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Kabel, DSL, Mobilnetz: Internet viel langsamer als versprochen
DPA

Man hat es geahnt, nun legt die Netzagentur konkrete Zahlen vor: Die Internetanschlüsse in Deutschland sind viel langsamer, als die Anbieter behaupten. Wen es wie hart trifft - und wie Sie selbst nachmessen können.

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phg2 17.01.2018, 18:24
60.

Zitat von gersois
Wenn Frankreich selbst in die ödeste Provinz Glasfaser verlegen kann, sollte die BRD das tunlichst auch machen, sonst wird sie abgehängt sein. Ich habe hier am Zweitwohnsitz 20 Mbit/s im Download.
Geht aber auf'm Land in Frankreich auch deutlich schlechter -
5 bis max. 7 Mbit/s. Und erst in 2 Jahren wird da aufgerüstet.
Aber ist eben auch auf'm Land und das bedeutet halt hohe Investitionen für wenige Kunden. Das kommt dann hinten dran und rechnet sich manchmal auch garnicht. Würden die die gesamten Anschlusskosten auf die jeweiligen Kunden umlegen...........dafür
ist's auf'm ja anderweitig deutlich billiger.
In jeder grösseren Stadt in Deutschland bekommt man sicherlich gute
Festnetzanschlüsse. Wenn dann wie bei mir von 50 Mbit/s nur 33 Mbit/s übrig bleiben ist mir das komplett egal - was nutzt mir das wenn der Download Server rumzuckelt, da brauchen dann schon mal
0,1 Mbit/s mehrere Minuten und das hat dann nix mit meinem Anschluss zu tun.

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whocaresbutyou 17.01.2018, 18:26
61. es gibt im Mobilfunk keine Garantien...

Zitat von chb_74
.... Gäbe es eine Verpflichtung, den versprochenen Wert mit einer maximalen Toleranz von 10% zu liefern (das wird man aufgrund der bestehenden, z.T. alten Infrastruktur sicher zugestehen müssen, wäre aber okay), würde viel weniger großspurig versprochen...
Im Mobilfunk können sie schon deshalb keine Garantien erwarten, da sie die Übertragungsstrecke nicht exklusiv für sich haben. Dazu müsste der Anbieter überzähligen Nutzern den Zugang zu einer Funkzelle verwehren, um den restlichen einen Datenrate zu garantieren, die diese dann wahrscheinlich garnicht abrufen.

Und auch im Festnetz ist das schwierig, da die Datenrate von DSL-Anschlüssen mit der Leitungslänge und der Dämpfung sinkt.
Außerdem stören sich die Anschlüsse bei steigender Frequenz in einem Kabel gegenseitig, so dass in Stoßzeiten die Datenrate sinkt, selbst wenn die Technik noch massig Reserven hat.

Würde man die Anbieter zu Garantien zwingen, würden die den Wackelkandidaten einfach nichts mehr verkaufen, da die Prozesskosten des deutschen Michels die Gewinne auffressen würden.

Ob das dazu führen würde, dass ein Anbieter für 150 Anschlüsse 15 Kilometer Glasfaser in der Eifel vergräbt, wage ich mal anzuzweifeln.

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Mindbender 17.01.2018, 18:29
62. ...

Zitat von andikah
Die Telekom schwört (wegen zu grosser Investition) auf ihre zum Teil 50 bis 60 Jahren alte papierisolierte Kupferkabel die in ältere Haushalte eingeführt wurden und die eigentlich nur zum Telefonieren gedacht waren. Diese Kabel wurden noch von der Post verlegt, zum Teil mit Steuergeld. Diese Kupferadern werden jetzt mit Frequenzen belegt für die die Adern niemals ausgelegt waren. Am Ende der Kupferaden, also beim Teilnehmer, kommt ein Frequenzsalat an. Nur mit Hilfe von ausgeklügelter Technik die in den Modems verbaut wird kann das Modem noch ein halbwegs brauchbares Signal generieren. Kommt am Ende aber nur Matsch raus kann das teuerste Modem nichts mehr damit anfangen und die Verbindung bricht ab. Generell kann man sagen: Jeder Meter Kupfer über den das Internetsignal läuft drückt auf die Geschwindigkeit.
Nur mal zur ihrer Information:
a. auch mit Klingeldraht kommen sie auf 50Mbps
b. auch bei Glasfaser haben sie Verluste und "es drückt bei jedem Meter auf die Geschwindigkeit"
c. "es kommt Matsch raus"ist fachlich nicht gerade sehr aussagekräftig

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Neandiausdemtal 17.01.2018, 18:31
63. Typisch !

Die sogenannte freie Wirtschaft tut das, was sie am zweitbesten kann, den Kunden verar...... . Oder hat irgend jemand geglaubt, dass nur beim Diesel und nur von VW getrickst wird?
Das erstbeste ist nämlich Profit machen.
Das System heißt immer noch Kapitalismus!

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GoaSkin 17.01.2018, 18:31
64. das Problem ist vor allem, dass die Stadtverwaltungen schlafen

Damit an einem Ort schnelles Internet verfügbar ist, müssen die Kommunen am Ball bleiben. Schnelles Internet gibt es nicht nur dann (vielleicht), wenn eine Gemeinde dafür die Telekom subventioniert, sondern vor allem dann, wenn sich eine Stadtverwaltung aktiv darum kümmert, dass sich ein Anbieter darum kümmert, eine Infrastruktur auszubauen und dies so bequem wie möglich macht. Im Rahmen der Erschließung und Sanierung von Baugebieten sollten Leer-Rohre verlegt werden und mit den Kabelanbietern und örtlichen Providern darüber verhandelt werden, ihre Infrastruktur dort verfügbar zu machen. Ist von den privaten Anbietern nichts zu erwarten, dann müssen die örtlichen Energieversorger dazu bewegt werden, Internet anzubinden. Manche ländliche Kommunen haben das verstanden und profitieren von schnellem Internet durch einen regionalen Anbieter. An anderen Orten gibt es wiederum kein schnelles Internet in den Neubaugebieten, weil man es verschlafen hat, die Kabelanbieter mit zu involvieren und kein Veto dagegen eingelegt, dass Kupfer statt Glasfaser in die Häuser gelegt wird.

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Mr.Trumple 17.01.2018, 18:32
65. Na sowas,

Zitat von whocaresbutyou
Die Alternative wären neue Kabel legen oder den Kunden am Rand einfach garnichts zu verkaufen. Aber bei stetig fallenden Preisen und gleichzeitig wachsenden Ansprüchen ist Ausbau von Randgebieten schlichtweg zunehmend unrentabel.
glauben Sie tatsächlich, dass die Holländer, die hier in den "Randgebieten" Glasfaser verbuddeln, nicht rechnen können? Mit Sicherheit ist das rentabel, sogar ohne staatliche Subventionen. Das Problem ist die Deutsche Telekom: die wartet nur auf den Subventionsregen aus Berlin! Man sollte sie in "Deutsche Subventionskom" umbenennen

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genugistgenug 17.01.2018, 18:34
66. Aus der Werbung "Mindestens 50K garantiert"

Allerdings in UK! Denn wie soll man das im NEUland Dummenland erreichen, wenn man hier die entdeckten uralten Leitungen der früheren Ureinwohner benutzen muss, weil niemand neue Leitungen legen will (was auch zu teuer wäre) und Funk nicht ausgebaut wird.
Hauptsache die Vorgaben der ReGIERung/Behörden erreicht.
Aber Internet wird erst mal zurückgestellt - jetzt haben die E-Autos Priorität und die Stromversorgung durch Oberleitungen - natürlich in mehreren Klassen - 24 - 110 - 220 - 380 Volt.

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hohnstein2016 17.01.2018, 18:37
67. In Deutschland geht alles zu langsam....

Beim Thema Internet, Digitalisierung hat Europa gegenüber Asien schon längst den Anschluss verloren. Ich sehe das regelmässig da ich oft in Shanghai und Beijing arbeite. Auch kann ich in Asiens Megastädten an jeder Ecke per App innerhalb 10 Min einen Chauffeur rankriegen...mit dem Auto meiner Wahl, Comfort, Luxus oder Standart ! War letztens in Dandong an der Grenze zu Nordkorea...selbst dort überall Highspeedinternet !

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piep00 17.01.2018, 18:37
68. Digitaler Rattenschwanz

An diesem Thema hängt mehr als nur das private Vergnügen. Gerade die Onlinewelten der Nachrichten, Magazine und sonstigen Dienstleistungen sind auf Werbeeinnahmen angewiesen, damit ihre Arbeit zu Geld wird. Und hier kommt die Krux: Diese Portale setzen auf intensive Werbung (Videos mit Autostart, und mehr nervendes Zeug... Im schlimmsten Fall, wie auch hier schon, wird man umgeleitet auf eine Werbeseite. Schön, dass nicht mal die Anbieter ihre Werbung in den Griff bekommen), um ebendiese Einnahmen zu erzielen. Der Besucher, der meist an einer Krüppelleitung hängt, möchte aber surfen und nicht ständig vom Trafficmonster Werbung an die Leine gelegt werden. Also wird ein Adblocker installiert. Da ist der Teufelskreis der Online-Werbung. Aus diesem Grund würde ich die These aufstellen, dass mit schnellerem Internet deutschlandweit die Werbeeinnahmen signifikant steigen würden.

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Spessartplato 17.01.2018, 18:38
69. Merkel vor der Bundestagswahl 2013

Zitat von Raisti
Jaja das gute Neuland. Spannend das sich Sondierungspapier der CDU/SPD diesbezügl. auch wieder nicht viel findet. Sprich an den oben beschrieben Zuständen wird sich kaum was ändern da Initiativen dazu seitens der Politik kaum zu erwarten sind.
"Deutschland muß eine führende Rolle in der Digitalisierung und beim Ausbau der Breitbandverbindungen übernehmen."

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