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Internet der Dinge: Was Ihr kaputter Staubsauger noch alles über Sie verrät
Dennis Giese

Ausrangierte Smarthome-Geräte landen auf eBay-Kleinanzeigen, dem Flohmarkt oder im Müll. Oft haben sie noch viele Daten über ihren Vorbesitzer gespeichert. Ein Hacker hat Dutzende gebrauchte Geräte gekauft - und Erstaunliches gefunden.

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inspirol 22.08.2019, 12:31
1. Das ist der Hammer

In der Tat, meine alten Computer gehen getrennte Wege: Schätzchen bzw. Meilensteine zieren mein Büro - aber nur die- Festplatten und anderes elektronisches Gerät wandert in den Keller, bleib da bis das Regal voll ist und wird dann mittels eines stabilen Hammers gelöscht und gehen zum Schrott. Bleiben noch Teile die ich verkaufe. Hier lösche ich die Datenträger indem ich sie neu formatiere und komplett mit Nullen und Einsen überschreiben lasse. Zugegen Aufwändig und Platzraubend aber Ziel so gut als möglich erreicht. Ich denke das genügt. Wenn nicht, ich lerne gern dazu.

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Oberleerer 22.08.2019, 12:44
2.

Ich weiß immer garnicht, was in den Menschen vorgeht. Einerseits sind sie schlau genug ihre Zugangsdaten in so ein Gerät zu konfigurieren, andererseits herrscht völlige Sorglosigkeit bei der Anschaffung solch eines Plunders.

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geris 22.08.2019, 12:47
3. Alles

... hat seinen Preis, vor allem die Bequemlichkeit. Ob es einem das Wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mir persönlich kommt solch ein "Smartgerät" nicht ins Haus. Internet und Co. reichen.

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Nonvaio01 22.08.2019, 12:52
4. darum landen meine sachen im Muell

in die schwarze Tonne und gut ist. das landet eh in der Verbrennungs anlage.

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peeka(neu) 22.08.2019, 13:07
5. Es mag nicht ganz ins Thema passen

aber warum schafft man sich einen Staubsauger an, der sich mit dem WLAN verbindet? Oder welchen Mehrwert bringt ein vernetzter Kühlschrank?
Ich bin absolut kein Technikfeind, aber noch kann ich nicht erkennen, aus welchem Grunde ich mir diese "smart things" anschaffen sollte.

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Dicke_Berta 22.08.2019, 13:08
6. Wer so blöd ist und mit Alexa oder Siri Tisch und Bett

teilt, muß sich nicht wundern wenn die im Falle der Trennung plaudert

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shardan 22.08.2019, 13:17
7. Nicht wirklich neu

Das Problem der verbleibenden Datenist an sich nicht wirklich neu. Alte defekte Festplatten finden sich im Elektroschrott durchaus öfter. Mitunter auch intakte Platten in defekten Rechnern. So lange der Rechner noch funktioniert, ist eine weitgehende Löschung möglich (Tools wie z.B. KillDisk) - das wird der normale Benutzer aber meist nicht wissen oder ggf. nicht schaffen. Mit den ersten Smartphones hat sich das Problem verschärft - massenhaft Kontaktdaten, Bilder. Mails usw. Es gibt zwar das "Rüksetzen auf Werkseinstellungen", das scheinbar (!) alle Daten entfernt. Allerdings lassen sich die Daten aus den Speicherbausteinen nach wie vor auslesen. Ähnlich wie bei einer Festplatte gibt es "undelete"-Tools für Flash-Speicher, das ist bei Speicherchips aber eher was für versierte Bastler. Für die Masse an USB-Sticks und Speicherkarten (SD, MMC....usw, alle!) gilt selbiges. Löschen reicht nicht, man muss die Karte komplett leer schreiben, mit "0" oder besser mit Zufallszahlen. Dafür gibt es "Wiper" Programme, eigentlich gedacht für Festplatten, funktioniert aber auch bei USB-Sticks, Speicherkarten und externen Platten. Bei Defekt hilft das alles nicht mehr. Bei Sticks und Speicherkarten hilft zerstören. Den Stick mit der Hammerspitze so treffen, dass der Speicherchip bricht, die Speicherkarte mit Zange oder Schere durchschneiden. Festplatten, mechanisch oder SSD unter die Bohrmaschine und einige Löcher gut verteilt durchbohren. Beim Thema IoT wird es allerdings ganz schlimm. Wo sitzt im Saugbot der Speicher, wo kann ich da mal mit dem Hammer hin zielen? Hat mein WLAN-Heizungsthermostat noch Daten drin? Die Breite der Pallete macht sinnvolle Vorschläge da schwierig. Man kann natürlich die Platine ausbauen - darf man auch grob mit der Blechschere :) - und mal die Bauteile gründlich mit einem Elektroschocker behandeln... aber das ist auch nicht jedermanns Sache und nicht ganz ungefährlich. Das Bewusstsein des Datenschutzes für die Bevölkerung ist in der Regierung allerdings reichlich unterbelichtet. Es gibt eine ganze Menge solcher Punkte neben den "Restdaten", bei denen die Regierung hier kläglich versagt. Immer wieder wird angemahnt: Sicherheitsupdates. Der Kunde startet die Kaffemaschine per Handy, während er noch im Auto sitzt (Das gibt Punkte!) - dass die Kaffeemaschine dazu aus dem Internet zugänglich sein muss und damit das WLAN zuhause ebenfalls ins internet transportiert... weiß keiner. Bekannte Sicherheitslücken fixen - macht der Hersteller sowieso nicht, denn der klebt oft nur sein Etikett auf das Chinading und es interessiert ihn nicht. Hier klafft eine größere Lücke, ebenso bei den diversen Anbieterclouds, die ganz gern mal nichts anderes als ein massiver Kunden-Knebelvertrag incl. Freigabe der Daten darstellen.

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usertx2 22.08.2019, 13:18
8. Physische Zerstörung

Ich bin kein Hacker, nur ein Paranoiker. Deshalb zerstöre ich Speichermedien, bevor ich ein Gerät beim Entsorger landet. Smart Home Geräte wie vernetzte Glühlampe, Kühlschrank oder Heizung finde ich schwachsinnig und kommen mir nicht ins Haus. Beispiel Heizung, die hat einen Außenfühler der mitteilt ob es kalt oder warm ist. Beispiel Kühlschrank, den öffne ich und schaue nach ob noch genug Bier da ist oder nicht.

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Mähtnix 22.08.2019, 13:30
9.

Zitat von peeka(neu)
aber warum schafft man sich einen Staubsauger an, der sich mit dem WLAN verbindet?
Es handelt sich dabei nicht um klassische Staubsauger, die Sie bedienen und hinter sich her ziehen müssen, sondern um Staubsaugerroboter. Die werden häufig via App/Wlan gesteuert und programmiert.

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