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Initiative gegen Google: Wissenschaftler fordern europäischen Web-Index
DPA

Die europäische Suchmaschine Quaero war ein teures Desaster. Informations- und Medienwissenschaftler aus Deutschland fordern nun ein Alternativmodell: einen öffentlich finanzierten Web-Index.

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whocaresbutyou 18.02.2015, 22:02
30. nicht der Markt hat versagt...

wenn drei Viertel des Konsumenten zur gleichen Firma laufen, haben nicht die Märkte versagt, sondern die Mitbewerber.

In einem System, in dem sie jederzeit unverbindlich und kostenfrei den ihnen angenehmsten Service wählen können, wird sich die breite Masse irgendwo konzentrieren. Eben dort, wo eben alles sind... (siehe Google, Amazon, Facebook, ...).

Google hat einfach die beste Universal-Suchmaschine und Dutzenden Standbeine in der gesamten IT-Welt. Die Einstiegshürde für Mitbewerber liegt da finanziell und strukturell derart abartig hoch, dass da aus "dem Markt" kurzfristig garnichts vernünftiges nachwachsen kann.

Einzig Firmen wie beispielsweise Apple, bei denen ein oder zwei Milliarden mehr auf dem Konto nicht mehr auffallen, dürften hier mittelfristig noch mitmischen können.

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spon-facebook-10000220808 18.02.2015, 23:55
31.

Zitat von tüttel
Woran es bisher weitgehend mangelt, ist eine Internet-Systematik mit den wichtigsten Anbietern und Angeboten zu sämtlichen Fachgebieten wie in jeder normalen gut sortierten Bibliothek.
Nur...das internet ist keine Bibliothek ^^
da verwechselst du was...und die Systematik heisst Bookmarken bzw Favoriten und L2use Google.

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spon-facebook-10000220808 19.02.2015, 00:42
32.

Zitat von Montanabear
Auch ich finde, dass es genug ausgezeichnete Suchmaschinen gibt. Man muss sie nur suchen !! Meine Lieblingssuchmaschine ist www.dogpile.com.
...die den google index benutzt. *facepalm*

klar gibts "genug" suchmaschinen, aber es gibt nur 2 indexe - google + bing.
man brauch ein MEGA rechenzentrum für einen index.
denn was macht ein index ? er speichert ALLES, was er besucht.
so ein index wäre eine mega steuergeldverschwendung für eine verbesserung die in den sternen steht. alles bullshit. bullshit von ahnungslosen.

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mr_stagger_lee 19.02.2015, 00:52
33. Interessant

Die Idee an sich finde ich interessant, jedoch wirds mal wieder nix werden, wie fast immer. Mal wieder müssen wir erkennen dass offensichtlich weitere Züge mal wieder abgefahren sind (nach z.B dem mit der Biotech). Google, Amazon, Facebook, Apple, Twitter, Whatsapp, Youtube - name them. Die Politik der Vereinigten Staaten macht bestimmt viel falsch. Jedoch scheinen bestimmte Rahmenbedingungen in den US zu stimmen. Europa täte gut daran sich mal anzuschauen wie man zukünftig die Bedingungen positiv beeinflusst. Anstatt mal wieder Kohle sinnlos zu verpulvern und über Schwachsinnsnetzsperrenvoratsdingsneuland zu diskutieren und alles elendiglich kompliziert zu machen.

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straff&locker 19.02.2015, 01:54
34. so gesehen...

Zitat von rmuekno
eine europäische Suchmaschine zu bauen bzw. zu installieren. Google war ja nicht die erste ist auch nicht die einzige Suchmaschine. Yahoo z.B. war früher, Bing kam später, aber warum nehmen die meisten Google, weil es besser ist. Baut eine noch bessere europäische Suchmaschine und Google wird deutlich Marktanteile verlieren. ist doch alles nur freier Wettbewerb.
Es gibt sie ja bspw. Qwant

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hdzimmermann 19.02.2015, 07:59
35. ...nur eine Suchmaschine?

Zu suggerieren es gäbe nur eine Suchmaschine und dies dann mit dem Beispiel eines einzigen TV Senders zu illustrieren ist mehr als grenzwertig für einen Wissenschaftler. De facto gibt es eine dominierende Suchmaschine, ja, aber darüber hinaus mehrere Dutzend Alternativen, genau so wie es Dutzende von TV Sendern gibt. Und nur weil ein Produkt sehr erfolgreich ist kann man nicht ohne weiteres von Marktversagen sprechen. Es gibt genügend Produkte auch von Google, die ganz klar vom Markt nicht akzeptiert wurden und eingestellt werden mussten. Ein staatliches System unterläge schlichtweg keinerlei Kontrolle, keinem Markt, keiner Börse.

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philippalexander.vollmer 19.02.2015, 08:23
36.

Da staatliche Stellen wie GCHQ und BND bereits leistungsstarke Crawler betreiben und die Daten erhoben haben, bedürfte es nur eines öffentlichen Frontends und entsprechender Abfrageinfrastruktur. Der Ibformationsumfang sollte durch den zusätzlich verfügbaren Inhalt aller EMails sogar besser sein als die gegenwärtigen Suchmaschinen.

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tsknl 19.02.2015, 09:59
37. Es mangelt an allem...

Europäisches, politisches Wirken hat seit Kohl vorwiegend wirtschaftliche Interessen im Fokus. Dabei wird jedoch die digitale Wirtschaft völlig ausgeklammert, denn diese gibt es in Europa längst nicht mehr. Vielleicht müssen wir erst Politiker zum Teufel jagen, die vom Internet als "Neuland" sprechen.

Natürlich muss es eine Alternative zu Google geben. Dessen unsägliches Monopol hat längst zum Abverkauf der Seelen der User geführt. Big Data wird immer fetter, Menschenrechte werden mit Füßen getreten und "Schnüffelfreunde" werden als gottgegeben hingenommen. Ein offizielles EU Projekt zum Thema "Websuche" muss natürlich am Klein-Klein der Beamtenseelen scheitern. Besser wäre es, 1 Milliarde in ein Open Source Projekt zu spülen, und ansonsten die Finger draußen zu lassen.

Nach meiner Recherche gibt es auch keinerlei Europäische Web-Services. Akismet, Gravatar, Disqus, Maps und Konsorten - allesamt US Services, die mit großer Gier an unseren Daten saugen. EU Politiker begehen ein Verbrechen an ihren Wählern, wenn sie dieses (Geschäfts)feld weiterhin stoisch ignorieren.

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managerbraut 19.02.2015, 11:54
38. Der einzige Nutzen

in einem Web-Index liegt in der Erfassung sämtlicher Netzseiten welche man, dann den Geheimdiensten zu Verknüpfungen, wie Recherchen mit allen Zusatzdaten, wie IP Adressen - Server Standort - Besitzer usw. zur Verfügung stellen kann.
Einen anderen Sinn kann man dahinter derzeit in Europa bei bestem Willen nicht erkennen!

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RKrug 19.02.2015, 12:08
39. Ein Webindex aus der Region mit ainem Recht auf Vergessen?

So lange in Europa das Recht auf Vergessen da ist, sind Webindices und Suchmaschinen aus Europa doch recht unsinnig - oder?

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