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Internetsicherheit: 28 Prozent der Deutschen sind im Netz schutzlos
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Viele Deutsche halten sich in Sachen Internetsicherheit nicht einmal an grundlegende Standards, allen Datenskandalen zum Trotz. Laut einer Studie haben 28 Prozent keinen Virenschutz. Jeder Zehnte versucht sich zu helfen, indem er online falsche Angaben macht.

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Mierscheid 21.11.2013, 16:45
70.

Zitat von Reiner_Habitus
Das FW Konzept ist mir bekannt. Die Schwächen des Konzeptes Personal FW auch.
Eine "Personal Firewall" ist kein Konzept, sondern ein Stück Software, welches dem User vorgauckelt, es produziere Sicherheit. :-)

Was macht diese PF? Sie reicht Anfragen von aussen nicht weiter, sondern blockt sie. Der potentielle Angreifer bekommt das aber sehr wohl mit und weiss nun, dass sich da ein mögliches Opfer in falscher Sicherheit wiegt. :-) Der Spruch hat nen Bart, ist aber korrekt: "Das ist so, als ob du auf dein Haus "Dies ist kein Haus" schreibst."

Und nochmal wegen "IT": Die fängt da an, wo die Leute mit der Computerbild unter dem Arm und der PC-Praxis im Abo nicht rein dürfen (und wo diese Käseblätter auch nicht gelesen werden): im Serverraum. :-) Und da laufen sogar Server auf Windows-Basis und das sogar störungsfrei!
Warum?
Weil da keiner an der Registry rumfummelt oder Tuning-Software installiert.

Warum nutze ich privat OSX und Ubuntu? Weil ich mich mit dem Windows der User schon den ganzen Tag rumärgern muss. Aber was beklage ich mich? Ohne Windows wären viele Kollegen arbeitslos. :-P

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Jasmin Kraft 21.11.2013, 16:57
71. Falscher Ansatz

Virenscanner und Firewalls sind nicht die richtige Antwort darauf, dass PCs genauso wie MACs ständig Dinge hinter unserem Rücken tun, zu denen wir sie gar nicht aufgefordert haben. Meiner Meinung nach sollte jegliche Kommunikation von meinem PC ins Internet genehmigungspflichtig sein. Das Betriebssystem sollte z.B. gar nicht zulassen, dass Programme hinter meinem Rücken nach Updates suchen und dabei Informationen weitergeben. Zugriff auf meine Festplatte dürfte nur nach vorheriger Genehmigung stattfinden, ein guter Browser würde nichts über mich und meinen Rechner verraten, ein gutes Java-Script würde gar keine Funktionen dazu enthalten.
Was wir heute haben sind perfekte Betriebssysteme für die Wirtschaft, und weder Microsoft noch Apple haben ein Interesse daran, dass wir uns z.B. sinnvoll gegen Cookies und andere Nachforschungsmethoden wehren können. Nebenbei liefert das den Programmierern von Viren schöne Sicherheitslücken, die aber bei einem Betriebssystem im Sinne des Nutzers gar nicht nötig wären.

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Reiner_Habitus 21.11.2013, 17:08
72.

Zitat von Mierscheid
Z... Ein OS mit einer Registrierungsdatenbank ist schon echt ne seltsame Nummer....
Sagen wir es mal so es hat vor und nachteile....

Zitat von Mierscheid
Kommandozeile hat auch Windows. Die benutzt da nur kaum jemand, weil man da nichts anklicken kann, sondern sich Befehle tatsächlich merken muss. :-)
Nun wenn es tiefer geht, kommt auch diese zum Einsatz.

Zitat von Mierscheid
Also noch einmal: Bitte nur einen Virus für OSX oder einem Debian-Derivat (einfacher, weil weit verbreitet) nennen, den es tatsächlich im RL gibt.

Die ganze Android Malware ist zwar kein Debian, aber ebenfalls Linux. Schon vergessen?Auch der DNS Changer ist ebenfalls ein Kandidat. Diesmal OSX....

Aber Gegenfrage: Kennen sie einen klassichen Virus für WIN7+ welchen sie in the Wild beobachten können? Um ehrlich zu sein, diese Klasse von Schadprogrammen ist eigentlich ausgestorben.

Ohne Userinteraktion geht auf keinem System mehr ernsthaft was. Es sei denn der User geht hin und ist von sich aus mit höheren Rechten unterwegs. Etwas was leider immer noch all zu viele User tun ....

Zudem habe ich ihnen gerade eine fette Malware genannt, die es aufs Backend abgesehen hat. Und auch hier gilt, das die Schadsoftware auf das Zielsystem angepasst sein muss.

Will ich in Webserver rein nehme ich was für Linux/Unix....
Will ich bei den Massen meinen Dreck unterbringen wähle ich Windows oder Android

Es macht weder Sinn eine Malware für Windows Webserver zu schreiben. ebenso wenig macht es Sinn Malware für Enduser unter Debian/Ubuntu unters Volk zu bringen.

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Reiner_Habitus 21.11.2013, 17:19
73.

Zitat von Mierscheid
.... Und nochmal wegen "IT": Die fängt da an, wo die Leute mit der Computerbild unter dem Arm und der PC-Praxis im Abo nicht rein dürfen (und wo diese Käseblätter auch nicht gelesen werden): im Serverraum. :-) Und da laufen sogar Server auf Windows-Basis und das sogar störungsfrei! Warum?... Weil da keiner an der Registry rumfummelt oder Tuning-Software installiert.
In der Reg fummelt man natürlich nicht rum. Jedenfalls nicht ohne Not und ja WIN läuft auch auf dem Client stabil und Sicher. Eine saubere Installation vorrausgesetzt und nicht so ein verbastelten Müll aus dem Discounter...

Was das Tuneupgedöns angeht: Diese seuche hat man als Unbedarfter User halt relativ schnell drauf und ist von Niveau her in etwa so wie eine ausgewachsene Internet Security Suite: reinstes Schlangenöl.....


Zitat von Mierscheid
Warum nutze ich privat OSX und Ubuntu? Weil ich mich mit dem Windows der User schon den ganzen Tag rumärgern muss. Aber was beklage ich mich? Ohne Windows wären viele Kollegen arbeitslos. :-P
Ich glaube die hätten dann ähnlich viel Arbeit unter Linux und OSX. Was ich da schon alles an DAU Bedienung habe.

Der krasseste Fall waren 350 Dokumente auf dem Desktop unter OSX. Ich habe der Dame versucht den Sinn von Ordnern beizubringen. Erfolglos......

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olaf_olafson 21.11.2013, 17:34
74. Da treffen Sie einen Punkt

Zitat von Jasmin Kraft
Virenscanner und Firewalls sind nicht die richtige Antwort darauf, dass PCs genauso wie MACs ständig Dinge hinter unserem Rücken tun, zu denen wir sie gar nicht aufgefordert haben. Meiner Meinung nach sollte jegliche Kommunikation von meinem PC ins Internet genehmigungspflichtig sein. Das Betriebssystem sollte z.B. gar nicht zulassen, dass Programme hinter meinem Rücken nach Updates suchen und dabei Informationen weitergeben. Zugriff auf meine Festplatte dürfte nur nach vorheriger Genehmigung stattfinden, ein guter Browser würde nichts über mich und meinen Rechner verraten, ein gutes Java-Script würde gar keine Funktionen dazu enthalten. Was wir heute haben sind perfekte Betriebssysteme für die Wirtschaft, und weder Microsoft noch Apple haben ein Interesse daran, dass wir uns z.B. sinnvoll gegen Cookies und andere Nachforschungsmethoden wehren können. Nebenbei liefert das den Programmierern von Viren schöne Sicherheitslücken, die aber bei einem Betriebssystem im Sinne des Nutzers gar nicht nötig wären.
Zumindest für den Mac kann ich da Little Snitch empfehlen. Das kontrolliert alle ausgehenden Netzwerkverbindungen und kann diese verwalten. Man kann also sowohl dem System als auch den Apps das nach Hause telefonieren komplett oder in Teilen untersagen oder erlauben.
Dabei ist die Grundeinstellung, dass alles geblockt wird und man nach und nach freigeben muss (temporär oder generell). Damit beschäftigt man sich auch mal eingehend damit.

Und man merkt auch mal richtig, welche Software abundzu mal wegen eines Updates nachfragt und welche ständig auf gefühlten 50 Ports losträllert (Skype ist so ein Kandidat).

Das gibt natürlich keine 100% Sicherheit, da man immer noch nicht weiß, was genau gesendet wird. Aber es ist schonmal sehr viel besser als nichts.

Bei Festplattenzugriffen hätte ich auch gerne mehr Kontrolle aber zumindest in systemrelevanten Bereichen kann kein Programm ohne meine Einwilligung etwas ändern. Andererseits will man ja auch nicht bei jedem Download sein Passwort eingeben.
Aber natürlich wäre es wünschenswert, wenn sowas Bestandteil des OS wäre.

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mac4ever2 21.11.2013, 17:37
75. Lassen Sie mich raten...

Zitat von nicosx
Faszinierend sah ich meinem Freund zu, der mir eigentlich nur ein Youtube-Video zeigen wollte, wie das ganze System einfror. Aber der Mac ist ja absturzsicher und so ...
...das war 1997. Oder doch 1999?

Das Phänomen des "Einfrierens" gibt es nämlich unter MacOSX, das seit 2001 auf dem Markt ist, gar nicht.

Es gibt folgende Möglichkeiten:

1.). Eine fehlerhafte Anwendung läuft in einer Schleife. Dabei verwandelt sich der Mauszeiger in einen rotierenden Ball, analog zur "Sanduhr" bei Windows. Läßt sich durch eine Tastenkombination ohne OS-Beeinträchtigung abbrechen.

2.). Eine fehlerhafte Anwendung beendet sich spontan aufgrund eines Programmfehlers. Dabei erscheint eine Fehlermeldung mit verschiedenen Optionen der Weiterarbeit. Ebenfalls keine Affektion des OS.

3.). Kernel Panic. Tritt sehr selten auf, hautsächlich bei fehlerhaften Treibern. Grauer Bildschirm und mehrsprachiger Hinweis auf erforderlichen Neustart.
Da die Treiber und v.a. Kernel Extensions (.kext) aber sehr restriktiv von Apple gehandhabt werden, habe ich soetwas schon seit mehren Jahren auf meinen Macs (insgesamt 6, 4 davon ständig in Gebrauch) nicht mehr gesehen. Als User hat man normalerweise damit auch nichts zu tun. Früher hatte ich mal einen ISDN-Adapter von Zyxel, der reproduzierbar Kernel Panics verursachte. Das war Mitte der Nuller Jahre...

Ergo: Sie haben keine Ahnung. Oder Ihr Freund mit dem stehengebliebenen Mauszeiger hatte an der Batterie seiner Bluetooth-Maus gespart, vielleicht, weil ihm der Mac zu teuer war...

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nicosx 21.11.2013, 17:59
76.

Zitat von mac4ever2
...das war 1997. Oder doch 1999? Das Phänomen des "Einfrierens" gibt es nämlich unter MacOSX, das seit 2001 auf dem Markt ist, gar nicht. Es gibt folgende Möglichkeiten: 1.). Eine fehlerhafte Anwendung läuft in einer Schleife. Dabei verwandelt sich der Mauszeiger in einen rotierenden Ball, analog zur "Sanduhr" bei Windows. Läßt sich durch eine Tastenkombination ohne OS-Beeinträchtigung abbrechen. 2.). Eine fehlerhafte Anwendung beendet sich spontan aufgrund eines Programmfehlers. Dabei erscheint eine Fehlermeldung mit verschiedenen Optionen der Weiterarbeit. Ebenfalls keine Affektion des OS. 3.). Kernel Panic. Tritt sehr selten auf, hautsächlich bei fehlerhaften Treibern. Grauer Bildschirm und mehrsprachiger Hinweis auf erforderlichen Neustart. Da die Treiber und v.a. Kernel Extensions (.kext) aber sehr restriktiv von Apple gehandhabt werden, habe ich soetwas schon seit mehren Jahren auf meinen Macs (insgesamt 6, 4 davon ständig in Gebrauch) nicht mehr gesehen. Als User hat man normalerweise damit auch nichts zu tun. Früher hatte ich mal einen ISDN-Adapter von Zyxel, der reproduzierbar Kernel Panics verursachte. Das war Mitte der Nuller Jahre... Ergo: Sie haben keine Ahnung. Oder Ihr Freund mit dem stehengebliebenen Mauszeiger hatte an der Batterie seiner Bluetooth-Maus gespart, vielleicht, weil ihm der Mac zu teuer war...
Nix. Das war ein Mac Book Pro und das hat sich so um 2010 abgespielt. Abgesoffen einfach so - ohne Peripherie.

Und wieder ein persönlicher Angriff am Ende ... ihr Mac-User könnt einfach nicht ohne, was?

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mac4ever2 21.11.2013, 18:32
77.

Zitat von nicosx
Nix. Das war ein Mac Book Pro und das hat sich so um 2010 abgespielt. Abgesoffen einfach so - ohne Peripherie. Und wieder ein persönlicher Angriff am Ende ... ihr Mac-User könnt einfach nicht ohne, was?
Wenn jemand vom Pferd erzählt, bekommt er halt eine entsprechende Antwort.

Ihr Freund war also nicht in der Lage, die Anwendung durch cmd-opt-esc zwangsweise abzubrechen? Wenn das bei einem MacBook Pro ohne angeschlossene Fremdhardware vorkommt, würde ich den Service bemühen, denn dann liegt ein Hardwaredefekt vor.

Ich habe ein MacBook Pro von 2009 und soetwas (also echtes Einfrieren ohne Tastenansprache) trotz fast täglicher Nutzung noch nie erlebt, auch auf anderen Rechnern ist unter MacOSX noch nie die Maus "eingefroren" (was unter dem alten MacOS bis 2001 bei fehlerhaften Programmen ein häufiges Phänomen war).

Allerdings kann man jedes System verbasteln - ich halte es also nicht für ausgeschlossen, daß es das tatsächlich gibt. Und ich entschuldige mich bei Ihnen bezüglich der Aussage, daß Sie keine Ahnung haben. Viel wahrscheinlicher hatte ja nur Ihr Freund keine - es war ja auch nicht Ihr Mac,

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Reiner_Habitus 21.11.2013, 18:36
78.

Zitat von nicosx
Nix. Das war ein Mac Book Pro und das hat sich so um 2010 abgespielt. Abgesoffen einfach so - ohne Peripherie. Und wieder ein persönlicher Angriff am Ende ... ihr Mac-User könnt einfach nicht ohne, was?
Nun, natürlich kann ein Mac einfrieren. Ist auch nur ein Computer. Einfrieren hat übrigens meistens etwas mit der Hardware zu tun. Also Mainboard, bei Apple Logicboard genannt, Speicher oder Prozessor.

Defekte Hardware ist eigentlich der einzige Grund warum bei einem Betriebssystem heute noch sowas passiert (egal ob Linux/OSX oder WIN).
Ein kaputter Kondensator reicht und gelegentlich gibt es einen Freeze.
Und nein nicht dass mir einer sagt, defekte Hardware käme bei Apple nicht vor. Gerade einige der 2010 sind bekannt für Probleme in Verbindung mit dem verbauten Nvidea Chipsatz.....

Ich würde in diese Richtung suchen. Blöd das es ein Notebook ist. Sonst könnte man durch Austausch einzelner Komponenten im Ausschussverfahren vorgehen.

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brucewillisdoesit 21.11.2013, 18:41
79. Fehler

Zitat von FerrisBueller
Als Linux-Nutzer brauche ich keinen Virenscanner, ebenso wenig wie die Mac-User (auch wenn das da langsam eng wird). In der Statistik würden wir trotz sicherem System aber unter die Gruppe "Offen wie ein Scheinentor" fallen.
Sie machen gerade den größten Security-Fehler, den es gibt: sie glauben sie wären sicher. Vollkommen falsch. Die Anzahl an Clients auf Basis von Unix-Derivaten ist derart klein, das spezialisierte Angriffe auf diese Systeme sich für Kriminelle nicht lohnenund folglich unterbleiben. Daraus zu schließen, das System wäre "sicher" ist fatal. Es ist prinzipiell mehr oder weniger genau so sicher oder unsicher wie ein klassisches Windoof, es wird nur gegenwärtig nicht systematisch angegriffen. Dh aber nicht, daß es grundsätzlich per se "sicher" wäre. Open Source mag gegenüber Closed Source durchaus etwas zur Sicherheit beitragen, eliminiert das Problem aber nicht grundsätzlich (siehe z.B. Firefox).

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