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iPhone-5-Produktion: Ganz unten bei Foxconn
AP

Ist er der Wallraff des iPhone 5? Ein chinesischer Journalist hat sich angeblich in eine Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn eingeschlichen und bei der Produktion des neuen Handys geholfen. Er berichtet von schmutzigem Bettzeug, stinkenden Schlafsälen und enormem Druck.

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markus_wienken 13.09.2012, 14:10
40. .

Zitat von sirraucheinviel
.... und man sollte nicht aufgrund eines völlig fehlgeleiteten Gerechtigkeitsempfinden erwarten das keine Namen genannt werden. Es ist ja nicht so daß ich mich mit dem Besitz eines iPhones mich mitschuldig an den 15 Selbstmorden bei Foxconn jedes Jahr mache. Die Tatsache, daß wir die Schweinereien bei Samsung noch nicht erfahren haben heisst nicht daß Apple nicht erwähnt werden darf ... auch iPhone Fans sollten wissen wie die Dinger gemacht werden.
Es steht Foxconn jederzeit frei die Verhältnisse und auch das Gehalt seiner Angestellten zu verbessern.

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twan 13.09.2012, 16:08
41.

Zitat von markus_wienken
Es steht Foxconn jederzeit frei die Verhältnisse und auch das Gehalt seiner Angestellten zu verbessern.
Es steht Apple jederzeit frei selbst zu produzieren und sich eigene Sklaven zu halten.

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markus_wienken 13.09.2012, 16:23
42. .

Zitat von twan
Es steht Apple jederzeit frei selbst zu produzieren und sich eigene Sklaven zu halten.
Natürlich steht das Apple (wie auch anderen Firmen) frei dieses zu tun, aber warum?
Letzendlich wird betriebswirtschaftlich entschieden.

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Klugreißer 14.09.2012, 00:04
43.

Zitat von Syrus
Und immerhin hat Apple alles dafür getan, dass sie XP auch problemlos auf dem MacBook Air installieren können. Auch eine Art von Support. ;)
Sie irren sich. Es war alles andere als "problemlos", meinem MacBook Air das Windows XP unterzujubeln. Ich habe mehrere Stunden ergebnislos damit verbracht, einschlägige Foren nach einer reproduzierbaren Lösung dieses bekannten Problems zu durchforsten und unzählige vergebliche Anläufe unternommen, bevor mir endlich einer der Installationsversuche unter Parallels glückte, ohne dass ich sagen kann, warum ich doch noch zumindest in der VM Erfolg damit hatte. Ich kann nicht finden, dass Apple "alles" getan hätte. Da geht noch was ;-)

P.S.: Ich finde mein MacBook Air schicker als das Acer, deshalb kaufe ich mir jetzt - wie von Apple geplant - ein aktuelles, arbeite aber lieber unter Windows, unter anderem auch, weil eine Reihe der von mir benötigten Programme nur für Win programmiert wurden.

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zeterpeter 24.09.2012, 09:18
44. Wider die Lohnsklaverei

Ich finde es ungeheuerlich, das die Menschheit es einfach nicht schafft die (Lohn-)Sklaverei abzuschaffen, und etwas anderes ist das doch nicht. Abhängige Beschäftigte müssen sich, solange Sie einigermaßen gesund und leistungsfähig sind den allergrößten Teil ihrer wachen Lebenszeit mit stupidesten Tätigkeiten verbringen um danach kaserniert in Wohnheimen zu leben, ohne Privatsphäre, ohne Freiheit, außer der Freiheit zu gehen und anderswo das gleiche Problem zu haben oder zu verhungern... Auch wir im Westen müssen arbeiten und auch hier kann nicht jeder einen Traumjob haben, aber immerhin haben wir dann wenigstens noch eine Privatsphäre und die Freiheit sich einen besseren Job zu suchen oder sich zu qualifizieren.
Ich wundere mich nicht, das die, sich anstauende, ungeheure Wut über ihre unerträglichen Lebensumstände in diesen Menschen dann gelegentlich, durch kleine Anlässe entzündet, zum Ausbruch kommt.
Es spricht für die große Geduld und Leidensfähigkeit der Chinesen, das so etwas nicht noch viel öfter vorkommt.
Die Logik der Produktion im Kapitalismus ist nun einmal per se menschenfeindlich. Darin ist der Mensch nur ein Kostenfaktor, nur eine Art biologischer Roboter, den man freiwillig nur mit dem zum Funktionieren mindest Nötigen ausstattet. Menschenwürde ist in so einem System eine lächerliche Sentimentalität.
Das die Arbeitsbedingungen bei uns im Westen nicht mehr ganz so drastisch ausbeuterisch sind verdanken wir zwei Faktoren: Erstens der Freiheit, die wir uns erkämpft haben und die Parteien und Gewerkschaften möglich macht und zweitens einer hochentwickelten Industrie, die, um komplexe Produkte herzustellen, nicht mehr nur stupide Arbeitsdrohnen braucht, sondern wenigstens teilweise intelligente und kreative Mitarbeiter.
Natürlich ist auch ein IPhone sehr komplex, aber andererseits ist es auch ein typisches Massenprodukt. Entwicklung in Californien, Produktion (Montage) in China.
Bemerkenswert bei den Kommentaren hier im Forum finde ich auch, wie viele sich mehr damit beschäftigen, ob es jetzt fair sei Apple als einzige Firma von den Foxconn Auftraggebern bloßzustellen als sich über die Arbeits- und Lebensbedingungen bei Foxconn zu empören. Anscheinend interessiert es viele hier gar nicht, ob ihre Smartphones unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden, das wird einfach schulterzuckend akzeptiert. Sind ja bloß Chinesen, die sind halt so masochistisch oder was ?
Dabei würde sich sehr sehr schnell etwas ändern, wenn Millionen Apple oder Samsung, Nokia, HTC etc. Kunden weltweit nur kaufen würden wenn etwas fair hergestellt wird, bzw. explizit nach fair hergestellten Produkten verlangen würden.
Ich fände ein Art Fair Production Siegel mit entsprechender Überprüfung der Produktionsbetriebe eine Supersache und würde mich im Zweifelsfall immer für solche Produkte entscheiden, auch wenn die ein wenig teurer wären. Auch ein IPhone ist überteuert. Lieber für ein faires Produkt mehr Geld ausgeben, als die Apple Aktionäre für ihre anstrengungslose Geldanlage mit Milliardengewinnen zu stopfen.

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hanfiey 24.09.2012, 11:54
45. Besser ein.....

Stinkebett als kein Bett und einen Sch***job als gar keinen. Wir können hier ja erzählen was wir wollen, wenn wir arbeitslos werden sorgt hartz4 dafür das wir mehr haben als ein Chinesischer Arbeiter.

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