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Internet-Shopping: Online-Schnäppchen gelten künftig in der ganzen EU
DPA

Händler in der Europäischen Union müssen ihre Produkte künftig auch ins EU-Ausland verkaufen. Kunden können dann einfacher nach günstigen Angeboten in anderen Staaten suchen.

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spon-1251283990282 21.11.2017, 18:12
20.

Zitat von dweik01
Wenn die Betreiber von Internetverkaufsläden IT-technisch keine Vollpfosten sind, dann erkennt deren System die Länderkennung der ip-adresse aus der die Anfrage kommt. Dann ist es ein Leichtes einen anderen Preis hinter ein Produkt zu schreiben. Und der "Superdeal" ist halt technisch nur abrufbar, wenn die Kaufanfrage von einem Server mit der "richtigen" Landeskennung kommt. Ich glaube kaum, das Normalverbraucher in der Lage sind - oder gar im großen Stil - ihre Länderkennung zu manipulieren. Im schlimmsten Fall wird das Portal den Käufer irgendwie rausschmeissen, wenn eine andere Lieferadresse kommt als die eigene ip-Länderkennung. Mal wieder nur heiße Luft berichtet und Meinungen beeinflusst. Aber selbst keine Ahnung von der Technik. PS.: Die Amis machen das schon seit Jahren so.....
Jeder Doof kann seine eigene IP in ein anderes Land verlegen.
Schaut mal zum Beispiel F-Secure Freedome an, eine legal erhältliche Software zur Maskierung der eingenen Identität.
Da kann man z.B. während des Norwegen-Urlaubes sogar die WM auf ARD und ZDF gucken, wenn man als Land "Deutschland" einstellt, und ist somit nicht auf norwegisches Fernsehen angewiesen, wo man wenig versteht, weil halt auf norwegisch kommentiert wird..

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spon-1251283990282 21.11.2017, 18:15
21. Technisch eben doch möglich

Jeder Doof kann seine eigene IP in ein anderes Land verlegen.
Schaut mal zum Beispiel F-Secure Freedome an, eine legal erhältliche Software zur Maskierung der eingenen Identität.
Da kann man z.B. während des Norwegen-Urlaubes sogar die WM auf ARD und ZDF gucken, wenn man als Land "Deutschland" einstellt, und ist somit nicht auf norwegisches Fernsehen angewiesen, wo man wenig versteht, weil halt auf norwegisch kommentiert wird..

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oidahund 21.11.2017, 20:52
22.

Viele Fragen die hier auftauchen oder über die sich mokiert wird, werden im Artikel beantwortet.
Zitat aus dem Artikel:
"Als ein Beispiel nannte die Brüsseler Behörde den Fall eines belgischen Kunden, der über eine deutsche Website einen günstigen Kühlschrank erwerben will. Ihm darf der Kauf künftig nicht mehr verweigert werden. Stattdessen muss der Händler dem ausländischen Kunden die Möglichkeit anbieten, das Produkt abzuholen oder den Transport zu organisieren - wenn er es nicht selbst ins Ausland schicken will."
Da steht es doch drin! - Ich muss mich als Händler zB nicht bei allen Recycling-Systemen in der EU anmelden, ich muss auch nicht ins europäische Ausland versenden, wenn ich es nicht will. Ich muss keine AGB in Bulgarisch oder Maltesisch haben. Der EU-Kunde darf die Ware kaufen und der Händler kann verlangen, dass der Kunde den Transport der Ware selbst organisiert bzw. sie selbst abholt. Das wird kaum ein normaler EU-Bürger machen, weil das viel zu aufwendig ist. Persönliche Abholung und Bezahlung bei Übergabe minimiert das Risiko und als Händler kann ich dem Kunden anbieten, dass er einmal im Monat am 3. Mittwoch zwischen 11 und 12 die Ware abholen und bezahlen kann. Wo liegt das Problem?

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St.Baphomet 21.11.2017, 22:56
23. Und wann darf ich

mir den billigsten Strom in Europa im Netz bestellen?
Oder muss ich mir den dann auch persönlich beim Erzeuger in z.B Frankreich abholen.
Toll dieses "grenzenlose" Europa des freien Warenaustauschs.

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brucewillisdoesit 21.11.2017, 22:59
24.

Zitat von dweik01
Wenn die Betreiber von Internetverkaufsläden IT-technisch keine Vollpfosten sind, dann erkennt deren System die Länderkennung der ip-adresse aus der die Anfrage kommt. Dann ist es ein Leichtes einen anderen Preis hinter ein Produkt zu schreiben. Und der "Superdeal" ist halt technisch nur abrufbar, wenn die Kaufanfrage von einem Server mit der "richtigen" Landeskennung kommt.
Sorry, aber jeder Trottel kann einen im Ausland billig gemieteten Server, einen ausländischen Proxy oder ein VPN nutzen, Opera hat sogar eine VPN connectivity eingebaut. Sie können zusätzlich natürlich auch die Geolocation Funktion des Browsers zur Identifikation nutzen. Wenn sie das bei mir machen, finden sie über meine Koordinaten, daß ich mich zumeist im Westflügel des Weißen Hauses in Washington DC aufhalte. Auch Alternativen wie z.B. die Abfrage der Spracheinstellungen im Browser etc ist nicht zuverlässig.
Das Security auf Basis von Usereingaben (sei es nun direkt oder indirekt) nicht funktioniert, sollte sich doch langsam herumgesprochen haben.

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hanstreffer 21.11.2017, 23:21
25. gilt das auch für mobilfunkverträge?

dann würde ich mir sofort einen Prepaid Vertrag der Telekom in Österreich kaufen. Da gibt es 20GB für 10 Euro.

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flexier 22.11.2017, 06:44
26. Betrifft das auch Dienstleistungen...

...wie zum Beispiel Service Produkte, wie z.B. Streaming-Diensten die durch GEO-Fancing bestimme Inhalte nicht überall anbieten? Ich Denke da an Netflix und Co.

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flexier 22.11.2017, 07:01
27. Hab mir das auch gerade durchgelesen...

Zitat von Alberich
Nachdem ich mich in meinem Kommerntar über die fehlende Quellenangabe beschwert habe, habe ich hier eine Veröffentlichung des Parlaments gefunden, in der auch genau auf ihre Frage eingegangen wird: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-4781_en.htm Genau heißt es da: "The Regulation does not impose an obligation to sell and does not harmonise prices. [...]" - Übersetzt: Die Verordnung ist keine Verpflichtung zum Verkauf oder zur Harmonisierung der Preise. Weiter heißt es, dass die Verordnung darauf abzielt, Diskriminierung dort zu unterbinden wo sie nicht objektiv begründet werden kann.
...wenn ich auf eBay etwas kaufen will das nur nach D geliefert wird (ich lebe in Malta), dann nutze ich eine meiner Freight Forwarding Adressen die ich habe (in diesem Fall die in D). Die Malta Post hat fast überall in der Welt diese Forwarding Centres. Das ist in der Regel sehr günstig und man bekommt bei Angabe der Packetgroesse und Gewicht die Kosten auch vorab berechnet. Da kann man trotz Lieferung auf die kleine Insel manchmal mehrere hundert Euro sparen.

Das mit dem Umleiten auf Landes-spezifische Webseiten kann man einfach umgehen, wenn nicht bereits die Funktion selber eingebaut ist. Euro-Disney z.B. erlaubt es recht einfach auf die Französische Seite zu wechseln.

Ich sehe nur einen Mehrwert in dieser Regulierung: Wenn das Geo-Fancing von Streaming Diensten damit unterbunden wird. Habe bereits diese Frage gestellt...Muss Netflix sein Geo-Fancing in der EU einstellen?

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moev 22.11.2017, 07:35
28.

Zitat von frummler
wenn ein verkäufer kein interesse hat etwas ins ausland zu verkaufen darf er also nix mehr im onlineshop anbieten weil mann ihn dann einfach dazu zwingen kann oder wie?
Und wo wäre das Problem? Wenn ein Verkäufer kein Interesse daran hat an Juden oder Farbige zu verkaufen, dann darf er einfach kein Geschäft eröffnen, weil er sonst dazu gezwungen wird.

In Deutschland und der EU ist die Vertragsfreiheit durch Gesetze und Verordnungen beschränkt und sobald man als Geschäftsmann tätig wird (freie Entscheidung) ist man sofort noch mal wesentlich mehr davon unterworfen wie wenn man als Privatperson agiert.

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spon_2999637 22.11.2017, 07:36
29. Diskriminierung

Zitat von Alberich
"Ich kann doch dem Verkauf als Händler auch nicht zustimmen falls ich nicht ins Ausland verkaufen will." Weiter heißt es, dass die Verordnung darauf abzielt, Diskriminierung dort zu unterbinden wo sie nicht objektiv begründet werden kann.
Und damit ist "will nicht ins Ausland verkaufen" eben kein objektiv ausreichender Grund, einen Vertragsschluss zu verweigern. Wettbewerbsrechtliche Klagen drohen damit....

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