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Internes Schreiben: Google-Mitarbeiterinnen sehen sich nach Protesten abgestraft
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Weltweit haben Google-Mitarbeiter gegen sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz demonstriert. Zwei Organisatorinnen der Proteste geben nun an, vom Unternehmen dafür bestraft zu werden. Google dementiert die Vorwürfe.

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Europa! 23.04.2019, 12:50
1. Don't be evil

Google ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Und das gilt auch für Android. Dass 48 Manager entlassen wurden, zeigt mehr als deutlich, dass man dort auch die Interessen der Mitarbeiterinnen sehr ernst nimmt. Aber Querulant*innen gibt es halt überall. Im Bereich der Sexualität sind sie besonders schädlich.

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Nonvaio01 23.04.2019, 13:21
2. US Firmen sind alle gleich

ich habe schon fuer verschiedene Firmen gearbeitet, und die sind alle gleich. Man hat einen Code of Ethik, der aber nur dazu da ist um die Firma zu schuetzten, nicht den Mitarbeiter. Das HR (human recourse) der name sagt schon alles, ist auch nur dazu da um die Firma zu schuetzten, nicht den angestellten. Die Firmen Handbuecher mit den process und procedures, ist nur dazu da um die Firma zu schuetzten, nicht die angestellten. Wer sich auf dieses beruft um gegen die Firma vorzugehen oder um missstaende anzuklagen, hat ein schweres leben in der Firma. Da speche ich aus erfahrung.

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mark.muc 23.04.2019, 17:21
3. @1

Google eine größten Errungenschaften der Menscheit? Goggle ist ein gigantischer kommerzieller Erfolg. Das stimmt. Ansonsten fällt es mir schwer darin viel positives zu sehen. Der Suchalgorirhmus enthält keine bahnbrechende Mathematik. Die Server verbrauchen Unmengen Energie. Die Nutzer verlassen Ihre Verdummungsblase nicht.

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dummzeuch 23.04.2019, 19:38
4. @marc.muc

> Google eine größten Errungenschaften der Menscheit? [...] Der Suchalgorirhmus enthält keine bahnbrechende Mathematik. Die Server verbrauchen Unmengen Energie. Die Nutzer verlassen Ihre Verdummungsblase nicht. <

Und Sie benutzen beim Surfen im Internet keine Suchmaschine? Wie finden Sie denn dann Inhalte, die sie interessieren?
Vermutlich sind Sie zu jung, um sich an die Zeit vor Google zu erinnern. Ich erinnere mich daran, um wieviel besser Google war als alles, was es vorher gab. Selbst heute ist der Unterschied zu anderen Suchmaschinen noch deutlich zu sehen, wenn auch Google leider immer häufiger versucht zu erraten, was man sucht, statt einfach nach den Stichworten zu suchen, die man angibt.

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g2000 23.04.2019, 19:51
5. war google nicht das Unternehmen

das einen Mitarbeiter entlassen hat, weil er google Manifest geschrieben hat? Er hatte fundiert, unterlegt mit Studien, seine Meinung geäußert.

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hannibalanteportas 23.04.2019, 23:36
6. (Leider)Normal...

Mich überrascht sowas gar nicht, entlassen wäre zu auffällig und würde immense finanzielle und Imagekosten nach sich ziehen.
Ich habe das auch schon mehrmals in verschiedenen Varianten in verschiedenen Arbeitsstellen erlebt.
Einem Team-Assistenten (Ja, er konnte durchaus schwierig sein) wurden immer mehr Aufgaben ‚abgenommen‘, bis er fast nichts mehr zu tun hatte und schließlich ging; Grund: er hat mehrfach berechtigt auf Fehler in Arbeitsabläufen hingewiesen.
Einem anderen Kollegen wurde immer mehr Verantwortung abgenommen, er musste jede Arbeit mehrfach mit seiner Vorgesetzten klären (mit 25 Jahren Berufserfahrung); Grund: er war länger krank wegen einer schweren Krankheit. Es wurde als Hilfe verkauft, diente aber nur der Gängelei.
Und der letzte wurde schlicht vom Chef rausgemobbt, weil er einen Betriebsrat gründen wollte.
Firmen sitzen da oft leider am längeren Hebel

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markus_wienken 24.04.2019, 09:22
7.

Sollte er mit seiner Meinungsäußerung der Firma geschadet haben, war die Entlassung durchaus berechtigt.
Und was ich so mitbekommen habe wurde es äußerst kontrovers diskutiert, passt also.

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markus_wienken 24.04.2019, 09:26
8.

Zitat von hannibalanteportas
Mich überrascht sowas gar nicht, entlassen wäre zu auffällig und würde immense finanzielle und Imagekosten nach sich ziehen. Ich habe das auch schon mehrmals in verschiedenen Varianten in verschiedenen Arbeitsstellen erlebt. Einem Team-Assistenten (Ja, er konnte durchaus schwierig sein) wurden immer mehr Aufgaben ‚abgenommen‘, bis er fast nichts mehr zu tun hatte und schließlich ging; Grund: er hat mehrfach berechtigt auf Fehler in Arbeitsabläufen hingewiesen. Einem anderen Kollegen wurde immer mehr Verantwortung abgenommen, er musste jede Arbeit mehrfach mit seiner Vorgesetzten klären (mit 25 Jahren Berufserfahrung); Grund: er war länger krank wegen einer schweren Krankheit. Es wurde als Hilfe verkauft, diente aber nur der Gängelei. Und der letzte wurde schlicht vom Chef rausgemobbt, weil er einen Betriebsrat gründen wollte. Firmen sitzen da oft leider am längeren Hebel
Firmen sitzen immer am längeren Hebel, zweifellos.
Daher: Wes Brot ist ess des Lied ich sing.
Kommt man mit seiner Kritik nicht weiter lässt man es halt, Nörgler will niemand haben. Man muss auch als Arbeitnehmer erkennen wann es genug ist und wieweit man gehen kann.
Seinen Chef zu führen (ja in Grenzen geht das tatsächlich) ist halt eine hohe Kunst, kann man es nicht hält man besser die Klappe.

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Ronald Dae 24.04.2019, 13:01
9. Google ist nicht cool, sondern chaotisch

Als jemand, der seit Jahren als Dienstleister für Google arbeitet, weiß ich: Der Laden ist ist ein ziemlich chaotischer Betrieb mit vielen kleinen autark agierenden Inseln. Regeln und Anweisung ändern sich häufig und es fehlt an Konsistenz und Professionalität. Sobald ein (Teil-)Produkt halbwegs fertig ist, wird es ausgerollt (um später dann gerne mal wieder eingestampft zu werden). Das eine Team weiß dabei nicht, was das andere macht und bestehende Produkte werden gerne mal „verschlimmbessert“, weil es neue Regeln gibt oder das Team neu aufgestellt wurde. Das dieser chaotische Zustand auf auch die Mitarbeiterführung abfärbt, überrascht wohl niemanden.

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