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Internet: Was die Abschaffung des Routerzwangs bedeutet
DPA

Der Bundestag dürfte am Abend die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs beschließen: Internetnutzer können künftig also selbst entscheiden, mit welchem Gerät sie zu Hause online gehen. Die wichtigsten Fakten zum neuen Gesetz.

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garfield 05.11.2015, 18:30
40.

Zitat von constractor
Mit der Abschaffung des Routerzwangs werden sich einige Leute noch wundern wenn plötzlich nichts mehr funktioniert, der Provider aber keinen Service für den selbst gekauften super tollen Router gibt. Der Vorteil des Routerzwangs war die einheitliche Hardware und damit auch die Möglichkeit dafür überhaupt einen Service anzubieten. Nun wo die Anschlussdose das Ende des Netzes ist gibt es keinen Grund Support für die Geräte zu liefern welche daran angeschlossen werden.
Und wo ist das Problem? Ist es so schwer, den Kunden entscheiden zu lassen, ob er ein Gerät vom Anbieter MIT Service will (und dafür monatliche Kosten abdrückt), oder ob er sich für fit hält, sein eigenes Gerät hinter dem Anschluss zu konfigurieren mit den nötigen Zugangsdaten, die der Anbieter dann rausrücken muss.
Natürlich darf er dann dafür keinen Service vom Anbieter erwarten. Na und. Das wird ihm der Anbieter schon vorher verklickern. Und falls er doch nicht so fit ist, wird der Anbieter auch sicher nichts dagegen haben, ihm dann doch ein fertig konfiguriertes Gerät (inklusive monatlichem Obolus) hinzustellen.

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dochlinux 05.11.2015, 18:31
41. Bin schon lange bei Telekom

und hatte vor Jahren ein riesiges Problem.Ich habe den Telekom Ruter rausgeschmissen und bin über meinen jetzigen Ruter sehr zu frieden.Bin eine Frau und brauche kein Servic v.Telekom :)

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garfield 05.11.2015, 18:35
42.

Zitat von bauausdo
Wir Älteren erinnern uns an die Zeiten, als man auch kein Telefon anschließen dürfte, das nicht von der Bundespost war. Die freie Gerätewahl würde sofort den Untergang des Abendlandes einläuten, so die Lehre damals.
Ja, das ist alles nicht überraschend. Ich würde als Anbieter auch nicht sagen, dass mein Hauptgrund gegen die Hardwarefreigabe das flöten gehende Zusatzgeschäft mit der Hardware und Service-Obolus ist, sondern - in netten Worten versteht sich - gleich ALLE Kunden für Oma Erna zu halten, die sich um die Konfiguration nicht kümmern kann oder will. Und ja, natürlich bricht das Netz oder das Abendland zusammen, wenn der Kunde eigen-gekaufte Hardware anschließt.

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lord.speedy 05.11.2015, 18:58
43. @Archetim und der Rest des dummen Völkchens

Das ist eben KEINE Routerkaskade, wenn ich nur ein Teil meines gebuchten Internets nutzen kann! Heutzutage nutzt man nicht nur den Breitbandanschluß, sondern auch Telefon über VoIP oder TV-Auskopplung. Das Beispiel von Ihnen ist NAT hinter NAT! Dadurch kann sogar IPv6 gestört werden, aber auch eigene VoIP Dienste zu nutzen ist unmöglich. Weiterhin ist das Anbieten von eigenen Diensten per NAS nach Außen unmöglich.

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ramuz 05.11.2015, 19:00
44. hm...

Zitat von constractor
Mit der Abschaffung des Routerzwangs werden sich einige Leute noch wundern wenn plötzlich nichts mehr funktioniert, der Provider aber keinen Service für den selbst gekauften super tollen Router gibt. Der Vorteil des Routerzwangs war die einheitliche Hardware und damit auch die Möglichkeit dafür überhaupt einen Service anzubieten. Nun wo die Anschlussdose das Ende des Netzes ist gibt es keinen Grund Support für die Geräte zu liefern welche daran angeschlossen werden.
.. r.t.f.m.-Fehler?

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ramuz 05.11.2015, 19:02
45. Das war's schon immer.

Zitat von Bug69
Das ist dann nämlich SEIN Hoheitsgebiet! Viel Erfolg!
.. oder hat sich jemand ernsthaft mit den Pre-Sets der Telekomiker-Monteure und anderer zufrieden gegeben?

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ramuz 05.11.2015, 19:06
46. ja...

Zitat von markus_wienken
/einmisch Nein, dass der Großteil der Routerkäufer sich dann damit auskennt glaube ich keinesfalls. Da liest dann jemand in der Computerbild oder wo auch immer wie toll dieser oder jener Router ist, welche tollen Features er so alles mitbringt und wenns dann ans Konfigurieren geht schaut der "Ottonormaluser wie die Kuh wenns donnert" und benötigt Hilfe.
.. soll das jetzt ein Argument dagegen sein?

b.t.w. wenn's donnert, gehen Kühe schlau wie sie sind in den Stall ...

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Dino822 05.11.2015, 19:37
47.

Zitat von Hans Guckindieluft
nutzt das wirklich? Ernst gemeine Frage. Ich schaetze, dass maximal 10% der Kunden die Wahl haben wollen. Wer hat bei dem Thema laut genug gebruellt um die Politik damit zu beschaeftigen? Die CPE-Hersteller? Man kann nur hoffen, dass im Konfliktfall (CPE-Hersteller vs. Provider) kein Fingerpointing auf dem Ruecken der Kunden betrieben wird...
Selbst wenn es nur 10% wären, warum sollte das gegen das Gesetz sprechen?

Denn für die restlichen 90% ändert sich doch absolut nichts. Diese können weiterhin einen Router direkt vom Provider kaufen/mieten, und erhalten dann natürlich auch Support dafür.

Und die restlichen 10% kaufen sich eben auf letztendlich eigene Gefahr einen Router ihrer Wahl und richten den eben selbst ein.

Sehe da für den Nutzer jetzt nicht wirklich einen Nachteil.

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markus_wienken 05.11.2015, 20:00
48.

Zitat von ramuz
.. soll das jetzt ein Argument dagegen sein? b.t.w. wenn's donnert, gehen Kühe schlau wie sie sind in den Stall ...
Nein natürlich nicht, da haben Sie mich falsch verstanden, Sie sollten Posts im Kontext lesen.

Mir ging es darum klarzustellen, dass eben nicht - wie Forist max-mustermann anmerkte - die Käufer von Routern sich mit der Materie auskennen würden.
Das ist sicherlich nicht (immer) der Fall.

Der Wegfall des Routerzwangs ist nur zu begrüßen und lange überfällig.

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Justitia 05.11.2015, 20:36
49.

Zitat von Bug69
Dann hoffe ich mal sehr, dass der so "mündige "Kunde dann auch mündig genug ist, das angeschaffte Gerät auch alleine(!) bedienen zu können! Damit soll er dann bitte nicht den ISP belästigen! Das ist dann nämlich SEIN Hoheitsgebiet! Viel Erfolg!
Möglich, vielleicht entdecken aber auch Routerhersteller die Möglichkeit, durch Einrichtungshilfe Verkaufsargumente für ihre Router zu liefern. Ausserdem, wenn der ISP nicht hilft, dann kann man auch nächstmöglich den ISP wechseln, der ein oder andere entdeckt vielleicht was Kundenfreundlichkeit bedeutet. In der Schweiz habe ich jedenfalls von der Swisscom immer tatkräftige telefonische Unterstützung bei Zugangsproblemen erhalten und zwar 24/7 und kostenlos und unabhängig vom Routermodell.

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