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Internetkriminalität: Bayern bildet Informatiker zu Cyber-Cops aus

Um Straftaten im Internet zu bekämpfen, fahndet Bayern nach jungen Informatikern. Neue Computerspezialisten erhalten nach SPIEGEL-Informationen einen Intensivkurs zum Polizeibeamten - die sonst bei der Polizei übliche mehrjährige Ausbildung können sie so umschiffen.

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efka526 24.07.2010, 18:59
1. Lieber die Merk-befreite ausbilden

Bayern sollte lieber Frau Merk, ihres Zeichens Justizministerin in Bayern, ein paar Schulungen geben um ihre Medienkompetenz zu steigern. Dann verschont diese Populistin vielleicht die Netzgemeinde von ihren abstrusen Theorien ("Videospiele machen Vergewaltiger")...

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ratbag 24.07.2010, 19:04
2. .

Zitat von
Den neuen Mitarbeitern bleibt nach SPIEGEL-Informationen die bei der Polizei übliche mehrjährige Ausbildung erspart: Weil dies zu viel Zeit kosten würde, werden die Informatiker in einem Intensivkurs zum Polizeibeamten ausgebildet.
Na wenn das so einfach ist.... warum macht man das nicht bei jedem Polizisten?

Crashkurs Polizist.

Wenn man sich die Kollegen so anschaut kann ich mir das gut vorstellen. Das was die meisten so drauf haben, kann man in 4 Wochen locker lernen.

Würde dem Staat viel Steuern ersparen!

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k4l 24.07.2010, 19:11
3. kt

bei dem lohn wird sich sicher kein studierter informatiker herablassen...

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unterländer 25.07.2010, 08:52
4. Ach ja, der Titel

Zitat von ratbag
Na wenn das so einfach ist.... warum macht man das nicht bei jedem Polizisten? Crashkurs Polizist. Wenn man sich die Kollegen so anschaut kann ich mir das gut vorstellen. Das was die meisten so drauf haben, kann man in 4 Wochen locker lernen. Würde dem Staat viel Steuern ersparen!
Damit Sie mit Ihren Vorurteilen endlich recht hätten? Die Polizeiausbildung in den Bundesländern und beim Bund selbst ist meines Wissens eine der anspruchsvollsten weltweit. Sie dauert durchschnittlich mehr als 30 Monate. Aber das wird Sie schwerlich überzeugen können, da Sie ja laut eigenen Angaben die meisten Polizeibeamten kennen.

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murdoc2010 25.07.2010, 08:53
5. kt

Zitat von k4l
bei dem lohn wird sich sicher kein studierter informatiker herablassen...
Naja, wenn man die üblichen TVöD Verträge des öffentlichen Dienstes bekommt, ist das doch gar nicht so schlecht - allerdings abhängig vom Abschluss. Ein Diplominformatiker würde demnach nach TvÖD 13 eingestuft werden - mit Master sicherlich ähnlich hoch. Ein Mensch von der FH (Bachelor oder Diplom) max Level 11, was aber immernoch mehr ist, als ich (Dipl Inf. Uni) direkt bei meinem Einstieg in der freien Wirtschaft bekommen habe. (2010).

Sollte man verbeamtet werden, sieht es da noch besser aus. Gleich als A13 Beamter anzufangen - was will man mehr. Wie bei Lehreren an Gymnasien.

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Boandlgraber 25.07.2010, 11:01
6. Beamtenrecht

Das Hauptproblem ist, dass das Beamtenrecht nur die Verbeamtung bis 27 oder 28 Jahre zulässt. Da nun Vater Staat aber keine konkurrenzfähigen, muss er mit Sicherheit und Pension punkten - kann er aber nicht, wenn die potenziellen Beamten zu alt sind, weil die Ausbildungsgänge zu lang sind.

Die Alternative zur verkürzten Polizistenausbildung wäre eine höhere Altergrenze für die Verbeamtung, dann wird aber die Pension anteilig relativ teuer. Das würde in der derzeitigen Lage kaum politische Mehrheiten finde.

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ratbag 25.07.2010, 11:53
7. .

Zitat von unterländer
Damit Sie mit Ihren Vorurteilen endlich recht hätten? Die Polizeiausbildung in den Bundesländern und beim Bund selbst ist meines Wissens eine der anspruchsvollsten weltweit. Sie dauert durchschnittlich mehr als 30 Monate. Aber das wird Sie schwerlich überzeugen können, da Sie ja laut eigenen Angaben die meisten Polizeibeamten kennen.
Ach, und wieso kann man dann bei Informatikern dann das "Lernziel" in ein paar Wochen erreichen?
Irgendwie schmeichelhaft für meinen Berufsstand.
Weniger für die Polizei.


Übrigens, bei Berufen wie Bäcker, Frisör, Gebäudereiniger, Dachdecker etc dauert eine Berufsausbildung 36 Monate. Wenn sie Berufe wie Klima, Wasser oder Elektroinstallation oder zB Anlagenmechaniker wählen, müssen sie sogar 42 Monate Ausbildung hinter sich bringen.

Um einen Meistertitel zu erreichen kommen noch einige Jahre hinzu.

Wenn man also die Ausbildungszeit der Fertigkeit im Beruf zugrundelegt, das miteinander vergleicht, liegt jeder Hauptschüler mit einem Gesellenbrief einem fertig ausgebildetem Polizisten um Längen voraus.

Mit anderen Worten: Ihre stolz angeführten 30 Monate Ausbildung stellen sich dann eher als Eigentor dar.

Aber was macht man sich Gedanken.
Ein Informatiker der eben nichts anderes findet und sich mit diesen TvÖD Gehältern zufrieden geben muss, wird auch sicher nicht zur Elite dieses Berufsstandes zählen. Die arbeiten für andere Gehälter und andere Arbeitsbedingungen.
Ergo wird da auch nicht viel passieren, wenn es darum geht den bösen "Hackern" das Handwerk zu legen.
Weil, die wirklich guten sind aus einem anderen Holz geschnitzt.
Quasi wie im richtigen Leben. ;-)


Schlimm finde ich, dass die Politik mal wieder mindestens 15 Jahre geschlafen hat und ihre Polizei auf einem hoffnungslos veralteten Stand hat. Die sind Quasi immer noch in einem vollkommen falschen Jahrtausend.
Kein Wunder das diese Institution immer mehr Nachwuchssorgen hat.


Seit 1995 hat bald jeder 3. Haushalt einen Rechner.
Reagiert wurde darauf nie.
Die "Cyberkriminalität" gibt es sogar schon länger. Da rechne ich mit rund 20 Jahren.


Jetzt, im Jahre 2010 wollen sie die Zwei-Finger-Suchsystem-Adler-Schreibmaschinen-Hacker endlich mal mit Leuten aufstocken, die wissen wie ein Computer funktioniert.
In einer Zeit in der jeder zweite 10 jährige weiß, wie man einen Fremdcomputer hijackt oder Internetseiten defaced.

Tja, Anschlusszug verpasst.

Soviel zur bestausgebildeten Polizei.

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redford-fan 25.07.2010, 13:58
8. Unsere Gesellschaft wird NICHT von Straftaten im Internet bedroht.

Zitat bayerischer LKA-Präsident Peter Dahte:

"Bei der Bedrohung unserer Gesellschaft stehen Straftaten im Internet inzwischen an dritter Stelle hinter Terrorismus und Organisierter Kriminalität."

Dann kann's ja nicht so schlimm sein, denn es ist doch eine reine Propaganda-Behauptung, daß unsere Gesellschaft vom Terrorismus oder "Organisierter Kriminalität" (auch ein rein politischer Kampfbegriff) bedroht ist.

Es gibt Straftaten, und die müssen verfolgt werden. Aber diese bedrohen nicht unsere Gesellschaft, das ist doch zumindestens stark übertrieben.

Wie hohl muß man eigentlich sein, andauernd diese reinen Phrasen nachzuleiern?

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CobCom 25.07.2010, 15:30
9. Sauber...

Zitat von sysop
Um Straftaten im Internet zu bekämpfen, fahndet Bayern nach jungen Informatikern. Neue Computerspezialisten erhalten nach SPIEGEL-Informationen einen Intensivkurs zum Polizeibeamten - die sonst bei der Polizei übliche mehrjährige Ausbildung können sie so umschiffen.
..bestanden hat, wer Frau Merk bei einer zufälligen Begegnung spontan auslacht.

Summa cum laude bei reflexhaftem Niederschlag.

Weiter so!

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