Forum: Netzwelt
Ist Street View ein Problem?

Fühlen Sie sich von Googles Kamera-Autos in ihrer Privatsphäre bedroht? Oder sind die Straßenansichten ein nützlicher Dienst, die Fotos öffentlicher Orte unproblematisch?

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djabadai 15.05.2010, 21:19
560. ob man etwas zu verbergen hat oder nicht tut nichts zur sache...

Zitat von googleuser
Also nun mal aufpassen. Die ganze Diskussion ist mal wieder typisch deutsch !!! Niemanden auf der Welt interessiert sich dafür, ob nun mein Haus fotografiert wird oder nicht. Ausserdem, ist es nicht so, dass nur der etwas dagegen hat, der etwas zu verbergen hat? Ich arbeite nun schon seit langer Zeit in meiner Firma mit sämtlichen Googlediensten (natürlich kostenlos !!!) und bin sehr zufrieden. Ich habe nichts zu verbergen. Der Dienst Streetview ist das beste was uns Deutschen passieren kann. Da können wir uns doch mal der Welt präsentieren ! Aber wir Deutschen wollen ja nicht weltoffen sein, nur immer meckern und meckern und meckern. Sch...Land und sch....Regierung sage ich da nur. Da spricht nur der Neid bei der Aigner und ihrem ganzen Gefolge. Ich vote für Google. Soll die Aigner doch demokratisch abstimmen lassen über street view. Da wird sie merken wieviel Befürworter es gibt. Aber eine Demokratie gibt es in Deutschland nur auf dem Papier. Armes Land.
ich kann die einstellung der leute, "die nichts zu verbergen haben" einfach nicht nachvollziehen. ich betreibe gewiss keine zwielichtigen geschäfte im internet oder sonstiges, aber ich werde mit sicherheit nicht einem konzern mein komplettes privatleben zu verfügung stellen, der mittlerweile eine macht im informationsgeschäft erlangt hat, die einem regelmäßig eiskalte schauer den rücken rauf und runter laufen lassen sollte. freiwillig werde ich das schon gar nicht tun durch die benutzung der diversen internetdienste oder der verwendung eines android-os. ich benutze weiter scroogle und meide google-produkte soweit es nur irgendwie möglich ist....

p.s.: in der beta-version von google-mail war kein button für die löschung von alten e-mails vorgesehen. nur so als kleiner denkanstoß am ende ;)

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el3ktro 15.05.2010, 21:20
561.

Zitat von draht/und/ahnungslos
Denn, um ein verschlüsseltes WLAN zu knacken braucht man nur /ein einziges/ Paket als Beispiel, und viel Zeit und enorme Rechenkapazität. Man probiert einfach alle Kombinationen durch. Das geht kaum, solange man vor dem Haus lungert. Aber mit den enormen verteilten Rechnenkapazitäten Googles wäre das deutlich weniger undenkbar als man meinen könnte. Sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Beispielpaket, anhand dessen im Fall des Falles im Voraus und vom Rechenzentrum aus, das Netz geknackt werden kann, um dann später vor Ort zu fahren und das Netz anzuzapfen.
Das ist einfach nur falsch. Um die Verschlüsselung eines WLANs zu knacken, reicht ein einziges Datenpaket BEI WEITEM nicht aus. Beschäftigen Sie sich bitte mal mit Kryptografie, bevor Sie so einen Unsinn schreiben.

Zitat von
D.h. der BND, BKA, CIA, wer auch immer, können sich durchaus jetzt überlegen, ob sie in die Wohnung eindringen müssen, oder ob sie nicht einfach bei Google anfragen, ob diese nicht bei Knacken von WLAN "Terrorist" in der Kriminalstraße behilflich sein würden.
Also wirklich, damit machen Sie sich nun wirklich lächerlich.

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Jowls Akimbo 15.05.2010, 21:21
562.

Zitat von Umbriel
Ich kann verstehen, wenn man als Person nicht geknipst werden will, das sollte man dann auch respektieren. Ich will auch nicht überall sichtbar sein.
Ja schon.

Doch wer "überall" oder "gar nirgends" sichtbar sein will, der muß stetig zuhause bleiben.

Demgegen ist es immerhin begreiflich, daß man bei aller Aktivität nicht gesehen werden will. Das typische Beispiel davon ist, daß man dabei fotografisch aufgenommen wird, da er gerade aus dem Sex-Shop kommt.

Doch hinsichtlich sölcher Fälle, fällt es denn nicht dem Sex-Shop zu, seine Kunden dadurch abzuschirmen, in dem es von Google verlangt, das Geschäft unbekennbar zu machen?

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m.guzzi 15.05.2010, 21:24
563. Nix kapiert

@googleuser

dass Sie Spass an GoogleTools haben ist Ihre Sache und soll Ihnen genönnt sein. Hat aber auch rein gar nichts mit dem deutschen demokratischen System zu tun. Ihr Beitrag zeigt vielmehr, dass Sie prinzipiell gar nicht verstanden haben, wo Sie leben und was es Ihnen ermöglicht. Vielen Dinge sind auch in Deutschland nicht perfekt und es gibt viele Schwachstellen, an denen gerarbeitet werden muß, aber in anderen Ländern können Sie nicht einmal mit Google arbeiten. Schon einmal nachgedacht, welche Freiheiten Sie haben? Gott sei Dank prüft der Staat - hoffentlich - unablässig, dass auch die Freiheiten anderer - und nicht nur IHRE - geschützt werden. Denn letztendlich, was Sie hier mit Sch**** beschimpfen, gibt Ihnen die Möglichkeit, die Dinge zu nutzen, auf die Sie Lust haben. Ansonsten kann ich nur sagen: Cut your hair and get a job abroad....

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searchfake5 15.05.2010, 22:09
564. Wenn ich Gangster wäre

Wenn ich Gangster wäre, dann würde ich mit Google-Earth erkunden wer in einer Nobelgegegend das größte Grundstück oder (als Indikator für Reichtum)den größten Pool besitzt.
Die dazu gehörige Fassade oder hohe Mauer kann ich nachträglich selbst für die letzten Vorbereitungen fotografieren.

Wenn ich Gangsterboss wäre, dann würde ich eine Datenbank anlegen die alle Lokalitäten beinhaltet die bei Streetview aus irgendwelchen Gründen verpixelt werden mussten.

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d.dave 15.05.2010, 22:37
565.

Zitat von draht/und/ahnungslos
Dadurch bekommt man nur Anfangsverdachte erhärtet. Die Provider loggen bei der Vorratsdatenspeicherung keinen Payload, also Inhalt an sich. Zudem brauchen sie richterlichen Erlaß um dran zu kommen. Aber das kann einen guten Anfang machen. Sagen wir es gibt eine hypothetische Schwabenzelle. 1. Per Vorratsdaten-Abgleich wird festgestellt, daß (sagen wir) Sauerlandzelle mit 100 IPs Kontakt hatte 2. Anfrage nach Adress- und Kundendaten zu den 100 IPs bei Providern. (eine davon in Schwaben, verdächtig) 3. Außendienst fährt hin und stellt fest, daß die Leute verdächtig sind. Und, es gibt ein WLAN. 3a. Entweder in die Wohnung eindringen und verwanzen. 3b. oder WLAN knacken und aus sicherem Abstand alles mitloggen.
Angenommen, man hat die WLAN ordentlich abgesichert, wäre 3a wesentlich schneller, einfacher und billiger als so einen langwierigen Brute-Force-Angriff zu starten.

Zitat von
und bei 3b. könnte Google jetzt helfen. Kann mir aber wiederum nicht denken, daß die das ohne weiteres tun würden. Don’t be evil, und so.
Wie könnte Google jetzt konkret helfen?

Zitat von
Was bei der Geolocation, die durch das StreetView Projekt ermöglicht wurde, dazu kommt: Ein einfaches Softwaretool, verdeckt auf einem installiert, kann kontinuierlich die Position des Laptops an eine Zentrale melden. Kein GPS erforderlich. Jedes Mal, wenn sich der Rechner mit dem Internet verbindet, wird im Hintergrund ein Scan gemacht, die Liste der sichtbared Netzwerke wird an einen zentralen Server übermittelt ,und schon weiß man, wo sich der Rechner befindet. Da hilft kein VPN und kein Proxy. Die Liste der sichtbaren WLANs identifizieren eindeutig die Position mit hoher Genauigkeit. Es sei denn, der Laptop versteckt sich in einer Waldhütte, wo es keine WLANs gibt.
Gut, alles theoretisch möglich, aber muss man schon recht umständliche Umwege machen, um Google mit einzubinden, was ohne Google und reisendes, eingeschaltetes Notebook (zB durch Handyortung) wesentlich einfacher wäre...

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seine_unermesslichkeit 15.05.2010, 22:53
566. ...

Wenn man den stinknormalen Fotoapperat, also die Knipse, erst heute erfinden würde, dann könnte man in Deutschland so ein Ding nicht kaufen. Wäre nämlich sofort verboten, wegen des Schutzes der Privatsphäre, zu hohe Missbrauchsgefahr!

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Zorpheus 16.05.2010, 23:45
567. Kein Wunder

Oh Mann, wer soll denn so einen Thread lesen. Ich geb einfach mal meinen Senf dazu, auch wenn das wahrscheinlich schon irgend jemand geschrieben hat.

Ich stelle mir vor, dass es etwa so abgelaufen ist:
1. Man kopiert ein Programm zusammen, was WLAN-Daten aufzeichnet.
2. Man schreibt ein Programm, das aus den gesammelten Daten das rauskopiert, was man für Google Street View braucht.

Es ist wirklich nicht verwunderlich, dass man hinterher noch ein paar private Daten findet, wenn man genauer nachsieht. Vielleicht wären die nie jemandem aufgefallen, wenn man nicht danach gesucht hätte.

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gplog 16.05.2010, 00:25
568.

Zitat von draht/und/ahnungslos
Wie kann es dazu kommen, daß Google auch Datenpakete mitschneidet und nicht nur die Reklamepakete (Beacons), mit denen jeder Router sein Vorhandensein anpreist?: Ganz einfach, die Treiber für herkömmliche WLAN-Hardware haben einen bestimmten Modus, der sich für das Aufspüren aller WLAN Router im Umkreis eignet, den sog. Monitor Mode. Und in dieser Betriebsart fängt die Karte alle WLAN-Pakete auf, die auf einer Frequenz durch den Äther rauschen: Beacons, Daten, alles – egal ob verschlüsselt oder nicht...
Sehe ich genauso. Allein der Aufbau des neuen Artikels zeigt nur wie wenig die Leute wissen. Wenn ich schon Schnüffel- oder Spezial-Softwäre hören. WLAN auf monitomode stellen und mit wireshark oder anderer Software alles auf dem Kanal aufzeichnen ist nun wirklich nur normaler Alltag eines Netzwerkentwicklers in diesem Bereich. Dafür braucht man keinen Spezielcode. Die haben da sicherlich einfach eine Software verwendet die alles aufzeichnet und anschließend wird ausgewertet (SSID, Kanal, GPS-Koordinate). Die 600Gb sind wohl einfach nur der Datenteil der aufgezeichneten Tracefiles.

"Offenbar fehlte den Programmierern hier das Problembewusstsein."
Ich muss zugeben als Entwickler kann ich das sehr gut nachvollziehen.

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gplog 16.05.2010, 00:31
569.

Zitat von el3ktro
Das ist einfach nur falsch. Um die Verschlüsselung eines WLANs zu knacken, reicht ein einziges Datenpaket BEI WEITEM nicht aus. Beschäftigen Sie sich bitte mal mit Kryptografie, bevor Sie so einen Unsinn schreiben.
Das sehe ich ganz anders. Die vielen Pakete werden nur benötigt um den Rechneaufwand sehr deutlich zu reduzieren. Hierbei sind insbesondere spezielle Pakete hilfreich, die leicher angreifbar bzw mehr Informationen zur Reduzierung der Schlüsselbreite enthalten.
Aber rein theoretisch kann natürlich auch mit einer einzigen Nachricht alle Varianten durchprobiert werden. Warum auch nicht. Vermutlich werden aber alle Rechner der Erde dafür zulange brauchen.

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