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Kampagne "Snake": Neue Hacker-Attacke auf Politiker, Bundeswehr und Botschaften
REUTERS

Die Sicherheitsbehörden haben nach SPIEGEL-Informationen einen neuen Hacker-Angriff auf Abgeordnete, Botschaften und die Bundeswehr entdeckt. Die Spur führt erneut nach Russland.

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eule_neu 29.11.2018, 16:26
1. Staatlich zurück"hacken"

Warum lassen wir uns das russische Staatshacken gefallen? Wir müssen unser Cyber-Krieger noch besser ausrüsten und ausbilden. Zudem muss der Bundestag genehmigen, dass entsprechende Cyber-Angriffe seitens unserer Cyber-Truppen gefahren werden dürfen. Erst wenn Putin merkt, dass seine Regierungsstellen ebenfalls gehackt werden, wird er wohl eingreifen. Aber wir haben ja weltweit schon Cyber-Kriege, teils staatlich, teils kriminell verursacht. Das Internet gibt keine Sicherheit, trotz aller Anstrengungen. Nur der Einzelne bzw. die jeweilige Behörde kann ihre Rechner in den jeweiligen Netzen absichern. Wie das geht, vermittelt doch die entsprechende Bundesbehörde ...

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adieu2000 29.11.2018, 16:38
2. Die richtigen Fragen stellen

Wen interessieren die Beziehungen und Verbindungen Deutschlands und seiner Regierung zu Russland am meisten? Welche Hacker die derartig hochkomplexe und ausgefeilte Angriffe ausführt, würde aus versehen Spuren liegen lassen oder sogar legen die nach Russland führen? So dumm würde kein Spion oder Hacker sein. Es ist die kleinste Hürde bei einem Hackerangriff die Herkunft zu verschleiern, wenn dann ein Geheimdienst etwas Geld springen läßt, dann könnte man den Angriff direkt aus Washington führen.

Das Hauptproblem ist sich angemessen zu schützen.
Schuldzuweisungen haben immer eine politische Dimension.
Wer anhand von Indizien in der IT Schuld Zuweisungen trift
spricht sich die eigene Qualifikation ab.

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Beorn 29.11.2018, 16:38
3. Der Russe war's?

Würde mich mal interessieren, wie man Hackerangriffe sicher einem Land oder besser einer Organisation zuordnen kann. Die IP-Adresse wird's ja wohl nicht sein, die kann sich jeder per VPN frei wählen. Kyrillische Buchstaben im Hacker-Code? Und wie verhindert man, dass die Identität gefälscht ist. Die RF hat nun einige Feinde, so könnte ein vorgetäuschter Hackerangriff doch für diese eine feine Sache sein. Am Ende sitzt ein ukrainischer Hacker in Russland und hackt sich in deutsche AA ein. Ohne all diese Fragen mal geklärt zu haben, gefällt mir die Sache mit der Schuldzuweisung überhaupt nicht.

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Trollflüsterer 29.11.2018, 16:46
4.

Zitat von eule_neu
Warum lassen wir uns das russische Staatshacken gefallen? Wir müssen unser Cyber-Krieger noch besser ausrüsten und ausbilden. Zudem muss der Bundestag genehmigen, dass entsprechende Cyber-Angriffe seitens unserer Cyber-Truppen gefahren werden dürfen. Erst wenn Putin merkt, dass seine Regierungsstellen ebenfalls gehackt werden, wird er wohl eingreifen. Aber wir haben ja weltweit schon Cyber-Kriege, teils staatlich, teils kriminell verursacht. Das Internet gibt keine Sicherheit, trotz aller Anstrengungen. Nur der Einzelne bzw. die jeweilige Behörde kann ihre Rechner in den jeweiligen Netzen absichern. Wie das geht, vermittelt doch die entsprechende Bundesbehörde ...
Ich bin da voll bei ihnen und bin in der Sache auch für "Auge um Auge", sprich zurück hacken und da mal einiges lahm legen.
Problem ist nur.... wir bewegen uns dabei in dem Spagat ein Rechtsstaat zu sein.
Mit solchen "Kleinigkeiten" brauch sich ein Herr Putin nicht rum schlagen.
Da werden wir in D. sicher immer 2. Sieger bleiben. Die USA können es vermutlich auf Augenhöhe, aber im WH sitzt ja nun leider ein Mann der anderen Seite.

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MatthiasPetersbach 29.11.2018, 16:47
5. was haben.....

...... relevante Ausführungsmechaniken von "Abgeordnete, Botschaften und die Bundeswehr " im INTERNET zu suchen? Nichts - genausowenig wie Steuerung von Infrastruktur, Krankenhäuser und Energieversorger.

Das Internet mag für nicht sicherheitsrelevante Belange zur Bequemlichkeit des Bürgers in Grenzen sinnvoll und hilfreich sein - sonst nicht.

Da wird völlig unnötig die Sicherheit und Hoheit des Landes riskiert.

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Velociped 29.11.2018, 16:51
6. Ursprung ist nicht gewiss

In der Regel führen Geheimdienste ihre Operationen so aus, dass sie nicht als Urheber identifiziert werden können. Vielmehr wird vorgetäuscht, dass jemand anderes hinter einer Attacke steht. Das gilt für alle Geheimdienste. Sicher hackt Russland auch, aber dann wird es nicht nach Russland aussehen.
Aber die Schlagzeile passt natürlich zur aktuellen Bundestagsdebatte. Da ging es darum, dass die Bundesregierung bessere IT-Sicherheit dadurch verhindert, dass sie Sicherheitslücken geheim hält. Diese können dann von beliebigen Geheimdiensten dieser Welt ausgenutzt werden.
Zum einen wird bereits zurückgehackt - nur steht das bei uns eben nicht in den Nachrichten. Zudem macht "zurückhacken" kein Computersystem sicherer. Das ist in etwa so, als ob man staatlich unterstützten Terrorismus dadurch beenden wollte, dass man die eigene Sicherheit vernachlässtigt, aber dafür selber Terrorismus in anderen Ländern fördert.
Daher diese Schlagzeilen einfach als eine politische Meldung interpretieren. Kann sein, dass es russische Hacker waren - kann aber auch sein, dass der Angriff von ganz anderer Seite kam. Der Wahrheitsgehalt ist schlicht nicht überprüfbar.
Wir wissen nur, dass es der Bundesregierung wichtiger ist, selber hacken zu können, als die eigenen Systeme zu schützen. Anke Domscheit-Berg hat das damit verglichen, dass die Polizei eine Sicherheitslücke in einem Schließsystem eines bestimmten Haustyps nicht den Bewohner*innen melden würde, damit diese ggf. einfach heimlich in die Häuser eindringen könnten, falls es den Verdacht einer Straftat gäbe. Als Konsequenz bleibt das Schließsystem auch für andere Angreifer*innen offen.

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NoHopeNoFear 29.11.2018, 16:52
7.

Zitat von eule_neu
Warum lassen wir uns das russische Staatshacken gefallen? Wir müssen unser Cyber-Krieger noch besser ausrüsten und ausbilden. Zudem muss der Bundestag genehmigen, dass entsprechende Cyber-Angriffe seitens unserer Cyber-Truppen gefahren werden dürfen. Erst wenn Putin merkt, dass seine Regierungsstellen ebenfalls gehackt werden, wird er wohl eingreifen. Aber wir haben ja weltweit schon Cyber-Kriege, teils staatlich, teils kriminell verursacht. Das Internet gibt keine Sicherheit, trotz aller Anstrengungen. Nur der Einzelne bzw. die jeweilige Behörde kann ihre Rechner in den jeweiligen Netzen absichern. Wie das geht, vermittelt doch die entsprechende Bundesbehörde ...
Wer soll denn zurück hacken? Wir haben keine Cyber Truppe. Was wir haben ist ein Verein unterbezahlter Amateure, zumindest machen die den wesentlichen Teil der Truppe aus. Putin weiß genau dass aus dem deutschen Neuland keine entsprechende Reaktion zu erwarten ist.

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Nachteuie 29.11.2018, 16:54
8. Lasst mich mal raten.....

Lasst mich mal raten: Der ausländische Partner der gewarnt hat war nicht rein zufällig die Ukraine? Nicht dass ich das den russischen Geheimdiensten nicht zutrauen würde, aber der Zeitpunkt ist doch jetzt mal wieder sehr passend.... so blöd jetzt so einen Angriff zu fahren kann doch eigentlich kein vernünftiger Geheimdienst sein! OK, aber in den Hacker-sub-Unternehmen der russischen Geheimdienste sitzen eben auch viele übermotivierte Script-Kiddys.... aber eben auch in den ukrainischen Hackerzentren - und auch die haben viel (kriminelle) Erfahrung. Und Onkel Sam in Trumpistan würde ja auch so gerne seinen weltweiten Freunden ein paar neue Sanktionen gegen Russland einreden - und Hacking kann der NSA ja auch bestens. . Also ich glaube erst mal keine der Schuldzuweisungen - das geht mir Alles viel zu schnell. Manchmal ist Aussitzen und Abwarten (auf mehr Info´s) gar keine so schlechte Taktik....

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adieu2000 29.11.2018, 16:57
9. Was für kranke Kommentare!

Zurück hacken, zurück schlagen, Krieg führen! Ist das schon der Anfang vom digitalen Mob und digitaler Lynchjustiz? Ausgelöst von inkompetenten Äußerungen und Vermutungen. Ich würde von meiner Regierung erwarten das man dem friedlich begegnet und eine gemeinsame Ermittlung startet. Die Gefahr einem Täuschungsmanöver aufgesessen zu ist einfach viel zu groß, und hat zu viele Interessenten die das herbei sehnen.

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