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Jugendschutz im Internet: Es droht die Rückkehr der Sendepause im Netz
Federico Gambarini/DPA

Staatliche Jugendschützer haben dem einzigen anerkannten Jugendschutz-Programm die Zulassung entzogen. Für deutsche Internet-Anbieter heißt das: Sie müssten Zugriffsschranken oder Sendezeitbeschränkungen einführen.

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boeseHelene 21.05.2019, 11:14
20.

Zitat von Gerhard_Berlin
Welchen Jugendlichen interessiert der sogenannte Jugendschutz. Die sind im Internet um ein vielfaches fitter, als all die bemühten Jugendschutzwächter. Wer auf Seiten will, auf die er nicht soll, findet Mittel und Wege. Und je verbotener etwas ist, desto interessanter ist es auch. Das Internet kennt keine Grenzen und letzlich auch keine echten Sperren.
Absolut richtig, aber die Jugendschützer wollen das Gefühl haben dass man sie braucht und zu dem ist es leicht verdientes Geld. Gerade im Internet ist Jugendschutz eigentlich lachhaft, wenn der Jugendliche es nicht alleine schafft den Schutz zu umgehen wird halt gegoogelt oder man fragt den Kumpel. Man sollte den Jugendlichen lieber Medienkompetenz beibringen als sie zu gängeln.

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derBob 21.05.2019, 11:37
21. letzte Jahrhundert

Zitat von polltroll
Eine völlige Sinnlosdiskussion! Kinder sind Freiwild im Netz und das ist vom Don’t be evil-Konzern absichtlich so gesteuert. Alle Maßnahmen sind Placebos und von jedem Zweijährigen leicht zu überwinden: Safesearch Filter, Playstore etc. Auf YouTube können Konzerne beliebig Werbung getarnt als Content platzieren und sind dank Youtuber Kultur nicht mal haftbar! Wo Werbung im TV noch streng geregelt und als solche erkennbar sein musste, sind unsere Kinder dem unmoralischen Treiben fast schutzlos ausgeliefert. Anstatt also an irgendwelchen aufgesetzten Softwareprodukten rumzunörgeln sollte der Gesetzgeber endlich mal seine Verantwortung wahrnehmen und Google die Daumenschrauben ansetzen. Für Google wäre es leicht echten Jugendschutz und Parental Control in das eigene Betriebssystem zu integrieren! Aber an die echten Probleme geht man ja in Deutschland nicht dran!
Wie die selbsternannten Jugendschützer sind auch Sie selbst im letzten Jahrhundert steckengeblieben und sehen die reale Welt dort draußen nur durch einen Sehschlitz.
Das "Google" für Sie einen Pawlowschen-Begriff darstellt, habe Sie hinreichend dargestellt.
Das Sie nicht die leiseste Ahnung haben, dass Google nicht das einzige Portal zum World Wide Web (achten Sie auf die ersten beiden Worte) ist, ist Ihnen auch gelungen mitzuteilen.

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msix 21.05.2019, 13:08
22. nach Artikel 13

kommen jetzt also wieder die Netzsperren ins Gespräch. Nachdem Axel Springer diesbezüglich erfolgreich Lobbyismus betrieben hat, dachte sich die Erotik Branche wohl, da können wir auch was machen. Falls ab 2020/21 wirklich Portal gesperrt werden, "wenn diese sich nicht an deutsche Jugendschutzvorschriften halten" bin ich mal gespannt, ob auch z.B. Twitter und Reddit geblockt werden. Dort gibt es bekanntlich auch massenweise Pornographie ohne jegliche Altersverifikation zu sehen. Wie auch immer, wenn letztendlich alles wirklich so verabschiedet wird, kann man als erwachsener Bürger in Deutschland zukünftig wohl nur noch via VPN uneingeschränkt im Netz unterwegs sein.

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polltroll 21.05.2019, 22:26
23.

Zitat von derBob
Wie die selbsternannten Jugendschützer sind auch Sie selbst im letzten Jahrhundert steckengeblieben und sehen die reale Welt dort draußen nur durch einen Sehschlitz. Das "Google" für Sie einen Pawlowschen-Begriff darstellt, habe Sie hinreichend dargestellt. Das Sie nicht die leiseste Ahnung haben, dass Google nicht das einzige Portal zum World Wide Web (achten Sie auf die ersten beiden Worte) ist, ist Ihnen auch gelungen mitzuteilen.
Wenigstens habe ich mich klar zum Thema geäußert und stehe nicht permanent wie Sie in der zweiten Reihe, um in abfälliger Weise die Meinung meiner Mitforsten mit pseudo-intellektueller Phrasendrescherei herabzuwürdigen. Pawlow und hinreichend in beliebiger Reihenfolge kommt halt immer gut. Worauf Ihr Kommentar jedoch abzielt kann ich leider nicht erkennen, aber wenn Sie sich mal die Mühe machen zu ergründen, mit welchen Endgeräten und welchen OS die Kids heutzutage das www erkunden, geht Ihnen vielleicht ein Licht auf. Vielleicht sind Sie also einer von Ihren Oldschool-Typen aus dem letzten Jahrhundert. Der Normalo Jugendliche, der im Netz geschützt werden muss nutzt kein Linux, Unix etc. Im Netz etwas suchen heißt googeln! Was ich durch meinen Sehschlitz deutlich erkenne sind Techkonzerne, die als Portal zum www dienen und ihre Verantwortung nicht wahrnehmen!

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werner-brösel 22.05.2019, 13:12
24. Netzsperren sind Zensur

Kein Wunder, daß die Deutsche Pornoindustrie jubelt, wenn sie die geschäftstüchtigeren internationalen Wettbewerber so wieder ausschließen kann. Dann finden die lieben Kleinen eben wieder irgendwo im Haus die pikanteren DVDs und schaffen,was Vati nie gelungen ist - Kopieren. Nein, nur weil Mutti und Vati mit der Erziehung ihrer Sprösslinge überfordert sind dürfen wir die Netzneutralität nicht unterminieren. Schon jetzt gibt es Modelle, bei denen man sich z.B. bei öffentlich rechtlichen mit dem Perso anmelden soll. Dies sind eklatante Verstöße gegen die grundgesetzlich garantierte informationelle Selbstbestimmung. Was wird dann als nächstes gesperrt, bzw. wer weiß, was ich mir anschaue?

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Elvenpath 23.05.2019, 13:13
25. Verrückt

Es ist absolut verrückt, wenn Haushalte, in denen es keine Kinder gibt, sich solchen Regeln unterwerfen müssen.

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zynik 23.05.2019, 13:28
26.

Zitat von polltroll
Wenigstens habe ich mich klar zum Thema geäußert und stehe nicht permanent wie Sie in der zweiten Reihe, um in abfälliger Weise die Meinung meiner Mitforsten mit pseudo-intellektueller Phrasendrescherei herabzuwürdigen. Pawlow und hinreichend in beliebiger Reihenfolge kommt halt immer gut. Worauf Ihr Kommentar jedoch abzielt kann ich leider nicht erkennen, aber wenn Sie sich mal die Mühe machen zu ergründen, mit welchen Endgeräten und welchen OS die Kids heutzutage das www erkunden, geht Ihnen vielleicht ein Licht auf. Vielleicht sind Sie also einer von Ihren Oldschool-Typen aus dem letzten Jahrhundert. Der Normalo Jugendliche, der im Netz geschützt werden muss nutzt kein Linux, Unix etc. Im Netz etwas suchen heißt googeln! Was ich durch meinen Sehschlitz deutlich erkenne sind Techkonzerne, die als Portal zum www dienen und ihre Verantwortung nicht wahrnehmen!
https://www.startpage.com/de/

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andreas_krieger 23.05.2019, 14:08
27.

Analog zum Fernsehen könnten diese Anbieter "entwicklungsgefährdende" Inhalte erst nachts ab 22 oder 23 Uhr zeigen...? Wer bitte soll sich denn davon aufhalten lassen? Dann gucket man eben nach 22/23 Uhr...

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felisconcolor 23.05.2019, 14:14
28. Es

geht doch gar nicht um Jugendschutz. Der "deutsche Internet(porno)handel" sieht nur seine nicht vorhandenen Felle davon schwimmen. Gleichzeitig ist über die Androhung von Netzsperren ein weiterer Vorstoss in Richtung "unerwünschte" Netzinhalte nur zu offensichtlich. Wir zeigen mit dem Finger in Richtung Russland und China und sind hier keinen Deut besser. Man verklausuliert es nur möglichst kompliziert und spikt es mit ein paar "bösen" Schlagwörtern und schon schreit die breite Masse Hurra. Überall auzf dieser Welt streben die Regierenden nach der absoluten Informationskontrolle. Die einen machen es halt ziemlich offensichtlich die anderen verbrämen ihre Vorhaben halt nur ein wenig mehr. Das Ergebnis ist überall das selbe. Aber natürlich liege ich mit meiner Meinung total daneben und leide nur an einer behandlungswürdigen Paranoia.

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oldschool_bmx_freestyler 23.05.2019, 14:32
29. Es wird Zeit...

Ja, ich weiß: im sogenannten Informationszeitalter mit "Zensur" und "Beschränkung" zu kommen - das kann nur eine Welle von Empörung auslösen.

Aber mal ehrlich: warum eigentlich?

Zugang zu Informationen wird heute zu einem Menschenrecht hochstilisiert; kann man erstmal so gelten lassen.
Allerdings muss man auch eingestehen, dass der Empfänger der jeweiligen Information mit dieser umgehen können muss.
Hier trifft der schon seit Jahren von mir propagierte Satz mal wieder ins Schwarze, nämlich:
"Mit jedem Stück mehr an Wissen ... verliert sich ein Stück Unschuld."

Dies beinhaltet zum einen, dass Informationen - salopp gesagt - das Leben schwer machen können, da man vieles über Missstände erfährt und nicht mehr sagen kann, man hätte davon nichts gewusst.
Zum anderen aber sind es gerade Kinder und Jugendliche, die sich heutzutage mit einer nicht enden wollenden Flut an für das jeweilige Alter völlig ungeeigneten Inhalten konfrontiert sehen.

Als Familienvater wünsche ich mir tatsächlich schon lange ein entsprechendes Einsehen seitens Regierung und/oder Anbietern – gleichwohl erlebe ich erste völlig überfordert und letztere desinteressiert; bringt schließlich nicht mehr ein.

Sobald ein Kind mit einem Smartphone versorgt wird oder zumindest Zugang zu einem solchen oder dem Internet hat, ist die elterliche Fürsorgepflicht quasi ad absurdum gestellt, da sie zu einer reinen Schadensbegrenzung verkümmert.
Will sagen: Gespräche mit verwirrten Kindern finden nur noch dann statt, wenn dieses sprichwörtlich schon in den Brunnen gefallen ist.

In unserem Verwandten- und Bekanntenkreis habe ich über die Jahre derart viel Mist und Stress mitbekommen, was die Kombination aus Kindern und Internet angeht:
Da erhalten junge Mädchen plötzlich Nachrichten von Mr. Unbekannt, die - neben explizitem Bildmaterial - entsprechend explizite Aufforderungen enthalten.
Klar kann man einen solchen Kontakt sperren - aber eben erst immer hinterher.
Und besonders bei schulischen WhatsApp-Gruppen geht das eben nicht so leicht: da tauchen plötzlich Fotos von Geschlechtsteilen der Schüler/innen auf, die entweder freiwillig gemacht wurden oder unfreiwillig im Rahmen eines Toilettenbesuchs entstanden.
Gerade bei Kindern werden Telefonnummern ohne nachzudenken (oder mitunter auch böswillig) weitergegeben; und mehr braucht es für WhatsApp & Co. ja nicht, um das damit verbundene Gerät mit Nachrichten zu drangsalieren...

Ja, ich wäre für eine solche Beschränkung und halte sie keineswegs für einen Rückschritt oder eine Einengung unserer vermeintlichen Freiheit.
Persönlich sehe ich viele Eltern mit dieser Thematik völlig überfordert, da sie
a) entweder keine tiefe Ahnung haben und/oder
b) weder Zeit noch Lust auf Diskussionen mit dem Nachwuchs hinsichtlich Regelungen usw. haben.

Manchmal muss man eine solche "Bevormundung" auch einfach mal zulassen, um hinterher festzustellen, dass es insgesamt gut war.

Ach ja: unser Kind (12) hat aus eben diesen (und gesundheitlichen) Gründen kein Smartphone - dann mal Feuer frei...

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