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Internet-Shopping: Online-Schnäppchen gelten künftig in der ganzen EU
DPA

Händler in der Europäischen Union müssen ihre Produkte künftig auch ins EU-Ausland verkaufen. Kunden können dann einfacher nach günstigen Angeboten in anderen Staaten suchen.

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DerBlicker 21.11.2017, 13:48
1. das wurde auch Zeit

Es verträgt sich nicht mit einem Binnenmarkt wie der EU ("Single market"), wenn Kunden nicht dort kaufen könne wo sie wollen.

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Alberich 21.11.2017, 13:56
2. Quellen...

scheinen heutzutage unnötig zu sein.

Man muss wohl leider ungeprüft glauben was geschrieben steht. Schade, ich würde mich gerne mit dem Thema aus beruflichen Gründen intensiver beschäftigen.

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multyy 21.11.2017, 14:06
3. verpflichtet zum Verkauf

Ist das Angebot im online Shop eine Anpreisung, die der Kunde akzeptiert und der Händler dann ebenfalls. Dann steht es doch jedem Händler frei an wen er verkauft? Oder nicht? Ich kann doch dem Verkauf als Händler auch nicht zustimmen falls ich nicht ins Ausland verkaufen will. Da muss doch dann von Gesetzgeberseite im deutschen HGB ne Menge geändert werden.

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Alberich 21.11.2017, 14:36
4.

Zitat von multyy
Ist das Angebot im online Shop eine Anpreisung, die der Kunde akzeptiert und der Händler dann ebenfalls. Dann steht es doch jedem Händler frei an wen er verkauft? Oder nicht? Ich kann doch dem Verkauf als Händler auch nicht zustimmen falls ich nicht ins Ausland verkaufen will. Da muss doch dann von Gesetzgeberseite im deutschen HGB ne Menge geändert werden.
Nachdem ich mich in meinem Kommerntar über die fehlende Quellenangabe beschwert habe, habe ich hier eine Veröffentlichung des Parlaments gefunden, in der auch genau auf ihre Frage eingegangen wird:
http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-4781_en.htm

Genau heißt es da: "The Regulation does not impose an obligation to sell and does not harmonise prices. [...]" - Übersetzt: Die Verordnung ist keine Verpflichtung zum Verkauf oder zur Harmonisierung der Preise.
Weiter heißt es, dass die Verordnung darauf abzielt, Diskriminierung dort zu unterbinden wo sie nicht objektiv begründet werden kann.

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frummler 21.11.2017, 14:36
5. verstehe ich nicht wirklich?

wenn ein verkäufer kein interesse hat etwas ins ausland zu verkaufen darf er also nix mehr im onlineshop anbieten weil mann ihn dann einfach dazu zwingen kann oder wie?

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curiosus_ 21.11.2017, 14:49
6. Und wie ist es...

...mit länderspezifischen Rabattaktionen? So habe ich z.B. mal bei Amazon Frankreich ein Smartphone gekauft auf das der Hersteller 50 Euro cashback angeboten hat. Leider nur für Käufer mit Wohnsitz und Bankverbindung in Frankreich. Diskriminierung?

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c.PAF 21.11.2017, 14:49
7.

Aber daß man unterschiedliche Preise in ein und demselben Shop angezeigt bekommt, je nachdem, welches Handy man verwendet, ist weiterhin ok?

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catcargerry 21.11.2017, 15:09
8. Wehret den Anfängen

Solange der Kunde in solchen Fällen auf Abholung und Vorkasse verwiesen werden darf, mag das ja noch praktikabel sein. Das teure Rechtsgut der Kontraktfreiheit wird hier aber ganz schön verformt. Ganz kritisch wird es, wenn die Freiheit der Kalkulation und der eigenen Risikobeurteilung unter dem Deckmantel der Diskriminierungsbekämpfung beschnitten wird. Man hat den Eindruck, an der Grenze wird so schon gekratzt; das wäre der nächste Schritt. Und wenn Leute wie Juncker sich diese Träume erfüllt haben, kommt die Europäische Preisverordnungsbehörde auf die Wunschliste. Das wird die Linken freuen, dann sind wir nämlich wieder in dem Konsumparadies, aus dem sie der Mauerfall vertrieben hat. Im gemeinsamen Agrarmarkt haben wir ja schon lange dank des Sozialisten und Großagrariers Sicco Mansholt eine für ihn und seinesgleichen günstige zentralverwaltungswirtschaftliche Verfassung.

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polltroll 21.11.2017, 15:10
9. Und weiter

Was ist mit Ausschluss aus bestimmten Shopping Clubs? Das wäre dann doch auch passé

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