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Internetsperren: Erfolge im Kampf gegen Kinderpornos vorgegaukelt

Lassen sich kinderpornografische Web-Seiten wirksam löschen? Der Verband der deutschen Internetwirtschaft hat dazu ein Experiment durchgeführt - und das niederschmetternde Ergebnis offenbar verschwiegen. Jetzt könnte das umstrittene Internet-Sperrgesetz doch noch zum Einsatz kommen.

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problematix 15.08.2010, 15:23
1. der Titel hier

Zitat von sysop
Lassen sich kinderpornografische Web-Seiten wirksam löschen? Der Verband der deutschen Internetwirtschaft hat dazu ein Experiment durchgeführt - und das niederschmetternde Ergebnis offenbar verschwiegen. Jetzt könnte das umstrittene Internet-Sperrgesetz doch noch zum Einsatz kommen.
Konsumenten lassen sich aber oft nur richtig verfolgen wenn sie auf die Seiten zugreifen und die Seiten früher oder später bzw. rechtzeitig bekannt sind.
Von daher wundert es mich nicht, dass Löschen etwas länger dauern kann, auf die eine oder andere Weise.

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Piratenparteimitglied 15.08.2010, 15:28
2. Internetsperren = Nutzlos !

Sperren sind Schwachsinn, die Inhalte wären ja dann trotzdem noch im Netz verfügbar.

Die eintzigste Möglichkeit ist das man die Leute die Server und Webseiten mit entsprechendem Material ins Netz stellt zur Rechenschaft zieht. Das geschiet einfach nicht weil sich die Behörden mit ihrer Bürrokratie selbst blockieren und die internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden nicht funktioniert.

(Komisch, beim Kampf gegen den terror funktioniert das doch mühelos, warum nicht hier ?)

Sperren sind für den Staat prinzipiell die billigste Lösung, eine Seite zu sperren kostet nichts. Ermittlungsarbeit zu leisten um die Täter zu identifizieren schon. Dabei beklagen sich die Abteilungen der Polizei die für die verfolgung von Kinderpronographie im Internet zuständig sind über eklatanten Personalmangel so das nur ein Bruchteil der eingehenden Anzeigen überhaupt bearbeitet werden kann. Hier wäre Abhilfe zu schaffen indem mehr geschultes Personal eingesetzt wird. Nur leider scheint das nicht erwünscht zu sein, denn das würde denn Staat ja Millionen kosten. Also dann doch lieber websperren als billige Alternative um den Menschen vorzugaukeln es würde etwas getan in wirklichkeit bleiben dann die Täter aufgrund des Personalmangels trotzdem unbeheligt.

Das darf nicht sein.

Deshalb Piratenpartei Wählen, der Aufbau einer Zensurinfrastruktur löst dieses problem nicht !

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markenware 15.08.2010, 15:32
3. Über die Lahmarschigkeit internationaler Behörden

" ... Das Problem: Viele der in 33 Ländern eingerichteten Beschwerdestellen hätten Hinweise nur an die Polizei weitergeleitet, nicht direkt an die Provider. ..."

Ja, geht's noch?
Genau diese Problematik wurde doch auch in Deutschland diskutiert.
Nachdem die ersten skandinavischen Sperrlisten veröffentlicht wurden, schrieben mehrere Gruppen die entsprechenden Provider direkt an, und die Seiten wurden umgehend gelöscht. Was übrig blieb, war legal.

Wenn Inhope jetzt genauso bockig wie das deutsche BKA auf dem Behördenweg besteht, ist der Mißerfolg programmiert.

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harrold 15.08.2010, 15:37
4. Wehret den Anfängen!

Zitat von sysop
Lassen sich kinderpornografische Web-Seiten wirksam löschen? Der Verband der deutschen Internetwirtschaft hat dazu ein Experiment durchgeführt - und das niederschmetternde Ergebnis offenbar verschwiegen. Jetzt könnte das umstrittene Internet-Sperrgesetz doch noch zum Einsatz kommen.
Das Problem sehe ich hier, dass mit der Sperrliste des BKA keine rechtsstaatlichen Grundsätze respektiert werden. Wer garantiert, dass das BKA nicht auch andere der Politik unliebsame Seiten einfach auf die "Sperrliste" setzt?
In einem skandinavischen Land soll das schon geschehen sein.
Wo ist die Transparenz?

Diese "Sperrliste" ist schon strukturell sowas von dilettantisch. Ein wahrer, ehrlicher Umgang mit dem Internet wird vermutlich von Teilen der CDU nicht gewollt. Die "Sperrliste" sollte von einem oder besser zwei unabhängigen Richtern abgesegnet werden, oder besser ins Internet gestellt und auf jeden Fall interesierten Bürgern zugänglich gemacht werden müssen.
Der Bürger muss das BKA kontrollieren können, oder die Justiz gehört zwischengeschaltet.

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Poisen82 15.08.2010, 15:38
5. ---

Zitat von sysop
Lassen sich kinderpornografische Web-Seiten wirksam löschen? Der Verband der deutschen Internetwirtschaft hat dazu ein Experiment durchgeführt - und das niederschmetternde Ergebnis offenbar verschwiegen. Jetzt könnte das umstrittene Internet-Sperrgesetz doch noch zum Einsatz kommen.
Es scheint mir eher so als ob das Sperrgesetz auf Teufel komm raus durchgedrückt werden soll.

Es ist ja nicht so das man den Providern keine Beine machen könnte. Ich erinnere mich noch an den Compuserve Fall, wo ein bisschen Mediale Aufmerksamkeit den Provider aus seiner Handlungsstarre befreit hat.

Eine Offenlegung welcher Provider wieviele Kinderpornoseiten betreibt, oder indem man stark mit Kinderpornografie durchsetzte Provider in den Medialen Fokus nimmt.

Auch könnte es nicht Schaden die Länderübergreifende Kooperation zu verbessern, allerdings wenn von Seiten der Politik kein Wille zur Löschung besteht sondern nur dazu das Sperrgesetz an den Start zu bringen, muss das Löschen scheitern.

Ich habe die Befürchtung das die Beste Methode um der Kinderpornographie Herr zu werden an die Wandgefahren wird um die Internetzensur durchzudrücken.

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sappelkopp 15.08.2010, 15:41
6. Hallo!?

Zitat von Piratenparteimitglied
(...) (Komisch, beim Kampf gegen den terror funktioniert das doch mühelos, warum nicht hier ?) (...)
Hallo!? Wo leben Sie denn, wo klappt denn die internationale Zusammenarbeit beim Kampf gegen den Terror?
Wenn sie klappen würde, wären alle Terroristen längst dingfest gemacht. Da geht es um verschiedene Interessen und damit um Interessenkonflikte; und bei Kinderpornografie ebenfalls.

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harrold 15.08.2010, 15:43
7. Cdu

Zitat von Piratenparteimitglied
Sperren sind Schwachsinn, die Inhalte wären ja dann trotzdem noch im Netz verfügbar. Die eintzigste Möglichkeit ist das man die Leute die Server und Webseiten mit entsprechendem Material ins Netz stellt zur Rechenschaft zieht. Das geschiet einfach nicht weil sich die Behörden mit ihrer Bürrokratie selbst blockieren und die internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden nicht funktioniert. (Komisch, beim Kampf gegen den terror funktioniert das doch mühelos, warum nicht hier ?)
Genau. Man denke nur an SWIFT, wo einfach mal eben die Bankdaten aller EU-Bürger in die USA transferiert werden dürfen (!).
Was klappen soll, das klappt auch.
Das sieht mir hier eher aus wie der Versuch, eben doch zu sperren und mit den Sperrlisten eine Möglichkeit zu haben, Leuten das Internet wegzunehmen. Vielleicht sogar unter mithilfe der US-Behörden, die extra verzögert gelöscht haben, damit man auf das Sperrgesetz, das ja seltsamerweise nie ad acta, sondern nur auf Eis gelegt wurde, jetzt doch nicht verzichten muss.

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TschiTschi 15.08.2010, 15:44
8. Genau!

Wir löschen den Bahnhof aus dem Stadtplan, weil beim Bahnhofskiosk Pornos unter der Ladentheke verkauft werden.

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Kurt G 15.08.2010, 15:45
9. Das BKA...

behauptet seit Anfang an, dass Sperren notwendig sind.

Jezt behauptet das BKA, dass das BKA in Sachen "Löschen" schlechte Arbeit macht.

Ja, Himmel und Hölle, weer hat denn etweas anderes erwartet ? Was soll das jetzt beweisen ?

Null, nichts !

Kurt G

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