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iPhone-Bewegungsprofile: Apple räumt mehrere Programmierfehler ein

Standardmäßig protokollieren iPhones Positionsdaten - über Monate hinweg, selbst wenn Nutzer die Ortungsfunktion abstellen.*Apple erklärt das nun*mit Programmierfehlern und gibt zu:*Die Firma nutzt iPhones als Umgebungsscanner für eine Verkehrsdatenbank.

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Altesocke 28.04.2011, 11:30
120. Ja, genau!

Zitat von manic
Bei dem Artikel über den Diebstahl bei Sony von über 70 Millionen Datensätzen genau 17 Beiträge, bei diesem über iPhone-Bewegungsprofile schon über 100? Genau wie beim Bericht über den Gewinn bei Apple, weit über 500 Beiträge, auch beim Artikel "Das iPhone merkt sich Aufenthaltsorte - haben Sie ewas zu verbergen?" 400 Beiträge. Ich persönlich würde mir eher über den Diebstahl der Daten Sorgen machen, als mich über das iPhone bzw. Apple aufregen.
1. Sind sie betroffener Sony Kunde?
2. Sind betroffene Sony Kunden Spiegel online Leser?
3. Sind Apple iPhone Kaeufer Spiegel online Leser?
4. Sind nicht iPhone Nutzer Spiegel online Leser?

Ihre Aufstellung laesst, bis auf die erste Frage, vermutlich recht sichere Vermutungen zu den Antworten zu.
Allerdings mit "Ich persönlich würde mir eher" beantworten sie im Grunde auch Frage 1.
Und ganz ehrlich, ist Apple, gegenueber Sony, nicht das bessere Thema?

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peterbruells 28.04.2011, 11:33
121. Mal eben das Argument fälschen

Zitat von Altesocke
Wenn Apple's iPhones KEINE Bewegungsdaten/Positionen an Apple uebertraegt, wie erklaeren sie sich/uns dann dies:)
Bewegungsdaten sind was anderes als Positionen. Für das, was Sie zitieren, sind nur Positionsdaten notwendig.

Was Apple damit macht, haben sie allerdings eben nicht erst jetzt preisgegeben, sondern im Sommer 2010.
Naja, macht nichts, Spiegel Online macht sein Geld mit Boulevard, alles anderer ist anscheinend zum Feigenblatt geworden und wird nur noch mit minimalen Aufwand gepflegt.

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Altesocke 28.04.2011, 11:48
122. Netter Versuch

Zitat von peterbruells
Bewegungsdaten sind was anderes als Positionen. Für das, was Sie zitieren, sind nur Positionsdaten notwendig. Was Apple damit macht, haben sie allerdings eben nicht erst jetzt .....
Ab wievielen verschiedenen Positionen in welchem Zeitraum sind sie bereit, von Bewegungdaten zu reden?
Stellen sie sich vor, sie fahren ueber die Autobahn, von Hamburg nach Muenchen. Oder Ruegen an die Algarve, mit dem Wohnmobil. Wieviele Zellen werden gespeichert, und wieso ergibt dass in ihrer Logik KEIN Bewegungsprofil?
Sie koennen es nennen, wie SIE wollen, ab 2 verschiedenen Positionen ergibt es schon eine Bewegung ( von A-B), ab 3 eine Route (von A ueber B nach C), usw.!
Interessanter ist doch die Frage:
WANN das iPhone uebermittelt!
Nur 'irgendwann' via WLan? 1x im Monat?
Oder zeitaktuell/nah. Weil dann wuerden zwar 'Positionen' nur einmal auf dem phone und Rechner gespeichert, weil der timestamp ueberschrieben wuerde, aber APPLE wuerde alle Timestamps haben!
Was sagte Appel noch, wie bekommen die die Daten?

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Joachim Kr. 28.04.2011, 11:53
123. Irrglaube oder Absicht?

Zitat von Konstruktor
Diese Schlußfolgerung ist Schwachsinn, weil das Patent sich mit einer völlig anderen Art von Positionsdaten beschäftigt, die einerseits von existierenden Apps schon lange auf explizite Veranlassung des Users gesammelt werden (Routen-Tracker etc.) und andererseits eben genau zu den Daten in dem von Apple im Hintergrund geführten Cache passen. Dieser Abschnitt des Artikels ist damit grob irreführend. Direkt erkennbar schlecht recherchiert und einfach nur ohne nachzudenken von Gawker abgeschrieben, die eine äußerst dubiose Quelle sind, die kein seriöser Journalist unkritisch einfach verbatim abpinnen sollte.
Ihre Aussagen sind entweder Irglaube oder Absicht. Beides am Ende falsch. Der Artikel muss nicht gut recherchiert sein, das Fazit bleibt: Apple verbirgt die tatsächlichen Funktionen, lässt in 'Apps' programmierten Zugriff auf Adressbücher zu (Meldungen vor ein paar Monaten) und verbirgt sich unter dem Mantel der technologischen Scheinheiligkeit - Und Sie fallen drauf rein...

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Altesocke 28.04.2011, 12:11
124. Falls die Andere nicht freigeschaltet...

Zitat von peterbruells
Bewegungsdaten sind was anderes als Positionen. Für das, was Sie zitieren, sind nur Positionsdaten notwendig. Was Apple damit macht, haben sie allerdings eben nicht erst jetzt preisgegeben, sondern im Sommer 2010. Naja, macht nichts, Spiegel Online macht sein Geld mit Boulevard, alles anderer ist anscheinend zum Feigenblatt geworden und wird nur noch mit minimalen Aufwand gepflegt.
Ich habe absichtlich das wort Bewegungsdaten mit den Positionen verknuepft:
Bewegungsdaten bestehen aus Positionen mit Zeitstempeln.
2 oder mehr Positionsdaten mit unterschiedlichen Zeiten sagen aus, ob ueberhaupt, und wenn, wohin das iPhone bewegt wurde.
Was soll das iPhone uebertragen? Einzelne Positionen mit Zeitstempeln!
Und die dauerhafte Uebertragung von einzelnen Positionen ergibt Bewegungsdaten. Ob das iPhone 'Bewegungsdaten' uebertraegt, ist doch eher eine Wortspielerei!

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DJAG 28.04.2011, 12:22
125. Naivität

@thatsit@wegwerfemail.de:
Das sieht der Markt wohl anders! Samsung hat ja offensichtlich sooo viel Erfolg mit seiner iPad Kopie (sogar die Verkaufsbox ist 1zu1 kopiert), das sie erst in der zweiten Generation nicht mal annähernd an die erste iPad Version herankommen, denn im Gegensatz zu Ihnen bin ich der Meinung, dass nicht die Anzahl der Features entscheidend ist, sondern wie gut sind die vorhandenen Nutzbar und was bringen mir diese für einen Nutzen! Das vorhandene Ökosystem zum iPad/ iPhone wie Apps und Zubehör machen einen ganz entscheidenden Anteil am Erfolg aus!
Ach ja, schreiben sie doch bitte Nokia an, was die mit den Datenbanken auf deren Smartphones so alles machen, oder die Bewegungsprofile der Telekomkunden. Die werden meines Wissens nach sogar an Dritte verkauft. Nun sammeln sie noch Daten Ihrer Bank (wo und wann haben sie bei wem Ihre EC/ Kreditkarte benutzt haben, und bringen dass alles schön zusammen... .

Ach ja, ist einer von Ihnen hier "Deutschlandkarten"-Nutzer...? Ich lach' mich schlapp über so viel Naivität.

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toledo 28.04.2011, 12:53
126. ...

Zitat von Querulant
Das müssen sie jetzt mal genauer ausführen, denn in diesem Fall werden seitens Apple 1. keine Daten ausgeforscht, 2. keine Daten auf ihre Kosten übertragen. Wenn sie nicht wollen, dass die Daten per Fremdsoftware ausgelesen werden, dann setzen sie das Häkchen, "Backup verschlüsseln" und fertig...
Öhm.. wenn keine Daten übertragen werden... warum werden sie dann standardmäßig überhaupt erst erhoben? Warum befinden sich solche Geräte nicht in 100% verschlossenem Zustand und jedwede Datenübertragung muss erst durch den Nutzer einmal authorisiert werden? Und was ist mit den Daten, die Herr Jobs angeblich für ein Verkehrsscanning braucht..? Die bleiben dann angeblich auf meinem Rechner liegen? Wer sagt Ihnen denn , dass ich solch einen Datentransfer überhaupt möchte..?

Das Ganze ist das gleiche miese Phänomen als wenn sie eine Reise buchen und Mietwagen und Rücktrittskostenversicherung sind schon 'aktiv' geschaltet! Dieses Verfahren wird auch regelmäßig gerügt.

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lupus@fabula 28.04.2011, 12:57
127. Ach nee

...was waren das früher Zeiten, als es noch hieß: "Betteln, Hausieren und Volkszählen verboten!"
Vorbei. Heute geben die Internetnutzer ihre Daten ohne Not an jeder Ecke preis und freuen sich über die "Vorteile" von Payback und Deutschlandcard. Dann kommen noch die Apples dieser Welt und holen sich den Rest scheinbar unbemerkt ab.
Das ist doch nur die Spitze, während die Regierung wieder über Vorratsdatenspeicherung faselt.
Heute schon jemand die Playstation angehabt?

Es wird wohl wieder Zeit für einen sensibleren Umgang mit den "Neuen Medien".

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max_copernicus 28.04.2011, 13:31
128. Nein danke

Unser ganzes verdammtes Leben soll in Rechnern modelliert, protokolliert und auswertbar sein. Wann mit wem was gesprochen, wo auf Toilette, wo eingekauft, wo Frau angesprochen und neue Nummer gespeichert, wo und wann Frau getroffen und Sex gehabt etc.

Nein Danke Apple, das geht euch nichts an.

P.S.:
Apple: "Wir glauben, dass das iPhone die Daten nicht länger als sieben Tage speichern muss"
Klingt für mich so, wie wenn ein Bankräuber ertappt wurde und sagt "Ich glaube, man sollte keine Bank ausrauben." Naja...

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peterbruells 28.04.2011, 13:34
129. Zu viele Zeichen

Zitat von Altesocke
Ab wievielen verschiedenen Positionen in welchem Zeitraum sind sie bereit, von Bewegungdaten zu reden? Stellen sie sich vor, sie fahren ueber die Autobahn, von Hamburg nach Muenchen.
Sie reden hier von den Daten der consolidated.db - die habe ich übers Wochenende von drei Geräten genommen und analysisert. Das sind die Daten, die auf dem iPhone verbleiben.

Bei mir handelt es sich dabei um die Daten von 12683 Funktürmen bei 220 Timestamps, die sich auf 55 Tage von 270 Tagen verteilen. Auf meinem Haupt-iPhone, das immer an ist und mit dem ich praktisch täglich Ortungsdienste verwende.

Der abgedeckte Bereich gibt grob die Region wieder in der ich lebe, gibt aber keinen Hinweis darauf, dass ich mich im Raum Braunschweig doch sehr selten aufhalte. Eine Zugfahrt nach Dresden ist erkenntbar, die zweite schon nicht mehr, eine Fahrt nach Essen und zurück fehlt.

Erkennbar ist auch ein Trip nach Leer, ganz konkret am 22. Juli 2010 - schade nur, dass ich an dem Tag nachweislich im Oldenburg an meinem Arbeitsplatz war.

Aber wie gesagt, dass sind die Daten die auf dem Telefon liegen und die die Hysterie ausgelöst haben.

Zitat von Altesocke
Sie koennen es nennen, wie SIE wollen, ab 2 verschiedenen Positionen ergibt es schon eine Bewegung ( von A-B), ab 3 eine Route (von A ueber B nach C), usw.! Interessanter ist doch die Frage: WANN das iPhone uebermittelt! Nur 'irgendwann' via WLan? 1x im Monat? Oder zeitaktuell/nah. … Was sagte Appel noch, wie bekommen die die Daten?
Das hat Apple wie gesagt schon im Sommer 2010 offengelegt. Ein anderer Mechanismus mißt die tatsächlich sichtbaren Stationen - consolidated enthält Positionen, die das iPhone nie gesehen haben kann - bestimmt tatsächlich GPS-Koordinaten. Diese Daten werden in 12-Stundenblöcken an Apple gesendet wenn sich das Gerät im WLAN befindet. Ohne Angaben zur Person oder dem Gerät.

Tracking ist in Kalifornien explizit illegal, nebenbei bemerkt.

Nun könnte man natürlich annehmen, das es da einen Programmierfehler gibt, der doch mehr sendet.

Halt ich für unplausibel, denn das just das einräumen "mehrere Prohgrammierfehler" ist die eigentliche Nebelwand von Apple. Placebos für die Meute.

Der Cache mit consolidated.db war schon okay so, den jetzt runterzusetzen verringert die Privatsphäre, weil die zur Trilateration benötigten Ortsdaten nun öfter abgefragt werden müssen. Statt das mein iPhone nun nach zwei Monaten oder mehr immer noch komplett autark den fast lookup machen konnte, wird sie demnächst bei jedem Besucht bei meiner Mutter externe Server fragen, ob sie die Postition von Funkzelle X,Y,Z kennen. Nach prächtig. Dafür muß ich mir jetzt keine Sorgen dazu machen, dass mir der Geheimdienst oder das BKA das Handy entwendet und sieht, wo in etwa ich in den letzten Jahren gewesen bin. Das kriegen sie ja nun keinesfalls durch meine Kontobewegungen heraus oder wo ich meine Kreditkarte abgelegt habe. Mal ganz davon abgesehen, dass ich in den jeweiligen Hotels einen Meldeschein ausfüllen mußte, der ein Jahr lang aufbewahrt wird.


Der einzige wirklich Programmierfehler war es, dass die Datei nicht grundsätzlich verschlüsselt war. Angesichts der zig viel sensitiveren Daten auf einem Smartphone - Mails, SMSs (auch gelöschte), Instant Messages, Adressbuch, Fotos mit Geotags - aber nichts wirklich überraschendes.

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