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iPhone-Bewegungsprofile: Apple räumt mehrere Programmierfehler ein

Standardmäßig protokollieren iPhones Positionsdaten - über Monate hinweg, selbst wenn Nutzer die Ortungsfunktion abstellen.*Apple erklärt das nun*mit Programmierfehlern und gibt zu:*Die Firma nutzt iPhones als Umgebungsscanner für eine Verkehrsdatenbank.

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toledo 28.04.2011, 13:38
130. ..

Noch so ein kleiner unschuldiger Datensammler..
Bessere Radarfallen dank Tomtom!
Die niederländische Polizei nutzt von Tomtom mit Hilfe seiner Nutzer gesammelte Verkehrsdaten, um geeignete Plätze für Geschwindigkeitskontrollen zu identifizieren. Dazu wird ausgewertet, wo Tomtom-Nutzer schneller fahren als erlaubt.
http://www.golem.de/showhigh2.php?fi...3087.html&wort[]=tomtom

Die Unbekümmertheit der Abwiegler, Erklärer und Zurechtrücker in diesem Land ist beinahe schon kriminell!

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Joel_Kaiser 28.04.2011, 13:42
131. iPhone verkauft

Habe soeben mein iPhone verkauft und werde mir nun ein Motorola V3 kaufen. Auf diesen Schnickschnack und die Kundenveräppelung von Apple habe ich keinen Bock mehr! Da auch Google Daten sammelt, kommt mir auch kein Androide ins Haus!
Bislang war ich ja noch wirklich einer derjenigen die Apple Kritiker mit Apple Neider verwechselte, aber ich kann mittlerweile die Kritiker verstehen.

Schade dass es nicht viele gibt die auch künftig darauf verzichten Android oder Apple Endgeräte zu kaufen. Diesen Herren, die denken sie könnten mit den Kunden alles anstellen, müsste man mal zeigen dass nicht die, sondern wir als Kunde die Macht haben. Dann würden sie ziemlich dumm aus der Wäsche schauen

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Querulant 28.04.2011, 14:08
132. Bitte Differenzieren Sie

Zitat von toledo
Öhm.. wenn keine Daten übertragen werden... warum werden sie dann standardmäßig überhaupt erst erhoben? Warum befinden sich solche Geräte nicht in 100% verschlossenem Zustand und jedwede Datenübertragung muss erst durch den Nutzer einmal authorisiert werden? Und was ist mit den Daten, die Herr Jobs angeblich für ein Verkehrsscanning braucht..? Die bleiben dann angeblich auf meinem Rechner liegen? Wer sagt Ihnen denn , dass ich solch einen Datentransfer überhaupt möchte..?
Der Punkt ist, dass man grundsätzlich unterscheiden muss, welche Art von Daten übertragen werden: persönliche Daten, oder anonyme Daten.

1. Bei der Verwendung bzw. Übertragung von persönlichen Daten des Anwenders wird grundsätzlich IMMER das Einverständnis des Anwenders eingeholt.
Das führte zum Beispiel schon zum Streit zwischen Apple und Verlagen, denen es nicht reicht, wenn Jemand ein Abo bei ihnen abschliesst, sondern die dann auch noch sämtliche persönlichen Daten des Anwenders gerne miteingesackt hätten, was Apple aber erst nach Einverständniserklärung des Anwenders tut.

2. Anonyme Daten, die keinerlei Rückschlüsse auf den Anwender zulassen werden nicht nur von Apple, sondern überall, wo es nur geht erhoben. Und die sind auch kein Problem für den Anwender.

Die "persönlichen Daten", die man sich herunterläd, wenn man mit dem iPhone unterwegs ist bleiben auf dem Gerät liegen und werden nirgendwohin übertragen. Schaltet man die Verschlüsselung für das Backup ein, dann kommt Niemand da ran. Es sei denn er klaut ihnen das Gerät. Die Aussagekraft dieser (Hilfs-)Daten ist wie bereits zigmal erklärt sehr begrenzt, da sie eben dem einzigen Zweck dienen: dem GPS schneller zu einer Position zu verhelfen.

Alle 12h werden bei Zugang zu einem WLAN o.g. Daten anonymisiert (d.h. die reinen Rohdaten ohne Verbindung zum Anwender)übertragen, die wiederum von Apple für die Aktualisierung u.A. jener Datenbank herangezogen werden, aus der sie selber zuvor Daten heruntergeladen haben hochgeladen.

Die Situation derzeit ist nicht optimal, aber die Pressemeldungen in den letzten Tagen sind schlicht Verleumdung.
Wenn Apple nun zukünftig die Speicherdauer in dieser lokalen Datenbank auf 7 Tage begrenzt und sie zusätzlich verschlüsselt gibt es keinen Grund daran etwas auszusetzen.
Man kann hier Apple Unsensibilität vorwerfen, aber ganz sicher keinen Vorsatz.

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peterbruells 28.04.2011, 14:17
133. Verringerte Sicherheit

Zitat von Querulant
Wenn Apple nun zukünftig die Speicherdauer in dieser lokalen Datenbank auf 7 Tage begrenzt und sie zusätzlich verschlüsselt gibt es keinen Grund daran etwas auszusetzen.
Leider doch. Wie ich etwas weiter oben darlege, werden meine Bewegungen - und die jedes anderen auch, wenn er Ortungsdienste verwendet - tatsächlich exakter preisgegeben - und zwar an Server, über die ich nun gar keine Kontrolle mehr habe.

Ich fahre so alle drei bis vier Wochen in eine benachbarte Stadt. Dort benutze ich durchaus die Navigation, um Restaurants zu finden, einen Spaziergang aufzuzeichnen oder mal ein Foto zu schießen.
Bisher konnte man iPhone dabei auf einmal vor Monaten erhobene Daten zurückgreifen.
Nun wird jedesmal ein neuer Call zur Datenbank fällig.

Würde Apple diese Daten wirklich zum Tracking vom Personen benutzen, der Vorstand müsste vor Begeisterung lachend auf dem Boden liegen.

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toledo 28.04.2011, 14:30
134. ...

Lieber Querulant.. ;-)
ich habe das ganz gut verstanden, was da abläuft.
Leider 'rücken' auch Sie das Problem nur zurecht und Ihre Aufteilung in anonym und persönlich ist für den Nutzer kaum unterscheidbar.
Wie anonyme Daten auf Sie zurückfallen können, ersehen Sie aus der Meldung zu anonym erhobenen Daten der Fa. TomTom.
Für mich zählen Positionsdaten (auch wenn sie sich nur an Telefonmasten, WLAN's o.ä. festmachen lassen) schlankweg zu den persönlichen Daten. Sie dokumentieren, wo in etwa sich das Handy aufgehalten hat. Der Aufenthalt des Handy muss nicht identisch sein mit dem Käufers, oder? Auch wenn Sicherheitsbehörden diese unzulässige Kette gerne bilden!

Davon einmal abgesehen..: warum müssen diese Daten überhaupt (ob unverschlüsselt oder nicht) auf irgendwelche Rechner kopiert/übertragen werden? Wenn Sie doch nur einer -angeblich- technischen Notwendigkeit (der von Ihnen angeführten schnelleren Positionsbestimmung dienen..) und nur 'vergessen' wurde, sie zu löschen?

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Selvbygger 28.04.2011, 14:32
135. Daten sammeln

Zitat von Joel_Kaiser
Habe soeben mein iPhone verkauft und werde mir nun ein Motorola V3 kaufen. ...
Der Netzbetreiber, bei dem sich Ihr Motorola V3 anmeldet, sammelt auch Daten.

Ich warte auf das iPhone 5. Das wird nach dem 3 GS mein nächstes iPhone.

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michaxl 28.04.2011, 14:36
136. ...

Zitat von peterbruells
Sie reden hier von den Daten der consolidated.db - die habe ich übers Wochenende von drei Geräten genommen und analysisert. Das sind....
Geben sie sich keine Mühe - die Meute will es nicht wissen!

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Loosa 28.04.2011, 14:39
137. standortbezogener Titel

Zitat von peterbruells
Sie reden hier von den Daten der consolidated.db - die habe ich übers Wochenende von drei Geräten genommen und analysisert.
Sehr interessanter Beitrag, Danke dafür. :)

Dazu gibt es von F-Secure noch ein paar Informationen: http://www.f-secure.com/weblog/archives/00002145.html

Zum einen schreiben sie dort auch davon, dass die Daten 2x am Tag an Apple gesendet werden. Es werden auch die Teile der AGBs aufgelistet in denen man diesem zustimmt. Außerdem vermuten sie, dass man die Weitergabe der Daten verhindern kann wenn man in iTunes das versenden der "anonymen Diagnose- und Nutzungsdaten" untersagt.
Wenn das stimmt wäre das immerhin mehr als man von anderen Anbietern bekommt: ein Opt-Out.

Zitat von Joel_Kaiser
Da auch Google Daten sammelt, kommt mir auch kein Androide ins Haus!
Auch Mobilfunkanbieter sammeln diese Daten. Wer das nicht will darf überhaupt kein Handy benutzen. Vodafone verwendet diese Bewegungsprofile zum Beispiel für Stauprognosen.

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Altesocke 28.04.2011, 14:47
138. Eeh,...

Sicher, das nicht mindestens die Geraete ID mitgesendet wird? Nur um sicherzustellen, das nicht Daten doppelt einfliessen?

Zitat von Querulant
Der Punkt ist, dass man grundsätzlich unterscheiden muss, welche Art von Daten übertragen werden: persönliche Daten, oder anonyme Daten. 1. Bei der Verwendung bzw. Übertragung von persönlichen Daten des Anwenders wird grundsätzlich IMMER das Einverständnis des Anwenders eingeholt. Das führte zum Beispiel schon zum Streit zwischen Apple und Verlagen, denen es nicht reicht, wenn Jemand ein Abo bei ihnen abschliesst, sondern die dann auch noch sämtliche persönlichen Daten des Anwenders gerne miteingesackt hätten, was Apple aber erst nach Einverständniserklärung des Anwenders tut. 2. Anonyme Daten, die keinerlei Rückschlüsse auf den Anwender zulassen werden nicht nur von Apple, sondern überall, wo es nur geht erhoben. Und die sind auch kein Problem für den Anwender. Die "persönlichen Daten", die man sich herunterläd, wenn man mit dem iPhone unterwegs ist bleiben auf dem Gerät liegen und werden nirgendwohin übertragen. Schaltet man die Verschlüsselung für das Backup ein, dann kommt Niemand da ran. Es sei denn er klaut ihnen das Gerät. Die Aussagekraft dieser (Hilfs-)Daten ist wie bereits zigmal erklärt sehr begrenzt, da sie eben dem einzigen Zweck dienen: dem GPS schneller zu einer Position zu verhelfen. Alle 12h werden bei Zugang zu einem WLAN o.g. Daten anonymisiert (d.h. die reinen Rohdaten ohne Verbindung zum Anwender)übertragen, die wiederum von Apple für die Aktualisierung u.A. jener Datenbank herangezogen werden, aus der sie selber zuvor Daten heruntergeladen haben hochgeladen. Die Situation derzeit ist nicht optimal, aber die Pressemeldungen in den letzten Tagen sind schlicht Verleumdung. Wenn Apple nun zukünftig die Speicherdauer in dieser lokalen Datenbank auf 7 Tage begrenzt und sie zusätzlich verschlüsselt gibt es keinen Grund daran etwas auszusetzen. Man kann hier Apple Unsensibilität vorwerfen, aber ganz sicher keinen Vorsatz.

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shaman-art 28.04.2011, 14:49
139. Wer's glaubt......

Ich tue mich ehrlich gesagt schwer damit, die Story vom Bug zu glauben. Wer mit Datenbanken zu tun hat, stößt früher oder später auf das Problem, dass die Dinger verdammt große Datenmengen sammeln können und damit beachtliche Dateigrößen erreichen und so wiederum die Geschwindigkeit eines Systems herabsetzen können.
Jedem Smartphone-Nutzer sollte es selbst über lassen werden, zu entscheiden, welche Daten auf seinem Gerät gespeichert werden und welche von außen abrufbar sind oder in irgendeiner Form gesendet werden. User quasi zu nötigen, AGBs zuzustimmen, die beinahe eine Blankovollmacht bedeuten, mit den von den Usern gesammelten Daten herumzuspielen, ist schlicht eine Frechheit.
Es ist ja nach eigener Aussage von Apple nicht richtig, dass die Daten nicht gesendet oder genutzt worden sind. Sie werden sehr wohl – in (angeblich) anonymisierter Form – zur Pflege der Datenbank für WLAN Netzwerke und Mobilfunkmasten genutzt.
Ich benutze das Wort „angeblich“ ganz bewusst. Auch wenn heute diese Daten nicht einem User zugeordnet werden, so kann das permanente Speichern der Daten auf den Geräten vielleicht eine sehr wohl absichtlich eingerichtete Funktion sein, die mittels zukünftiger Software hätte genutzt werden sollen.
Ich frage mich, was passiert, wenn Apple mal wieder die AGBs ändert und dann ganz unverblümt von den Kunden die uneingeschränkte Nutzung von Standort- und Bewegungsdaten verlangt. Ob dann immer noch alle so freudig zustimmen? Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Anbieter.

Ich selbst nutze aus gutem Grund kein Smartphone sondern nur ein simples Mobiltelefon, das gerade mal telefonieren und SMS senden kann – und das auch noch dazu ohne Vertrag, weil ich es vielleicht 3x im Monat benutze. Und siehe da: ich lebe trotzdem – und das noch dazu angenehm ruhig!
Ansonsten habe ich ein gut ausgestattetes Netbook, das keine 300 Euro gekostet hat, noch nie abgestürzt ist und mit dem ich sogar telefonieren und Videokonferenzen führen kann. VoIP und Skype machens möglich, wahlweise über WLAN oder, wenn es gar nicht anders geht, mittels Surfstick. Ich kann meine Software überall her beziehen und für fast alle Probleme gibt es inzwischen Freeware-Lösungen. So muss ich auch nicht bei einem monopolistischen Anbieter (iTunes) unfreiwillig ein Profil mit allen meinen Nutzungsgewohnheiten anlegen. Ach ja, im Fall der Fälle kann man bei dem Gerät auch mit zwei Handgriffen den Akku wechseln.
Windows als am weitesten verbreitetes Betriebssystem ist sicher interessant für die ‚Schöpfer’ von Viren etc. Sobald iPhones einen ähnlich hohen Verbreitungsgrad haben wie PCs, werden auch da Probleme mit Schadsoftware entstehen. Was sich User beim normalen Surfen im Web einfangen, wird sich nicht kontrollieren lassen, selbst wenn Apple seinen App Store weiter so restriktiv handhabt.

Kurz und gut: ich sehe einfach keinen tieferen Sinn in der Nutzung von Smartphones und Tablets. Überteuert bei begrenztem Nutzwert und fragwürdigem Geschäftsgebaren. Dies gilt vor allem für Apple.

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