Forum: Netzwelt
Internet: Bundestag schafft Routerzwang ab
DPA

Kunden dürfen künftig selbst entscheiden, mit welchen technischen Geräten sie ins Internet gehen. Das hat der Bundestag beschlossen. Im Bundesrat regt sich zwar Widerstand - stoppen kann die Kammer das Gesetz aber nicht.

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ohne_sorge 06.11.2015, 07:02
1. Routerzwang - ganz altes Thema

Das Gesetz kommt m.E. gute 10 Jahre zu spät. Ja, ich weiß für die Politik ist das Internet ja immer noch "Neuland". Also in weiteren 10 Jahren können wir dann hoffen, dass das Netz der Telekom dann endlich vom Restkonzern abgetrennt wird, damit mal wirklicher Wettbewerb entstehen kann. Oh ich vergaß, man konnte ja immer noch nicht alle Aktien am Konzern an die Bürger verhökern. Das uns Situation "Neuland" führen dann zu weiteren 10 Jahren Wartezeit... Wir Bürger dürfen ja weiter eine Bundesnetzagentur unterhalten, die so gut wie nichts ausrichten kann, wenn die Telekom den einen Kunden abschaltet, um seinen eigenen Kunden anschalten zu können. Siehe hierzu auch das aktuelle Heft der c't - m.E. ein größerer Skandal als VW!

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Zündkerze 06.11.2015, 07:04
2. Lachhaft

als ob die Netzprovider zuverlässig die Router gegen Angriffe schützen würden. Das Gegenteil ist doch der Fall. Geld lässt sich damit verdienen, das ist der Grund des Widerstandes.

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winki 06.11.2015, 07:31
3. Da bin ich mal gespannt, ...

wie das in der Praxis funktionieren soll. Bei den meisten Providern gibt es den Router "kostenlos" bei Vertragsabschluss dazu. Das ist dann ein Gerät von nur einem Anbieter. Nun müsste der User eine Liste von Routern verschiedener Hersteller erhalten aus der er sich dann bei Vertragsabschluss ein Gerät aussuchen kann. Wie das in der Praxis gehen soll ist mir einiger Maßen schleierhaft. Ich weiß nicht wieviel Firmen es gibt die Router in Deutschland anbieten? Aber einige sind es. Jede der Router hat zum Beispiel beim Anschluss an das Netz seine Besonderheiten. Die Menüs zum Einstellen sind auch alle unterschiedlich. Wie soll da zum Beispiel ein guter Service bei Problemen funktionieren?

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spollie 06.11.2015, 07:33
4. Endlich

Mal eine schöne Melsung am Morgen.

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112211 06.11.2015, 07:38
5. Mit Sicherheit?

Sicher, einige Sicherheitslücken gibt es bei den Routern der Provider. Ist dies denn bei den frei verkäuflichen Routern gänzlich anders? Was ist mit dem Support direkt durch die Provider? Die können und werden keinen Support anbieten und schon gar keine Haftung übernehmen. Da muss dringend noch nachgebessert werden. Bis dahin werde ich das vom Provider zur Verfügung gestellte Gerät nutzen.

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rumpel84 06.11.2015, 07:40
6. Unity

Unity Media sperrt auch WLAN am Router und schaltet es dann gegen 25€ Gebühr frei. Es funktioniert dann noch nicht mal (das WLAN). Selbst den Bridging Mode haben sie in der Firmware deaktiviert, damit man keinen eigenene Router anschließen kann.

Gut, dass diese Wegelagerei nicht mehr funktioniert.

Nebenbei verwenden sie Sparvarianten wie shared IPv4 (Dual Stack Lite), so dass Firmen VPN nicht funktionieren und die Techniker-Hotline ist rotzfrech (Wörtlich: "Ihr Problem, kündigen sie ruhig, die anderen können es auch nicht"). Oh doch, die können das!

PS: Unity Kündigung war Bedingung, bevor ich bei Freundin einzog.

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loesje 06.11.2015, 07:41
7. Ich war in meinem ganzen Leben

noch nie bei einem Provider, dessen Router ich verwenden sollte! Und ich bin schon 56! Wozu dieser Regelungsbedarf? Es gab doch schon immer Alternativen?

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nepali-ganesh 06.11.2015, 07:48
8. Bakshisch…

„…Widerstand gegen die Neuregelung regt sich allerdings im Bundesrat, weil mehrere Kabelnetzbetreiber wie UnityMedia die Reform ablehnen. Die Länderkammer kann das Gesetz allerdings nicht stoppen, sondern allenfalls verzögern.”

Wer wird denn hier noch von „vom Volk gewählte Abgeordneten” sprechen, die den Bundesrat nicht zurückpfeifen? Sind unsere Abgeordneten wirklich so kritikresistent?

Mir fehlen die Worte…

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rmuekno 06.11.2015, 07:52
9. Erstaunlich, dass

aus Berlin in Sachen #Neuland mal eine vernünftige Entscheidung kommt. Hat der Herr da beim Hirn vom Himmel werfen ausnahmsweise mal den Bundestag getroffen.

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