19
11. Das Internet ist keine Bibliothek

Ein solcher Index wäre dann wohl das nächste Milliardengrab. Aber selbst wenn es einmal einen Index gäbe, würde die uns angebotene Information "staatlich aufbereitet", sprich zensiert bei uns ankommen. Dann lieber Google oder Bing, oder duckduckgo, oder...wir haben nun wahrlich die freie Wahl der Suchmaschine. Ein Monopol sehe ich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
medley63 18.02.2015, 17:23
12. Nachfrage:

Was ist eigentlich aus dem öffentlich rechtlichen Galileo GPS-Satellitenprojekt geworden? Ist ja auch so ein europäischer "Erfolg" wie zB. der Euro, mit dem man den Amerikanern mal zeigen wollte, was man selbst doch noch so alles drauf hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rmuekno 18.02.2015, 17:26
13. Wer hindert denn jemand daran

eine europäische Suchmaschine zu bauen bzw. zu installieren.

Google war ja nicht die erste ist auch nicht die einzige Suchmaschine. Yahoo z.B. war früher, Bing kam später, aber warum nehmen die meisten Google, weil es besser ist. Baut eine noch bessere europäische Suchmaschine und Google wird deutlich Marktanteile verlieren. ist doch alles nur freier Wettbewerb.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vonhier 18.02.2015, 17:26
14.

Zu teuer. Ich lehne ab. Für mich ist das nichts als Steuergeldverschwendung. Brauche ich nicht. Ich war heute bei einem anderen Anbieter als Google und musste leider feststellen : Google bringt mir zu oft, was ich suche. Mit denen verschwende ich am wenigsten meine Zeit. Bing ist schlechter und ich wette auch der nächste staatlich-gelenkte Versuch Google zu ersetzen wird fehl schlagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pleromax 18.02.2015, 17:30
15. Mal MajesticSEO versuchen

Meine Güte, was für ein komplizierter Nabelschau-Firlefanz! Wie wär's damit, einfach eine Lizenz von MajesticSEO (oder gleich die ganze Firna) zu kaufen, die baggern schlappe 3 Milliarden Seiten am Tag durch und haben daher einen fantastischen Link-Index - das spart Milliarden an Steuergeldern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
monsieurK 18.02.2015, 17:58
16. ...nichts schlechtes über Tote...

Zitat von der_wissenschaftler
Die Angaben über Quaero im Artikel sind einfach sachlich falsch. 1.) Quaero war nie als Projekt gedacht, dass ein europäische Alternative zu Google bringen sollte. Das ist ein Missverständnis, das aus einer provokanten aber uninformierten Aussage von Mitterand entstanden ist. Vielmehr hat Quaero Grundlagen- und Anwendungsforschung im Bereich Verarbeitung multimedialer Inhalte betrieben. Lediglich ein Großteil der deutschen Partner war am Ende bei Quaero nicht dabei, weil die Telekom kurzfristig als Leiter auf deutscher Seite während der Antragsphase ausgestiegen ist. 2.) Quaero ist nicht gescheitert, sondern wurde unter französischer Führung und Finanzierung erfolgreich durchgeführt. Quaero ist Ende 2013 erfolgreich beendet worden. Die Ergebnisse von Quaero kann man schön auf der Projektwebseite sehen: www.quaero.org
...aber Mitterand starb 1998, also zu einer Zeit als das von Ihnen genannte Projekt noch gar nicht existierte. Macht ja nichts, aber wenn Sie sich hier als Quaero Kenner outen dann bitte mit Fakten. Den Rest kann sich jeder aus der nichtssagenden Web Presentation dieses Projektes holen welche letztlich nur eines generiert hat: Vergeudung von Steuergeldern für Leute deren berufliche Daseinsberechtigung nur von Brüssel abhängt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Montanabear 18.02.2015, 18:03
17. Ganz genau !

Zitat von ruediger
Es gibt eine ganze Reihe hervorragend funktionierender Suchmaschinen (ua Google) im Netz. Daher ist überhaupt nicht einzusehen, warum diesen mit Steuergeld Konkurrenz gemacht werden soll (und so der Wettbewerb verzehrt werden sollte). Versuche dazu in der Vergangenheit haben, wie in dem Artikel beschrieben, lediglich unser Steuergeld verbrannt, und es ist überhaupt nicht erkennbar, warum das bei dem neuen Vorschlag anders sein sollte.
Haben diese "Wissenschaftler" nicht gelernt, wie oede die Medienlandschaft aussieht, wenn eine Regierung die Regelen macht ? Auch ich finde, dass es genug ausgezeichnete Suchmaschinen gibt. Man muss sie nur suchen !!
Meine Lieblingssuchmaschine ist www.dogpile.com.
Politik und Weiterbildung sind ein unharmonisches Paar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
postnational 18.02.2015, 18:32
18. Alte Konzepte für moderne Technologie gemixt mit Anti-Amerikanismus

Google ist zwar Marktführer, aber nicht die einzige Suchmaschine – Verbraucher haben durchaus viel Wahlfreiheit. Der Umsonst-Liberalismus von Google dürfte viel eher den Zorn insbesondere der deutschen Herrschaftswissens-Kultur provozieren.

Verschlafen hat Europa schon die 70er als kiffende Hippies heutige Weltkonzerne wie Apple oder Microsoft gegründet haben – die wurden damals halt lieber auf Demos niedergeknüppelt oder mit dem Radikalenerlaß unterdrückt. Das jetzt eurpopäisch aufholen zu wollen mit einer Art Airbus für das Internet ist lächerlich, sofern es nicht sowieso um Zensur geht wie in China oder inzwischen wohl auch Russland.

Da sollten sich die Herren Professoren andre Konzepte einfallen lassen, zumal eine Aufholjagd sowieso nur noch mit OpenSource gelingen kann…

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wekru 18.02.2015, 18:54
19. Arbeitsbeschaffung

Den Nachweiss, dass irgend welche im Web existierenden Informationen nicht auch von Google erfasst und somit indexiert sind, sollten die Herren Wissenschaftler mal erst erbringen bevor sie sich in Brüssel aus Steuergeldern bedienen.
Es gibt kein Problem mit der Vollständigkeit bei Google oder Bing, sondern alleine mit der Gewichtung und somit Sichtbarkeit. Da die Leute faul sind und in der Regel nur die ersten 3 Resultate lesen, liegt eine große ökonomische Macht bei demjenigen, der darüber entscheidet was bei den Ergebnissen ganz oben landet. In dieser Hinsicht schmeckt mir Google oft gar nicht. Aber wer nicht zu faul ist und bei einer Suchanfrage mehr als nur einen Begriff eingibt, das was er sucht also präzise beschreibt und dann auch mal die Ergebnisseiten etwas weiter durchgeht, findet immer alles was es gibt. Google macht Politik und beutet die Faulheit der Leute aus - oder hat eben undurchsichtige, miese Algorithmen bei der Gewichtung wenn man Anfragen so formuliert, dass der Baum im Wald gesucht wird. Wer hingegen die Nadel präzise mit 3 Eigenschaften beschreibt, findet sie auch im Heuhaufen. Alle Kritik an den vorhandenen Suchmaschinen erledigt sich, wenn die Leute mal lernen würden diese ordentlich zu nutzen. Deswegen erledigt sich jedes Problem mit der Verbreitung minimaler Kompetenzen, die sich in wenigen Sätzen zusammenfassen lassen: formuliert vernünftige Anfragen und verwendet mehr als einen Suchbegriff, der das Gesuchte beschreibt, also nicht nur "Oper", sondern "Oper Programm Stuttgart 2015".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5